Die Käferkriege von Robert Asprin

Buchvorstellung

Die Käferkriege von Robert Asprin

Originalausgabe erschienen 1979unter dem Titel „The Bug Wars“,deutsche Ausgabe erstmals 1980, 281 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Petra Betzer.

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In Kürze:

Irgendwo in den Tiefen der Galaxis tobt ein bizarrer Krieg. Reptilien und Insektoiden ringen um die Vorherrschaft im All. Der Mensch ist längst vergessen, wenn Commander Rahm aus dem Volk der Tzen vom Käfer-Krieg berichtet. Aber je länger der Commander seine unglaub­liche Geschichte erzählt, desto deutlicher wird, daß auch die Tzen an den gleichen Schwächen zugrunde gehen wie einst die Menschen – Fremdenhaß, Machtgier, Lüge und Verrat.

Ihre Meinung zu »Robert Asprin: Die Käferkriege«

Michael Zöllner zu »Robert Asprin: Die Käferkriege«05.09.2015
Die Käferkriege sind ein rasantes gut geschriebenes und spannendes Buch….

Um sich von aller menschlichen Moral zu befreien schreib Asprin über einen Krieg der Aliens gegeinander und so kann er seinen Blick auf die Logik von Konflikten und Vernichtungskriegen richten.

Geschieht dies mit der Absicht den Leser in eine faschistische Welt zu führen? Nein! Die Absicht ist vielmehr Prozesse freizulegen die in anderen Weltraum Kriegsgeschichten unter der Aktion verborgen werden. Es mangelt dem Buch nicht am Kampfszenen! Aber selbst diese dienen dem Versuch Facetten der eigentlichen Schilderung sichtbar zu machen!

Durch den geschickten Umgang mit den Phänomenen und Ideen der Science-Fiction können unsere Protagonisten weit über 30 Generationen einer sich im Krieg befindenden Rasse beobachten.

Deren Entwicklung wird von verschiedenen Rezensenten unterschiedlich aufgefasst. Tatsächlich ist diese unterschiedliche Auffassung der Handlung eine der interessantesten Folgen dieses Buches. Die einen glauben in dem geschilderten Entwicklungen, den sich ankündigen… ja die sich ankündigenden Untergang aller am Konflikt beteiligten Kulturen zu sehen. Ich wiederum neige zu der Ansicht dass dem nicht so ist!

Vielmehr entstehen Dinge dich als Mensch nur hoch schätzen kann bzw. als Ausdruck einer komplexeren Gesellschaft ansehen! In diesem Buch ist es von hoher Bedeutung die Person die die Geschichte in der ich vom schildert unabhängig von sich selbst zu sehen! Ein Leser der sich die logisch herbeigeführten Schlüsse des Kommandanten Rahmen zu eigen macht, findet sich schnell in einer rein militanten Evolutionärenlogik wieder.

Das ist ein fantastischer Kunstgriff der das Buch umso lesenswerter. Darüber hinaus erspart uns das Buch neben Handlungen die von seiner eigentlichen Aussage wegführen. Es geht um einen Prozess und wie ihn die Außerirdischen erleben!

Das Eindringer menschlicher Gefühle zeigt uns das wir als Menschen dieses Buch lesen, die ihre Gefühle nicht auf die Außerirdischen anwenden können. Denen wird vieles von uns fremd bleiben, so wie wir über deren pragmatische Logik befremdet sind.
Der Autor war mir als Komödiant in Erinnerung (ein Dämon zu viel, Drachenfutter und so weiter). In diesem Buch aber zeigt der eine sichere Hand bei der Beschreibung sozialer Prozesse aus einer interessanten Perspektive ebenso lässt Freiraum für die eigene Interpretation.

Abschließend gibt es eine sehr interessante Überlegung die sich ab der Mitte des Buches förmlich aufdrängt: Ist die Weigerung zum Krieg tatsächlich die Einladung zur gewaltsamen Zerstörung an die Konkurrenten? Die Antwort scheint zu lauten:" wer nicht um seine Existenz kämpft verliert sie! Wer um seine Existenz kämpft muss seine Existenz den Regeln des Kampfes weit gehend unterwerfen"!

Es gibt da so ein kleines plus für den gewalttätigen Kampf ums Überleben beim Kampf ums Überleben opfern wir viel von unserer Individualität und unserer Existenz die Überlebenden aber haben die Chance auf Individualität auch wenn viele andere dafür beides geopfert überleben und persönliche Entfaltung!

Stellen Sie sich das Buch so vor als ob eine Echse die vom verschlingen kleinerer Tiere lebt und hofft dadurch zur dominierenden Lebensform auf einer Insel zu werden einen Blog im Internet schreibt.

Oder anders gesagt: + es zählt nicht wer mehr oder größere Eier hat! Es zählt wer am Ende noch da ist um sie aus zu brüten!
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