Der Sirius-Schatten von Tom Martin

Buchvorstellungund Rezension

Der Sirius-Schatten von Tom Martin

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Pyramid“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 384 Seiten.ISBN 3-596-17901-7.Übersetzung ins Deutsche von Daniel Schnurrenberger.

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In Kürze:

Eine mächtige Geheimorganisation ist kurz davor, das geheime Wissen einer längst vergessenen Zivilisation zu entschlüsseln – die Bündelung terrestrischer und kosmischer Energie zu einer gigantischen, tödlichen Kraft. Und wenn nicht bald jemand ihren Plan durchschaut, wird keiner sie mehr aufhalten können. Die junge Astronomin Catherine Donovan erhält eine verschlüsselte Botschaft und antike Landkarten. Der berühmte Professor Kent hat das Päckchen noch kurz vor seinem Tod an sie geschickt. Catherine ist überzeugt, dass er in Peru ermordet wurde. Und sicher ist auch, dass seine Killer jetzt hinter ihr her sind. Aber was hatte er entdeckt? Zusammen mit ihrem Kollegen James Rutherford sucht sie nach Antworten in Peru. Schon bald werden die beiden verfolgt. Ein erbarmungsloser Wettlauf von Südamerika bis zu den ägyptischen Pyramiden beginnt …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Mystery-Thriller voller Licht und Schatten“72

Mystery-Rezension von Holger Schmidt

Als die junge Universitätsprofessorin Catherine Donovan vom Tod ihres langjährigen Mentors Professor Kent erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Vor kurzem erst ist der Professor voller Enthusiasmus zu einer Forschungsreise nach Südamerika aufgebrochen. Kent war einem Geheimnis auf der Spur, über das er noch nichts verraten wollte. Doch scheinbar stand er bei seinen Recherchen kurz vor einem Durchbruch. Catherine hält es für unmöglich, dass der freundliche und optimistische Professor plötzlich Selbstmord begangen haben soll.

Kurze Zeit später erhält Catherine einen Umschlag, den der Professor ihr kurz vor seinem Tod zugeschickt hat. Mit der kryptischen Nachricht kann sie jedoch wenig anfangen. Nur gut, dass der schneidige James Rutherford, mit dem Professor Kent ebenfalls in Verbindung stand, bei Catherine auftaucht. Rutherford ist ein Experte für Gematrie, einen geheimen Zahlencode, mit dem viele altertümliche Schriften geheime Botschaften für die Nachwelt bewahren. So beginnt für Catherine und Rutherford eine Jagd, die sie von England aus nach Südamerika bis ins ferne Ägypten führt. Dabei sind ihnen rücksichtslose Ganoven bereits auf der Spur.

Legendären Menschheitsrätseln auf der Spur

Tom Martin macht es sich in seinem Mystery-Thriller zur Aufgabe, eine ganze Reihe archäologischer Rätsel zu lösen. Im Zentrum steht die mysteriöse Piri-Reis-Karte, die die Küste der Antarktis in eisfreiem Zustand überraschend detailgenau darstellt. Aber auch untergegangene südamerikanische Hochkulturen und die Herkunft der ägyptischen Pyramiden bindet der Autor in seine umfassenden Verschwörungstheorien mit ein. So hetzt er seine Protagonisten in altbekannter Thrillermanier im wahrsten Sinne des Wortes durch die „Weltgeschichte“.

Schon allein die bloße Anzahl der klischeehaften Menschheitsrätsel macht einem zu schaffen. Wer hat nicht schon mindestens einen der zahlreichen Erklärungsversuche zur Legende von Atlantis gehört? Martin wirft seine Angelrute in altbekannten, längst überfischten Gewässern aus. Die letztendliche Verknüpfung all dieser Mysterien gelingt dem Autor jedoch gut und glaubhaft. Nebenbei erfährt der Leser etwas über Geschichte und vor allem Gematrie. Sogar eine unmissverständliche Botschaft hat Martin für seine Leser: Denn es sind skrupellose Geschäftsmänner und Politiker, die in rücksichtslosem Streben nach Fortschritt und ständigem Wirtschaftswachstum die gefährlichen Geheimnisse unsere Vorfahren nutzbar machen wollen.

Die Darstellung der Schurken in diesem Buch stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Hauptgegner der Helden sind zwei stereotype Politiker. Eine Geheimorganisation will mit einem Putsch die Weltherrschaft an sich reißen. Zusätzlich ist einer der beiden Politiker Mitglied in einer religiös fundamentalistischen Sekte. Die Handlanger dieser beiden mächtigen Männer bleiben identitätslos, werden dann meist als „der Eine“ oder „der Andere“ bezeichnet. Die meisten der Szenen, in denen die Bösewichte vorkommen, wirken peinlich konstruiert. Das Streben nach Weltherrschaft ist allein schon ein Klischee. Durch die absolute Profillosigkeit der Bösewichte kommt keine Spannung im Sinne einer nervenaufreibenden Jagd auf. Die größte Actionszene des Buches ist eine Flucht über die Dächer von Hochhäusern mit dem dazugehörigen Sprung über einen Abgrund. Hier muss man sich schon das eine oder andere Gähnen verkneifen. Für ein Buch, das als Thriller gehandelt wird, reichlich wenig.

Wissenswertes und viel Stirnrunzeln

In seiner Gesamtheit ist „Der Sirius-Schatten“ ein durchdachtes Buch. Sowohl das Geheimnis als auch die Darstellung der fiktiven Zusammenhänge sind gelungen. Die Beschreibungen der Handlungsorte wirken nachvollziehbar und gut recherchiert. Auch kann man dem Autor zugute halten, dass er eine Botschaft vermitteln will. Die Art und Weise, wie die Gegenspieler auftreten, ist jedoch sehr niveaulos und spannungstötend. Dieses Buch kann zwar unterhalten, gräbt aber auch oftmals ein hartnäckiges Stirnrunzeln ins Gesicht des Lesers.

Ihre Meinung zu »Tom Martin: Der Sirius-Schatten«

Kom_Ombo zu »Tom Martin: Der Sirius-Schatten«30.06.2010
Als Thriller würde ich das Buch von Tom Martin nicht beschreiben, da jeglich Spannung nicht vorhanden ist. Natürlich gibt es Tote und die Hauptprotagonisten werden durch die Gegend gejagt, aber es ist nicht aufregend.

Zu Gute aber kommt dem Buch die Geschichte um das Entstehen der Menschheit. Die offenen Fragen, ob es vor den ersten Menschen nicht doch bereits Leben gab, dass Wissen nicht doch viel älter ist und ob die Weltwunder nicht doch eine viel höher entwickelte Technologie gebaut hat.

Natürlich sind dies Themen, die schon mehrfach in Büchern behandelt wurden, aber Tom Martin hat einige Dinge aufgegriffen, die bekannt sind, aber noch heute verschwiegen werden, weil die Menschheit noch nicht reif dafür ist.

Alles in Allem also ist dieses Buch lesenswert, aber man sollte nicht zu viel Spannung erwarten.
Juliane zu »Tom Martin: Der Sirius-Schatten«13.11.2009
Das Konzept des Buches an sich ist interessant, aber es hat keinen Schwung. Die beiden Hauptfiguren sind farblos. Man fiebert nicht mit ihnen mit. Es ist eigentlich völlig egal, ob die beiden verlieren oder gewinnen. Insbesondere haben die beiden Hauptfiguren keine Geschichte, sie sind einfach farblos.
Der Titel hatte mehr versprochen, als drin ist. Man kann das Buch lesen und legt es nicht angewidert wieder weg. Aber am Ende hat man nicht wirklich viel behalten.
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