Die Zwerge von Amboss von Thomas Plischke

Buchvorstellungund Rezension

Die Zwerge von Amboss von Thomas Plischke

Originalausgabe erschienen 2008, 480 Seiten.ISBN 3-492-26663-0.

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In Kürze:

Die Zwerge in Amboss, einer bedeutenden Industriestadt ihres Bundes, sind verunsichert. Gerüchten zufolge planen die Menschen die Diener der Zwerge eine Revolution. Aus den Nachbarländern sollen Verschwörer in das Reich eindringen. Als der Ermittler Garep Schmied zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, halten alle einen Menschen für den Täter. Sein Motiv: Hass auf die Zwerge. Garep jedoch ermittelt gegen alle Widerstände und Vorverurteilungen weiter. Denn nicht nur die Machenschaften von Menschen bedrohen den Bund, sondern auch unter den Zwergen herrschen Hass und Machtgier.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Zwerge im Dutzend billiger“80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Zwerge und kein Ende. Kaum mehr ein Verlag, der nicht versucht mit den kleinen, trinkfreudigen Stollenbewohnern sein Geschäft zu machen. Alles fing vor Jahren damit an, dass Markus Heitz, damals noch in Diensten von Heyne zum Überraschungserfolg von Stan Nicholls’ Ork-Roman einen Nachfolger schreiben sollte. „Die Zwerge Teil 1“ erschien, und wurde ein Mega-Bestseller. Seitdem beglücken uns die Verlage mit Völker-Romanen zuhauf, von denen viele die Kassen klingeln ließen.

Nun also wieder einmal ein austauschbarer Roman um die lustigen kleinen Raufbolde, so dachte ich bei mir, das ich das dicke Buch zur Hand nahm. Selten habe ich mich in meinem Vor-Urteil so getäuscht. Natürlich kommen Zwerge vor, dazu Halblinge und Menschen, doch damit hört die Austauschbarkeit auch schon auf.

Die Rollenspiel-Spezialisten Thomas Plischke und Ole Johan Christiansen haben sich – dem Impressum zufolge – eine in ihrer Ausgestaltung ungewöhnlich realistisch-dezidierte Welt einfallen lassen. Natürlich gibt es Abenteuer zu bestehen, wird gekämpft, verraten und geliebt, es gibt Bösewichter und Helden, tapfere Wesen und Feiglinge. Was den Text aus dem Fantasy-Allerlei heraushebt, das ist, dass es dem Autor gelingt, seine Handlung in ein glaubwürdiges Gerüst einer politisch-wirtschaftlich funktionierenden Welt einzubetten. Eine Welt, die mit ihren Problemen höchst aktuell an unsere Realität erinnert.

Um was also geht es? Alles beginnt damit, dass in Amboss, einem der Zentren der zwergischen Bundes ein Mord passiert. Ein allseits geachteter Zwerg wird mit einem Musikinstrument erstochen. Die Ermittler, allen voran Garep Schmied, ein verbitterter, drogenabhängiger Sucher, lösen den Fall in Rekordzeit. Der Täter, der menschliche Diener des Zwerges, stürzt sich vom Dach eines Hauses in den Freitod. Kurz darauf wird ein zwergischer Honoratior während einer Gesellschaft erschossen. Der Täter ist wiederum ein Mensch, der sich selbst nach der Tat richtet. Ein Raunen geht durch die aufrechte Bürgerschaft des Zwergenreiches. Nicht genug damit, dass immer mehr menschliche Immigranten, abfällig als Langschädel bezeichnet, im Bund vor den bürgerkriegsähnlichen Zuständen im zerrissenen Reich der Menschen Zuflucht suchen, ihre billige Haut zu Markte tragen, und den Zwergen alle schlechtbezahlten einfachen, dreckigen oder gefährlichen Tätigkeiten wegschnappen, jetzt rüsten sie gar noch zum Aufstand. Dafür gibt es zwar keinerlei Beweise, doch der vor seiner Wiederwahl stehende oberste Vorarbeiter weiß die Gunst der Stunde zu nutzen. Parolen werden laut, geschürt auch von der Bundessicherheit, Attentate gestellt, das Misstrauen und die Fremdenfeindlichkeit nehmen überhand. Immer deutlicher wird, dass die zunehmende Industrialisierung im Bund den Zwergen ihre Existenzgrundlage nimmt. Der einfache Ausweg ist ein Krieg – man verschiebe die Grenzen des Bundes, besiege mittels der technologischen Überlegenheit der Kurzbeine die Langschädel, und schon gibt es Arbeit (hört her ihr Zwerge, der Bund ruft zum Einsatz für das Vaterland) und neues Land für die wachsenden Zapfen der bartrasierenden Zwerginnen. Damit nicht genug macht sich die Bundessicherheit daran, die brach liegenden Kräfte, die dunklen wie hellen Energien der Halblinge zu erforschen und zu nutzen – ob mit oder gegen ihren Willen, die Probanden werden in Kliniken zu Forschungsobjekten degradiert und missbraucht. Zwei Zwerge und zwei Menschen werden immer tiefer in die Vorgänge verwickelt und nehmen Einfluss auf das Geschehen …

Industrialisierte Zwerge

Eine Heptalogie (sieben Bände) soll es einmal werden, die Saga von den zerrissenen Reichen. Und so legt der Autor ein breites Fundament, auf dem er seine zukünftige Handlung Stein für Stein nach Zwergenart sorgfältig und fest aufbaut.

Neben einigen Schmankerln, wie zum Beispiel die den Zwergen angepassten Redewendungen, die beweisen mit wie viel Liebe und Sorgfalt die beiden Weltenschöpfer zu Werke gegangen sind, erinnert die Ausgangssituation zunächst an gängige Fantasy-Rollenspiele und Romane.

Schon bald aber wird deutlich, dass die Entwickler der Welt weitergedacht haben. Viele Autoren nehmen es als gegeben hin, dass die Zwerge als Handwerker und Minenarbeiter in einer mittelalterlichen Welt statisch beschrieben werden. Plischke entwickelt dieses Szenario folgerichtig weiter. Seine Zwerge haben es durch ihre handwerklichen Fähigkeiten zu Reichtum und Macht gebracht. Die zunehmende Industrialisierung geht Hand in Hand mit um sich greifender Massenarbeitslosigkeit und der Aufspaltung der Gesellschaft in arme Arbeiter und reiche Unternehmer. Eine politisch wie wirtschaftlich dominierende Klasse hat sich herausgebildet, die mit allen legalen wie illegalen Mitteln ihre Position zu sichern sucht. Die Fortschritte in der Hygiene und der Medizin führen dazu, dass der Raum für die beständig anwachsende Zahl der Kurzbeine eng wird, und heizt die sozialen Konflikte mit dem schnell ausgemachten Sündenbock, den Immigranten weiter an. So entwickelt sich neben der vordergründigen Abenteuerhandlung zunehmend ein Geflecht eines politisch sehr realistisch anmutendem Hintergrunds.

In dieses glaubwürdig und detailreich ausgearbeitete Setting, das für sich alleine schon faszinierend wirkt, hat der Autor nun seine Handlung integriert. Der erfahrene Fantasy-Leser wartet aber vergebens auf den üblichen Helden, der auszieht, das Böse zu besiegen. Statt dessen berichtet uns Plischke von Einzelschicksalen – Menschen wie Zwergen, die weit davon entfernt sind, als Lichtgestalten das Geschehen zu bestimmen. Das sind Gestalten, die vom Schicksal gebeutelt werden, die fast schon hilflos getrieben werden, und sich ohnmächtig gegen das übermächtige System stemmen. Das ist in sich stimmig und bietet dem Leser ein facettenreiches Bild einer Kultur, wie sie so durchaus denkbar und wahrscheinlich wäre, und lebendiger Figuren, die überzeugend in diesem Bild agieren.

Ihre Meinung zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«

ESTRELLA zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«27.08.2009
Gleich zu Beginn geschieht ein Mord an einem Zwerg, den es aufzuklären gilt. Zunächst ist der menschliche Diener des Opfers der Hauptverdächtige, doch als sich diese Spur im Sande verläuft, sind die ermittelten Zwerge Bugeb und Garep ratlos. Und bald folgt ein neuer Mord, der das Weltbild der Zwerge in Frage stellt.

Der Einstieg fällt (Vor allem ungeübten Fantasy - Lesern) recht schwer. Die Städtenamen sowie die Namen der Zwerge sind sehr exotisch und gewöhnungsbedürftig.

Interessant ist vorallem das Zwerg-Mensch Verhältnis: Die Menschen sind die Diener der Zwerge. Mit den Menschen wird verachtend, vorurteilbeladen umgegangen. Man kann diesen Hass gegenüber den Menschen schon Rassismus nennen, besonders der Zwerg Bugeb ist sehr fanatisch.

Die aktuelle Lage der Zwerge wird sehr genau beschrieben, sie sind mitten in der Industriealisierung. Zwerge werden durch Maschinen ersetzt, Arbeitsplätze sind rar, viele Menschen stören das Leben und die Wahlen, deren Ausgang ungewiss ist, stehen kurz bevor.

Der Autor macht sich eine sehr bildhafte Sprache zu Nutzen, dadurch wird den Charakteren Leben eingehaucht. Sowohl die Zwerge als auch die Menschen sind detailreich beschrieben. Die Spannung steigt kontinuierlich und die Neugier über die Motive des Täters beherrschen den Leser bis zum Ende des Buches. Die neue Idee, die Zwerge als herrschende Rasse über die minderwertigen Menschen darzustellen, gibt diesem Buch einen besonderen Reiz und die Kritik, die hier geübt wird, kann problemlos auf unsere heutige Gesellschaftssituation übertragen werden.

EIn Buch, das auch neben der Krimihandlung einiges zu bieten hat und Lust auf den zweiten Teil macht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
villawiebke zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«18.03.2009
Wer glaubt, dass Zwerge kleine friedfertige Wesen sind, die in Gärten herumlungern und die Sommersonne genießen, der hat sich gründlich getäuscht. Den Gegenbeweis tritt Thomas Plischke in seinem Buch „Die Zwerge von Amboss“ an. In seinem Roman wird gnadenlos gemordet, geschmuggelt und gedealt, was das Zeug hält. Versuche an Menschen und Halblingen werden durchgeführt, um sie später als Waffen zu benutzen und all das im Sinne der Wissenschaft und für das Wohl des Zwergenlandes.

Sie leben in ihrer eigenen Welt, die Zwerge. Als Sucher, Rufer, Leiböffner oder Wächter verdingen sie sich in ihrem Reich. Ihre fünf ewigen Tugenden: Fleiß, Treue, Mut, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit bilden hochrangige Maßstäbe, die sie nur zu gerne selbst verletzten. Doch seit Kurzem passieren Dinge in ihrem Land, durch die sich die liebeswerten aber manchmal auch recht bösartigen Wesen in ihrer Existenz bedroht fühlen.

Es beginnt mit einem Mord. Der verdienstvolle Komponist Namuel Trotz liegt dahingestreckt in seinem Blut, mit einer Silberflöte im Rücken. Sucher Garep Schmied nimmt zusammen mit seinem Gehilfen Bugeg die Suche nach dem Täter auf. Aber es bleibt nicht bei dem einen Mord. Im Verlaufe des Geschehens fallen weitere Zwerge mysteriösen Anschlägen zum Opfer. Angst und Misstrauen machen sich unter der Bevölkerung breit und immer wieder waren es Menschen, durch deren Hand angesehene Vertreter des Zwergenlandes das Zeitliche segneten. So wird es jedenfalls dem einfachen Zwerg auf der Straße von der Bundessicherheit suggeriert. Aber kann man diesen Aussagen Glauben schenken?

Während seiner Ermittlungen verwickelt sich der Sucher Garep Schmied immer mehr in Widersprüche. Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse kommen in ihm auf und genau an dem Punkt, als er versucht ihnen auf den Grund zu gehen, wird auch er zum Gejagten. Hübsch verpackt in die mystische Welt eines Zwergenlandes prangert Thomas Plischke in seinem Buch vorhandene gesellschaftliche Missstände an. Korruption, Wahlbetrug, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, alles hochgradig aktuelle Themen, die uns als Leser hinlänglich bekannt sind. Und genau da kommt ihm unweigerlich der Gedanke auf, dass die Parallelen zu unserer Gesellschaft vom Autor gezielt gewählt wurden.

Ein Manko hat das Buch allerdings, den jeder Erstleser zunächst überwinden muss. Zwergische Bezeichnungen, Begriffe und Redewendungen müssen gedeutet und verstanden werden. Geschichtliche Ereignisse werden erst im Verlaufe der Geschichte erklärt und führen zunächst zu Verwirrungen. Aber der Leser, der es geschafft hat, sich in die Welt der Zwerge einzulesen, findet eine äußerst spannende und sehr anschaulich geschilderte mystische Kriminalkomödie vor, von der er nicht enttäuscht sein wird.
Weeth zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«13.02.2009
Spannung, Fantasy und Humor

Ein Mord ist geschehen: Ein Komponist wurde mit seiner Flöte erstochen. Die beiden Ermittler Garep (der noch immer den Tod seiner Frau nicht verkaftet hat) und Bugeg (der sich nur von seinen Vorurteilen leiten lässt) nehmen die Ermittlungen auf.
Was wie ein normaler Krimi klingt ist weitaus mehr, denn der Mord ist im Reich der Zwerge geschehen und auch Garep und Bugeg sind zwei bärtige Gesellen. Doch das Buch hat noch viel mehr zu bieten, denn auch der blutrünstige Wissenschaftler, der über Leichen geht, fehlt in diesem Buch nicht. Er stellt grausame Experimente an, um aus Halblingen, übersinnliche begabte Kommissare zu machen, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, um die Wiederwahl des Obersten Vorarbeiters zu sichern.

Mir hat das Buch gut gefallen, die Sprache ist leicht und locker und die Idee einfach super. Das ist wirklich mal was Neues und hat mich vollkommen überzeugt.
Es gibt viele Ähnlichkeiten mit der uns bekannten Welt, auch hier werden die Arbeitskräfte immer mehr durch Maschine ersetzt und die Verarmung einiger Gebiete wird immer schlimmer. Aber eben auch viele Unterschiede, die es einfach spannend machen das Buch zu lesen.
Ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Helene zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«29.12.2008
Der Einstieg fällt (Vor allem ungeübten FantasyLesern) recht schwer. Die Städtenamen sowie die Namen der Zwerge sind sehr exotisch und gewöhnungsbedürftig.

Interessant ist auch das Zwerg-Mensch Verhältnis: Die Menschen sind die Diener der Zwerge. Mit den Menschen wird verachtend, vorurteilbeladen umgegangen. Man kann diesen Hass gegenüber den Menschen schon Rassismus nennen, besonders Bugeb ist sehr fanatisch.

Gleich zu Beginn geschieht ein Mord an einem Zwerg, den es aufzuklären gilt. Haupverdächtiger ist der natürlich der menschliche Diener des Ermordeten. Doch als sich diese Spur im Sand verläuft sind die Zwerge ratlos.

Die aktuelle Lage der Zwerge wird sehr genau beschrieben, sie sind mitten in der Industriealisierung, Zwere werden durch Maschinen ersetzt, Arbeitsplätze sind rar, viele Menschen stören das Leben und die Wahlen, deren Ausgang ungewiss ist stehen kurz bevor.

Der Autor macht sich eine sehr bildhafte Sprache zun nutzen, durch die man sofort in die Fantaswelt abtaucht und dort bis zur letzten Seite verweilt. Unter den vielen vorangegangenen ( entäuschenden) Fantasy-Neuerscheinungen wirklich die Nummer Eins!
Infinity zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«17.12.2008
Das Rätsel des Glaubens liegt im Leugnen des Wissens

Buchinhalt

Im Dampfland, dem Reich der Zwerge, genauer gesagt in Amboss, der größten Stadt des Zwergenbundes, geschieht ein grausamer Mord.
Es ist bereits der dritte Mord in Folge mit ähnlich skurrilem Tathergang!

Der berühmte Komponist Namul Trotz, bekannt nicht zuletzt durch diverse Musikstücke für den Rat der Stadt Amboss, Loblieder und Vertonungen für Bestattungen, Hochzeiten, Manufaktureinweihungen und sogar des Eids der Sucherschaft, fand durch eine Silberflöte, die seines menschlichen Haushälters, in seinem Rücken den Tod.
Kommissar Garep Schmied und sein Gehilfe Bugeg Gerber nehmen den Fall genauer unter die Lupe.

Garep Schmied, pfiffig und erfahren, teilt hierbei nicht die gleiche Sichtweise wie Bugeg Gerber, der zwar stets um die Erfüllung der Erwartungen seines Mentors bemüht, dennoch stark von Vorurteilen gegenüber Menschen geprägt scheint.

Auffällig ist, dass Trotz den bei ihm lebenden Menschen nicht nur, wie im Zwergenbund üblich, als Diener beschäftigt hat.
Handelt es sich eventuell um ein Verbrechen aus Leidenschaft oder geht diesem Mord eine abgekartete Planung mit politischem Hintergrund voraus?
Ein Fememord oder steckt vielleicht doch noch sehr viel mehr dahinter?

In welchem Zusammenhang stehen die Vorfälle der zwergischen Nation mit dem menschlichen Söldner und Bestienjäger Irisanjo von Wolfenfurt, kurz Siris, aus den Zerrissenen Reichen, der sich nach einem Zwischenfall aufmacht, seine Schwester Sira im Zwergenbund aufzuspüren und den Vorgängen in einer zweifelhaften Heilanstalt, in der fragwürdige Experimente an Menschen und Halblingen vorgenommen werden?

Welche Folgen hat die Zwietracht zwischen Zwergen, Halblingen und Menschen?

Meine Meinung

Nach der Leseprobe und der Inhaltsbeschreibung hatte ich mich auf einen Kriminalroman eingestellt, der nach Katzen, Hunden, Schafen und Stofftieren nun auch die Zwerge bedenkt. Doch weit gefehlt!

Glaubt man anfänglich noch, es hierbei mit einem mehr oder weniger normalen Verbrechen zu tun zu haben, wird man doch schnell eines Besseren belehrt.
Der Mordfall zu Beginn des Buchs ist nur ein winziges Puzzleteil eines Großen Ganzen, das viel weitere Kreise zieht, als der Leser zunächst annehmen sollte.
Wider Erwarten landet man über kurz oder lang in einem Sumpf aus politischen Intrigen, Korruption und Machtgebahren.

Dieser Roman reicht über die bekannten Ansätze in der Fantasy-Literatur, insbesondere die Zwergenschaft, weit hinaus.

Thomas Plischke überrascht in ‚Die Zwerge von Amboss – Die Zerrissenen Reiche 1’, dem Auftakt einer neuen Serie im Piper Verlag, mit einer Sammlung zahlreicher Elemente aus aktuellem und vergangenem Weltgeschehen, verbindet dabei gekonnt Krimi / Thriller mit Fantasy / Paranormalem und einer Prise Sozialkritik.
Das Ergebnis ist eine anspruchvolle Lektüre, die der Menschheit einen Spiegel vor Augen hält, der Parallelen zur Realität unumwunden zur Schau stellt.

Das Buch ist neben Prolog und Epilog in 33 Kapitel gegliedert, die insgesamt zwei große Teile, ‚Amboss’ und ‚Hammer’ bilden.
Von Kapitel zu Kapitel wechseln die Szenarien und damit die Perspektive zwischen den Figuren.
Dem Leser werden auf diese Weise parallele Handlungsstränge geboten, die im ersten Teil des Buchs auf jeden Fall Neugier wecken, wie wohl hier ein Zusammenhang bestehen könnte.
Gegen Ende von ‚Amboss’ wird ein Großteil der Personen aufeinander treffen. Jedoch nur, um mit Beginn von ‚Hammer’ wieder getrennter Wege bestimmten Zielen nachzugehen.
Eine Methode, die mir gut gefallen hat, verhindert sie doch Längen oder aufkommende Langeweile durch die damit einhergehende Abwechslung für den Leser.

Im Gegensatz zur üblichen Literatur Zwerge betreffend, sind in Plischkes Roman die Zwerge, nicht die Menschen, tonangebend im Hinblick auf Technik, Medizin, Architektur und Infrastruktur.

Doch zukunftsträchtige Entwicklungen haben bekanntlich auch Nachteile.
Probleme wie Arbeitslosigkeit, zunehmende Bevölkerungsdichte und Korruption konfrontieren die Zwerge mit der Realität.
Sollten doch alle gleich sein, wächst vielmehr die Kluft zwischen arm und reich.
Intrigen und Wetteifern um Macht und Wohlstand bestimmen Politik und Wirtschaft. So herrscht beispielsweise ein äußerst empfindliches Gleichgewicht zwischen den Freien Arbeiterbunden und der Sucherschaft. Vergehen werden geduldet, solange diese an sich untersagten Geschäfte das Gemeinwohl nicht in Gefahr bringen. Stillschweigende Übereinkünfte zwischen den beteiligten Parteien sind üblicher Brauch.
Kultur- und Glaubensunterschiede schüren Vorurteile bis hin zu Intoleranz und Diskriminierung.
Der nicht abreißende Strom von menschlichen Flüchtlingen aus den Zerrissenen Reichen sorgt für Unmut unter den Zwergen, aber auch die Zwerge untereinander sind sich längst nicht alle wohl gesonnen.
Insbesondere an dem einst von Vertrauen und Respekt geprägten Verhältnis zwischen Garep Schmied und Bugeg Gerber wird deutlich, wie konsequent und rasant Macht (hier) einen Zwerg verändert, wenn sie zu Kopfe steigt, und aus vermeintlichen Freunden plötzlich erbitterte Feinde werden. Ganz wie im wahren Leben. Leider.

Plischke entfaltet eine genau durchdachte Welt, in der scheinbar nichts wirklich dem Zufall überlassen ist. Einerseits spricht ein bis zuletzt ausgearbeitetes Konzept für den Ehrgeiz, die Disziplin und die Mühe des Autors, andererseits fehlt möglicherweise Raum für Spontaneität. Will heißen, der Leser bekommt eine bis ins Detail gefertigte Schablone, die kaum Platz für das Spiel der eigenen Phantasie bietet.

Dem Einführungsband einer Serie halte ich jedoch stets zugute, dass er, um die Neugier der Leser zu wecken und erhalten, eine möglichst breit gefächerte Kostprobe dessen bieten sollte, was die Spannbreite an Möglichem und Machbaren der gesamten Serie ausmacht.

Gefreut hat mich das Kapitel, in dem sowohl Garep Schmied als auch Arisascha von Wolfenfurt in Erinnerungen an Vergangenes schwelgen. Diese kleine Sequenz erfüllt die beiden Figuren mit Leben.
Solche emotionalen Elemente hätte ich mir öfter, auch für andere Charaktere gewünscht, um ihnen mehr Tiefe zu verleihen.

Hinweise auf Reaktionen der Menschen auf Erfindungen der Zwerge, wie Dampfschiffe oder Züge, samt ihren genauesten Beschreibungen waren lustige Nebeneffekte, wo man es doch eher anders herum erwarten würde.

Das Cover des Buchs hat nicht zwingend mit den Zwergen des Dampflands zu tun, dennoch eine nette Idee, eine exakte Abbildung eines Teils der Waffe jedem Kapitel voranzustellen und die beiden Teile des Romans auf eben diesem Titelhintergrund, statt auf langweilig leerer Seite, anzukündigen.
Die Weltkarte als Überblickshilfe am Anfang des Buchs ist ebenfalls lobend zu erwähnen.

‚Die Zwerge von Amboss’ lässt selbstredend einige Fragen für den Fortsetzungsband offen, ergibt insgesamt dennoch einen zufrieden stellenden Einstieg in die Serie um die Zerrissenen Reiche.

Ich bin gespannt wie es mit Himek Steinbrecher und dem Geist der Patientin 23, Ulaha, und natürlich Arisascha von Wolfenfurt und Garep Schmied weitergeht.
Wird es schließlich zum provozierten Krieg zwischen den Völkern kommen?

Fazit

Plischkes angenehmer Schreibstil in Verbindung mit der lockeren Situationskomik in vielen Dialogen bietet ein unterhaltsames, teils inhaltlich innovatives Lesevergnügen.

Unbedingt auch einen Klick wert: www.im-plischke.de/plischke/uebermich.php
sassenach zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«12.12.2008
Als erstes fiel mir bei „Zwerge von Amboss“ das liebevoll gestaltete Cover auf, das es so wohltuend aus der Masse der düsteren Fantasybücher abhebt. Dann auf den ersten Seiten die schöne Karte der fiktiven Welt der „Zerrissenen Reiche“.
Diese Welt ist sehr gut durchdacht und überzeugend umgesetzt. Die zwergischen Ermittler Garep und Bugeg stehen für zwei verschiedene Einstellungen unter den Bewohnern des Staates Amboss. Der etwas ältere Garep ist eher aufgeschlossen und gewissenhaft. Für seinen jüngeren Assistent Bugeg hingegen steht schnell fest, dass der Täter der menschliche Haushälter des ermordeten Zwergs gewesen sein muss und er lehnt weitere Ermittlungen ab. In Amboss werden die Folgen einer raschen Industrialisierung deutlich. Die Infrastruktur und der Lebensstandard wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert, jetzt drohen Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit – und das in einem Wahljahr. Natürlich möchte der Oberste Vorarbeiter wiedergewählt werden. Eines der Wahlkampfthemen sind die menschlichen Gastarbeiter, die so naiv sind noch eine Religion zu haben und als rückständig und gefährlich gelten. Da kommt dieser vermeintliche menschliche Mörder fast wie gerufen…
Die Parallelen zu unserer Erde sind deutlich und oft so ironisch gestaltet, dass ich immer wieder beim Lesen schmunzeln musste. Auch die sehr liebevoll ausgearbeitete Sprache der Zwerge gefällt mir sehr gut. So werden z.B. kleine Zwerge „Kiesel“ genannt und auch die Sprichwörter und Schimpfworte sind optimal auf die Sprache eines Volkes abgestimmt, das jahrhundertelang umgeben von Gestein unter der Erde lebte. (Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.) Amboss und die Figuren werden so plastisch beschrieben, dass ich sie in ihrer jeweiligen Umgebung vor mir sehen konnte, ohne dass die Autoren sich in epischen Landschaftsbeschreibungen verloren.
Ein bemerkenswerter Erstling von einem Autorenteam, das offensichtlich viel Spaß bei der Arbeit hatte. Das sieht man auch an der Webseite, auf der noch viele Hintergrundinfos zu finden sind.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band und wünsche mir viele Lesungen im nächsten Jahr, eine davon vielleicht in meiner Gegend oder auf der Buchmesse in Leipzig.
Michael Schenk zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«11.12.2008
Schon wieder Zwerge! Fällt den Autoren denn überhaupt nichts Neues ein?
Tut es.
Mit den „Zwergen von Amboss“ haben Thomas Plischke und sein Co-Autor Ole Johan Christiansen eine ungewöhnliche Seite der Zwerge aufgeschlagen. Mit dem Eintritt ins Industriezeitalter lernen die kleinen Herrschaften dabei auch die Schattenseiten einer „modernen“ Gesellschaft kennen. Ich will hier nicht auf Inhalte eingehen, da dies bereits durch andere Leserinnen und Leser erfolgte, doch kann ich mich den Empfehlungen nur anschließen. Wer eine phantasievolle Mischung aus Fantasy, Krimi und Politthriller zu schätzen weiß, liegt in der Stadt Amboss und den zerrissenen (Menschen-) Reichen vollkommen richtig. Das Autorengespann hatte sichtlich Spaß daran, uns ein Zwergenvolk aufzuzeigen, dessen fiktive Geschichte fatale Ähnlichkeiten mit unserer eigenen, oft verhängnisvollen, Vergangenheit aufweist. Band 1 ist der spannende und hoffnungsvolle Auftakt einer Reihe, die uns vordergründig unterhält und dabei jenen den Spiegel vorhält, welche die Dinge des Lebens vielleicht zu wenig hinterfragen.
Michael H. Schenk
Elchi130 zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«12.11.2008
Ich finde, dieses Buch sollte man unbedingt lesen. Es ist ein guter, spannender und vielschichtiger Roman. Der Erzählstil führt den Leser direkt in die unterschiedlichen Geschichten und nimmt einen schnell gefangen, sodass jede Lesepause eine Qual ist. Das Buch befasst sich in der Welt der Zwerge mit sehr aktuellen Themen. Da gibt es die Angst vor Überfremdung durch die Menschen, was ich sehr geschickt gewählt finde. Eine Identifikation des Lesers mit dem Menschen ist sehr wahrscheinlich und er bekommt die Vorurteile gegen Fremde aus der Perspektive des Opfers vorgeführt. Die Reichen werden in diesem Buch immer reicher, die Armen immer ärmer - und ein Sündenbock ist auch schnell ausgemacht - der Mensch. Doch auch ein Teil der Menschen hat eigene Motive, die nicht ganz durchschaubar sind. Und vielleicht sind die Menschen ja nicht so unschuldig, wie es oft den Anschein hat... Der Autor führt am Beispiel eines Zwergermittlers vor, wie schnell Macht korrumpieren kann. Und er zeigt auch, gut nachvollziehbar, die Ränkespiele in der Politik. Das alles ist eingepackt in eine spannende Geschichte um Morde, Verfolgungsjagden und eine Heilanstalt, in der nicht geheilt wird... Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, sodass die Identifikation mit den Helden ebenso leicht möglich ist wie die Abscheu vor den Verfolgern, Ränkeschmieden und Erfüllungsgehilfen der Mächtigen. Ich habe dieses Buch nie als oberflächlich empfunden. Selbst in den kleinsten Nebensträngen steckt ganz viel Leben. Tolles Buch! Weiter so! Jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass der nächste Teil nicht zu lange auf sich warten lässt...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
anushka zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«05.11.2008
"Die Zwerge von Amboss" ist der Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe. In dieser Welt herrschen die Zwerge und die Welt der Menschen ist von Krieg zerrissen. Sehr gefallen hat mir dabei, dass der Autor eine Karte der tatsächlichen Welt verwendet und nicht eine gänzlich neue Welt erfunden hat. Der Zwergenbund ist ein Arbeiterstaat mit vielen Motiven der Gleichverteilung und doch zeigen sich Tendenzen individueller Bestrebungen. Diese politischen Hintergründe des Buches fand ich sehr interessant. Allerdings gefiel mir die Leseprobe (das 1. Kapitel) besser, als das Buch letztendlich selbst. Das erste Kapitel macht neugierig auf eine alternative Welt. Allerdings zeigen sich bald große Ähnlichkeiten zur tatsächlichen Welt der Menschen und der Unterschied besteht nur darin, dass in dieser fitkiven Welt alle Menschen ein wenig minderbemittelt oder auch zivilisationstechnisch zurückgeblieben scheinen und alle Erfindungen von Zwergen gemacht wurden.
Der Zwergenbund befindet sich in der Phase der Industrialisierung und muss sich mit altbekannten Problemen herumplagen: Arbeitslosigkeit durch zunehmende Technisierung, Überbevölkerung, Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen, Expansions- und Eroberungsgedanken, Feindseligkeit gegenüber Fremden. All dies ist seltsam vertraut, genauso wie die von den Zwergen gemachten Erfindungen: Züge als schnellere Fortbewegungsmittel, beheizte Wohnräume, Gewehre mit Trommeln, sodass nicht nach jedem einzelnen Schuss nachgeladen werden muss. Ich fand es sehr irritierend, dass in diesem Buch einfach menschliche Erfindungen den Zwergen zugeschrieben wurden, ohne sich Neues auszudenken. Aber gleichzeitig wurden die fremdartigen und oft komplexen Gebräuche und Ansichten der Zwerge so detailliert beschrieben, dass ich als Leser zeitweise das Gefühl der Reizüberflutung hatte.
Zudem fand ich unrealistisch, dass unter anderen Bedingungen die Entwicklung der Zwerge sowie ihre Erfindungen genau den gleichen Verlauf nehmen wie in der dem Leser bekannten Welt. Das mag eine tiefgründigere Botschaft sein: dass sich gewisse Ereignisse und Ansichten auch durch unterschiedliche Systeme nicht unterdrücken lassen. Ich fand das jedoch sehr unglaubwürdig, dass sich Entwicklungen unter derart unterschiedlichen Gegebenheiten so gleichen sollten.
Ich hatte schon zu Anfang Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden und konnte auch zu den Charakteren kaum eine Beziehung aufbauen, weil ich das Buch zu überladen fand und es mir sehr viel Konzentration abforderte. Bei diesem Buch jedenfalls hat mich die Leseprobe etwas fehlgeleitet und ich mußte mir eingestehen, dass diese Art von Fantasy nicht nach meinem Geschmack ist. Daher werde ich die Folgebände nicht lesen.
Auglia zu »Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss«04.11.2008
Inhalt:


Eine mysteriöse Serie von Anschlägen auf namhafte Zwerge erschüttert die Industriestadt Amboss. Der Ermittler Garep Schmied versucht den Vorgängen auf den Grund zu gehen und stößt dabei auf eine Verschwörung, die sich Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit zunutze macht, um einen schrecklichen Krieg anzuzetteln.
Zur gleichen Zeit sucht einen Kontinent entfernt ein menschlicher Bestienjäger aus den von religiösen Konflikten zerrütteten Ländern der Menschen nach seiner verschwundenen Schwester – eine Reise, die ihn schließlich in die Heimat der Zwerge führen und ebenfalls zum Ziel der Verschwörer machen wird.



Über den Autor:


Thomas Plischke, 1975 in Ludwigshafen am Rhein geboren, absolvierte in Mannheim eine Ausbildung zum Verlagskaufmann. Danach studierte er Amerikanistik, Anglistik und Medienkultur in Hamburg. Dort ist er nun als Dozent tätig und arbeitet außerdem als Übersetzer, Lektor und Autor. Er hat bereits mehrere Rollenspiel-Romane veröffentlicht. Thomas Plischke lebt in Hamburg.


Meine Meinung:


Das Cover, das einen Zwerg abbildet, gefällt mir recht gut, man kann sich gleich vorstellen wie ein Zwerg aussieht und muss nicht in der eigenen Fantasie rumkramen. Aber ob ich mir das Buch in einem Buchladen gekauft hätte, weiß ich nicht.
Der Titel "Die Zwerge von Amboss. Die zerrissenen Reiche 1" passt gut zum Buch. Er spiegelt den Inhalt wider, d. h. es geht kurzumrissen um die Zwerge, die in Amboss leben. Der Untertitel "Die zerrissenen Reiche 1" passt ebenfalls, da die verschiedenen Reiche wohl miteinander nicht klarkommen und sprichwörtlich zerissen sind.
Ich kann leider nicht viel Positives über "Die Zwerge von Amboss" schreiben, da ich das Buch nach guten 150 Seiten abgebrochen habe. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich in meiner ganzen "Laufbahn als Leseratte" bisher nur 2 Bücher abgebrochen habe, d. h. ich versuche mich wirklich durchzukämpfen. Doch hier ist der Versuch misslungen und ich habe aufgegeben. Das wäre dann leider das 3. Buch, das ich abbreche.
Warum ich das Buch abgebrochen habe: Ich habe am Freitag mit dem Lesen begonnen, in einer Freistunde und habe gerade mal 34 Seiten geschafft. Am Samstag und Sonntag habe ich gar nicht an dem Buch gelesen, weil ich nicht das Gefühl verspürte, wissen zu wollen wie es weitergeht. Ich habe mich sehr schwer getan in das Buch reinzufinden. Ich muss zugeben, dass ich zwar gerne Fantasy lese, aber um Zwerge habe ich bisher immer einen großen Bogen gemacht. Anscheinend mit Recht. Die parallelen Handlungsstränge, die mich in den meisten Bücher nicht stören, ganz im Gegenteil, haben mich bei diesem Buch sehr verwirrt. Ich habe andauernd die ganzen Personen durcheinandergemischt und wusste nicht, wieso gerade das und das passierte. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor zu viel in das Buch packen wollte, die verschiedenen Handlungsstränge, die verschiedenen Wesen, die Fantasyelemente, die Krimi-Elemente, Verschwörungstheorien etc. Für mich war es zu viel des Guten.
Es kann natürlich auch sein, dass ich gerade nicht den richtigen Zeitpunkt für das Buch erwischt habe, denn die Leseprobe von Vorablesen.de hat mir wirklich supergefallen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und sofort weiterlesen. Aber das Buch konnte mich dann letzlich doch nicht in seinen Bann ziehen. Ich werde es jetzt erstmal in mein Bücherregal stellen und vermutlich zu einem anderen Zeitpunkt nochmals lesen, denn es ist ja nicht so, dass mir das ganze Buch nicht gefallen hat, die Idee dahinter fand ich sehr interessant.

Fazit: In Zukunft werde ich wohl weiterhin einen großen Bogen um Zwerge machen...

Ich vergebe 2 von 10 Punkten.

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