Das Spiel von Richard Laymon

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1994unter dem Titel „In the Dark“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 496 Seiten.ISBN 3-453-67535-5.Übersetzung ins Deutsche von Kristof Kurz.

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In Kürze:

Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane Kerry einen Umschlag mit einem Fünfzig-Dollar-Schein und der Aufforderung, sich an einem ominösen „Spiel“ zu beteiligen: Wenn sie jeweils um Mitternacht eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter – bis es für Jane kein Zurück mehr gibt: Das „Spiel“ artet zu reinstem Terror aus …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Lupenreiner Pulp, sprachlich überschaubar“75

Horror-Rezension von Jörg Kijanski

Jane Kerry arbeitet in dem Städtchen Donnerville als Bibliothekarin. An ihrem Arbeitsplatz findet sie eines Tages einen Briefumschlag der 50 Dollar enthält und sie zu einem Spiel einlädt. Absender ist der „;Master of Games”, der Meister des Spiels, kurz “;MoG„;. Einziger Hinweis auf den Fortgang des Spiels sind die Worte “;Schau heimwärts, Engel”, welches der Titel von Janes Lieblingsbuch ist. Bevor sie die Bibliothek schließen will, entscheidet sie sich, einen Blick in das Buch zu werfen und begegnet auf der Treppe zum 1. Stock der Bibliothek einem ihr unbekannten Kunden namens Brace Paxton, der anbietet, Jane bei ihrer Suche zu helfen. In besagtem Buch finden die beiden einen zweiten Umschlag der hundert Dollar enthält – und die nächste Aufgabe.

Jeweils um Mitternacht soll Jane in der Folge bestimmte Orte aufsuchen, wo sie neben Geld, welches sich mit jeder Aufgabe verdoppelt, die weiteren Anweisungen findet. Was zunächst wie ein harmloses Abenteuer aussieht, artet jedoch schon bald in reinsten Horror aus. Vor der Lösung der vierten Aufgabe fordert sie MoG auf, sich von Brace zu trennen, da man das Spiel nur zu zweit spielen kann. Gegen Mitternacht macht sich Jane zu einer verlassenen Brücke auf, wo sie auf die nächste Nachricht und natürlich das Geld hofft. Doch zwei Obdachlose kommen ihr zuvor und fast kommt es zu einer Vergewaltigung. Jane kann die Männer zwar in die Flucht schlagen und MoGs Zettel sichern, doch die Aufgaben werden weiter zunehmend härter. Nicht nur das, auch MoG kommt Jane immer näher, denn diese findet neben weiteren Zetteln morgens auf einmal Botschaften von MoG direkt auf ihrem Körper. Doch wie konnte er sich ihr unbemerkt nähern und wohin soll das Spiel führen…

Sex & Thrill à la Laymon.

Der im Heyne Verlag in der „;Hard Core“;-Edition erschienene Roman „;Das Spiel“; ist ein typisches Produkt des Autors Richard Laymon. Die Story drückt einen von Beginn an in den Sessel, obwohl die Geschichte mitunter recht unlogisch daher kommt. Angereichert wird die Story mit viel Voyeurismus (Sexismus), bei der der Autor seiner (männlichen) Phantasie freien Lauf lässt. Selten ergaben sich in einem Roman so viele Szenen, in denen aus unterschiedlichen Gründen „;Einblicke“; möglich wurden oder die Protagonistin nur spärlich bekleidet durch die Szenerie läuft. Zusätzlich sorgen etliche Horroreffekte für zunehmenden Nervenkitzel.

Pervers? Dass ich nicht lache! Wir reden hier über einen Kerl, der einen Rottweiler auf dich gehetzt hat und dich dazu überredet hat, halb nackt in einem Sarg – in einem wahrscheinlich BEREITS BENUTZTEN Sarg – zu liegen! Und da kommst du erst jetzt darauf, dass er ein kleines bisschen pervers sein könnte? Jetzt komm mal wieder runter. Du kannst von Glück reden, wenn er nur seine Zunge in dich rein gesteckt hat.

Raymond zieht geschickt das Tempo mehr und mehr an, so dass man weiter lesen muss. Ein waschechter Pageturner, dessen „;einfachen Stil“; man allerdings mögen muss. Mehr und Mehr erahnt auch Jane, auf was sie sich eingelassen hat.

Sie stand im kniehohen Gras neben dem Auto und überlegte sich, ob sie irgendetwas vergessen hatte.
Ja, meinen Verstand. Sonst würde ich mich ganz schnell wieder verdrücken.

Sprachlich einfach, die Handlung oft unlogisch, aber dennoch fesselnd.

Das die Handlung nicht immer logisch ist, ist bei Laymon ein bekannter Vorfall. Wie beispielsweise MoG sich nachts Jane nähern kann, um ihr Nachrichten auf ihre Haut zu schreiben, ohne dass diese aufwacht, bleibt ein Geheimnis des Autors (wie vieles, vieles andere – leider – auch). Eine vernünftige Aufklärung des Plots? Blödsinn!! Egal meint der Laymon-Fan, Hauptsache Action und die steigert sich auf den letzten 200 Seiten nochmals enorm, nachdem sich bis dahin 300 Seiten lang eigentlich eher harmlose Dinge ereignet haben. Dann aber haut Laymon eine Slasher-Einlage raus, die es selbst für abgebrühte Leser mehr als in sich hat und manchen Zombie-Film harmlos erscheinen lässt. Ab hier gibt es nun noch mehr Horror, noch mehr Action und – natürlich – noch mehr nackte Haut.

„;Versteckte“; Grüße an einen geschätzten Kollegen.

Nebenbei findet sich die ein oder andere versteckte „;Hommage“; an den Autor Jack Ketchum, welcher ebenso wie seine Kollegen Koontz und King von Laymon begeistert schwärmen. So wird Stephen King auf der Buchrückseite mit den Worten zitiert: „;Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen!“;

Fürwahr, vorausgesetzt, man weiß was einen erwartet. Nämlich lupenreiner Pulp, wie die Amerikaner sagen würden, aber einer, der einen zwingt weiter zu lesen, egal wie schlimm und abgedreht es noch wird. Laymon ist Kult, wenngleich auf sprachlich überschaubarem Niveau.

Ihre Meinung zu »Richard Laymon: Das Spiel«

Judith Attner zu »Richard Laymon: Das Spiel«07.11.2015
Es wahr mein erstes und leider auch mein letztes Buch von Richard Laymon. Ich wahr sehr gefesselt von dem Buch . Spannend, genug Thrill und genug Sex.
Aber Leute, das Ende - ich war fassungslos. Habe die letzten 50 Seiten direkt nochmal gelesen. Ich dachte, dass ich aufgrund des "Buchverschlingen" etwas überlesen habe. Aber nein. Sehr schade!
Barbara L. zu »Richard Laymon: Das Spiel«25.01.2013
Mein erstes Buch von Richard Laymon.
Ich fand das Buch Spannend auch wenn es sehr einfach und teils verwirrend geschrieben wurde und dennoch konnte ich es kaum weglegen, was dazu führte das es in kürze ausgelesen war.

Einige Szenen fand ich etwas sehr weit hergeholt, wie zum Beispiel das MOG einfach in die Wohnung kommt ohne das es auffällt oder Jane aufwacht. Was auch eigen ist, ist der Schluss wo man als Leser nicht genau weiß, was ist den nun mit den beiden und warum merkte keiner von außen was sich da in der Kirche abgespielt hat. Nun ja trotz allem ein guter Thriller wenn auch nicht immer Logisch.
Uncharted zu »Richard Laymon: Das Spiel«16.10.2011
Ich habe jetzt auch vor Kurzen mein erstes Buch von Richard Laymon gelesen und muss sagen so ganz kann mich der Autor nicht überzeugen. Das Spiel fängt zwar mit einer spannenden Idee an, jedoch springt der Funke nicht ganz über. Neben dem ehr einfachen Schreibstil baut sich im Buch die Spannung nicht wirklich auf. Und wirklich blutig ist das Buch auch nicht, da habe ich schon härtere Kost gelesen.
anja rawiel zu »Richard Laymon: Das Spiel«27.06.2011
das spiel war das erste buch von laymon was ich gelesen habe.und ich muss sagen das ich ein kontinuierliches laymonfieber habe.ich warte immer voller sehnsucht auf ein neues exemplar was ich noch nich kenne.klar sind die bücher manchmal ein bissl überzogen,aber so is das nu ma.entweder man liebt seine bücher oder man liest liebesschnulzen.gott sei dank hat jeder sein eigenen geschmack was bücher betrifft.ich habe alle seine bücher gekauft und sehr sehr gern gelesen,denn ich bin immer wieder in seinem bann gefangen.seine bücher lesen sich super flüssig was ein riesen vorteil is.
Udo Eller zu »Richard Laymon: Das Spiel«29.04.2011
Ein mittelmäßiges Buch, mit einer wirklich harten Szene im Mittelteil, die man selten gelesen hat.
Gefesselt hat mich das Buch nur teilweise.
Kein Buch das gelesen werden muss. Ebenso wie sein "Bestseller": Die Insel
Unverständlicherweise werden ALLE seine Bücher derart von seinen schriftstellerischen Kollegen gelobt, dass einem der Gedanken kommt, dass könnte eine Auffrischung in Dollar für seine Hinterbliebenen sein.
King oder Ketchum schreiben um WELTEN besser und doch loben sie seine Bücher. Jeder soll sich selber sein Urteil bilden. Ich verstehe es nicht.
Lina zu »Richard Laymon: Das Spiel«13.02.2011
Mein erstes Buch von Laymon und ich befürchte, dass es auch das letzte Buch von ihm sein wird. Die Idee ist sehr sehr spannend und ich war von der Umsetzung schwer enttäuscht. Die Logiklücken sind so groß, dass ganze LKW's durchfahren könnten und vieles wird überhaupt nicht aufgeklärt. Das "große Finale" fand ich einfach nur übertrieben... Was mir am meisten im Buch gefehlt hat, sind menschliche Reaktionen. Ich hatte den Eindruck, dass die Charaktere einfach nur von Szene zu szene hecheln, ohne dazwischen kurz inne zu halten und ein wenig Menschlichkeit an den Tag legen. Ich meine, es ist nicht normal, dass Jane - die am Anfang als ängstlich und schüchtern dargestellt wird - drei Menschen tötet und nichts empfindet (oder nur vielleicht in einem Nebensatz am Rande). Nun ja. Ich mochte das Buch nicht. Schade um die Idee...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
metal666god zu »Richard Laymon: Das Spiel«23.01.2011
also ich muß sagen, ich habe das buch immer in der arbeit in der mittagspause gelesen und wenn gekonnt hätte, hätte ich noch länger weitergelesen! es ist absolut fesselnd und wenn man ein kapitel noch schnell fertig lesen will, fängt man schon das nächste an! einige sachen - wie die nachrichten auf der haut, ohne daß jane aufwacht - sind wirklich nicht nachvollziehbar, aber es ist an spannung und thrill nicht zu überbieten!
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Kiki (bald 15) zu »Richard Laymon: Das Spiel«29.12.2010
Ich habe nie so gerne Bücher gelesen und wenn mal, dann hat es sich sehr lange hingezogen, bis ich es und wenn ich es überhaupt fertig durchgelesen hatte.. Bis ich mich eines Tages entschloss, wieder ein Buch zu lesen: Ich stand in einem Bücherladen und hielt Ausschau nach einem guten Buch.. Da ich keinen gewöhnlichen Roman lesen wollte, weil ich finde, darin geht es meist um zwei Liebende, stellte ich mich in die "Horrorabteilung".. Plötzlich fiel mir "Das Spiel" in die Hände, von dessen Autor ich noch nicht gehört hatte (was nicht gerade seltsam war, denn ich las ja sowieso kaum). Jedenfalls fing ich an zu lesen.. und konnte nicht mehr aufhören! Das Buch ist einfach perfekt (für mich)! Vor allem finde ich, dass die verschiedenen Charaktere immer sehr gut dargestellt werden und ich Jane und auch Brace von Anfang an sehr sympathisch fand.. Ich mochte dieses Buch durchgängig.. - Nein, ich liebte es sogar.. und als ich es mal zu einem Schulausflug mitnahm (wo ich das Buch ausversehen mit Milch tränkte - aber andere Geschichte..) und den anderen über dieses Buch erzählte, fragten mich gleich 4 Personen, ob sie es sich denn mal irgendwann ausleihen könnten.. Einer Freundin habe ich es auch gegeben, nachdem ich fertig war und sie las es ebenfalls mit Vergnügen (sie ist 15, ich 14) und als ich sie nach ein paar wochen fragte, (in der schulzeit kann man nicht zu viel/schnell lesen) an welcher stelle sie jetzt sei, sagte sie nur: "ich traue mich nicht weiterzulesen ... " :D
Alles in einem: Es war das erste und nicht das letzte Buch, dass ich (von Richard Laymon) gelesen habe.. mittlerweile bin ich beim vierten Buch angelangt und stolz auf mich, dass ich wieder angefangen habe mit dem Lesen, was ich u.a. Richard Laymon zu verdanken habe!

(Ach ja.. auch wenn manche finden, dass diese Bücher mehr für Erwachsene sind, statt für kleine 14-Jährige Mädchen, haben sie sich getäuscht. Natürlich habe ich noch nicht sehr viel Ahnung von Sex und dem ganzen Brutalen Horror und so, aber dazu sind doch Bücher da? :) Ich sehe es ja nicht, sondern stelle es mir nur vor.. und so bekomme ich dann auch mehr Ahnung davon und erweitere meine Fantasie :) .. Außerdem hängt es auch immer davon ab, wie reif das "Kind" ist und sich auch fühlt.. Jeder sollte selbst entscheiden, welche Bücher er lesen kann und welche nicht.. (Obwohl es auch Stellen gab, bei denen ich einfach ganz schnell weiterlesen wollte...) - Des Weiteren steht auf den Büchern doch auch keine Altersangabe, oder???)
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LaymonFan100 zu »Richard Laymon: Das Spiel«26.12.2010
Ich finde das Buch einfach super. Es ist spannend
und auch an vielen Stellen (auch wenn ich mir etwas
krank dabei vorkomme) richtig witzig. Die Handlung ist gut und die verschiedenen Charaktere sind fantastisch beschrieben, wie auch relativ einzigartig.
Nur das Ende im letzten Kapitel finde ich nicht so gut.
Es ist weder beschrieben was mit ihnen passiert, sowie ist es sehr Schade das es weder ein HappyEnd noch sonst etwas in der Richtung.
Es hört einfach auf und es unklar was passiert.
Trotzden sollte man es lesen den es ist einfach klasse.
PS: Ich hoffe nicht dass wenn ich später 18 bin so
notgeil bin wie Rupert. Ich bin 13 und weiß daher
wovon ich rede :)
HamburgBuam zu »Richard Laymon: Das Spiel«23.09.2010
Hm... Eigentlich bin ich ja Laymon Fan. Aber was er hier abgeliefert hat ist einfach schlecht. Sicherlich hat das Buch seine Momente, aber da Laymon 300 Seiten lang die Psychothrill Schiene fährt dauert es auch sehr, sehr lange. Und der Nachteil dieses Autors ist es dass er durch seinen oberflächlichen Stil einfach außerhalb der Metzel-Passagen eher zäh schreibt. Deshalb leider keine Empfehlung.
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