Der Drachenbeinthron von Tad Williams

Buchvorstellungund Rezension

Der Drachenbeinthron von Tad Williams

Originalausgabe erschienen 1988unter dem Titel „The Dragon Bone Chair“,deutsche Ausgabe erstmals 1991, 954 Seiten.ISBN 3-608-93866-4.Übersetzung ins Deutsche von Verena C. Harksen.

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In Kürze:

Dies ist die Geschichte von Simon Mondkalb und Ineluki Sturmkönig und von ihrer tödlichen Feindschaft im Lande Osten Ard.
Auf der uralten Feste Hochhorst wächst der rotschöpfige, wenig anstellige, aber ungemein wißbegierige Küchenjunge Simon auf. Von dem skurrilen, greisen Doktor Morgenes als Lehrling angenommen, lernt er Lesen, Schreiben und die Geschichte seines Landes. Einst herrschten in Osten Ard die Sithi, ein Elbenvolk, bis aus dem hohen Norden die Menschen kamen und sie mit kaltem Eisen vertrieben. Nur mit Hilfe schwärzester Magie vermochte Ineluki, der Sohn des Elbenkönigs, einige wenige seines Volkes zu retten. Er selber gilt als tot.
Simon wird in die letzten Jahre der Regierung des siebten Königs seit jener großen Schlacht hineingeboren. Er ist der schon zu Lebzeiten sagenumwobene Johan Presbyter, der den Feuerdrachen Shurakai erschlug. Aus dessen Knochen ließ sich der König einen Thron aus Drachenbein bauen. Als Johan mit über hundert Jahren stirbt, hinterläßt er zwei Söhne; Elias, der ältere, wird neuer Hochkönig von Osten Ard. Er gerät immer mehr unter den Einfluß seines Ratgebers Pryrates, eines machtgierigen und skrupellosen Zauberpriesters. Aus Mißtrauen gegenüber seinem Bruder Josua schließt Elias zur Sicherung seiner Herrschaft einen Bund mit den Nornen. Von diesen bleichen, schwarzverhüllten Wesen erhält der junge König das Schwert „Leid“, eines der drei magischen Schwerter von Osten Ard.
Ohne Elias’ Wissen hat Pryrates als Gegenleistung Josuas Leben versprochen. Der Prinz wird von ihm in einem der unterirdischen Verliese des Hochhorstes gefangengehalten. Durch Zufall entdeckt ihn dort der stets neugierige Simon und befreit ihn mit Morgenes’ Hilfe. Als Pryrates davon erfährt, muß auch Simon in letzter Sekunde fliehen.

Das meint phantastik-couch.de: „;Zeitlos schöne Fantasy“;82

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

Nach der Veröffentlichung des viel beachteten Katzenmythologie-Romans „Traumjäger und Goldpfote“, wagte Tad Williams sich an ein weitaus umfangreicheres Epos: Die Osten-Ard-Saga. „Der Drachenbeinthron“ ist der erste Teil der Tetralogie, die heute schon zu den Klassikern der High-Fantasy Romane zählt. Spätestens nach Vollendung des letzten Teils „Der Engelssturm“ stand für viele Fantasy-Liebhaber fest, dass der vielseitige amerikanische Autor zu den ganz großen Erzählern des Genres gehört.

Flucht aus dem Hochhorst

Der Waisenjunge Simon wird von der Dienerschaft im Hochhorst, dem Königssitz Osten Ards, aufgezogen. Aufgrund seiner tolpatschigen und neugierigen Art, gerät der Junge immer wieder in Schwierigkeiten, dennoch nimmt ihn der Magier Morgenes als Lehrling unter seine Fittiche. Zu seinem Verdruss lernt Simon erst einmal alles, über die Geschichte des Landes: Vom alten Volk der Sithi, dass einst im Hochhorst herrschte und von den Menschen vertrieben wurde, bis zum Hochkönig Johan Presbyters, der den Drachen Shurakai erschlug und aus seinen Knochen den Drachenbeinthron bauen ließ.

Nach Johans Tod wurde sein älterer Sohn Elias der neue Hochkönig.
Gegenüber seinem jüngeren Bruder Josua, verhält sich Elias misstrauisch und heimtückisch. Der unheilvolle Einfluss des Zauberers Pryrates, führt sogar dazu, dass er seinen Bruder einkerkern lässt. Zufällig entdeckt Simon den Prinzen im Verließ und befreit ihn mit Doktor Morgenes Hilfe. Pryrates stellt Meister und Lehrling, der Doktor muss dafür, dass er seinem Schützling zur Flucht verhilft, mit dem Leben bezahlen.

Tage und Nächte des Unheils

Endlich dem Hochhorst entkommen, weiß Simon nicht genau, ob er wach ist, oder träumt, als er eine gespenstische Szene beobachtet: Pryrates und Elias treffen seltsam gewandete Gestalten, die dem König einen großen Gegenstand übergeben. Zum Glück bleibt Simons auf seiner abenteuerlichen Flucht nicht allein. Der Troll Binabik hilft dem Jungen, in der Wildnis zu überleben und gemeinsam spekulieren sie, was wohl die Ursache für die fatalen Veränderungen in Osten Ard sein mag. Während der seltsamen Abenteuer wird Simon immer mehr von dunklen Träumen geplagt. Er erlebt eine Vorahnung auf die Reise in eine sonderbare Welt, die ihn zu einem höchst gefährlichem Auftrag führen wird.

Die klassische Quest

Das Set-Up der Geschichte in „Der Drachenbeinthron“ könnte kaum klassischer sein. Ein Junge aus einfachen Verhältnissen erfährt von einem schrecklichen Geheimnis, dass seine Welt bedroht und wird auf eine lange, abenteuerliche Reise geschickt, um sie zu retten. Da er so ein netter Kerl ist, nehmen sich kluge Personen seiner an und lehren ihn alles, was er wissen muss. Während der junge Held Abenteuer erlebt und fremde, seltsame Länder und Wesen kennen lernt, gerät seine Heimat immer mehr unter den Einfluss einer geheimnisvollen, bösen Macht. Die Guten kämpfen einen beinahe aussichtslosen Kampf gegen den überlegenen Feind.

„Der Drachenbeinthron“ spielt in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt mit dem üblichen Burgenbau und Feudalsystem. Einige Länder erinnern an historische Völker, wie die Wikinger oder die Mongolen. Die vorherrschende Religion orientiert sich sehr auffällig am Christentum, denn dessen zentrale Figur, Usiris Ädon, wurde kopfüber an einen Baum genagelt. Personen und Fantasy-Gestalten sind, wie so oft, an die aus der britischen und germanischen Mythologie angelehnt. „Der Drachenbeinthron“ ist eine Fantasy-Geschichte, wie man schon viele gelesen hat und dennoch vermag sie viele Leser derartig zu fesseln, dass sie das Buch kaum zur Seite legen können.

Von Trollen, Zauberern und katzenäugigen Wesen

Die Charaktere in „Der Drachenbeinthron“ machen einfach Spaß, obwohl sie nicht wirklich neu sind und teilweise etwas stereotyp wirken. Der Troll Binabik stellt sich seinem künftigen Reisebegleiter Simon, der gerade in Notwehr einen Mann erschlagen hat, mit den folgenden Worten vor:

„Ich werde glücklich sein, später mehr zu erläutern, aber jetzt sollten wir gehen. Dieser Bursche [..] wird zuverlässig nicht lebendiger werden, aber vielleicht verfügt er über Freunde oder Familie, die sich erregen könnten, wenn sie ihn hier so ungemein tot vorfinden. Bitte [..] komm mit mir“

Die Dialoge zwischen Simon und seinem treuen Freund und Mentor sind aufgrund der seltsam geschwollenen, aber witzigen und direkten Redeweise des klugen Trolls, besonders unterhaltsam zu lesen. Auch viele andere Personen, wie die Vogelfrau Geloë oder der Sithi Jiriki sind nicht nur mit einer eigenen Kultur und Geschichte ausgestattet, sondern überzeugen vor allem als einzigartige Persönlichkeiten.

Die pure Lust am Erzählen faszinierender Geschichten

Wer Tad Williams Epen liest, braucht dafür Geduld. Die intensive und ausschweifende Vorstellung der verschiedenen Kulturen und Welten, sowie zahlreiche Ausflüge in Erzählungen neben dem eigentlichen Geschehen, begeistern nicht jeden. Für Leser, die eine sich langsam aufbauende Handlung, die keinem stringentem Spannungsbogen folgt, als langweilig empfinden, ist „Der Drachenbeinthron“ nicht die geeignete Lektüre.

Fantasy-Fans, die jedoch gern in detailverliebt beschriebene Welten eintauchen und inspirierende Lieder, Legenden und Erzählungen, die die Wesensart der Völker charakterisieren, genießen können, sei Tad Williams„Osten Ard“ Saga wärmstens ans Herz gelegt. Wer zudem ein Faible für klassische Fantasy hat, wird an dieser dramatischen, fantasiereich erzählten Geschichte viel Freude haben, denn in jeder Zeile des Buches bringt Tad Williams seine Leidenschaft und sein Talent für das Erzählen spannender, faszinierender Geschichten zum Ausdruck.

Ihre Meinung zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«

Nik zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«05.04.2017
Zu Beginn meines Kommentars muss ich zugeben, dass ich mich nur durch die ersten beiden Bücher der Tetralogie gekämpft, und nun etwas frustriert aufgegeben habe…
Die Geschichte hat durchaus schöne Aspekte: die Orte, die Tad Williams beschreibt sind wirklich fantasievoll und viele Figuren hätte ich gerne besser kennengelernt. Aber wie die Geschichte dann erzählt wird, liess mich während des Lesens immer wieder verwundert den Kopf schütteln:

Das Tempo der Geschichte: Im einen Moment wird eine Belanglosigkeit extrem detailliert beschrieben (was ich durchaus schätze um eine Stimmung zu vermitteln) und in den darauffolgenden Sätzen werden ganze Zeitabschnitte übersprungen. Man kennt diese Tempowechsel aus jeder Geschichte, aber Tad Williams schafft es nur selten, diese mit seiner Erzählweise schön einzubinden.
Die Figuren: Die Charaktere bleiben blasser als ich mir das von anderen Fantasy Büchern gewohnt bin, ihre Antriebe bleiben undurchsichtig oder unglaubwürdig. Einzelne Figuren sind in der Erzählung über ganze Bücher hinweg anwesend ohne je Teil der Handlung zu sein – sie bleiben derart fremd in der Erzählung, dass einen der Verdacht beschleicht der Autor habe erst später in der Geschichte gemerkt, dass er sie noch braucht und sie deswegen nachträglich eingefügt.
Die Konversationen: Die Gespräche sind oft schlicht unglaubwürdig. Wenn es der Geschichte dient, werden offensichtliche Fragen einfach nicht gestellt, oder Antworten grundlos auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Die Ereignisse: Auch bei vielen Kämpfen oder Fluchten hat es die Erzählung nicht geschafft mich in ihren Bann zu reissen. Die beschriebenen Abläufe erinnerten mich oft eher an Zeichentrickfilme als an eine tatsächliche, physikalische Welt…

Es schmerzt mich etwas, dass der Kommentar so deutlich negativ ausfällt. Mit den Ideen, die Tad Williams für diese Geschichte gehabt hat, hätte jemand zweifellos ein wunderschönes Buch schreiben können. Aber so wie er die Geschichte niedergeschrieben hat, war sie meine Lesezeit nicht wert…
MarcusAurelius zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«10.10.2014
Es ist schon ein großes Kunststück, einen Roman praktisch ohne jede große Innovation, ohne eine Flut von originellen Ideen abzuliefern, der dann trotzdem - und zwar völlig zurecht - zum Klassiker wird.
In Osten Ard ist nichts wirklich neu: Die Welt selbst ist stark an das europäische Mittelalter, teilweise an die Artussage angelehnt. Die Völker sind letztendlich die selben, die schon Tolkien in Mittelerde ansiedelte: Elben, Zwerge, verschiedene menschliche Völker. Aber bereits hier zeigt Tad Williams, dass er durchaus über Kreativität verfügt, denn die einzelnen Kulturen werden zwar nicht neu erfunden, aber soweit variiert, das sie originell wirken: Alles ist vertraut, aber irgendwie anders. Selbiges gilt für die Figuren und die Handlung: Als die Welt vor dem Untergang steht, springen der kleine Küchenjunge und die Prinzessin in die Bresche um die Lage zu retten. Ein sehr viel klischeehafteres Handlungsgerüst hätte man wohl kaum finden können. Trotzdem ist die Handlung fast durchweg spannend und motiviert zum Weiterlesen, die Figuren wirken sehr griffig, vom Helden, dem Küchenjungen Simon, bis zum sterbenden König Johan.
Das große Vorbild Herr der Ringe ist deutlich erkennbar, allerdings tendiert die Reihe im allgemeinen mehr in Richtung Jugendbuch, was in erster Linie durch das jugendliche Alter der wichtigsten Protagonisten bedingt ist. Osten Ard ist ein gefundenes Fressen für alle Fans klassischer Fantasy.
90 Punkte.
biblioth zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«08.09.2014
Das schöne an Osten-Ard und allen anderen Werken von Tad Williams ist, dass es keine Schwarz/Weiß-Malerei bei den Charakteren gibt. Die Guten sind nicht immer gut, die Bösen nicht nur böse. Vor allem in der Person König Elias wird das deutlich. Beim Lesen hatte ich auch immer wieder Mitleid mit der Person.
Hier wie auch in der Otherland-Saga schafft es Williams trotz der vielen Personen und sich überlagernden Handlungssträngen nie den roten Faden zu verlieren. Trotz einer insgesamt düsteren Grundstimmung kommt auch der Humor nie zu kurz. Ich finde Fantasy gänzlich ohne Humor geht vielleicht bei Autoren wie Wagner und Howard, bei allen anderen wird es schnell ermüdend.
Beim Drachenbeinthron ging es mir übrigens ähnlich wie beim Herrn der Ringe. Gekauft (hier weil ich den Klappentext interessant fand) dann vergessen - stand fast ein Jahr ungelesen im Regal. Neu angefangen und konnte dann gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Da es sich um die Erstauflage handelte musste ich auch noch immer ein Jahr warten bis der nächste Band erschien - schrecklich.
Alle vier Bände stehen immer noch in meinen (physischen) Bücherregal und sind inzwischen mehr als einmal gelesen, was man dem Papier inzwischen ansieht.
heiko model zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«28.03.2012
ich lese wirklich sehr viel, und muss zugeben, das tad williams ein beispielloser schriftsteller ist. angefangen bei "osten ard", was mir am anfang fast ein wenig langweilig vorkam, entwickelte plötzlich eine dynamik, der man selten begegnet. grossartige landschaften, sehr fein ausgearbeitete personen und ein immer grösserer handlungsrahmen, einfach unglaublich. was mich nervt, ist der ständige vergleich mit tollkien und seinen "herr der ringe"es gibt schon seit jahren fantasy romane, die tollkien alt aussehen lassen. und da steht tad williams ganz weit oben. "osten ard"hat mir schon allein deswegen so gut gefallen, weil bei ihm die klassischen völker wie trolle elfen usw. aus dem ständigen einerlei heraus ragen und völlig anders dargestellt werden, wie man es von der meisten fantasy gewohnt ist.
und als ich dachte, das lässt sich schwer toppen, kommt mit "otherland" ein vierteiler daher, wie ich zuvor nicht gelesen habe. wer schon ein wenig älter ist, weis noch, wie damals die stilerichtung cyber-punk entstand und das es davon leider viel zu wenig bücher gab. allein schon die zahl der handlungspersonen ist einmalig und der handlungsrahmen ist gigantisch. so etwas hatte ich bis zur erscheinung von "otherland" noch nie gelesen. das ganze ist so komplex, das ich es mittlerweile schon 4x gelesen habe. das mach ich mit guten büchern immer so, das ich sie nach3-4 jahren nochmal lese, weil es mir den eindruck verschafft, alte bekannte wieder zu treffen. mit "shadowmarch" geht es wieder zurück zur fantasie. man bekommt bei williams den eindruck, das er mit seinen büchern mitwächst, denn sie werden immer komplexer und die handlung immer vielschichtiger. unter allen büchern, die ich nun schon gelesen habe, sind die von williams mit die allerbesten. wer "otherland "gut fand, sollte sich auf jeden fall mal mit "dan simmons" beschäftigen, der schreibt in der selben liga...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
c.e.f zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«14.02.2012
Begeisterung pur. Selten habe ich ein so spannendes Buch gelesen, was mich dazu verleitet hat auch die noch fehlenden 3 Bände sofort zu erwerben und innerhalb von 4 Tagen habe ich alle 4 Bücher verschlungen. Die Protagonisten bestechen jeder einzelne durch ihre so ausgefeilte Darstellung wie auch die Beschreibung der Örtlichkeiten keine Wünsche offen lässt. Spannung baut sich von Seite zu Seite auf und es gibt nicht einen Moment in dem selbige nachlässt. Die Zeichnung von Gut und Böse ist ausgewogen und insbesondere dass auch Gut negativ angehaucht sein kann macht es um so interessanter. Das Personen und Wesen vielfältig sein können bringt der Autor auf fast liebevolle Weise näher. Ich kann diese Bücher nur empfehlen.
Betty Oberer zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«14.06.2009
Die vierteilige Serie, die mit "Der Drachenbeinthrohn"beginnt, ist die beste Literatur die ich je gelesen habe. Es würde sich lohnen sie ala "Herr der Ringe" zu verfilmen. Zur Zeit lese ich den ersten Band von "Shadow March". Ich finde die Geschichte sehr gut, bin aber von der deutschen Übersetzung enttäuscht. Meiner Meinung nach ist Verena C. Harksen eine hervorragende Übersetzerin, denn sie hat viel Gespür für die handelnden Personen und oberdrein auch noch die Gabe, die Spannung und auch den Humor dieser Bücher ins rechte Licht zu rücken. Ich finde es sehr schade, dass das Cornelia Hohenfelder-von der Tann bei "Shadow March" nicht gelungen ist. Dennoch bin ich ein großer Tad Williams Fan und freue mich schon auf den nächsten Band.
rm2099 zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«03.04.2009
Es ist nicht so, dass die Osten-Ard-Saga völlig verschwendete Zeit wäre - aber es ist schon verdammt nah dran. Wer unbedingt auf endlosen 4000 Seiten den Abenteuern einer egoistischen Heulsuse folgen möchte - bitte. Ich für meinen Teil bevorzuge Hauptfiguren, die wenigstens halbwegs sympathisch und intelligent sind. Doch das ist nicht der einzige Fehler der Bücher: Die Handlung ist alles andere als originell und sehr klischeebeladen. Tad Williams bedient sich vor allem in der Erzählstruktur des ersten Bandes sehr bei Tolkiens Herrn der Ringe. Die Charakterisierung der Figuren ist zudem ziemlich oberflächlich, sie wirken wie Abziehbilder. Mit das Schlimmste der Osten Ard-Saga ist allerdings die extreme Langatmigkeit: Leute, nicht jedes Buch, das sich mit zähen, nicht enden wollenden Reisebeschreibungen über hunderte von Seiten quält, ist deswegen gleich ein Epos!
Hätte Williams die Story mit der Hälfte des Umfangs erzählt, wäre es ein durchschnittliches Werk geworden. So reicht es nur zu, naja, 30 Prozent oder so. Wer auf "klassische" Fantasy steht, der greife lieber zu den "Weitseher"-Büchern von Robin Hobb.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Pretorias zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«28.02.2009
Ein gelungenes Werk und ein gelungener Auftakt für diese Tetralogie ist "Der Drachenbeinthron".
Dieses Buch ist wahrlich nichts für Lese-Einsteiger, denn der erste Band zieht sich schon ein bisschen in die Länge bis es vorrangeht. Aber hat man erstmal die ersten zweihundert Seiten geschaft, wird man nicht enttäuscht!
Tad Williams schafft es, jeder Figur leben einzuhauchen. Schon allein dadurch, das man merkt, dass sie anderen Völkern angehören oder ein gewisser "Standesunterschied" herrscht.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.
Nozmo_1 zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«01.01.2009
Tad Williams hat mit seinem Osten-Ard Zyklus ein packendes, episches Abenteuer geschaffen, welches einfallsreich, Atmosphärisch und einfach nur schöne Fantasy ist. Wer mit seinem recht ausschweifendem Schreibstil kein Problem hat und auf klassische Fantasyabenteuer steht, wird mit diesem Buch auf jeden Fall glücklich.
SordisPretiosa zu »Tad Williams: Der Drachenbeinthron«27.09.2008
Als begeisterte "Otherland"- und Fantasy-Leserin habe ich mir auch irgendwann dieses Buch zu Gemüte geführt, wurde aber sowohl vom errsten als auch vom zweiten Teil der Reihe ein wenig enttäuscht.

Dass ein kleiner, unwissender, aber dennoch vom Schicksal auserkorener Held auf eine Quest zieht, Gefährten um sich sammelt gegen einen dunklen, noch weit entfernten Herrschen kämpfen muss und auf seiner Reise an all den ihm gestellten Aufgaben wächst - kennen wir das nicht schon von irgendwoher?

Auch, dass immer wieder betont wird, wie tollpatschig, ja gar dumm Dimon am Anfang ist und dass er ja achso toll reift auf seiner Reise - das ging mir ein wenig auf den Nerv. Genauso wie das ständige Verlaufen, Herumirren, müde durch die Gegend Stappfen...

Williams Erzählstil bleibt natürlich gewohnt gut wie immer, ebenso seine Beschreibungen der Welt, aber die Charakter sind mir nicht gerade allzu tiefgründig. Leider.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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