Die Orks von Stan Nicholls

Buchvorstellungund Rezension

Die Orks von Stan Nicholls

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „Orcs: The Omnibus Edition“,deutsche Ausgabe erstmals 2002, 799 Seiten.ISBN 3-492-70077-2.Übersetzung ins Deutsche von Christian Jentzsch.

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In Kürze:

Die Orks schlagen zurück! Geboren, um zu kämpfen, verbreitet das hässliche Volk Angst und Schrecken. Ein etwas anderes Fantasy-Epos, denn hier spielen sie die Hauptrolle: die Bösen aus Tolkiens Herr der Ringe.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Sie sind abgrundtief böse …Sie sind wütend wie nie zuvor …und sie sind in der Überzahl: die Orks!“50

Fantasy-Rezension von Anna Hild

Nein, lieber Klappentext, das mag nicht so richtig stimmen. Stan Nicholls’ Orks sind so ziemlich das Gegenteil davon, wie sie im Klappentext der Piper-Ausgabe beschrieben werden. Die Hauptfigur Stryke und seine kleine Kriegstruppe sind sogar sehr 'menschlich’ für Orks …obwohl sie diese Bezeichnung schlicht als Beleidigung auffassen würden. Zu recht, denn in „Die Orks“ sind es tatsächlich die Menschen, welche 'abgrundtief böse’ erscheinen, denn sie werden dargestellt als egoistische Verbrecher, Despoten und Fanatiker, Spätankommer in Lande Maras-Dantien und Usurpatoren des Landes und seiner Magie. Jene Orks dagegen, zum Kämpfen geboren, haben sowohl Ehrenkodex als auch Gefühle und Sozialverhalten. Da staunt der Leser …ein wenig.

Und schließlich ist doch alles ganz anders.

Auch sind diese Orks nicht in Überzahl. Stryke und sein etwa 30 Ork starker Kriegstrupp setzen sich von der Ork-Armee der grausamen Königin Jennesta ab, um fortan ständig in Unterzahl mit einer wachsenden Anzahl an Gegnern zu ringen. Meist erstaunlicherweise ohne Kratzer abzubekommen. Königin Jennesta (über wen oder was sie eigentlich regiert, wird nicht wirklich klar) führt einen grausamen Krieg gegen alle und jeden, welche ihr im Weg stehen bei der Erreichung ihres Ziels: absoluter und uneingeschränkter Macht. Jennesta ist halb Mensch und halb Nyadd, eine der alten Rassen Maras-Dantiens, und vordergründig streitet sie für die Sache der sogenannten ‚Mannis‘, Menschen, die an einen Götterpantheon glauben im Gegensatz zu den ‚Unis‘, welche nur an einen einzigen Gott glauben. Wie passt nun aber ihre Ork-Armee dort hinein? Die Orks sind von ihrem eigenen Kriegsrat als Söldner an Jennesta verkauft worden, so heißt es, um deren Kriege auszufechten.

Doch da Orks ehrenwerte Geschöpfe sind mit starkem Unrechtsbewußtsein – sie hacken schließlich ‚nur‘ ihre Feinde in Stücke, niemand sonst – gibt es in Jennestas Armee großes Potential für Rebellion. Als Jennesta ihren besten Kriegstrupp damit beauftragt, einen für ihr großes Ziel wichtigen magischen Gegenstand zu beschaffen – was in fast jedem Fall in diesem Buch auf ausgiebiges Blutvergießen hinausführt – und der Auftrag in gewisser Weise fehlschlägt, entscheiden sich Strykes Orks schließlich, zu desertieren und die magischen ‚Instrumentale‘, von denen sie mittlerweile wissen, dass es mehrere geben muss, und dass sie große Macht versprechen, auf eigene Rechnung zu besorgen. Hier beginnt eine ziemlich wirre und bewußtlose Odysee durch das ganze Land, denn die Orks wissen nicht warum noch wohin, bis sich immer im richtigen Moment zufällig ein neuer Hinweis ergibt. Über die Bedeutung der Artefakte, die sie wie besessen zusammensuchen, bleiben sie bis zum Ende unwissend. Was sie damit machen wollen, bleibt ebenso unklar. Wollen sie ihre Welt retten oder doch nur sich alleine? Handeln sie ferngesteuert oder aus freiem Willen? Irgendwann ist alle Welt ihnen auf den Fersen, Freunde machen sie sich nur wenige auf ihrer Reise, und alle Feinde sind ihnen am Ende doch haushoch unterlegen. Was der Spannung während der zahlreichen Kämpfe doch etwas abträglich ist nach einer Weile. Nicholls baut mit Mühe seine Geschichte um die Instrumentale zusammen, verknüpft Fäden, beschreibt die Magie des Landes und gibt dem Land Maras-Dantien eine Geschichte. Nur um am Ende mit einem Handstreich alles wegzuwischen: denn alles war doch irgendwie ganz anders.

„;Werbestie und Breitschwert“;

Eine Anmerkung zur Übersetzung sei an dieser Stelle gestattet. Leider kann man der Piper Ausgabe hier keinen großen Lob zollen. Nur ein fassungsloses Kopfschütteln erzeugt der Versuch, den Namen des Kriegstrupps „;Wolverines“; mit „;die Vielfraße“; zu übersetzen. Teilweise ergeben sich tatsächlich Verständnisprobleme durch wörtlich übersetzte Sätze und lieblose Aneinanderreihung derselben. Eigennamen von Orten oder Rassen völlig unnötigerweise zu übersetzen, ist im deutschen Literatur- und Rollenspielbereich mittlerweile leider üblich, so auch hier. „;Werbestie und Breitschwert“; – wer würde sich in dieser Taverne nicht gerne auf ein „;Kräftig“; niederlassen.

Kampf um Kampf und zur Abwechslung wieder mal ein Kampf

Die Frequenz der Kampfhandlungen in einem Buch, das mit ‚Action von der ersten bis zur letzten Seite‘ beworben wird, muss zugegebenermaßen sehr hoch sein. Wer das erwartet, wird hier sicherlich nicht enttäuscht werden. Nur: die Qualität leidet. Wenn in einem  800 Seiten starken Roman alle 2 bis 5 Seiten eine Kampfhandlung beschrieben werden soll, gehen dem Autor schon einmal gern die Begriffe für diverse Tätigkeiten aus. Ein abgeschlagener Kopf, ein abgeschlagener Arm, er hackte hierhin, er duckte sich dorthin. Auch die Farbe von Blut und das Herausspritzen desselben aus Körpern kann nur begrenzt variantenreich beschrieben werden. Sicherlich hat die uninspirierte Übersetzung aus dem Englischen einen Anteil daran, aber hier kann wahrlich die Geschichte unmöglich so sehr begeistern, dass man sich getrieben fühlt, von immer gleichem Kampf zu immer gleichem Kampf zu fiebern. Es gibt Charaktere in diesem Roman, welche gut und einfühlsam geschrieben sind, kein Zweifel, doch es gibt genauso viele haarsträubende Klischeecharaktere, deren einziger und offensichtlicher Zweck es ist, die richtigen Stichworte zur richtigen Zeit zu geben. Strike, Coilla, Alfray und Jup von den Wolverines gehören zu den ersteren und das Interesse an ihrem Schicksal ist so ziemlich das einzige, was die Rezensentin verleitet hat, den Roman bis zum Ende durchzuhalten.

Ihre Meinung zu »Stan Nicholls: Die Orks«

joho jh jhome zu »Stan Nicholls: Die Orks«09.01.2015
...also dieses buch ist absolut empfehlenswert, ein absoluter high fantasy schunken, die stechenden und hauenden und immer betrügenden orks sind mal anders als bei tolkien dargestellt....ein netter hauf der für seine reputation durch maras dantien zieht...man sieht sich sogar in gefahr gefühl für orks zu entwickeln...stryke ihr anführer ist richtig unorkisch und beginnt von einem land zu träumen, da er eine familie haben kann...zuerst gilt es aber noch sich gegen die böse böse hexe durchzusetzen, was ihnen auch ganz gut gelingt...überhaubt führt nicholls die ganze bandbreite an fantasygestalten umher....trolle goblins zentauren und mehr...ein gutes buch, ein guter autor, habe beide bücher gelesen...
Alexander Merow zu »Stan Nicholls: Die Orks«30.12.2011
Ich mag ja Orks, aber das Buch hat auch mich nicht so richtig vom Hocker gerissen. Vor allem die Orks waren überhaupt nicht "orkig", sondern erinnerten an einen gewöhnlichen Menschentrupp. Das hätte der Autor wesentlich interessanter machen können. Wenn man schon ein fremdes Volk beschreibt, dann muss es auch fremd sein.
Shizophren zu »Stan Nicholls: Die Orks«16.06.2010
Ich finde das Buch bietet mehr als eine Geschichte. Vielleicht denke ich auch zu abstrakt, aber dieser Ork-Teil überschnitt sich sehr stark mit meinem Weltbild. Wenn man jetzt mal bedenkt mit welchen Eigenschaften die Menschen beschrieben wurden. Es ist gesellschaftskritisch. Vielleicht interpretiere ich ja zuviel oder ihr lest zu oberflächlich. Astrein alles geschrieben. Vielleicht ein paar Kammpfszenen zu einseitig dargestellt, aber projiziert man die Geschichte auf die Realität erkennt man viele Gemeinsamkeiten.

Gutes Buch!
Druan zu »Stan Nicholls: Die Orks«02.06.2010
Ich verstehe nicht wie einige leser sich auf dumme blutrünstige Orks so fixieren können, ich finde in überhaupt nicht das die Orks vollkommen anders dargestellt worden sind. War ein Gegner da wurden sie wie ein Ork das tut, mit voller Wut und brutalität nieder gemacht, das die Orks da eine Taktische Elite einheit ist, sagt nicht das sie menschlich dargestellt werden. Die Story und die Handlungen sind super geschrieben worden. Und schaut man sich andere Tolkien Wesen an in anderen büchern oda andere Phantasie Bücher, werden die Wesen auch nicht stroh doof dargestellt obwohl es eigentlich das Klischee anders hält.

Ich bin gar der Meinung, hätte Nicholls das Buch so geschrieben wie Tolkien die Orks darstellt. So wäre das Buch sehr langweilig und würde ganz schnell in den Läden verstauben. "Die Orks" ist somit das beste Buch über Orks was man lesen kann, alles andere ist Billig dagegen
kratos zu »Stan Nicholls: Die Orks«17.11.2009
Tja ich fand das Buch nicht sehr ansprechend. Immer wenn es spannend wurde kam wieder irgendwas langweiliges (z.B. Strykes Ausflüge in seine Traumwelt). Die böse Herrscherin Jennesta ist für viel zu übertrieben dargestellt und das Verhalten der Orks ist für mich einfach zu menschlich gewesen. Orks sind Orks und keine Menschen also müssen sie auch dementsprechend benehmen. Naja ich denke wer sich damit anfreunden kann, dass Orks mal etwas anders dargestellt werden, sollte sich das Buch mal anschauen.
Dominic R. zu »Stan Nicholls: Die Orks«15.08.2009
Allgemein fand ich das Buch "Die Orks" gut aber nicht sehr gut. Hie und da kamen ein paar Stellen, wo ich nur noch aufhören wollte zu lesen, weil die Spannung dahin war oder es zu mir langweilig wurde. Die Neugier ließ mich jedoch weiterlesen.

Das Beste an diesem Buch sind die geschilderten Kampfszenen. Äußerst Detailreich und fesselnd; An solchen Stellen möchte man erst gar nicht daran denken aufhören zu lesen.

Die etwas "andere" Verhaltensweise der Orks von Nicholls stört mich nicht im geringsten, auch wenn diese etwas untypisch dargestellt wurden. Man bekommt jedoch irgendwie das Gefühl, dass es sich doch eher um Orks handelt anstatt Menschen - auf eine etwas intelligente Art und Weise.

Zu meinen Lieblingsfiguren gehören Stryke, Alfray und Seraphim.
- Stryke: Weil er sich als Orkischer Hauptmann gut vom Autor darstellen lässt und sein Charakter gut gewählt ist.
- Alfray: EIn guter Heiler und hat manchmal sogar ein paar gute Sprüche parat, was die Laune wieder anhebt (auf sein Alter meist bezogen)
- Seraphim: Der geheimnisvolle "Geschichtenerzähler". Sein Auftauchen sowie das Verschwinden ließ mich während der Geschichte immer wieder darauf neugierig erscheinen, ob dieser Seraphim nicht doch eine wichtige Rolle spielt. Kurz vorm dem Ende hatte ich es erfahren^^
Freigeist zu »Stan Nicholls: Die Orks«13.01.2009
Dieses Buch beschreibt die Orks mal auf eine andere, diszipliniertere Weise die ich äußerst ansprechend finde. Am anfang ist es zwar etwas schwierig zu lesen aber im Grunde ist das Buch sehr gut gelungen. Was ist falsch daran die Orks in einem anderen licht darzustellen? Viele andere Rassen werden immer wieder gern mal anders dargestellt. Nur weil irgendjemand mal gesagt hat Orks sind dumm heißt das noch lange nicht das sie es auch wirklich sind oder jeder dies denken muss. Die Orks als recht intelligente und mutige Rasse hinzustellen bildete für mich den reiz, dieses Buch zu kaufen und ich wurde nicht entäuscht. Jeder der bereit ist Rassen auch mal anders gezeigt zu bekommen und nicht verbissen ist immer den Standard zu verlangen, wie mein Vorkommentator, soll sich dieses Buch kaufen oder eine Möglichkeit suchen es sich auszuleihen und seine eigene Meinung darüber zu bilden.
Papsti zu »Stan Nicholls: Die Orks«18.12.2008
Eher zufällig über diese Seite gestolpert bin ich doch etwas erschrocken, dass es tatsächlich Menschen gibt, die dieses Buch weiter empfehlen würden.
Ja, es mag viel Action und ein paar Lacher bieten, aber mit "Orks" hat "die Orks" irgendwie nicht viel zu tun. Erstaunlich eigentlich, denn wo der Autor sonst kaum ein peinliches Klischee auslässt, schießt er bei seinen Hauptfiguren um Längen an allen vorbei, womit man Orks in der Fantasy-Literatur in Verbindung bringen könnte.
Den Klappentext-Vergleich mit den Bösewichtern aus dem Herrn der Ringe empfinde ich im nachhinein als ziemlich frech.. Schon allein, weil Nicholls Orks die moralisch einwandfreiste Rasse einer reichlich lieblos konstruierten Welt sind.
Anfangs hoffte ich, dass der miese Ersteindruck vor allem auf die offensichtlich schlechte Übersetzung zurück zu führen ist.. Zumindest hoffte ich dies solange, bis mir aufging, dass die Handlung nicht weniger schlecht konstruiert ist.

Dieses Buch war mein persönlich größter Fehlkauf und hat mich lange Jahre von neuerer Fantasy-Literatur fern gehalten..

.. um also meinen Vorrednern zu widersprechen und interessierte Leser zu warnen:

Finger weg!
Ork zu »Stan Nicholls: Die Orks«17.12.2008
Ich hab das Buch auch gelesen BEVOR ich die Beschreibung hier gelesen habe. Und ich bin Gott froh darüber! Wenn ich das hier zuerst gelesen hätte, hätte ich dieser großartige Buch nie in die Finger bekommen. Sehr viel Action und Kampf so wie man sich Orks eben vorstellt! Das Ende war mir als großer Fantasy Fan doch etwas zu plumb. Dennoch ein Ausgezeichnetes Fantasy Buch das zum Lesen einläd!
Muahahahah zu »Stan Nicholls: Die Orks«22.04.2008
das buch die orks ist ein gut geschriebenes fantasie buch und es ist sehr spannend und auch teilweise menschlich
der zwerg ist auch sehr witzig da er in einer ork gruppe ist und die bekanntermasen feinde sind
aber das die zenzauren die bessten waffen machen finde auch ich komisch den wie schon gesagt wurde
"zentauren binden stein auf stock und feritg"
aber im algemeinen ist das buch empfehlenswert

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