Nahende Finsternis von Stefan Burban

Buchvorstellungund Rezension

Nahende Finsternis von Stefan Burban

Originalausgabe erschienen 2011, 287 Seiten.ISBN 3941258575.

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In Kürze:

Das Jahr 2143. Drei Jahre sind seit der Entscheidungsschlacht von Negren`Tai vergangen. Drei lange, ereignislose Jahre. Die Ruul scheinen sich endgültig zurückgezogen zu haben, um den Menschen und ihren Verbündeten das Feld zu überlassen. Doch plötzlich bricht der Kontakt zum friedfertigen Volk der Asalti ab. Und die Mitglieder der neu gegründeten ROCKETS-Spezialeinheit sind die erste Wahl, um die mysteriösen Vorgänge im Heimatsystem der Asalti aufzuklären. Doch auf den Schrecken, den die Kommandosoldaten dort vorfinden, sind sie vollkommen unvorbereitet. Die ROCKETS stehen ihrer härtesten Bewährungsprobe gegenüber …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Packende Kämpfe gegen böse Aliens“70

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Etwas mehr als drei Jahre sind vergangen, seitdem die Menschen und ihre einstigen Gegner zum ersten Mal auf den Plan der Ruul aufmerksam wurden, die Herrschaft über die Galaxie an sich zu reißen. Die amphibischen Nomaden wurden in einer ersten Schlacht zurückgedrängt, allen aber ist klar, dass der eigentliche Kampf erst noch bevorsteht.

Die Menschheit hat die Zeit genutzt. Neue Schlachtschiffe wurden auf Reede gelegt, eine Allianz mit den Til-Nara wurde vereinbart, und kleine, schnell operierende Einheiten, die Rockets gegründet.

Als die Ruul das friedliebende Pazifistenvolk der Asati überfallen, werden zwei Rocket-Einheiten in Marsch gesetzt, um vor Ort die Aufklärung für die nachreisende Flotte zu übernehmen. Dass die Soldaten der Spezialeinheit dabei auf ein geknechtetes, versklavtes Volk und eine ganze Armee der Ruul stoßen, war so nicht vorgesehen. Ihrem Auftrag folgend machen sich die Frauen und Männer der Spezialeinheit daran, die Zivilisten zu befreien, den Gegner zu bekämpfen und die Invasion des besetzten Systems vorzubereiten – allerdings stehen dabei eine Handvoll ausgebildeter Kämpfer einer ganzen Armee gegenüber …

Schlachten, Verrat und aufopfernder Mut

Military-SF hat spätestens seit den wirtschaftlichen Erfolgen der Miles Vorkosigan-Reihe von Lois MacMaster Bujold (Heyne) und David Webers Honor Harrington (Bastei-Lübbe) auch bei uns Hochkonjunktur. Die Schilderungen der Weltraumschlachten und Kommandounternehmen fesseln immer mehr Leser, und auch die umtriebigen Kleinverlage nehmen sich des Subgenres an. Nach Dirk van den Booms Tentakeltrilogie legt der Atlantis Verlag mit den Bänden um die Ruul-Kriege weiteres entsprechendes Lesefutter auf.

Burban liefert seinen Lesern dabei genau das, was sie von einem entsprechenden Werk erwarten – packende Weltraumschlachten, Helden, die moralisch integer einen bösen Gegner ausmanövrieren, Kämpfe und Abenteuer pur.

Dabei vermeidet er es geschickt, immer dieselben Personen ins Zentrum zu stellen. Vorliegend präsentiert er uns neue Protagonisten, die wir auf ihrer aufreibenden Mission begleiten. Nur langsam kommt dabei Licht ins Dunkel, hebt sich der Schleier um die Absichten der Ruul.

Neben dieser weiteren Ausgestaltung der übergeordneten Handlung konzentriert sich der Autor explizit auf die Kämpfe auf dem Planeten der Asalti. Hier fährt er mit Panzern, außerweltlichen Kampfhunden und Schwertern zwar für einen SF-Roman etwas gewöhnungsbedürftige bewaffnete Gegner auf, reichert diese dann aber mit Rochenschiffen und Laserwaffen an. Das klingt nicht nur martialisch, sondern bietet dem Leser auch entsprechende Beschreibungen. Ein Scharfschütze killt ruhig und ohne Hast, kaltblütig nennt man dies wohl, seine Opfer, Bazooka-ähnliche Energiewaffen holen Angreifer vom Himmel, die Abwehrschlacht fordert ein ums andere Opfer. Gerade letztere, die Akteure unseres Einsatzkommandos, die in der Schlacht ihr Leben lassen, die verletzt werden, die leiden, sorgen für ein realistisch wirkendes Gerüst, in das sich Verrat und aufopfernder Mut nahtlos einpassen.

Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber für Freunde der Military-SF ein guter Griff.

(Carsten Kuhr, Februar 2012)

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