Nebra von Thomas Thiemeyer

Buchvorstellungund Rezension

Nebra von Thomas Thiemeyer

Originalausgabe erschienen 2009, 496 Seiten.ISBN 3-426-66290-6.

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In Kürze:

Rund um den Brocken im Harz bereiten sich Hotels und Gemeinden auf den Touristenrummel zu Walpurgis vor. Auch die Archäologin Hannah Peters ist dort unterwegs; sie soll im Auftrag des Landesmuseums die geheimnisumwitterte Himmelsscheibe von Nebra erforschen, einen sensationellen bronzezeitlichen Fund aus der Gegend – und kommt keinen Schritt weiter. Was sie nicht wissen kann: Die Scheibe ist das Objekt der Begierde eines dunklen Kultes, der in den Höhlen des Harzgebirges seit langem darauf lauert, einen alles vernichtenden Ritus zu zelebrieren. Als Hannah einen Mann kennenlernt, der das Gebirge wie seine Westentasche zu kennen scheint, kommt endlich Bewegung in ihre Forschungen. Doch dann ist die Scheibe plötzlich verschwunden. Unwiderruflich wird Hannah hineingezogen in die Machenschaften jener uralten Sekte, und schon bald kündigen seltsame Himmelserscheinungen eine Walpurgisnacht an, die nie wieder enden wird …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Himmel ist eine Scheibe...“73

Mystery-Rezension von Tom Orgel

...oder hat zumindest eine. Eine Himmelsscheibe nämlich. Genau genommen die 1999 in Sachsen-Anhalt gefundene Himmelsscheibe von Nebra, die Titelgeberin und zentrales Artefakt des neuesten Mystery-Thrillers von Thomas Thiemeyer ist.

In seinem nach 'Medusa', 'Reptilia’ und 'Magma’ vierten Roman kehrt Thiemeyer zur Protagonistin seines Erstlings, der Archäologin Hannah Peters zurück. Hannah ist mittlerweile wieder in Deutschland und mit den Untersuchungen zu einem der wichtigsten archäologischen Fundstücke des letzten Jahrhunderts betraut. Eben der oben genannten Himmelsscheibe, die sie vor mehr Rätsel stellt, als ihr lieb ist, besonders, da sie seitens des Museums unter Erfolgsdruck gesetzt wird. Erst ihr alter Weggefährte und vormaliger Geliebter, der Abenteurer John Evans, setzt sie auf die richtige Spur. Die in ein Geheimnis führt, das so ungeheuerlich ist, dass Hannah nicht nur fürchten muss, ihren Job zu verlieren, sondern gleich auch noch Herz, Verstand und Leben. Denn sie ist nicht die einzige, die dem Geheimnis der Scheibe auf der Spur ist. Mitten im Harz, auf dem Brocken, regt sich ein Gegner, der seit Jahrtausenden auf die Scheibe wartet. Und im Schatten der nahenden Walpurgisnacht lassen seltsame Lichterscheinungen, Wolfswesen und die ersten Morde nicht lange auf sich warten.

„Ich denke doch, das war recht klug gemacht: Zum Brocken wandeln wir in der Walpurgisnacht.“

Einen für das Genre ungewöhnlichen Handlungsort hat sich Thomas Thiemeyer tatsächlich herausgesucht. Zumindest auf den ersten Blick. Denn genau betrachtet, ist der Brocken eines der mythischen Zentren Europas und damit natürlich wie geschaffen für einen Mystery-Thriller. Nicht nur, dass die Himmelsscheibe ganz in der Nähe gefunden wurde – die Gegend gehört zu den Regionen mit den ältesten Siedlungsspuren Mitteleuropas, ist von Alters her spiritueller und kommerzieller Kreuzungspunkt zwischen Nord-, West-, Ost- und Südeuropa, weist die größte Dichte von Mythen, Sagen und Schauergeschichten auf und findet sich in den Werken einiger der größten Schriftsteller der Literaturgeschichte wieder. Von denen bislang Goethes Faust sicherlich das Wichtigste ist.

Und eine Faust’sche Teufelei ist es auch, die Thiemeyer dem Brocken in seinem Roman buchstäblich ins schwarze Herz pflanzt. Dabei langt er, wie es so seine Art ist, richtig in die vollen. Mit den üblichen, nackt auf dem Harzgipfel tanzenden Hexen gibt er sich nicht ab. Stattdessen werden uralte, schamanische Traditionen ausgegraben und munter mit babylonischen Mythen und indianischen Legenden vermixt, mit einem ordentlichen Schuss christlicher Teufelssymbolik und solide recherchierter Wissenschaft vermischt und auf letztendlich gar nicht so kleiner Flamme ordentlich verkocht. Dass dabei einige Handvoll der üblichen Thriller-Klischees ihren Weg in den Topf gefunden haben, war vermutlich unvermeidlich, macht aber aus dem Ergebnis trotz allem keinen Einheitsbrei. Und auch ein ungenießbares Hexengebräu bekommt der Leser hier nicht serviert, sondern ein durchaus nahrhaftes Süppchen. Letztendlich jedoch (und damit wird hoffentlich die letzte Küchenanalogie bemüht) auch nicht gerade ein Vier-Sterne-Menu.

Neuer Mix aus bewährtem Rezept

Denn allzu viele der Bestandteile sind dem Freund des Genres bekannt. Sehen wir vom mysteriösen, dunklen Fremden ab, in den man sich als Protagonistin fast zwangsläufig verlieben muss und ignorieren wir die allzu bekannte Schablonen-Figur des smarten Abenteurer-Archäologen John. Dann bleiben dennoch die „Skinwalker“, die als Pilz-gedopte Tierwesen direkt aus Douglas Preston und Lincoln Childs „Thunderhead“ zu entlaufen scheinen. Es bleibt der Vorzeige-Kult aus örtlichen Normalbürgern aus Preston/Childs „Reliquary“, die zu sammelnden Artefakte, die Jack West schon in Matthew Reillys „Six Sacred Stones“ sucht, um den Untergang der Welt zu verhindern (und vor diesem Indy, um die Göttin Kali nicht in diese Welt zu lassen). Ganz zu schweigen vom exzentrischen Milliardär und Sammler Norman Stromberg, der ziemlich eng mit einem gewissen Palmer Lloyd aus Preston/Childs „The Ice Limit“ verwandt sein muss (der es übrigens auch schon mit einer Erdbeben-auslösenden Kugel aus dem All zu tun hatte).

Das bedeutet nicht, dass Thomas Thiemeyers Buch schlecht ist! Absolut nicht! Aber an einigen Stellen merkt man ihm doch an, dass er die Arbeiten der Genre-Größen sehr genau studiert hat – und bewundert. Und das nimmt ihm ein wenig die Originalität, die seine Arbeit haben könnte und lässt ihn im Schatten stehen. Wobei es durchaus schlechtere Schatten gibt, in denen er stehen könnte. Aber eigentlich hat er es doch gar nicht nötig.

Hoch ist ihm zum Beispiel anzurechnen, dass er es tatsächlich geschafft hat, in einem Buch über Mystik, Kult und Archäologie in der Mitte Deutschlands das allgegenwärtige Nazi-Klischee absolut vollständig außen vor zu lassen und genauso wenig in die lauernde Kelten- und Germanenfalle zu tappen.

Und man muss ihm zugute halten, dass er unter all den männlichen Archäologen-Helden endlich einmal eine starke und smarte Frau etablieren konnte, die (abgesehen von Preston/Childs Nora Kelly aus „Thunderhead“) nicht letztendlich doch nur zum gut aussehenden Accessoire eines männlichen Helden degradiert wird. Im Gegenteil: Hannah rettet den Tag UND ihren Ex-Freund, der ohne sie ziemlich alt ausgesehen hätte.

Dazu kommt sicherlich auch, dass Thomas Thimeyer ordentlich und intensiv recherchiert und sich kaum inhaltliche und wissenschaftliche Ausrutscher erlaubt, selbst wenn er in Bereiche eintaucht, die auch unter Forschern erregte Streitgespräche auslösen können. Was ebenfalls nicht unbedingt üblich in einem Genre ist, in dem viele Autoren das Wort „Mystery“ als Freibrief dafür zu sehen scheinen, auch in gesicherten, wissenschaftlichen Bereichen munter drauf los fabulieren zu dürfen.

Allein diese Umstände machen das Buch schon erfrischend anders und wiegen es auf, dass er sich doch über weite Strecken ein wenig zu sehr an bewährte Rezepte hält.

Von Schülern und Hexenmeistern

Insgesamt ist 'Nebra’ ein durchaus gelungener Thriller, der sich schnell mal eben so weg lesen lässt. Und tatsächlich der beste Thiemeyer bislang. Ein Roman, der sich durchaus mit Frank Schätzings „Der Schwarm“ vergleichen lassen und messen kann (und der diesen Vergleich nicht einmal verlieren muss, zieht man Schätzings allzu Hollywood-mäßiges Pathos in Betracht). Und der damit den internationalen Vergleich keineswegs scheuen muss. Die letzten Clive Cussler-Romane toppt er jedenfalls mit Leichtigkeit. Aber wenn Herr Thiemeyer Michael Crichton und das Autorenduo Preston/Child schon als Vorbilder aufführt, dann muss er sich auch diesem direkten Vergleich stellen. Und hier hat er noch immer seine Meister gefunden. Auch wenn der Schüler aus Deutschland aufholt. Nichts desto trotz durchaus empfehlenswert und wieder einmal ein Roman, der Lust auf mehr macht.

Ihre Meinung zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«

zwergfrosch zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«15.03.2010
Ich hatte die Hörbuchversion und bin nur mässig begeistert. Die Stimme von Frau Pigulla ist ohne Frage super und ich mag sie auch sehr von anderen HBs, aber bitte noch mal die Aussprache von Wernigerode üben, da war was falsch!
Und die Story an sich (gut es ist ein Fantasy-Dämonen- Buch, das nicht unbegdingt nach Realitäten schreien muss) ist auch in ihrem Umfeld über weite Teile fragwürdig. Der Prolog ist zu DDR-Zeiten angesiedelt...eine Sekte strolcht dort ungesehen durch die Wälder, Jugendliche verschwinden und tauchen schwer traumatisiert wieder auf, es im Anschluß daran in der Presse......aber hallo...ein bisschen mehr DDR-Recherche hätte es vielleicht glaubwürdiger rübergebracht...der Brocken war zum Teil Sperrgebiet und auch die Ortschaften davor wurden mit Sicherheit nett im Auge behalten und ein derartiger Vorfall hätte auch nicht den Weg in die Presse gefunden......Vielleicht hätte Herr Thiemeyer sein Buch einfach ein wenig später anfangen lassen sollen? Alles was an mystischen Wesen und Riten aus allen Himmelsrichtungen zu finden war, wird dann zu einer dunklen Religion zusammengewebt, damit man nichts falsch machen kann und keinem Kult auf die Füße tritt und mal was anderes hat als nur Runen, Schamanen oder nur Ägypten??? Nein, mein Fazit für mich lautet, keine weiteren Thiemeyer-Bücher.
Netha zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«20.12.2009
Nebra“ war mein viertes Buch von Thomas Thiemeyer. Eine gewisse Erwartungshaltung hatte sich bei mir eingestellt. Liefert Thomas Thiemeyer wieder ein rasantes, geheimnisvolles Werk ab? Ja, es ist ihm wieder gelungen, meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Auch das Cover dieses Buches gefällt mir wieder sehr gut, es zeigt eine Art Pyramide mit einer Himmelsdarstellung in Form eines Auges in deren Mitte.
Die Farben sind der von Flammen nachempfunden, das Buch sieht aus, als würde es brennen.

In dieser Geschichte verbindet der Autor wahre Begebenheiten mit mystischer Fiktion, und das in einer Weise, die den Leser denken lässt, es könne alles wahr gewesen sein.
Da ich die Gegend um den Brocken ein wenig kenne, sehe ich diese Region jetzt mit anderen Augen. Einfach genial, wie Thomas Thiemeyer es schafft, so etwas zu suggerieren.

Hannah Peters, die mir schon aus dem Buch „Medusa“ bekannt ist, kommt mit ihren Forschungen nach dem Auffinden der Himmelsscheibe nicht weiter. Ihre Untersuchungen führen zu keinen neuen Erkenntnissen. Ihr Chef droht mit Kündigung, wenn sie ihm keine neuen Ergebnisse liefert.

Hannah, die ihren Job als Archäologin aber mit ganzem Herzen macht, will sich nicht damit abfinden und reist auf eigene Faust in den Harz.
Dort lernt sie ganz zufällig Michael kennen. Der kennt den Harz und dessen Geschichte wie seine eigene Westentasche.
Als sich auch noch der Kunstbesessene Stromberg einmischt und Hannah einen bestimmten Stein zeigt, der sich in Schottland befindet, nimmt die Geschichte eine Wendung, die Hannah nicht vermutet hat. Aber Hannah geht ihren Weg und sieht Dinge, die unvorstellbar sind.

Die mir bekannten Protagonisten haben sich sehr schön weiter entwickelt, die mir neuen wurden im Laufe der Geschichte gut bis sehr gut vorgestellt. Auch die Nebenfiguren reihen sich wunderbar in das Gefüge der Geschichte ein, was ich als Leser als sehr positiv empfinde, da es in meinen Augen nur so zu einem Ganzen zusammenwachsen kann.

Der klare flüssige Schreibstil hat mich wieder überzeugt, ein Fan des Autors zu bleiben. Auch dass sich der Spannungsbogen Stück für Stück aufbaut und bis zum Showdown erhalten bleibt, hat mir ausgezeichnet gefallen. Begebenheiten, die der Leser nicht unbedingt wissen kann, werden schön erklärt in den Dialogen der Protagonisten, sodass er nicht erst nachschlagen muss, um zu wissen, worum es dabei geht.

Der mystische Einschlag ist wohl proportioniert ohne ins Gruselige auszuarten, Beschreibungen erheben sich fast schon plastisch aus den Seiten. Das Kopfkino ist im vollen Umfang bei mir angesprungen. Wieder hat es Thomas Thiemeyer geschafft, mich derart an seine Geschichte zu fesseln, dass ich meine Haltestelle verpasst habe.

[b]Fazit:[/b] Rasant, spannend und seinem Schreibstil treu geblieben.

Dieses Werk bekommt von mir fünf von fünf Sternen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Djamena zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«10.07.2009
Ein spannender Mystik-Thriller mit einem hollywoodmäßig anmutenden Showdown. Ich vergebe 80%. Die Handlung ist kurzweilig, lässt keine Langeweile aufkommen, es beginnt gleich mit einer schön gruseligen Szene und das Buch lässt sich vom Stil her flüssig lesen. Da verzeiht man dem Autor so einige klischeehafte Szenen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es wirklich tolle und starke Frauencharaktere gibt. So richtig überraschende Wendungen gibt es zwar nicht, die Handlung ist relativ leicht durchschaubar, aber mir hat der Roman trotzdem Spaß gemacht und ich konnte so richtig schön mitleiden bei einigen Charakteren.
Und dass die Haupthandlung im Harz spielt, ist super. Es muss nicht immer Afrika sein, Mystik kann auch vor der Haustür liegen.
Thomas71 zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«01.04.2009
Thomas Thiemeyer legt mit "Nebra" einen Roman vor, der sich nicht vor Genregrößen wie Preston Child verstecken muss. Auf rund 500 erzählt er das neue Abenteuer seiner Protagonistin Hannah Peters, die nach ihren afrikanischen Abenteuern in "Medusa" nun in Deutschland dem Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra nachspürt und feststellen muss, dass sich im Harz heute noch dubiose Sektierer herumtreiben, die mit Hilfe der Himmelsscheibe eine neue Welt schaffen wollen. Und das ganze ohne irgendwelche Nazis, was in diesem Gere schon einmal sehr positiv ist, umschifft Thiemeyer damit doch ein altbekanntes Mistery-Klischee. Und auch Hannah Peters als selbstständige, aber nicht fehlerfreie Powerfrau, hebt sich angenehm von diversen Thrillerklischees ab. Wenn man als Leser noch dazu bereit ist, sich auf eine Mischung aus keltischer und babylonischer Mystik einzulassen, dannn steht einigen unterhaltsamen, kurzweiligen Lesetunden nichts mehr entgegen...
tassieteufel zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«29.03.2009
Ende April bereiten sich die Gemeinden rund um den Brocken auf die Walpurgisnacht vor, doch das Verschwinden mehrerer Personen unter mysteriösen Umständen und dabei das Auftauchen von eigenartigen Wesen, werfen dunkle Schatten auf das Fest, das sich zum 500sten Mal jährt. Auch seltsame Wetterphänomene kündigen an, das in diesem Jahr einiges anders sein wird als sonst.
Auch die Archäologin Hannah Peters, die der Leser bereits aus Thiemeyers Roman „Medusa“ kennt, befindet sich am Brocken um dort neue Erkenntnisse zur Himmelsscheibe von Nebra zu finden, an deren Erforschung sie mitarbeitet. Als sie einen Mann kennenlernt, der die Gegend um den Harz wie seine Westentasche kennt, stößt sie tatsächlich auf neue bahnbrechende Hinweise und auf einen uralten Kult.
Das Buch bietet alles, was man von einem Mysterie-Triller dieses Genres erwartet. Die Spannung wird bis zum furiosen Ende aufrecht erhalten, die Charaktere sind ganz interessant geschildert, auch die urwüchsige Harzlandschaft rund um den Brocken wird vom Autor gelungen beschrieben und er versteht es, verschiedene Mythen und Legenden des Harzes mit der Himmelsscheibe und archäologischen Erkenntnissen zu einer runden Sache zu verbinden.
Fazit: spannende Unterhaltung, die die Himmelsscheibe von Nebra gekonnt in den Mittelpunkt alter Mythen und Legenden setzt und dabei mit einer ordentlichen Portion Mystik aufwartet, für Freunde des Genres einfach Lesegenuß pur! 85° von mir.
Frank zu »Thomas Thiemeyer: Nebra«17.03.2009
In Thiemeyers neuem Roman treffen wir eine alte Bekannte, die Archäologin Hannah Peters (Medusa) wieder. Diese widmet sich nun in Deutschland der Erforschung der "Himmelsscheibe von Nebra", tritt aber mit ihren Nachforschungen auf der Stelle.
Nach Hinweisen ihres früheren Partners führen sie die Hinweise in den Harz, genauer gesagt zum sagenumwobenen Brocken.
Dort kommst sie einem uralten Kult um die Himmelsscheibe auf die Spur und gerät in tödliche Gefahr. Eine dubiose Sekte will nicht mehr und nicht weniger als das Ende der (uns bekannten) Welt.
Auch Thiemeyers vierter Roman (der erstmalig in Deutschland spielt) bietet wieder grundsolide Mystikunterhaltung, die insbesondere Freunden von Preston/Child und Co gefallen dürfte.
Die Geschichte ist spannend, die Charaktere interessant und das ganze wird mit reichlich Mysik und Fantasy (mit Sci-Fi eher nicht - falsch eingeordnet wie ich finde) ausgeschmückt.
Kleiner Wermutstropfen für mich: Das Verhalten der Protagonistin am Ende des Romanes ist zumindest "fragwürdig" und passt nicht so ganz zu ihrer eigentlichen Charakterisierung.
Sei`s drum - ich hab mich gut unterhalten (lassen) + mehr kann man von einem solchen Buch auch nicht erwarten.
80%.
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