Eden von Stanislaw Lem

Buchvorstellung

Eden von Stanislaw Lem

Originalausgabe erschienen 1960unter dem Titel „Eden“,deutsche Ausgabe erstmals 1960, 350 Seiten.ISBN 342308488X.Übersetzung ins Deutsche von Transgalaxis.

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In Kürze:

Lems Roman „Eden“ und die phantastisch-grosteke Erzählung „Die Maske“ haben bei der oberflächlichen Betrachtung nur wenig miteinander zu tun. Im Roman sind es Raumfahrer, die zur Notlandung auf dem Planeten Eden gezwungen werden, ein Planet, der wie ein Opal im All funkelt und dessen Zivilissation sich menschlichen Erkennungsvermögen gänzlich zu verschließen scheint. In der „Maske“ tritt eine Maschine in Aktion, die auf den Tod eines Gegeners programmiert ist, und nur der Zufall bietet ihr die (heimlich gewünschte) Möglichkeit, das ihr einmanipulierte Ziel zu verfehlen. Genau hier liegt der Berührungspunkt beider Texte. Wie soll man sich verhalten, wenn man auf Dinge trifft, die nach überkommenen Normen nicht akzeptabel sind? Die Menschen haben trotz aller ihrer Grenzen die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, die Maschinenkäfer nicht. In der Verbindung von erkenntnistheoretischen und moralischen Fragen liegt der Reiz dieser beiden Prosaarbeiten.

Ihre Meinung zu »Stanislaw Lem: Eden«

Beverly zu »Stanislaw Lem: Eden«29.03.2012
"Eden" gehört zu den spannendsten Romanen von Stanislaw Lem: flüssig erzählte Hard SF mit einer interessanten Fragestellung. Ein Raumschiff von der Erde strandet auf einem Planeten und die Astronauten treffen auf einen seiner intelligenten Bewohner. Sie versuchen sich mit ihm zu verständigen und stoßen auf Dinge, die wie Fabriken aussehen, deren Sinn ihnen aber nicht klar ist.
Die Astronauten meinen, das auf dem Planeten ein totalitäres System herrscht, aber verstehen können sie es nicht. Zum Schluss reparieren sie ihr Schiff und fliegen wieder ab.
So weit ist "Eden" in sich geschlossen und logisch. Aber ich halte es für witzlos, den Roman als Plädoyer für Nichteinmischung in andere Kulturen aufzufassen, auch wenn der Schluss das nahelegen mag. Er ist gute Hard SF mit einem offenem Ende.
Ihr Kommentar zu Eden

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