Die Meisterin von Trudi Canavan

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „The High Lord“,deutsche Ausgabe erstmals 2006, 624 Seiten.ISBN 3-442-24396-3.Übersetzung ins Deutsche von Michaela Link.

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In Kürze:

Sonea hat viel gelernt, seit sie von der Magiergilde aufgenommen wurde. Doch es gibt einiges, das sie lieber nie erfahren hätte – die Dinge, die sie in dem unterirdischen Gewölbe des geheimnisvollen Gildenmeisters Akkarin erblickt hat. Sonea fürchtet, dass seine Zuneigung nur ein hinterlistiges Spiel sein könnte …

Das meint phantastik-couch.de: „Die mit den Erwartungen spielt“82

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Im dritten und letzten Teil der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“ hat sich das ehemalige Slumkind Sonea nicht nur den Respekt ihrer Mitschüler erkämpft. Sie ist sogar zur Protegée des Hohen Lords Akkarin aufgestiegen. Was nach außen hin wirkt wie ein beneidenswertes Privileg einer Novizin, bedeutet für Sonea jedoch, ein Doppelleben zu führen: Akkarin hat sie zu seiner Geisel gemacht, denn das Mädchen verdächtigt ihn, verbotene Schwarze Magie auszuüben.

„Die Meisterin“ schließt an den roten Faden der beiden vorangegangen Bände an, der Hochlord Akkarins mögliche dunkle Absichten immer wieder andeutet und ihn sogar mit einer Mordserie in Verbindung bringt. In „Die Novizin“ lässt Trudi Canavan durchblicken, dass Akkarin möglicherweise gewichtige Gründe für sein seltsames Handeln hat. Trotz der anfänglichen Verdachtsmomente durchbricht Canavan das aufgebaute Schwarz-Weiß-Schema und die damit einhergehende Erwartungshaltung der Leser: Bevor man es richtig merkt, hat Sonea Akkarins Motivation nicht nur anerkannt, sondern unterstützt ihn auch noch bei der Verfolgung seiner Ziele.

Im zweiten Handlungsstrang streift Gilden-Botschafter Dannyl durch den wilden Norden und kundschaftet eine Gruppe wilder Magier im Auftrag des Hohen Lords aus. Dieser will, dass Dannyl ihr Vertrauen gewinnt, indem er ihnen ein dunkles Kapitel aus seinem eigenen Leben offen legt. Für den jungen Unterhändler trotz der Eindeutigkeit von Akkarins Auftrag eine schwierige Entscheidung: Soll er die rebellischen Magier festsetzen, um sie letztlich auch vor sich selbst zu schützen, oder seinen Ruf als ehrenwertes Mitglied der Gilde wahren?

Während Sonea einen Sinneswandel durchmacht und Dannyl mit seiner Pflicht hadert, hat Cery ganz handfeste Probleme. Mittlerweile ist Soneas alter Freund aus Slumtagen zu einer Unterweltgröße Imardins aufgestiegen, und seine dringendste Aufgabe besteht darin, der mysteriösen Mordserie ein Ende zu machen. Niemand weiß, wer die Täter sind und worin ihre Motive bestehen, doch ein Schuldiger muss gefunden werden. Um die achtbaren Angehörigen der Halb- und Unterwelt von jeglichem Verdacht zu befreien, soll er die Killer aufspüren und unschädlich machen. Als er bei seinen Ermittlungen auf Savara stößt, weiß er nicht, ob ihm die Fremde mehr Hilfe oder mehr Hindernis ist. Genau wie er jagt sie die Serienmörder, aber irgendetwas stimmt nicht mit ihr.

Auf dem Weg zum Ruhm

Trudi Canavan schließt ihre erste Trilogie „Die Meisterin“ spannend, aufregend und bewegend ab. Die Stimmung des Buches ist wesentlich dunkler als die der ersten beiden Bände, die stellenweise doch sehr das Flair einer Internatsgeschichte hatten. Der Leser erfährt die Wahrheit zwar immer noch vor den Hauptfiguren, doch ihre Missverständnisse untereinander sowie die daraus resultierenden Konflikte sind nachvollziehbar und bleiben in starker Erinnerung. Die Charaktere erhalten zum Teil völlig gegensätzliche Eigenschaften, was ganz erheblich zum nachhaltigen Eindruck des Buches beiträgt. Am eindrucksvollsten ist jedoch das Ende, das kein bisschen triefend ist, sondern in eine völlig andere Richtung führt, als zu erwarten war.

Auch sprachlich ist Canavan anspruchsvoller geworden, das Niveau von Dialogen und Beschreibungen ist vom ersten bis zum dritten Band gestiegen. Die australische Autorin feiert bereits jetzt beachtliche Erfolge. Wenn sie so weiter schreibt, könnte sie bald zu den ganz Großen im Fantasy-Geschäft gehören.

Ihre Meinung zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«

Gesche zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«16.02.2013
Dieses Buch ist der ab-so-lu-te Höhepunkt in der Trilogie! Schon zum Ende des zweiten ahnte ich, dass hinter dem High Lord und seinem "Verbrechen" mehr steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Warum sollte Akkarin diese verbotene Magie denn unter den Augen von zich Magiern praktizieren? Er riskierte damit sein Leben.
Tja, es beweist nur einmal mehr, dass Wissen an sich nicht schlecht ist. Die ANWENDUNG ist das Zünglein an der Waage. Schwarzpulver z.B. kann verwendet werden, um eine Kanonenkugel abzufeuern, oder um den Otto-Normal-Verbraucher mit einem Feuerwerk zu erfreuen!
Jetzt freue ich mich auf die nächsten Bücher von Ms. Canavan. Dieses hier hatte einen *kleinen* Klebe-Effekt. Ich konnte es zwar zwischendurch aus der Hand legen, aber dann rannte ich so schnell ich konnte wieder zu ihm zurück.
Hakuchan zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«16.11.2012
Den dritten Teil von "Die Gilde der Schwarzen Magier" habe ich vor Jahren gelesen und das auch nur, weil ich wissen wollte, wie es endet. Ich kann mich erinnern, dass ich das Buch teilweise nicht sonderlich gut fand. Es hat seine guten Seiten, aber die Story hat doch etwas abgenommen. Vor allem das Finale konnte ich nur mit Mühe verdauen. Es ging mir weniger um das endgültige Ergebnis, als um den Weg dorthin. Ich möchte nicht spoilern. Lest lieber selbst...

Summa summarum ein gutes Buch, aber sicher nicht das beste aus der Reihe. Trotzdem lesenswert, denn ich war nur enttäuscht, weil die Vorgänger wirklich gut sind! Es ist immer noch, trotz seiner Schwächen, ein sehr gutes Buch.
Dido54 zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«19.03.2012
diese Buch ist eindeutig das Beste von allen dreien, ich finde es nur schade dass das Buch so schnell fertig ist, aber immerhin gibt es die zwei nachfolgenden Bänder. Es ist nur dumm, dass Sonea Erwachsen geworden ist. Es wäre schon wenn die Geschichte nicht so offen blieb.

Ich kann das Buch euch nur Empfehlen, es ist super.
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Pandora zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«16.03.2012
Sehr gutes Buch, absolute Leseempfehlung.
Ein klitzekleines Manko find ich allerdings die Übersetzung. Warum wird im 2. Buch ein homosexueller Mann als "Knabe" und im 3. Buch als "Junge" bezeichnet? die erste Bezeichnung find ich irgendwie besser. Die Straße der Diebe wird auch einmal Diebesstraße genannt. Fand ich zu flach.
Aber naja, dafür kann die Autorin ja nichts. Und das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt den ich finden kann.

Tolle Geschichte, toller Abschluss der Trilogie.
Freu mich jetzt auf die beiden nächsten Romane der Autorin. Die gehören ja zwar nicht mehr zur Trilogie dazu, aber greifen die Geschichte noch mal auf. Das Wissen um diese 2 Bücher fand ich gut, weil dann wusste ich, dass es nach "Die Meisterin" noch nicht ganz vorbei ist.

Viel Spaß beim lesen, ich hatte ihn auf jeden Fall!
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Linea zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«28.12.2011
Ich bin auch ein ganz großer Fan von Trudi Canavan und ihrer Sonea-Reihe. Ich finde den letzten Teil auch am Besten, da er sehr spannend geschrieben ist-ich konnte nachts nicht einschlafen, weil ich mich dauernd gefragt habe, wie es wohl weiterginge, bis ich dann doch die ganze Nacht wachgelegen habe und las. Als Akkarin und Sonea dann zusammenkamen, habe ich mich SOOO gefreut und als ich dann erfuhr, dass Akkarin am Ende Gestorben ist, war ich min. 1 Monat total niedergeschlagen und zutiefst traurig!!-Ich hätte an der Stelle der Autorin Akkarin leben lassen und fände es auch echt cool, wenn sie noch einen Band schreiben würde, in dem Er dann irgendwie wieder leben würde durch irgendein magisches Ritual oder sowas-Trudi Canavan hat doch sonst auch so viel Fantasie.
Ansonsten möchte ich auch ein großes Lob an sie aussprechen, und ich hoffe, sie schreibt noch mehr Soneabücher.
Arjeta zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«16.12.2011
Ich finde den 3. Band ganz klar der beste in der Reihe!
Es ist spannend bis zum Schluss. Was ich bei dieser Reihe insgesamt cool finde ist dass nichts so ist wie man denkt. Wenn man denkt man weiß was als nächstes kommt, kommt es doch anders.
Das kommt auch daher dass die Personen so vielschichtig sind und keiner eigentlich nur gut oder nur böse ist (gilt auch für das feindlich gesinnte Volk).

Wo ich jetzt dem Kritiker widersprechen muss ist, dass er sagt die Personen sind wiedersprüchlich. Schade dass er kein Beispiel nennt, denn ich habe das eigentlich nicht gefunden. Sie entwickeln sich weiter das stimmt aber sie handeln eigentlich in meiner Meinung logisch.
Und es werden eigentlich alle Fragen aus dem ersten Band beantwortet.

Das Ende ja das ist traurig und hätte nicht sein müssen.
Romero zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«20.06.2011
Ich fand die Trilogie super, sehr spannend. Das Ende - Akkarins Tod - war meiner Meinung nach nicht optimal. Nicht, weil es schade um Akkrin als Charakter wäre - was es sicher ist, er war gut herausgearbeitet - sondern weil ich es unlogisch finde, dass die beiden mit der Arena zugriff auf praktisch unbegrenzte Energie hatten (seit mehreren hundert Jahren speisen Magier täglich Energie in den Schild), aber Akkarin sagt: Nur im Notfall benutzen wir die! Ja aber bitte schön, gibt es einen grösseren Notfall, als zu zweit gegen 3 schwarze Magier zu kämpfen???
Sarah zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«14.04.2011
Ich fand alle drei Magierbücher echt fantastisch, aber die Meisterin ist einfach das beste von allen. Ich habe die Trilogie jetzt schon zum 4. Mal gelesen und bin jedes Mal aufs neue gefesselt. Ich finde es nur sehr traurig, dass Akkarin am Ende stirbt und hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Ich bin jedoch schon sehr auf die Fortsetzung gespannt und hoffe, dass Trudi Canavan das Ende ein bisschen abschwächt. Wenn ich einmal Zeit habe werde ich versuchen ein anderes Ende für die ersten drei Bände zu schreiben. Ansonsten finde ich gibt es nichts, was man an diesen Büchern aussetzen könnte. Großes Lob an die Autorin!
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Elke zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«16.01.2011
Da ich mich angestossen durch S Meyers seit Sommer 2010 im Fantasyrausch befinde, habe ich ein paar Empfehlungen ihrer Internetseite aufgegriffen und mich u.a. auch der Gilde gewidmet. Ich lese nur auf Englisch, die Canavan Bücher sind nach den anderen endlich mal auch wieder sprachlich elaborierter und geschmeidiger, geschickter und im Plot kreativer gewesen, so dass ich zuweilen einfach auch nur gern gelesen habe, ohne mich wieder als Teenager zu fühlen.

Verschiedene Kunstgriffe, wie etwa den Objekten der Begierde Akkarin Tayend Savara keine eigene Überlegungen/Empfindungen zuzumessen sondern sie nur im Verhalten behutsam immer differenzierter zu skizzieren - Akkarin!!!!!!!!!- fand ich geschickt.
Weswegen auch ich natürlich mit wild wuchernden Projektionen allein gelassen bin, nachdem er gestorben ist. So viel Schmerz hatte ich schon lange nicht mehr.
Also auch hier wie des öfteren im Buch: neben ganz viel Konstrukten ganz viel Konsequenz. Gute Bücher, finde ich.
Mila zu »Trudi Canavan: Die Meisterin«31.08.2010
An alle die diese bücher noch mit gelesen haben:
echt empfelens wert die bücher sind so fesseld und so gut vorstellbar als wäre man selbst mit dabei!! ich konnte mich in der schule kaum noch konzentrieren da ich immerzu an akkarin und sonea denken musste und wie es wohl weiter geht!!
aber wie die meißten hier hat mich das ende auch sehr mittgenommen!! warum gerade akkarin??? er war mit sonea die beste figur im buch ,das er stirbt hätte nicht sein müssen !! ohne taschentücher ging es bei mir auch nicht ich würde echt hoffen das er in irgend einem anderen teil wieder kommt!! die beiden haben ein glückliches leben nach allem was sie erlebt haben verdient!!!
Verfilmung?? ich sehe das mit geteilter meinung bzw gefühlen! ich schließe mich denen an die auch finden das eine verfilmug nur die fantasy zerstört! anderrer seits könnte man nur einen film machen und das ende etwas umändern ich denke das würde vllt vielen gefallen...?!
aber trotz allem sind die bücher einfach nur hammer!!! ich freu mich drauf weitere bucher von Trudi Canavan zu lesen sie hat das echt drauf

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