Stanislaw Lem

Stanisław Lem wurde am 12. September 1921 in Lwów (Lemberg), Polen, als Sohn eines Arztes geboren. Er hatte eine behütete Kindheit und studierte ab 1940, durch den Krieg unterbrochen, bis 1950 Medizin in Lwów und Krakau. Während des Krieges arbeitete er als Hilfsmechaniker und Schweißer für eine deutsche Firma. Er war Mitglied des Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsmacht.

Während seiner Studentenzeit begann er mit dem Schreiben von Geschichten. Sein erster Roman entstand 1946, wurde aber erst 1989 in Buchform veröffentlicht. 1948 schrieb er seine erste Novelle „Szpital Przemieniena“. 1951 wurde sein erster Roman veröffentlicht.

1953 heiratete er Dr. Barbara Lesniak, eine Radiologin. 1955 wurde er mit dem Goldenen Verdienstkreuz und 1959 mit dem Offizierskreuz der Polonia Restituta ausgezeichnet. 1973 erhielt er den Großen Staatspreis für Literatur der Volksrepublik Polen. 1982 verließ Stanislaw Lem sein Heimatland, als das Kriegsrecht eingeführt wurde, und studierte in Berlin am Wissenschaftskolleg. Ein Jahr später ging er nach Wien. Dort schrieb er „Der Flop“ und „Fiasko“ und erhielt 1986 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Erst 1988 kehrte er nach Polen zurück.

Stanisław Lem ist Mitglied des polnischen Schriftstellerverbandes, des Pen-Clubs und des Komitees „Polen 2000. 1994 wurde er Mitglied der PAU (Polska Akademia Umiejetnosci).

Durch seine utopischen Werke erwarb sich Lem den Ruf eines der größten Schriftsteller der Geschichte der SF-Literatur. Seine Kurzgeschichten, Romane und Essays zeichnen sich insbesondere durch überbordenden Ideenreichtum und fantasievolle sprachliche Neuschöpfungen aus.

Sein Roman “Solaris„ wurde 1971 von Andrei Tarkowski und 2002 von Steven Soderbergh verfilmt. Verfilmt wurden weiterhin “Planet des Todes„ als “Der schweigende Stern„ und die Erzählung “Test".

Stanisław Lems Bücher wurden bisher in 41 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von mehr als 27 Millionen.

Stanisław Lem starb am 27. März 2006 in Krakau nach längerer Krankheit an Herzversagen.

Phantastisches von Stanislaw Lem:

  • andere Bücher
    • (1955) Die Irrungen des Dr. Stefan T. / Das Hospital der Verklärung
      Szpital Przemienienia
    • (1957) Dialoge
      Dialogi
    • (1959) Die Untersuchung
      Śledztwo
    • (1964) Summa technologiae
      Summa technologiae
    • (1968) Philosophie des Zufalls
      Filozofia przypadku
    • (1968) Das Hohe Schloß
      Wysoki Zamek
    • (1970) Phantastik und Futurologie
      Fantastyka i futurologia
    • (1976) Der Schnupfen
      Katar
    • (1978) Sade und die Spieltheorie +  Über außersinnliche Wahrnehmung + Science-fiction: ein hoffnungsloser Fall mit Ausnahmen
      Rozprawy i szkice
    • (1982) Die Vergangenheit der Zukunft
    • (1996) Die Technologiefalle
      Tajemnica chinskiego pokoju
    • (1999) Die Megabit-Bombe
      Bomba megabitowa
    • (2000) Riskante Konzepte
      Okamgnienie
    • (2002) Der Widerstand der Materie
      Stanisław Lem – Listy albo opór materii