Das Auge der Wüste von Richard Schwartz

Buchvorstellungund Rezension

Das Auge der Wüste von Richard Schwartz

Originalausgabe erschienen 2007, 384 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen den zerstörerischen Thalak hat es den Krieger Havald, die Halbelfe Leandra und ihre Gefährten in den Wüstenstaat Bessarein verschlagen. In der sengenden Hitze des exotischen Landes müssen sie zunächst Havalds Geliebte Leandra aus den Fängen skrupelloser Sklavenhändler befreien – und geraten dabei mitten in die Wirren des Thronfolgestreits, der die Hauptstadt Gasalabad erschüttert. Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein magisches Artefakt – das Auge von Gasalabad. Wird es den Gefährten gelingen, endlich den Weg ins Reich Askir zu finden?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Stadt in der Wüste – unsere Helden treffen auf den Orient“60

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Der Magier Thalak hat mittlerweile gut ein Drittel der Welt unter seine erbarmungslose Knute gebracht. Auch das Königreich Illian wird von dem marodierenden Horden Thalaks bedroht. Letzte Hoffnung der mit dem Tode ringenden Königin ist das sagenhafte Land Askir jenseits des unüberwindlichen Gebirges. Hier in der alten, vergessenen Heimat, von der aus die neuen Länder besiedelt wurden, könnte es Verbündete geben. Die Legionen des alten Kaiserreiches sind die einzige Hoffnung, die Illian im Kampf gegen die Invasoren bleibt. So sendet die Königin die Halbelfe Leandra mit ihrem magischen Schwert aus, Hilfe zu erbitten. Auf dem Weg schließen sich der unsterbliche Krieger Havald und weitere Gefährten der Mission an.

Mittlerweile sind unsere Helden auf ihrem Weg ins sagenhafte Askir im Wüstenstaat Bessarein angelangt. Unter der sengenden Sonne, in den Oasen und Basaren müssen sie weitere Prüfungen bestehen. Es gilt skrupellose Sklavenhalter zu bekämpfen, meuchelnde Attentäter abzuwehren und ein Komplott um die Thronfolge aufzudecken. Und immer wieder stossen sie auch hier, weitab der Heimat, auf Spuren Thalaks, Spuren seiner dunklen Magie, Spuren der Nekromanten …

Die grossen Entdeckungen legen eine Pause ein

Die ersten beiden Romane um „das Geheimnis von Askir“ zeichneten sich durch eine gelungene Mischung von Action, glaubwürdigen, interessanten Charakteren und atmosphärisch dichten Beschreibungen aus.

Im vorliegenden dritten Band nimmt Schwartz das Tempo etwas zurück. Statt seine Helden weitere, bahnbrechende Entdeckungen um das alte Reich und dessen verschollenen Maestro machen zu lassen, erwartet uns eine Handlung, die sich ganz auf die Geschehnisse in Gasalabad konzentriert. Das geht, so interessant und überzeugend die Darstellung des Lebens in einer Wüstenmetropole auch ausgestaltet ist, zu Lasten der ursprünglichen Queste.

Verstehen sie mich jetzt bitte nicht falsch, es gibt auch in diesem Buch wieder jeden Menge Abenteuer zu bestehen, Rätsel zu lösen und Bösewichte das Fürchten zu lehren. Allein, trotz all dieser spannend und kurzweilig zu lesenden Rätsel und Abenteuer fehlte mir verglichen mit den ersten beiden Bänden etwas. Wo blieb der Flair der alten, verlassenen Nordfeste des alten Reiches? Was hält einen Vergleich zu der Erforschung des Labyrinths unter dem Hammerkopf aus? Wo blieb die den Leser den Atem nehmende Gefahr einer versteinerten Kampfgefährtin oder dem Eingreifen der Götter bei der Heilung tödlich Verwundeter?

Das, was die ersten beiden Titel in besonderem Masse auszeichnete, die überaus dichte Atmosphäre, das fehlt in „Das Auge der Wüste“ ein wenig. Geboten wird teilweise rasante, packend erzählte Abenteuer-Fantasy mit faszinierenden Figuren in einem exotischen Setting, doch Richard Schwartz kann es besser und wird sich im vierten Teil bestimmt alter Stärken besinnen.

Ihre Meinung zu »Richard Schwartz: Das Auge der Wüste«

rolandreis zu »Richard Schwartz: Das Auge der Wüste«27.02.2016
Im dritten Band bei der Ergründung des Geheimnis von Askir geht es etwas beschaulicher zu. Waren die ersten beiden Bände noch temporeich, vermisste ich dies hier des Öfteren. Es gibt zwar auch diesmal einige spannende Wendungen, aber das eben auch diverse Längen im Buch. In Gasalabad verweilen die Charaktere doch sehr lange und als Leser wartet man eben doch, dass der Weg nach Askir weitergeht. Letztendlich kommt es aber doch zu einem spannenden Finale und man wird neugierig wie es weitergeht und wie es um die bevorstehende Invasion und die sieben Reiche stehen wird. In Summe für mich aber bisher der schwächere Band der Serie.
magicmat zu »Richard Schwartz: Das Auge der Wüste«13.05.2015
Ich kann den Vorredner nur zustimmen bzw. sehe es noch etwas deutlicher: Das Buch verliert gegenüber den Teilen 1 und 2 (die ich super fand) deutlich an Fahrt und damit auch an Kurzweil. Wäre es nicht ein Hörbuch gewesen, hätte ich es sogar zur Seite gelegt. Die Detailverliebtheit aus Teil 1, die dort bei der Vorstellung der Welt, der Charaktere etc. noch sympatisch war, langweilte mich zunehmend im Verlauf des Buches, da die Geschichte so nicht weiter vorankommt.

Leider wird dies im vierten Teil meiner Meinung nach noch schlimmer fortgesetzt (3/4 fertig). Aktuell würde ich die Serie daher nicht empfehlen.
Chiron zu »Richard Schwartz: Das Auge der Wüste«09.05.2008
Eine neue Welt wird vorgestellt. Die Figuren haben jetzt Leben in sich und sind vertraut, obwohl noch immer ein paar Überraschungen übrig bleiben. Der Band könnte in meinen Augen kürzer sein, hätte etwas mehr Action und weniger Politik, Intrigen und Winkelzüge vertragen.
Immerhin geht die Handlung weiter, die im vorherigen Buch so plötzlich abgebrochen wurde.
Bisher der schwächste Band - dennoch bunt, blutig, geheimnisvoll und abwechslungsreich.
Martin Chabowski zu »Richard Schwartz: Das Auge der Wüste«16.10.2007
Ich war dabei,mitten drin in der Hammerfeste.Bin mit Havald,Leandra und der Dunkelelfe Zakora durch die eisigen Katakomben gezogen und habe gemeinsam mit ihnen die ersten Geheimnisse um Askir gelüftet.Bis hin nach Bassarein haben uns die Spuren des grossen Askannon geführt.Hinein in eine farbenfrohe und zugleich grausame Welt aus Intriegen und Gewalt und verbotener Magie.
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