Die dunklen Gassen des Himmels von Tad Williams

Buchvorstellung

Die dunklen Gassen des Himmels von Tad Williams

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „The Dirty Streets of Heaven“,deutsche Ausgabe erstmals 2013, 572 Seiten.ISBN 3-608-93834-6.Übersetzung ins Deutsche von Cornelia Holfelder-von der Tann.

»Die dunklen Gassen des Himmels« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Der Kampf zwischen Himmel und Hölle ist entbrannt.
Bobby Dollar ist ein Engel und als Engel weiß er alles über die Sünden der Menschen. Er ist nämlich Anwalt. Anwalt für die Seelen, um die zwischen Himmel und Hölle gekämpft wird. Der Auftakt der neuen Trilogie von Tad Williams um Bobby Dollar, die an Spannung und Witz nicht zu überbieten ist.Wenn sich Engel und Teufel, die Anwälte des Himmels und der Hölle, in die Haare kriegen, werden die schlimmsten Befürchtungen wahr. Viel schlimmer, als man es sich auf der Erde vorzustellen vermag aber auch unendlich viel komischer. Neben seinen Geschäftsreisen zu den Opfern von Autounfällen, zu plötzlich an einer Herzattacke Verstorbenen treibt Bobby Dollar sich viel in himmlischen Bars und Vergnügungslokalen herum Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages die Seele eines Toten verschwunden ist. Hat „die andere Seite“ sie gestohlen der Anwalt der Hölle? Waren es Hintermänner im Himmel? Ein neues Kapitel im Krieg zwischen Himmel und Hölle beginnt, und der Engel Bobby steckt mittendrin.

Ihre Meinung zu »Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels«

Petra Meyeroltmanns zu »Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels«04.03.2016
Nach dem Tod eines Menschen kämpfen ein Ankläger aus der Hölle und ein Anwalt aus dem Himmel darum, wer die Seele des Toten bekommen wird. Bobby Dollar ist solch ein Anwalt, ein Engel, der in Menschengestalt ein irdisches Leben führt. Eines Tages verschwindet eine Seele noch vor der „Gerichtsverhandlung“ spurlos, ausgerechnet in einem Fall, der Bobby zugewiesen worden war – und plötzlich ist sein Leben in Gefahr, ein Attentäter ist hinter ihm her.

Tad Williams lässt Bobby selbst die Geschichte in Ich-Form erzählen und wirft den Leser direkt mitten in die Geschichte, Bobby gerät in eine ausweglose Lage – und berichtet auf den nächsten knapp 200 Seiten erst einmal, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Der Leser ist neugierig gemacht.

Bobby ist kein Engel, wie man ihn sich gemeinhin vorstellt, er ist weder brav noch lieblich, er wirkt sogar eher etwas heruntergekommen, zeitweise fühlte ich mich wie in einem Hardboiled-Roman. Seinen Job versteht er allerdings, auch wenn Vieles Routine ist. Für die Typen aus der Hölle hat er nichts übrig, jedenfalls für so gut wie alle nicht, und sein Freundeskreis besteht aus Typen wie ihn selbst. Ich mochte Bobby von der ersten Seite an. Auch alle anderen Charaktere sind Tad Williams gut gelungen, seien es Himmels- oder Höllenwesen oder auch ein Werschwein.

Die Geschichte selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Schon der Plot ist sehr originell, die Handlung spannend und die Erzählung sehr humorvoll, sodass ich abwechselnd Nägel gekaut und gekichert habe, manchmal auch beides gleichzeitig. Tad Williams hat auch einige Anspielungen zu bieten, mir gefiel vor allem der Name „Clarence“ für einen Anwaltanwärter, wer den wunderbaren Film „Ist das Leben nicht schön“ mit James Stewart kennt, wird wissen, warum das so ist. Auch dass Bobby mehrfach anmerkt, das sei eine andere Geschichte, dies würde er ein anderes Mal erzählen, gefiel mir, ich bin gespannt, ob wir darüber tatsächlich noch lesen werden. Auch die Auflösung ist sehr gelungen und originell und bietet womöglich noch Stoff für die beiden weiteren Teile, denn „Die dunklen Gassen des Himmels“ ist der Beginn einer Trilogie. Die Handlung hier ist einigermaßen abgeschlossen, es gibt keinen fiesen Cliffhanger, aber es bleiben genug Fragen offen für die Fortsetzungen.

Ich gestehe, das war mein erster Roman von Tad Williams, aber es wird ganz sicher nicht mein letzter sein (zumal die beiden Folgebände schon auf mich warten). „Die dunklen Gassen des Himmels“ hat mich wunderbar unterhalten, ich vergebe daher gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
Littletortoise zu »Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels«27.01.2015
Bobby Dollar ist ein Engel, ein Anwaltsengel um genau zu sein, und muss dafür sorgen, dass die Seelen der Verstorbenen in den Himmel kommen, sofern sie es verdient haben. Doch plötzlich passiert das Unfassbare: eine Seele ist einfach verschwunden und Bobby findet sich in einem Strudel von Ereignissen wieder, die ihm so gar nicht gefallen.

Ich hatte bisher noch nie ein Buch von Tad Williams gelesen, aber das Thema und dann auch die LP haben mich neugierig gemacht.
Die Charaktere des Buches gefallen mir sehr gut, sie sind wunderbar gezeichnet, sodass man in die Geschichte eintauchen kann
Bobby ist herrlich sarkastisch und lässt sich dann auch noch auf einen Dämon der Gegenseite ein. Und irgendwie verschwindet bei dieser Geschichte mein Bild des Engels als weißes, geflügeltes, unverwundbares Wesen.
Ich wüsste auch noch gern mehr über Bobbys Vorgeschichte.... vielleicht findet er ja irgendwann etwas über seine Vergangenheit heraus, an die er sich nicht erinnern kann.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, meinen Horizont über mein festgefahrenes Engelbild erweitert und Lust auf mehr gemacht
Torsten zu »Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels«26.02.2014
Die Idee ist hervorragend: Nach dem Tod gibt es eine Gerichtsverhandlung die darüber entscheidet ob die Seele in den Himmel oder die Hölle kommt - und Bobby Dollar ist als Anwaltsengel zuständig die Seite des Himmels zu vertreten.
Leider wird diese Tätigkeit nur ganz am Rande gestreift und dient nur als Setting für eine dann im Grunde eher konventionelle Geschichte um eine Intrige, einen Verrat, einen gestohlenen Gegenstand den jemand unbedingt wiederhaben will und - natürlich - eine Liebesgeschichte die es so gar nicht geben darf.
Anfangs ist das witzig zu lesen, zieht sich aber wirklich unnötig und sehr in die Länge um am Ende in einem wieder sehr konventionellen Showdown zu münden.
Viel schlimmer aber: Die Story an sich wird nur sehr bemüht und teilweise aufgelöst, es bleiben viel zu viele lose Enden übrig - selbst für den Auftakt einer Reihe ist das zu wenig.
Christian Finzel zu »Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels«03.12.2013
Ein sarkastischer Auftakt. Tad Williams versteht es mit viel Charme, Witz und Sachverstand eine Geschichte zu inszenieren, die alles hat was man sich wünscht.

Bobby Dollar steckt in massiven Problemen und selbst als Engel muss er lernen, das es immer eine Instanz gibt die über ihm steht.

Ich bin schon auf Teil II gespannt.
Ihr Kommentar zu Die dunklen Gassen des Himmels

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.