Elidar - Magierin der Drachen von Susanne Gerdom

Buchvorstellungund Rezension

Elidar - Magierin der Drachen von Susanne Gerdom

Originalausgabe erschienen 2011, 480 Seiten.ISBN 3-492-26806-4.

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In Kürze:

Die junge Elidar erhält ihre magische Ausbildung in der mächtigen Gemeinschaft der Dunklen Nigh. Dort begegnet sie auch ihrer ersten großen Liebe. Doch dann kündigt sich Unheil an, und Elidar muss ihre Heimat und ihren Liebsten verlassen, um sich auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft zu machen. Denn Elidar ist die Einzige, die ihre Welt noch retten kann. Dieses epische Abenteuer von Susanne Gerdom vereint alles, was das Herz eines High-Fantasy-Fans höher schlagen lässt: Magie, Drachen, Geheimnisse und eine hinreißende Liebesgeschichte.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Intelligente und spannende Drachenfantasy“86

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

Der kleine Dieb Tajo stahl Ibram, dem Diener des Magister Zorn, eine magische Geldbörse. Im Unterschlupf des unheimlichen Magiers wurde er festgesetzt und hört nun dessen Geschichte, die Geschichte Elidars.

Das Mädchen Elidar lebt in den Straßen der Stadt Yasaim. Der Soldat Luca setzt sich für sie ein, als sie in einen Tumult gerät, wird dabei allerdings so schwer verletzt, das er in der Garde ausgedient hat. Luca beschließt, mit Elidar in den Norden Ledons, in die Stadt Cathreda zu gehen. Doch es kommt anders: der „Alte Drache“ Mukhar-Dag, der einflussreichste Drachenmensch in Yasaim, macht Luca das Angebot, ihm zu dienen. Elidar zieht allein nach Ledon. Lucas Geschenk, die Jason-Medaille, öffnet ihr die Tür zu Prinzessin Morgenblüte. Mit ihrer Empfehlung wird Elidars aussichtslos scheinender Lebenstraum wahr. Als Junge getarnt wird sie an der Zauberschule des Spinnenordens aufgenommen. Elidars Lehrjahre bringen jedoch Unfrieden in den Orden und zeigen, dass gefährliche Fähigkeiten in ihr schlummern, die sie kaum zu beherrschen vermag. Wer oder was Elidar tatsächlich ist, weiß das Auge der dunklen Nigh.

Fortsetzung dringend empfohlen!

Wenn ein Fantasybuch mit Drachen angekündigt wird, fühlt man sich heute an Christopher Paolinis "Eragon„ oder Naomi Noviks “Die Feuerreiter Seiner Majestät„ Reihen erinnert. Nun sind Drachen ein klassisches Volk, wie Elben oder Zwerge, mit dem sich schon viele High-Fantasy-Epen beschäftigt haben. Was gibt es also noch über diese mystischen Wesen zu erzählen?

Um es gleich vorweg zu nehmen: in “Elidar„ geht es nicht um Menschen und Drachen, die einander finden und gemeinsam die Welt retten und auch nur am Rande um die Ausbildung in einer Schule für angehende Zauberer. Elidars Abenteuer beginnt wie das vieler mutiger Mädchen, die in einer frauenfeindlichen Umgebung als Mann verkleidet für ihr Ziel kämpfen. Sie verfügt über eine magische Begabung, obwohl Frauen angeblich keine Magie wirken können. Aus einer Maskerade entwickelt sich eine dramatische Geschichte um Freundschaft, Verrat und Treue, die alles bietet, was der Fantasy-Fan begehrt: Eine farbenfrohe mystische Welt, facettenreiche Haupt- und Nebenfiguren und phantastische Wesen weit jenseits der üblichen Klischees. Susanne Gerdom hat ihre Drachen als eine Reihe von unterschiedlichen Echsenwesen, vom saurierartigen Reittier bis zum hochentwickelten Drachenmenschen, die Dkhev, mit eigener Evolution und Kultur entwickelt. Mensch und Dkhev leben Seite an Seite, und doch wirkt der Lebensraum der Drachen wie eine Parallelwelt. An der Oberfläche strotzt die Stadt Yasaim nur so vor märchenhaftem orientalischen Flair, unterirdisch birgt sie düstere Geheimnisse.

Elidars Selbstfindung als Person und Magierin zieht sich als roter Faden durch die Handlung und doch ist “Elidar„ keine der typischen Coming-of-Age-Stories. Die Ausbildung zur Magierin überspringt etliche Jahre und wendet sich glücklicherweise recht schnell dem eigentlichen Thema zu; Elidars Rolle zwischen Menschen, Magiern und Drachen, die sich in einem empfindlichen Gleichgewichtsverhältnis bewegen.

Wenn man “Elidar„ überhaupt mit einem Werk vergleichen wollte, dann kämen dafür Ursula K. LeGuins großartige Geschichten über die “Erdsee„ in Frage. Denn auch in “Elidar„ spiegeln sich humanistische Themen wieder, wie Toleranz und die Verantwortung für das eigene Handeln. Die Magie ist hier, wie unser Fortschritt, kein Segen, der alle Probleme löst, sondern auch welche schafft und daher mit Bedacht einzusetzen. Elidars Gabe, manipulierend auf ihre Mitmenschen einzuwirken, fordert zudem das Urteilsvermögen des Lesers, denn man fragt sich: Was wäre gewesen wenn...?“

Eine Lovestory, wie sie der Klappentext verspricht, sucht man vergeblich. Es kommt zu einer kurzen Romanze inmitten des Geschlechterwechselspiels im Spinnenorden und einer besonderen intimen Beziehung am Ende des Buchs, aber die große Liebe ist hier kein Thema – vielleicht noch nicht. Denn obwohl „Elidar“ ein abgeschlossener Roman ist, schreit die Handlung nahezu nach einer Fortsetzung. Viele Fantasyveröffentlichungen erscheinen seitenreich und wirken künstlich ausgewalzt. Hier ist es beinahe andersherum, „Elidar“ überzeugt durch einen straffen, intelligent entwickelten Plot. Einige Konflikte, wie die weitere Entwicklung der Magie, die Machtkämpfe zwischen Mensch und Dkhev und Elidars Position im Volk der Drachen, bleiben jedoch ungelöst. Daraus ließen sich sicherlich noch viele Geschichten spinnen, die jeder Leser, der tiefgreifende Fantasy liebt, gern lesen würde.

(Eva Bergschneider, September 2011)

Ihre Meinung zu »Susanne Gerdom: Elidar - Magierin der Drachen«

Dracon zu »Susanne Gerdom: Elidar - Magierin der Drachen«08.12.2011
Elidar – Magierin der Drachen von Susanne Gerdom ist wohl eins der langweiligsten Bücher, die ich gelesen habe. Die Handlung ist an den Haaren herbeigezogen schlecht durchdacht und abwegig. Spannung kommt während des ganzen Roman nicht auf und das Doppel Happyend lächerlich. Ganz klar und eindeutig das Buch ist ein Fehlkauf. Sogar die Umschlaggestaltung erinnert mehr an einem Seepferdchen als an einen Drachen. Schade
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Nanni zu »Susanne Gerdom: Elidar - Magierin der Drachen«15.09.2011
"Elidar: Magierin der Drachen" ist eine Fantasy Geschichte, die angesiedelt in einer Gegend ähnlich dem alten China, mit viel Magie und der richtigen Mischung aus Abenteuer und Romantik, so manchen Leser begeistern kann.

Hauptcharakter des Romanes ist Elidar, Nachkomme einer wichtigen Drachendynastie und dadurch mit viel Macht ausgezeichnet. Zu ihrer Geschichte gelangen wir jedoch durch die junge Straßendiebin Tajo, die sich als Junge ausgibt und durch einen dummen Fehler in die Hände der Dkhev gelangt, die sie zu einem alten Magier in die Lehre schicken. Dort kreuzen sich Tajos und Elidars Wege und man stellt einige Verbindungen im Lebenslauf der beiden fest.

Susanne Gerdom gelingt dadurch, dass sie Tajos Schicksal in Elidars Geschichte einwebt, den Leser in die Geschehnisse hinein zu ziehen. Die Idee "das Pferd von hinten aufzuzäumen" finde ich gar nicht schlecht, da es mal etwas anderes ist als stumpf Elidars Erlebnisse zu erzählen. Sprachlich ist die Autorin wirklich gut, was mir sehr gefallen hat, dennoch ist es ihr leider nicht gelungen mich wirklich in ihren Bann zu ziehen.

Das Ambiente des Buches ist sehr mystisch, was vor allem daran liegt, dass es irgendwie an alte chinesische Sagen erinnert. Der Leser lernt sehr viel neues kennen, was auf der einen Seite erfrischend ist, auf der anderen aber auch dazu führt, dass er sich zunächst mal einen Überblick verschaffen muss.

Die Charaktere sind sehr facettenreich. Es gibt einige Sympathieträger, aber auch diejenigen, die man so gar nicht mag. Vieles, das vorhersehbar war, aber auch einiges, das ganz neu war. So hätte ich z.B. anfangs nicht erwartet, dass meine Lieblingsfigur des Buches noch zu meiner Lieblingsfigur wird, da ich ihn/sie (ich will mal nicht zu viel verraten) anfangs furchtbar unfreundlich und grummelig fand.



FAZIT:

Obwohl "Elidar: Magierin der Drachen" damit beworben wird ein Buch für alle "Eragon"-Fans zu sein, muss ich sagen, dass man die beiden Bücher nicht wirklich vergleichen kann. "Elidar" ist viel epischer, reifer, mit ganz anderem Ambiente, aber unbedingt was für Drachenfans.

Leider hat es mich nicht so in seinen Bann gezogen,obwohl es kaum Längen hat und über eine spannende Geschichte verfügt.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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