Das erste Gesetz der Magie von Terry Goodkind
Buchvorstellung und Rezension
- Fantasy
- Science-Fiction
- Horror
- Mystery
In Kürze:
Als der Waldläufer Richard Cypher eine junge Frau vor ihren unheimlichen Verfolgern rettet, kann er noch nicht ahnen, dass sich sein beschauliches Leben tiefgreifend verändern wird. Kahlan stammt aus den Midlands, einem sagenhaften Reich, das durch eine magische Barriere von Westland getrennt ist. Und sie hat den Auftrag, den Tyrannen Darken Rahl aufzuhalten, der die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen droht …
Das meint Phantastik-Couch.de: „;Das Fantasy-Erfolgskonzept ´Quest´ allein zieht nicht“
Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider
Terry Goodman hat bereits 16 Bände des Zyklus „;Das Schwert der Wahrheit“ (Original: „;Sword of Truth“) veröffentlicht. Der hier vorgestellte erste Band „;Das erste Gesetz der Magie“ erschien 1994 unter dem Originaltitel „;Wizard’s First Rule“. Ähnlich wie beim „;Eis und Feuer“-Zyklus von George R. R. Martin sind in der deutschen Ausgabe bis zum 13. Band zwei Bücher aus einem Original entstanden. Viele Fans warten begierig auf die Fortsetzung der Reihe, man munkelt in der Szene, dass der 17 Band der letzte sein könnte.
Die drei Kinder des Ärgers …
begegnen Richard Cypher auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Ein geflügelter Schatten erscheint und eine Schlingpflanze verletzt ihn an der Hand. Das gleiche fremdartige Gewächs wurde im Haus seines Vaters hinterlassen, nachdem er brutal nieder gemetzelt wurde. Richards Begegnung mit Kahlan, die er vor den Quadronen beschützten muss, ist der deutlichste Hinweis, dass sich sein Leben entscheidend verändern wird.
Erste Station auf Richards und Kahlans gemeinsamer Flucht vor Monstern und Mördern, ist der Zauberer Zedd. Kahlan bittet ihn, ihren Kampf gegen den grausamen Eroberer ihrer Heimat zu unterstützen. Der Zauberer soll einen Sucher ernennen, der das „;Schwert der Wahrheit“ führen und das dritte Kästchen der Ordnung finden kann. Dieses magische Instrument würde dem Tyrannen Darken Rahl zur endgültigen Macht über die Länder Westland, Midland und D’Hara verhelfen. Richard erkennt, dass er längst ein Teil von Kahlans mysteriöser Geschichte geworden ist. Er erinnert sich an eine Zeile aus dem Buch, das ihn sein Vater auswendig lernen ließ, bevor er es verbrannte:
Und wenn die drei Kästchen der Ordnung ins Spiel gebracht werden, wird die Schlangenpflanze wachsen. Richard wird zum Sucher ernannt, erhält das Schwert der Wahrheit und macht sich auf die Reise zur Grenze Midlands.
Bekannte Struktur – schwache Hauptfigur
Auch in Terry Goodkinds „;Das erste Gesetz der Magie“ gerät ein naiver junger Mann unverschuldet in die Situation, die Welt retten zu müssen. Seine wichtigste Waffe, das „;Schwert der Wahrheit“ übt Zauberkräfte aus, die aus dem Burschen einen Helden machen sollen.
Der Autor beginnt seinen umfangreichen Zyklus also mit einem Handlungsaufbau, der vielen Fantasy-Fans bekannt vorkommen dürfte. Vielen Autoren ist es gelungen, eine solche klassische Quest mit starken Charakteren auszufüllen. Terry Goodkind ist das in diesem ersten Teil nur bedingt geglückt, sein Hauptcharakter Richard kann nicht überzeugen. Dessen Persönlichkeitsentwicklung zum Helden wird allein durch magischen Einfluss hervor gerufen, statt von ihm selbst aus zu gehen. Die beschriebenen Erfahrungen mit dem Schwert erinnern an einen Drogenrausch und wirken lächerlich. Richards Handlungen sind zudem fast immer vorhersehbar, denn sie werden oft durch die Situation vorgegeben. Erst ganz zum Schluss ergreift der Held der Geschichte auch mal die Initiative.
Auch Kahlan kommt über die Rolle der geheimnisvollen Schönen zu wenig hinaus. Ihren nicht näher beschriebenen, aber allgegenwärtigen Sonderstatus als Konfessor nimmt man ihr manchmal nur schwer ab. Dagegen ist der Zauberer Zedd der interessanteste Charakter in „;Das erste Gesetz der Magie“. Der Autor beschreibt ihn als etwas schrulligen alten Mann, der durch seine Intelligenz und wenn nötig, durch Zauberkraft, die entscheidenden Akzente setzt. Die Szenen in denen Zedd in die Handlung eingreift, gehören zu den unterhaltsamsten Passagen des Buches, denn der Zauberer begeistert mit Witz und hat einiges an originellen Ideen und Tricks auf Lager.
Kämpfe und brutale Szenen
Trotz der jugendlichen Helden, kann „;Das Schwert der Wahrheit“ nicht zu den All-Age Fantasy-Zyklen gezählt werden. Der Autor beschreibt bildhaft die Schauplätze und die Einzelheiten der teilweise recht brutalen Handlung. Vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen landschaftlichen Idyllen und düstere Orte, sowie Kämpfe und bestialische Folterszenen. Die für eine klassische High-Fantasy Story ungewöhnlich unverblümte Detailgenauigkeit, erinnert an den Stil George R. R. Martins.
Hätte Terry Goodkind seine Figuren genauso lebensecht gezeichnet, wie seine Schauplätze und Schlachten, wäre „;Das erste Gesetz der Magie“ ein respektabler High-Fantasy-Roman. Die faszinierenden Schauplätze und guten Ideen in der Geschichte werden oft durch die einfallslosen Aktionen der Figuren verdorben. Dem Autor ist es nicht gelungen, dieser Quest Leben ein zu hauchen. Daher bleibt am Ende trotz einiger Szenen voller Spannung und Humor ein fader Nachgeschmack zurück. So gehört „;Das Schwert der Wahrheit“ zu den eher durchschnittlichen Werken im Bereich der epischen Fantasy.
Ihre Meinung zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie«
| Ladina zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 22.02.2010 |
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| sheana zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 17.01.2010 |
| René zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 02.12.2009 |
| Apache zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 06.08.2009 |
| Mikgor zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 06.08.2009 |
| Apache zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 05.08.2009 |
| Richter zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 15.02.2009 |
| Viktor zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 14.10.2008 |
| Daniel zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 26.09.2008 |
| Michaela zu »Terry Goodkind: Das erste Gesetz der Magie« | 27.08.2008 |
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