Tobe Hooper

Der Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Tobias Paul Hooper wurde am 25. Januar 1943 in Austin, US-Staat Texas, geboren. Nach eigener Auskunft wollte er schon als Kind ins Filmgeschäft. Tatsächlich entstanden erste Kurzfilme bereits 1959 und 1963. Darüber hinaus drehte er mehr als 60 TV-Dokumentationen.

An der University of Texas studierte Hooper Film, in Dallas Drama. 1969 realisierte er seinen ersten Spielfilm. „Eggshell“ spielte in einer Hippie-Kommune und atmete trotz übernatürlicher Elemente Zeitgeist. Auf dem „Atlanta Film Festival“ wurde Hooper ausgezeichnet, doch einen Verleih fand er nicht. Frustriert beschloss er, auf Nummer Sicher zu gehen und einen Genrefilm zu drehen, der auf jeden Fall sein Publikum finden würde. Für weniger als 100.000 Dollar drehte Hooper 1974 „The Texas Chainsaw Massacre“ („Blutgericht in Texas“). Ihm gelang ein Sensationserfolg, doch wurde der Regisseur von seinen Produzenten ausgebootet und sah kaum etwas von den Millionen, die dieser Film in den nächsten Jahren einspielte.

Immerhin hatte sich Hooper einen Namen machen können. 1979 inszeniert er den erfolgreichen TV-Zweiteiler „Brennen muss Salem“ (nach einem Roman von Stephen King), 1982 heuerte ihn Stephen Spielberg als Regisseur für „Poltergeist“ an. Doch Hooper konnte den frühen Erfolg nicht nutzen, um sich nachhaltig in Hollywood zu etablieren. Spätere Filme wie „Lifeforce – Die tödliche Bedrohung“ (1985) oder ein Remake des SF-Klassikers „Invasion vom Mars“ (1986) waren alles andere als Kassenschlager. Hooper sank in die Obskurität eines ´selbstständigen´ Filmemachers zurück. Die meisten Drehbücher blieben Entwürfe, Hooper inszenierte Filme mit knappen Budgets und arbeitete wieder für das Fernsehen.

Zwischen vielen fehlschlagenden Projekten blieb Hooper Zeit für einen Horror-Roman, in den er viele Insider-Informationen einfließen ließ. „Midnight Movie“ wurde 2011 veröffentlicht; als Co-Autor stand Hooper der Auftragsautor Alan Goldsher zur Seite. Nach siebenjähriger Zwangspause konnte Hooper 2012 mit „Djinn“ wieder einen Film realisieren. [Michael Drewniok]

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