Die Diebin von Torsten Fink

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2009, 384 Seiten.ISBN 3-442-26631-9.

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In Kürze:

Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird – der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Sklavin“ war schon vergeben35

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

Sklaven bekommen ihre Namen von ihrem Besitzer. Als Tasil, ein fahrender Händler mitbekommt, dass er im Dunklen versehentlich ein Mädchen statt eines Jungen gekauft hat, gibt er ihr trotzdem den Namen „Maru“, der Junge bedeutet. All seine Sklaven, die er verschlissen hat, hießen so. Auf dem Weg in die Stadt Serkesch erfährt Tasil, dass der Fürst gestorben ist und zwei Söhne – Zwillinge – hinterlassen, aber keinem davon seine Nachfolge überschrieben hat. Tasil beschließt, zwischen den beiden Brüdern Iddin und Numur zu intrigieren und Maru soll dabei seine Botin und Handlangerin sein. Dabei begegnen ihr eine Reihe von Figuren des bestehenden Herrschaftssystems, die die Geschichte voranbringen. Fantasymäßig wirken lediglich die Begegnungen mit Utukku, einem Wasserdämon, der ab und zu mal auftaucht und ihr zum Schluss das Leben rettet und dem Maghai, einem Zauberer, der sie umbringen will, weil er glaubt, dass sie die Tochter eines Magiers ist, was nicht sein darf.

Verworrene Begriffe

Mit dem Buchtitel „Die Diebin“ haben sich Autor und Verlag einen verkaufsträchtigen Titel gewählt, der an Bestseller wie „Die Päpstin“ oder „Die Alchemistin“ anknüpft und suggeriert, dass jetzt gekonnt die Geschichte einer Diebin erzählt wird, ihr Hintergrund und ihre Abenteuer. Das ist mitnichten der Fall. Ziemlich zum Schluss zwingt sie ihr Besitzer Tasil, ein einziges Mal zu stehlen. Maru entdeckt eine Bernsteinkette, die ihr gefällt, aber selbst diese lässt sie liegen und nimmt nur Dinge für ihren Herrn. „Die Sklavin“ war schon vergeben an Ashford und Weinmann. „Maru – die Tochter des Magiers“ hätte eher gepasst.

Schwierig macht den Einstieg in die Geschichte, dass es viele verschiedene Phantasiebegriffe für menschliche Ränge gibt. Ich würde die Phantasie-Welt als vorchristliche oder vor der Zeitrechnung arabische Welt interpretieren. Die Herrschaftsform ist monarchisch. Wozu dann Raiks, Malks, Schabs, Immits und viele mehr? König, Fürst und Prinz hätten es besser getan. Das unterbricht immer wieder den Lesefluss und verkompliziert die einfache Story. Gleiches gilt gewissermaßen auch für Beschreibungen von Staaten und dem System der Götter. Natürlich verwenden auch andere Autoren Phantasiebegriffe für ähnliches, doch sind sie dann schlüssiger und nachvollziehbarer.

Fink beschreibt drei Tage im Leben dieser Sklavin. Dabei unterlässt er es, zu hinterfragen, warum Tasil, ihr Herr, so „böse“ ist und lässt den Leser nicht an möglichen Motiven oder Entscheidungsprozessen teilhaben. Auch Marus Geschichte erfahren wir nur ansatzweise. Den Mangel, Marus Seele dem Leser näher zu bringen, empfinde ich als größten Mangel der Geschichte.

Auf dem Rücktitel wird angekündigt, dass es die Story einer jungen Frau ist, doch wir finden die Geschichte eines Kindes. Fink könnte das Buch vielleicht zu einem Kinderbuch umschreiben. Für Erwachsene ist es nichts. So funktioniert es aber auch nicht für Kinder, weil es zum einen unnötig verkompliziert ist und für Kinder wäre es teilweise zu brutal.

Die Story als solche braucht nicht unbedingt Fantasy. Natürlich beschreibt Fink eine eigene Welt mit eigenen Staaten und Göttern. Doch nur zweimal im Verlauf ist ein Fantasy-Ereignis signifikant. Als der Magier sie umbringen will. Stattdessen wird er selbst getötet. Also kann er auch nicht so mächtig sein, wie der Leser nach den Aussagen des Buches bis dahin vermuten müsste. Das zweite ist die Rettung Marus durch den Dämon Utukku aus dem Grab, das Maru plündern muss. Alles andere deutet Fink nur an. Der Leser erwartet von einem über 400-seitigen Buch mit dem Untertitel „Die Tochter des Magiers“ mehr.

Sehr schön ist das Cover, doch was hat eine verschleierte Gestalt mit einem Schwert in der Hand da zu suchen? Nichts!

Ihre Meinung zu »Torsten Fink: Die Diebin«

Mein Name zu »Torsten Fink: Die Diebin«11.07.2013
Ich persönlich habe die drei Bücher geradezu verschlungen und habe die gesamte Reihe bereits vier Mal gelesen.
Die Spannung bleibt insbesondere durch die Machenschaften von Uttukku erhalten, steigert sich teilweise sogar und auch Tasil hat Geheimnisse, die mich gefesselt haben, aber auch Spielraum für eigene Ideen lassen.
Ich hoffe wenn ich mir die Gegenstück-Reihe durchlesen werde (was ich alleine wegen dem Schreibstil machen werde, der mich regelmäßig an die Seiten fesselt), bleiben einige Geheimnisse erhalten.
Auch der Glossar am Ende des Buches hat nfangs sehr geholfen, da einige Begriffe sich nicht von alleine aufklärten, mittlerweile kann ich ihn jedoch schon beinahe runterbeten. Diese Bücher, und auch der Autor, sind für mich ganz weit oben auf der empfehlenswerte-Bücher-Liste, wen nciht sogar an der Spitze
marcus zu »Torsten Fink: Die Diebin«25.06.2013
fand die bisherigen drei baende toll insbesondere der dritte war eine steigerung - die mehr verspricht. Aber da ist wohl nichts, schade
inhaltlcih mal was anderes und die sichtweise von maru ist schon ganz i.O.

hier koente herr fink noch eine weitere dreibaendige folge nachlegen z.b maru als erwachsene

mal sehen
Christa Buck zu »Torsten Fink: Die Diebin«08.12.2010
Hallo Torsten F.
über Ihre Frau Mama habe ich Ihre wunder baren fessende Bücher bekommen möchte mich auf diesem Wege für die tollen Widmungen bedanken
Habe heute Licht Träger begonnen. Man kann ja vor spannung nicht aufhören zu lesen nochmal ein großen Danke - einfach toll -

nun noch etwas priv. Ihre mama möchte doch bitte Ihr Handy lesen.

Danke
Ihre Leserin Christa Buck
Lanzarote
D3vilsRi9htH4nd zu »Torsten Fink: Die Diebin«29.12.2009
Also ich kann nur eins sagen ich hab jetzt schon so viele Bücher über Magie,Elfen,Kobolde,Zwerge.... etc. gelesen. Und auch die Canavan Reihen. Aber dieses Buch über Magie und Intriegen, ist mal etwas anderes und die Spannung in diesem Buch geht in keinen der 3 Teile verloren. Ich fand die Geschichte um Maru und Tasil echt klasse und hoffe das es eine Fortsetztung der Reihe gibt mit dem Maghai Velne und Maru auf der Suche nach..... und die Unterweisungen und dadurch auch mehr über Magie....
Tommaso zu »Torsten Fink: Die Diebin«10.09.2009
Also ich hab "Die Diebin-Die Tochter des Magiers" jetzt durch und werde einfach mal meine Meinung zu dem Buch schreiben.

Was die Geschichte angeht muß ich sagen das sie weder grottenschlecht noch superspannend ist.Sie liegt mehr so in der Mitte nicht gut aber auch nicht schlecht.Die beiden Hauptcharaktere Tasil und Maru führen eine teils witzige und unterhaltsame beziehung,also keine Liebe.

Auf dem Cover steht zwar Die Tochter des Magiers,aber viel magisches hat man von Maru noch
nicht gesehen.Und die Beschreibung der Magie(z.b. Maghai) ist auch nicht das was ich erwartet habe.Ich will jetzt nicht mit Canavan vergleichen aber die Beschreibung der Magie in Ihren Büchern hat mir mehr gefallen.In Diesem Buch ähnelt es mehr den Shamanen oder so was ähnliches wie Voodoo.

Naja im Großen und Ganzen habe ich mir auch die beiden letzten Bücher gekauft um zu sehen wie es weiter geht.Zur Zeit bin ich am Anfang von "Die Gefährtin" mal sehen wie es ausgeht.
firespeeder zu »Torsten Fink: Die Diebin«10.09.2009
Ich kann Florian zustimmen!!
Das Buch ist fesselnd und gut verstehbar (jedenfalls für mich).
Jedenfalls möchte ich zu dem Cover etwas sagen:
Der Vergleich mit der Triologie von Canavan ist eigentlich unnötig, denn auch auf dem Cover ist eine Figur mit einem Stab. Vllt liegt es einfach nur etwas zu lange zurück seit ich diese Reihe gelesen habe, aber da kam soviel ich weiß nichts von einem Stab der Sonea gehörte.

Trotzdem das Buch ist klasse und jeder der eine andere Meinung hat, hat halt ne andere :p
Florian Kuhrt zu »Torsten Fink: Die Diebin«10.09.2009
Als Disponent und Verkäufer unserer gut laufenden Fantasybuchabteilung mit einem ziemlich großen Bestand muss ich zur Verteidigung des Buches folgendes sagen:

1. Der durchschnittliche Leser erwartet von einem Buch mit dem Titel "Die Tochter des Magiers" nicht mehr - dies zeigt sich an den hohen Abverkäufen und den positiven Rückmeldungen.
Das liegt unter anderem daran, daß die Qualität der heutigen Fantasy (siehe Vampirgenre etc.) generell nachgelassen hat und die Leser mit weniger zufrieden sind.
Diese Erklärung würde dem Buch jedoch nicht gerecht werden, da es sich im Gegensatz zu vielen Konkurenten im wesentlichen durch sein Tempo hervorhebt. Die gesamte Handlung ist auf 2 bis Tage komprimiert, und der Autor versteht sein Handwerk, auch wenn es nicht hochliterarisch ist. Durch diese extreme Aneinanderreihung von Ereignissen wird ein Sog erzeugt, der den Leser zu fesseln versteht.
2. Was das Cover angeht: Natürlich ist Blanvalet mit der Canavan-Reihe so gut gefahren, daß der Verlag möglichst ähnliche Cover erstellt, um Assoziationen zur Bestseller-Trilogie zu wecken. Das ist heutzutage üblich und eigentlich Standard; wieviele Schmachtschinken bekommen heute ein blaues Cover mit Wölkchen verpasst (C. Ahern)?
Deswegen habe ich zunächst auch gezweifelt, ob es nicht ein Abklatsch der Canavan Reihe wird, und wurde dann aber durch die Verkäufe für das Risiko belohnt. Ein Buch wird letzten Endes dauerhaft eben doch durch den Inhalt verkauft, auch wenn die Leute zunächst auf das Cover anspringen(so wie Frau Schulzke).
Beste Grüße
Ihr Kommentar zu Die Diebin

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