Puls von Stephen King

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Cell“,deutsche Ausgabe erstmals 2006, 430 Seiten.ISBN 3-453-56509-6.Übersetzung ins Deutsche von Wulf Bergner.

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In Kürze:

Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Odyssee ins No-fo-Land“;60

Horror-Rezension von Michael Matzer

Das Grauen steckt in jeder Hand- und Hosentasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Kings „;Puls“; kommen mit dem Klingelton auch Wahnsinn und Tod.

Dieses Buch ist Richard Matheson, Autor der verfilmten Endzeitvision „;Ich bin Legende“;, und dem Zombie-Spezialisten George Romero gewidmet. Der kundige Leser ist gewarnt.

Clay

Der PULS ereignet sich am 1. Oktober um 15:00 Uhr Ostküstenzeit. Der Lehrer und Comiczeichnet Clay Riddell kommt gerade von einem erfolgreichen Verkaufsgespräch bei einem Bostoner Verlag zurück zu seinem Hotel, als ihm ein paar merkwürdige Vorfälle aufzufallen beginnen. Ein Mädchen – er nennt es „;Pixie Light“; – beißt eine ältere Dame in den Hals, direkt vor seiner Nase. Die Halsschlagader der Dame – er nennt sie wie eine Comicfigur „;Power Suit Woman“; – spritzt wie eine Fontäne, so dass Clay vor Schreck erstarrt. Doch schon vorher hat er gesehen, wie ein Mann im Geschäftsanzug einem Hund ein Ohr abgebissen hat. Alls nur Zufall? Drehen die Leute durch?

Doch es fängt gerade erst an, und allmählich checkt Clay, dass es auf der Straße nicht mehr sicher ist. Ein Terroranschlag? Eine Wiederholung des 11. September? Sieht ganz danach aus, denn an allen Ecken von Downtown Boston kracht und rummst es gewaltig. Nun springen auch noch Leute aus dem Hotel „;Four Seasons“;. Ein Touristenbus kracht mit Karacho in ein Eisverkäuferauto. Die Freundin von Pixie Light, nämlich Pixie Dark, scheint den Verstand verloren zu haben: Sie ruft ständig „;Wer bist du? Wer bin ich?“; und knallt gleich zweimal gegen einen Laternenpfahl.

Tom

Ein stämmiger kleiner Mann schließt sich Clay an. Er stellt sich als Tom McCourt vor. Ihm ist etwas aufgefallen. Alle Leute, die ausgerastet sind, telefonierten gerade mit ihrem Handy. Ja, jetzt fällt auch Clay auf. Power Suit Woman und die beiden Pixies hingen auch gerade am Handy, als „;ES“; sie erwischte. Aber was ist es? Tom und Clay nennen es einfach den PULS.

Nun macht sich aber Clay erhebliche Sorgen um seine von ihm getrennt lebende Frau Sharon und seinen geliebten Sohn Johnny. Sharon hat garantiert ein Handy benutzt, aber das von Johnny hat bestimmte leere Akkus. Er muss die beiden unbedingt suchen. Doch bis Kent Pond in Maine sind es 150 Meilen (241,2 Kilometer) nach Norden. Durch ein Katastrophengebiet. Der Verkehr ist zum Erliegen gekommen, die Flugzeuge stürzen reihenweise ab. Am Logan Airport rummst es am laufenden Band.

Alice

Auf dem Weg zu Clays Hotel laufen ihnen nackte Amokläufer und verängstigte Mädels über den Weg. Das Hotel selbst ist verbarrikadiert. Sie verschaffen sich Einlass und retten das Mädchen, das sie gesehen haben, vor einem der Irren, die jetzt die Straßen unsicher machen. Clay nennt sie die Phonies, im Unterschied zu den Normies. Die 15-jährige Alice Maxwell steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil sie fast von ihrer telefonierenden Mutter umgebracht worden wäre. Deshalb nehmen die beiden Männer sie mit, als sie sich auf den Weg in die Vororte machen, zu Tom McCourts Haus.

Schwärme

Die dort eingelegte Verschnaufpause gibt den drei Flüchtlingen Gelegenheit, die Lage zu studieren, sich auszutauschen, die Angst zu verarbeiten und schließlich einen Plan zu schmieden. Ihre Beobachtungen legen nahe, dass die Phonies beim Telefonieren quasi neu „;programmiert“; wurden, so als habe man ihre mentale Festplatte gelöscht. Deshalb haben sie zwar keine Identität mehr, aber auch keine abweichenden Verhaltensmuster. So etwa schwärmen sie alle gleichzeitig in den Morgenstunden aus, um Nahrung zu suchen, doch abends geht’s wieder zurück in die provisorischen Quartiere, ähnlich wie ein Vogelschwarm, der nachts ruht. Beunruhigend ist die Erkenntnis, dass sich dieser Schwarm durch Telepathie verständigt und seine Handlungen koordiniert.

Unsere drei Flüchtlinge bewaffnen sich und ziehen los, natürlich nachts. Und ohne Handy. Etwa auf halber Strecke kommt es zu einer folgenschweren Katastrophe. Ein Rektor einer Schule lädt sie ein, es sich bei ihm und seinem Schüler, dem zwölfjährigen Jordan, bequem zu machen. Erst später eröffnet er ihnen, was er von ihnen erwartet. In einem nahegelegenen Stadion legen sich nachts rund 1000 Phonies zur Ruhe nieder und lassen sich von seichter Musik beschallen – gerade so, als würden sie dadurch neu programmiert werden.

Clay & Co. haben vorerst kein Problem damit, so viele Phonies umzubringen, denn es handelt sich nicht mehr um Menschen im herkömmlichen Sinn, sondern quasi um eine neue Spezies. Doch die Albträume, die Clay und die anderen davor plagen, sind besorgniserregend. Es ist, als würde ihnen jemand im Schlaf Botschaften schicken und sie könnten sich nicht dagegen wehren. Was, wenn sie die Phonies töten und diese Botschaften oder künstlichen Träume nicht mehr nur im Schlaf, sondern bereits im Wachen zu wirken beginnen? Könnten sie dann noch Wirklichkeit von Traum unterscheiden? Natürlich nicht.

Schwarmvernichtung

Sie machen sich trotzdem ans Werk. Es wäre nicht das erste Mal, dass Normies einen Schwarm vernichten würden. Das Vernichtungswerk ist gar nicht so einfach, und um ein Haar wären Tom und Clay selbst dabei draufgegangen. Dann taucht der Phonie auf, den Clay gerne den „;Lumpenmann“; nennt. Er kennt ihn bereits aus seinen Albträumen. Der Typ in der Harvard-Jacke verständigt sich rein telepathisch. Und prophezeit Tom, Clay, Alice und Jordan ein ganz besonderes Schicksal, an einem speziellen Ort des Gerichts. Am Rektor statuiert der Lumpenmann ein Exempel dessen, wozu er und Seinesgleichen mittlerweile fähig sind…

Parallelen zu „;The Stand“; sind unverkennbar

Ein landesweite, wahrscheinlich sogar globale Katastrophe und eine kleine Gemeinschaft Aufrechter, die gegen das Böse kämpft – wer würde dabei nicht an Kings Klassiker „;The Stand / Das letzte Gefecht“; denken? Die Parallelen sind offensichtlich, und King hat sie in den Comicfantasien seiner Hauptfigur Clay auch gleich treffend eingefangen, sozusagen als ironischer Kommentar auf sein eigens Werk. Die Grundkonstruktion ist ein beliebtes Handlungsfundament vieler Horror- und Spannungsautoren, deshalb ist sie inzwischen nichts Besonderes mehr. Für Action und Grusel ist also gesorgt.

Doch wo King früher mit Lust die Blutfontänen spritzen ließ und Monster aller Spielarten ins Leben rief, übt er sich nun in Zurückhaltung und Realismus. Das klingt vielleicht angesichts des „;Handy-Komplotts“; etwas seltsam, aber King weiß, wovon er schreibt (siehe die oben erwähnte Recherche von Robin Furth, aber auch seine Nachbemerkung). Abgesehen von zwei Elementen – dem PULS und der Telepathie etc – gibt es keine phantastischen Elemente in der Handlung.

Folglich muss er diese beiden Elemente in allen Details beschreiben, ausschmücken und zu erklären versuchen, sonst nähme ihm keiner die restliche Story ab. Diese Story ist ziemlich simpel: Als väterliches Gegenteil von E.T. („;Nach Hause telefoniahn!“;) macht er sich auf den Weg, um seinen Sohn zu finden und möglichst vor dem Zombifizierung zu warnen. Er ahnt nicht, dass er damit den Zombies des „;Lumpenmannes“; genau in die Arme läuft….

Der PULS

Ich habe die Phrase „;Handy-Komplott“; nicht grundlos verwendet. Zufall oder nicht, jedenfall heißt so ein neues Hörspiel in der Reihe „;Offenbarung 23“;, in der allerlei neue und alte Verschwörungstheorien aufgegriffen, aufgedeckt oder neu erklärt werden. Da das Mobiltelefon inzwischen in den Händen von rund zwei Milliarden Menschen benutzt wird, lag es nahe, auch darüber mal eine Verschwörungstheorie zu stricken: der PULS der modernen Telekommunikation. So ein Handy ist ja nicht bloß zum Telefonieren, Simsen, Spielen und Mailen gut, sondern eignet sich auch hervorragend zum Überwachen und Abhören des Benutzers! Alles, was der Hacker dazu braucht, ist ein kleines Stückchen Software, dass ihm den Rückkanal (Virus) oder ein Hintertürchen (Trojaner) im Gerät öffnet.

Der Handy-Virus

Doch der Autor von „;Handy-Komplott“; lässt es dabei ebenso wenig bewenden wie King. Damit das Handy oder vielmehr das übertragene Zombiesignal etwas mit Gehirn und Geist des Benutzers anstellt, muss eine entsprechende Einwirkung stattfinden. Im Hörspiel wird dazu Strahlung und Suggestion benutzt, bei King scheint ein entsprechender Ton und die Suggestion zu genügen, um den Zombie zu wecken.

Deshalb ist bei King stets die Rede von einem Virus, nur ist der nicht wie in „;The Stand“; ein Grippevirus, sondern ein elektroakustisches Signal. Der Virus kann dadurch Updates erhalten und die Befallenen , die Phonies („;phony“; bedeutet ursprünglich „;nicht authentisch, ein Schwindel“;), zu neuem Verhalten befähigen, z.B. zu besserer Sprachbeherrschung oder verbesserter Telepathie. Diese Zusammenhänge erklärt der Computerspezialist Jordan in einfacher, verständlicher Art und Weise, obwohl (oder weil) er erst zwölf ist.

Die Frage ist natürlich, wer ein Interesse daran haben könnte, solch einen Virus auf alle Handybenutzer der USA (ob auch andere Netze mit anderen Frequenzen betroffen sind, interessiert Kings Helden nicht) loszulassen. Sind es Terroristen oder harmlose Spinner? Der Unterschied ist nicht zu erkennen und vielleicht auch angesichts der katastrophalen Auswirkungen des PULSes nicht wirklich von Bedeutung.

Die neue Gesellschaft

Wirklich relevant ist hingegen, dass eine neue Gesellschaftsordnung entsteht, wie in so vielen SF-Romanen, die Clay (und mit ihm natürlich King) gelesen hat. Die Schwärme der Telepathen stellen nach 14 Tagen bereits eine vorherrschende Klasse dar, die die flüchtenden „;Normalen“; jagt und zu „;Phonies“; konvertiert – einfach anrufen, das genügt! Da die Konvertiten ihre Identität verlieren, haben sie auch keine Vergangenheit mehr.

Clay trifft seine Frau Sharon wieder, doch das Wiedersehen löst bei ihm keine Freude aus. Und sie erkennt ihn sowieso nicht. Er erinnert sich zwar an gewisse Freuden, die er mit ihr erlebt hat, doch die haben mit dem Zombie vor ihm nichts zu tun. Sie ist eine völlig Fremde, und dementsprechend unfreundlich fällt sein Verhalten aus. Später nimmt er ihren Tod billigend in Kauf, denn für ihn ist sie kein Mensch mehr. Er hofft nur, dass sein Sohn noch kein Zombie ist. Diese Hoffnung wird enttäuscht.

Menschen und Würde

Die Definition, was ein Mensch ist und was nicht, diskutiert Kings Hauptfigur und ihre Begleiter mehrfach. Was macht einen Menschen aus und wo hört er auf, diese Bezeichnung zu verdienen? Diese humanistische Diskussion scheint mir der eigentliche Kern der Geschichte zu sein. Hören Clay und Co. auf, Menschen zu sein, wenn sie von Zombies gesteuert werden? Nein, denn dann hätte man jeden durch Gehirnwäsche (vgl. „;The Mandchurian Candidate“;) umgedrehten Agenten als Nichtmensch klassifizieren müssen. Was aber nicht der Fall ist.

Aber dennoch tötet sich einer aus Clays Gruppe genau aus diesem Grund: Diese Fremdsteuerung ist menschen-unwürdig. Er jagt sich ein Dumdumgeschoss durchs Hirn, damit auch wirklich keine Wiederbelebung stattfinden kann. Und gibt Clay den Schlüssel zur Freiheit mit auf den Weg. (Clay braucht dann eine ganze Weile, bis er das kapiert.) Die Definition der Würde des Menschen wird in der VR China sicherlich anders aussehen als in den USA. An diesem Punkt wird das Buch also amerikanisch.

Und da wir Europäer uns den Werten der Amerikaner und der Menschenrechtskonvention angeschlossen haben, wird das Buch auch für uns relevant. Ich muss mich also fragen, ob ich bereit, willens und fähig wäre, einen Nicht-Menschen zu töten, selbst wenn dieser ein menschliches Gesicht trägt. Das ist ganz schön knifflig: Wie weit würde ich gehen, um meine Werte und gegen „;Terroristen“; zu verteidigen? Für Kings Figur Clay ist der Fall klar: Schickt sie alle in die Hölle! Doch noch besser wäre es, was Clay am Schluss versucht: Wie schafft man es, einen vom PULS seiner Identität beraubten Menschen, hier Clays Sohn Johnny, wieder ins Reich der „;normalen“; Menschen zurückzuholen? Knifflige Frage. Genügt wirklich ein Anruf? Telepathie hilft Clay bekanntlich nicht, ist er doch nicht „;infiziert“;.

Die Frage bleibt offen, und das ist das erste Mal, dass King den Schluss unentschieden lässt. Ich finde das sehr positiv. Der Leser soll selbst entscheiden, wie er dem Problem gegenüber steht. Wir haben zwar Mitgefühl für Clay, aber auch die Phonies haben Errungenschaften vorzuweisen, die vielleicht besser sind als das, was der Mensch jetzt hat: Telepathie beispielsweise. King selbst lässt die Dinge in der Schwebe.

Kein Anschluss unter dieser Nummer…

Kein Anschluss unter dieser Nummer, nur Wahnsinn – so könnte das Motto für die Handlung lauten. Der Virus, der den Wahnsinn bringt, stammt nicht von der Grippe wie noch in „;Das letzte Gefecht“;, sondern aus der Handyhörmuschel. Ansonsten ist vieles wie gehabt: Ein Häuflein Aufrechter macht sich auf, Angehörige zu finden und das Böse zu bekämpfen. Ihre Odyssee ins No-fo-Land (= kein TeleFON) macht den Großteil der Handlung aus.

Doch statt religiöse Kategorien zu bemühen, stellt der Autor diesmal die vom Virus Infizierten nur als Andersartige dar, die über eine neue, alte Kommunikationsform verfügen: Telepathie. Allerdings werden sie gleich durch ihre fehlende Hygiene und ihr hässliches Aussehen diffamiert, so dass sie eigentlich keine Alternative für unsere drei oder vier Helden darstellen. Und dass levitieren können, fand ich einfach nur putzig.

Als die Anderen vernichtet sind, stellt sich der Hauptfigur das Problem, wie er den infizierten / mutierten / zombifizierten Sohn zurück auf seine Seite der Normalos holt. (Der Roman ist nicht umsonst George Romero gewidmet.) Weder gutes Zureden noch Gehirnwäsche helfen da, und über Telepathie verfügt der brave Papi (noch) nicht. Den Schluss lässt er absichtlich offen: Wir können nur hoffen, dass das Handy, das Sohnemann verzaubert hat, ihn auch zurückverzaubern kann. Daumen drücken, Leute!

Ich fand den Roman zwar interessant zu lesen, aber auch etwas langweilig. Die Figuren sind mit Ausnahme von Clay Riddell nicht wirklich voll ausformt, so dass ich nur an seinem Schicksal Teilnahme empfinden konnte. Von gewissem Interesse sind hingegen die Erklärungsversuche für die Katastrophe des PULSes sowie die Entstehung einer neuen Post-Holocaust-Gesellschaft.

Eigentlich hat King damit einen alten Topos der Science Fiction ganz nah an die heutige Wirklichkeit der Post-9/11-Ära heranholen wollen. Für Mainstream-Leser dürfte er allerdings übers Ziel hinausgeschossen sein, und bei SF-Lesern rennt er nur offene Türen – was nur Gähnen auslöst. Nicht Fisch, nicht Fleisch, bleibt das Buch eigentlich im Ansatz stecken, hat aber dennoch starke Szenen. Diese sind leider viel zu selten, und nur das Finale konnte mich einigermaßen überzeugen. Den Epilog hätte sich King sparen können.

Ihre Meinung zu »Stephen King: Puls«

Boojamoon zu »Stephen King: Puls«11.01.2017
Ich habe den Puls jetzt mehrmals gelesen und neben Wahn ist es mein Lieblingdbuch von S.K. Die Entwicklungsstufen der Phonies sind nachvollziehbar und sehr gut aufgebaut. Das bekannte Vorstellen der Hauptcharaktere wieder ausführlich und intensiv. Beim Lesen sah ich wieder einen Film vor meinem inneren Auge. Ich durfte Protagonisten lieben lernen und an einer "Alice"-Stelle im Buch konnte ich Stephen kurzzeitig gar nicht mehr leiden. Die Reise der Protagonisten, ihre Hürden und kleinen Siege haben mich fasziniert. Ich mag dieses Buch und die Darstellung des Endzeitszenarios sehr. Gerade habe ich mir den Film angetan. Ich werde mich zu diesem kaum äussern. Die Vorfreude War gross, die Enttäuschung herb. Filme wie The Stand lassen mich King spüren. Der Film zu Puls berührt mich negativ.
moverix zu »Stephen King: Puls«13.03.2014
Ich bin wirklich ein riesengroßer King-Fan, ich hab fast alles durch, nur nicht die Bände vom dunklen Turm, und bin fast immer traurig, wenn ich wieder mit einem King-Buch fertig bin.
Mit Ausnahme von PULS!!!!!!! Ich möchte mich am liebsten persönlich beim Autor über den Schluss beschweren. (Vermutlich geht es mir da ähnlich wie in Misery.. :)
Da quäle ich mich mit Spannung durch das ganze Buch, und dann endet alles so...??????!! Nach diesem Buch war ich echt sauer, und ich habe wirklich eine hohe Toleranzgrenze, was Schwachsinn angeht. Von mir aus könnte man diesen Roman unter den Tisch fallen lassen, wenn man Kings wirklich großartigen Werke aufzählt. (und drauftreten)
meni77 zu »Stephen King: Puls«28.02.2014
Puls zählt für mich als das schwächste Buch von Stephen King (habe ca. 30 von ihm durch), es beginnt eigentlich recht gut und geht gleich richtig zur Sache, nach 30 Seiten ist ihm anscheinend die Lust an der Story vergangen. Sicher, er wollte der Handygeneration einen Seitenhieb verpassen, aber von Zombies sollte er lieber Abstand nehmen, das ist das Reich von Herr Romero. Habe als natürlich wie alle King-Bücher zu Ende gelesen, jedoch hat es mir ein wenig zu dieser Zeit die Lust an King genommen und hab mich anderweitig orientiert. Seine neueren Werke sind wieder besser, aber in dieser Zeit kam gar nicht. Gut gemeinte 50 Prozent
Lena zu »Stephen King: Puls«07.01.2011
also

das buch ist meiner meinung nach bloser Mist! nur abschlachterei, krank und der volle mist. ich werde es nur erwähnen wenn mich jemand nach dem sinnlosesten, dümmsten und pruthalsten buch fragt, und ich würde mich schämen zu zugeben dass ich den dreck überhaupt am anfang gelesenhabe.

>>>für alle die spannung und überraschung mögen, sollten 'creepers: von david morrell lesen. das ist ein wirklich tolles Buch
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sahlmann zu »Stephen King: Puls«12.03.2010
Puls ist für King-Verhältnisse beinahe schon ein kurzes Buch und kommt auch sofort zur Sache.
Aber, hey, ENDLICH mal Zombies in einem Kingroman...
Es ist vielleicht nicht sein Meisterwerk aber ein wirklich spannender und kurzweiliger Horrorthriller, wenn auch ein wenig unter Kingniveau.
Ich halte Puls jedenfalls für einen echten Pageturner und kann nur empfehlen, sich nicht allzuviele Gedanken zu machen und es an einem freien Wochenende durch zu lesen. Und, statt sich über das Ende zu ärgern, sich gleich in den nächsten King zu vertiefen :-)
Lylith zu »Stephen King: Puls«27.10.2009
Die Apokalypse ist über die Welt hereingebrochen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, denn nicht ein Atomkrieg, ein stark mutierendes Virus oder gar Killerbienen sind die verheerenden Ursachen für das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen. Es sind die Handys!
Stephen King hat hier eine originelle Idee in eine unterhaltsame Geschichte verpackt. Es geht um einen Überlebenskampf in einer Welt, in der das Alltagsleben von einem Moment auf den anderen zusammenbricht, weil es niemanden mehr gibt, der produziert, verwaltet oder überwacht. Die starke Abhängigkeit der Menschen vom Handy macht die Gesellschaft als solche verletzlich und der Autor arbeitet in seinem Buch schön heraus, wie fragil das System ist, welches uns unser gemütliches zivilisiertes Leben ermöglicht.
Der Roman ist packend und flüssig geschrieben. Jeder Abschnitt birgt eine Veränderung, eine Wendung oder eine Überraschung, ob in der Handlung als Ganzes oder "nur" im Inneren einer der Personen, es findet immer eine Entwicklung statt.
Fazit: Ein spannendes und kurzweiliges Werk, welches einen die Annehmlichkeiten von fließend Wasser und Strom bewußt vor Augen führt und genießen läßt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bücherfreak zu »Stephen King: Puls«03.10.2009
Mit grossen Erwartung fing ich an zu lesen. Ich finde es ziemlich durchschnittlich, denn ich habe von Stephen King schon viel bessere Bücher gelesen, z. B Shining. In der Geschichte geht es mehr oder weniger nur um das Gleiche-
"Zombie-Menschen" töten andere, unschuldige Menschen.
Der Schluss hat mich dann total enttäuscht. Bei manchen Büchern finde ich es richtig, den Schluss offen zu lassen. Aber definitiv nicht bei diesem!
Maflada Hopfkirch zu »Stephen King: Puls«28.07.2009
sehr gut gefallen hat mir das buch eigentlich schon, bis zu dem punkt an dem es eben einfach endet. ich hatte die ganze zeit mit einem finalen höhepunkt gerechnet, an dem sich alles aufklärt, warum die signale aus dem handy kommen, wer phonie ist, der ganze hintergrund eben. aber nichts. der ganze geniestreich, den man hinter diesem buch vermutet, eine phantasievoll konzipierte und auf das finale hinarbeitende geschichte, existiert nicht, sondern nur die gewalt, die grausamkeit der zombies, die ihren einzigen sinn im gegenwärtigen handeln haben. was man für handlungsstränge gehalten hat, war letztlich nur ein augenblickliches "vergnügen", das in der sekunde erlischt, in der man zum nächsten wort übergeht.
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Naburon zu »Stephen King: Puls«28.07.2009
Habe von Stephen King bislang "The Green Mile" sowie "Es" gelesen. Daher hatte ich große Erwartungen an "Puls".
Diese wurden leider bitter enttäuscht. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl, als ob ich im Kino sitzen würde und einen weiteren überflüssigen, sinnlosen und vorhersehbaren Zombifilm sehen würde. Die Geschichte war recht lieblos, Zombis beherschen die Strasse und versuchen jeden Menschen zu töten, der ihnen in die Quere kommt. So weit nichts Neues. Die Idee mit dem Signal aus den Telefonen (diese lassen die Menschen zu den Zombis werden), ist eigentlich auch nur ein schwacher Erklärungsversuch für die Existenz der hirnlosen Tötungsmaschinen, die bislang häufig durch Viren oder sonstiges entstanden sind.

Zudem fand ich den Schluß enttäuschend. Der kam mir zu abprubt und hatt keine der offenen Fragen geklärt. Als Stilmittel, das den Leser zum Nachdenken auffordern möchte, fand ich die Anzahl der offenen Fragen sowie deren relevanz deutlich zu groß, sowie das Genre in dem dieses Buch anzutreffen ist, nicht das geeignetste.

Fazit: Von "Puls" war ich bitter enttäuscht und bin froh, das ich "The Green Mile" sowie "Es" zuvor schon gelesen hatte. Wäre "Puls" mein erstes Buch von Stephen King gewesen, hätte ich sicher kein weiteres mehr gelesen. So weiss ich, dass der Autor durchaus in der Lage ist, gute Bücher zu schreiben. Werde allerdings das nächste Buch gezielter auswählen, nicht so zufällig. Ich siedel das Buch bei etwa 30% an.
Salva zu »Stephen King: Puls«18.07.2009
also ich fande, das dieses Buch mich wieder zum lesen angeregt hat. denn eigentlich bin ich kein großer fan vom lesen, aber die stelle mit Alice oder sonstige waren sehr emotional geschrieben und war den tränen sehr nahe, was vor einer woche da hab ich angefangen zu lesen) nie erträumt hätte lassen können. Aber das Ende hat mich sehr enttäuscht. ich wünschte, S. K. würde vielleicht noch ein Ende dazu schreiben, oder eine verfilmung würde es geben, die ein BESSERES ende zeigt. aber eigentlich war ich abgesehen vom ende sehr sehr positiv überrascht vom Werk.

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