Eroberer - Die Rückkehr von Timothy Zahn

Buchvorstellungund Rezension

Eroberer - Die Rückkehr von Timothy Zahn

Originalausgabe erschienen 1995unter dem Titel „Conquerors´ Heritage“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 520 Seiten.ISBN 3-453-52567-1.Übersetzung ins Deutsche von Martin Gilbert.

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In Kürze:

Die »Eroberer« sind da: eine feindliche Alien-Spezies, die in das terranische Sonnensystem einfällt und die Handelsrouten der Menschen attackiert. Doch als die Fremden einen hochrangigen Politiker als Geisel nehmen, wendet sich das Blatt: Die Menschheit schlägt zurück …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein außergewöhnlicher Roman“85

Science-Fiction-Rezension von Holger Schmidt

Was darf man von einem Buch erwarten, in dem alle Figuren beinahe unaussprechliche Namen besitzen, in dem die vertraute menschliche Gesellschaft nur am Rande vorkommt und eine außerirdische Zivilisation an einem merkwürdigen Problem leidet? Jede Menge!

Der Zhirrhz, das fsss und die liebe Verwandtschaft

Der junge Zhirrhz Thrr-gilag hat es wirklich nicht leicht. Gerade erst ist einem der fremden Mensch-Eroberer die Flucht aus Thrr-gilags Obhut gelungen. Als verantwortlicher Sprecher der Mission muss sich der Zhirrhz nun vor der Oberclan Versammlung verantworten. Durch sein Scheitern ist auch die lange geplante Vermählung mit seiner Verlobten in ernster Gefahr. Prr’t-casst-a gehört nämlich einem höher gestellten Clan an, was die Liebe der beiden nicht gerade einfacher macht. Nach dem öffentlichen Verweis muss Thrr-gilag zudem nach seinem kürzlich überraschend in die Älterenschaft erhobenen Vater sehen, sich um seine trauernde Mutter kümmern. Und dann wäre da auch noch sein Bruder, Thrr-mezaz, der auf einem fernen Planeten den feindlichen Mensch-Eroberern gegenübersteht.

Nach der verhängnisvollen ersten Begegnung von Zhirrhz und Menschen weiten sich die Kämpfe auf viele Welten aus. Überzeugend hat die Oberclan Versammlung der Zhirrhz den Menschen die Schuld an der Eskalation zugeschoben. Durch eine völlige Fehleinschätzung des Feindes verzetteln sich die Streitkräfte der Zhirrhz in einem Vielfronten-Krieg. Für die Zhirrhz hat es oberste Priorität, die Schreine ihrer Vorfahren zu schützen. Die heimtückische Älterentod-Waffe der Mensch-Eroberer jagt den Zhirrhz große Angst ein. Ein interstellarer Konflikt, der in erster Linie auf Missverständnissen beruht, scheint unabwendbar.

Eine neue Perspektive

Den Lesern des ersten „Eroberer“-Bandes ist es sicher schon längst aufgefallen: Zahn erzählt in diesem Buch nicht aus der Sicht der Menschen. Konsequent handelt dieser Band von den außerirdischen Eroberern, den Zhirrhz. Schon allein dieser originelle neue Blickwinkel ist etwas Besonderes. Die Geschehnisse aus Band 1 lässt der Autor am Rande aus der etwas anderen Perspektive der mutmaßlichen Alien-Eroberer Revue passieren. Die schwelende Auseinandersetzung mit dem fremdartigen Feind, den Menschen, ist auch nicht das zentrale Thema. Zahn widmet sich vorwiegend einem außergewöhnlichen gesellschaftlichen Problem der Zhirrhz.

Doch es soll hier nicht zu viel verraten werden. Das Geheimnis um das fsss-Organ der Zhirrhz versteht der Autor lange und gekonnt zu verhüllen. Viele Seiten darf der Leser rätseln, was es mit diesem Organ auf sich hat. Und auch die Aliens selbst verstehen längst nicht alles. Gerade erst haben sie die Möglichkeiten dieses Organs entdeckt und die dazugehörigen Techniken entwickelt. Und dies stellt ihre Gesellschaft vor erhebliche Probleme. Die Art und Weise, wie sich Zahn mit dem speziellen Dilemma der Zhirrhz auseinandersetzt, erinnert an den grandiosen Roman „Der Splitter im Auge Gottes“. Auch in dem Werk von Niven/Pournelle krankt eine Alien-Gesellschaft an einem ihrer Art sehr eigenen Problem.

Sympathische Zungenbrecher

Auch im ersten Band der Eroberer-Trilogie fiel wenig Negatives auf. Zahns Sprache ist meist einfach und direkt. Der Autor scheint ein besonderes Faible für Redewendungen zu haben. Diese tauchen zuhauf in beiden Büchern auf. Die Namen der Zhirrhz sind jedoch gemeingefährliche Zungenbrecher. Auf das Hörbuch darf man gespannt sein! Nachdem nun in diesem Buch der Krieg zwischen Menschen und Zirrzh aus Sicht der Aliens beschrieben wurde, ist man besonders neugierig, wie es in Band 3 weitergeht.

„Eroberer – Die Rückkehr“ ist deutlich mehr als eine 08/15-Space-Opera. Schon ab den ersten Seiten des Buches fesselt das außergewöhnliche Dilemma der Zhirrhz den Leser. Spannungspunkte sind klug gesetzt, und auch das Finale lässt kaum Wünsche offen. Seine Romanhelden beschreibt der Autor durchweg sympathisch und letzten Endes auch menschlich. Die unterschwellige Bescheidenheit der Figuren, die keine perfekten Helden darstellen, vereinnahmt den Leser für sie. Ein außergewöhnliches Buch. Geheimtipp!

Ihre Meinung zu »Timothy Zahn: Eroberer - Die Rückkehr«

mark fritsch zu »Timothy Zahn: Eroberer - Die Rückkehr«21.11.2009
Der erste Teil der Eroberer Triologie gefiel mir schon recht gut.

aber als ich den zweiten teil anfing zu lesen wollte ich das buch eigentlich gleich wieder aus der hand legen... aber ich habe schon hunderte von sci fi romanen gelesen und dachte mir "mei,irgendwann geht der roman sicher richtig los aus der sicht der menschen"
doch dem war nicht so..aber nach 70-80 seiten kennenlernen der protagonisten ging das buch runter wie ein geölter blitz.

Teil 3 kam im November. ich war gleich bei meinem sci-fi laden, und siehe da. er hatte es da. leider gibts dazu hier noch keinen eintrag; und ohne auf die stroy eingehen zu wollen. der dritte band ist nochmal ne nummber besser und länger. knappe 700seiten... die keine woche hielten. die letzten 200seiten gingen von abends bis morgen durch....als ich das buch durch hatte merkte ich erst,wie spät es geworden ist.

lange nicht mehr eine so schöne triologie gelesen

schade.dass es wohl keinen nachfolger geben wird.
dieses universum ist auf jedenfall entwicklungsfähig und hätte potenzial eine ganze opera zu werden.
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