Mind Control von Thomas Finn

Buchvorstellungund Rezension

Mind Control von Thomas Finn

Originalausgabe erschienen 2011, 450 Seiten.ISBN 3-453-52816-6.

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In Kürze:

In der Welt der Justifiers ist das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit mit vielen Gefahren verbunden. Für manche Menschen haben die Sprünge durch Raum und Zeit jedoch ganz besondere Konsequenzen – sie erlangen psionische Kräfte und werden zur Zielscheibe von Anschlägen und Intrigen. Und die Justifiers haben mal wieder alle Hände voll zu tun.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Welt der Alpha- und Betahumoiden, der Zirkusdirektor und die gefeierte Violinistin“70

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Die Welt in einer fernen Zukunft. Nicht länger werden die Erde und ihre Kolonien von Politikern regiert, längst haben die Konzerne die Macht im Staate an sich gerissen. Einander misstrauisch beäugend, ausspionierend, ja sich aktiv bekämpfend ringen sie um die Vorherrschaft über die menschliche Hegemonie. Mit den Schiffen der geheimnisvollen Collectors, die ganze Planeten ausradieren, nur um die künstlich gezüchteten Mensch-Tierhybriden auszulöschen, ist den Konzernen allerdings ein machtvoller Gegner gewachsen.

Doch nicht etwa in die fernen des Alls muss man schauen, um die nächste Bedrohung zu erkennen. Seitdem die Konzerne die Warlords Afrikas gegeneinander ausgespielt, mit Bestechung und Drogen geködert und sich hörig gemacht haben, seitdem sie auf dem Schwarzen Kontinent ihre verbotenen Waffenversuche ausführten, ist Zeit vergangen. Zeit, die ein charismatischer Mann, ein Jumper, wie man die PSI-Begabten nennt, dafür genutzt hat, den darbenden, verseuchten Kontinent unter seiner Herrschaft zu einen und in die Unabhängig zu führen. Gegen den tatkräftigen Widerstand der Konzerne setzt der als Zulu bekannte Anführer alle legalen wie illegalen Mittel ein, um ans Ziel zu kommen, ein Ziel aber auch, das seine persönliche Rache beinhaltet.

Dabei öffnen ihm seine Bestechungsgelder Türen in höchsten Positionen. Um seine persönliche Rache an einer der Verbrecherdynastien, die hinter den Konzernen stehen, zu bekommen, scheut er weder vor Entführung einer gefeierten Künstlerin zurück, noch davor, tausende Unschuldiger zu töten.

Dies ist die Geschichte Nicolaj Poljakows, der mit seiner exotischen Menagerie dem Zulu bei seinen Verbrechen helfen soll. Ein mutierter Wurm, der ihn von innen heraus zerfrisst, soll ihn dabei motivieren, denn nur mit Hilfe des Zulu kann er seine PSI-Gaben so steigern, dass er den Wurm abtöten kann. Dass Nicolaj die Künstlerin verehrt und so manche Trümpfe in der Hinterhand hat, sorgt dafür, dass der Plan des Afrikaners nicht wie erwartet aufgeht …

Routiniert verfasste Action-Abenteuer-SF

Die von Bestseller-Autor Markus Heitz initiierte Justifiers-Reihe soll dem Fan und Leser das anbieten, auf das er seit langem wartet – farbenprächtige, packende Weltraum-Abenteuer auf exotischen Planeten. Und hier reiht sich der Beitrag Thomas Finns nahtlos ein. Im Zentrum steht neben der explosiven Grundsituation in Zusammenhang mit der Bedrohung der Beta-Humanoiden durch die Collectors und der Revolution des Zulu-Reiches der exotische Wanderzirkus des Protagonisten.

Bereits zu Beginn des Romans wird deutlich, dass hinter dem Leiter der Show weit mehr steckt, als auf den ersten Blick ersichtlich. Seine PSI-Begabung, seine persönliche Historie als von einem Konzern verfolgter Flüchtling und das Raumschiff, das ähnlich wie seine Besatzung weit mehr in Petto hat als zunächst äußerlich ersichtlich, sorgen für jede Menge Überraschungen.

Im Verlauf des turbulenten, actionreichen Plots wechseln die Handlungsorte, und der Autor verzahnt seine Vorkommnisse immer wieder mit den Ereignissen aus den bisherigen Titeln. Dies führt dazu, dass das Universum der Justifier, die dieses Mal eher eine Nebenrolle einnehmen, immer detailreicher ausgebaut wird und wir so einen vielfältigeren Einblick in das Universum der Reihe bekommen.

Interessantester Bestandteil dieses Universums sind für mich die Betahumanoiden. Als Kämpfer und rechtlose Diener gezüchtet, überraschen diese ein ums andere Mal durch ihre Loyalität, ihre Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit. Gerade im Vergleich zu den immer intriganten, nur auf ihren eigenen Vorteil bedachten Menschen wirken diese als Symathieträger.

Die Vorgabe, einen packenden, rasanten und actiongeladenen Roman beizusteuern, hat Thomas Finn, der bislang im Wesentlichen auf dem Gebiet der Fantasy publizierte, mustergültig bedient. Das ist Abenteuer-SF die den Leser an die Seiten fesselt, ihn überrascht und Langeweile erst gar nicht aufkommen lässt.

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