Leseprobe

Die Rebellin von Trudi Canavan

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel The Magician´s Guild, deutsche Ausgabe erstmals 2006 , 480 Seiten. ISBN 3-442-24394-7. Übersetzung ins Deutsche von Michaela Link.

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In Kürze:

Ein neues hinreißendes Fantasy-Epos voller Magie, Abenteuer und Leidenschaft – für Leser jeden Alters! Sonea lebt auf den Straßen der Stadt Imardin. Als sie eines Tages aus Zorn über die arrogante Gilde der Magier einen als unverwundbar geltenden Zauberer verletzt, werden die Meister der magischen Künste auf sie aufmerksam. Sie versuchen alles, das Mädchen zu finden, bevor ihre unkontrollierten magischen Talente zur Gefahr werden – für die Gilde, die Stadt und für Sonea selbst…

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Der Stein des Anstoßes“; 70

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

In Imardin, der Hauptstadt Kyralias, herrscht ein Dreiklassen-System: Am unteren Ende der sozialen Leiter leben Tagelöhner, Diebe und Straßenkinder, den Mittelbau bilden Handwerker, Händler sowie Bürger, und an der Spitze stehen die unnahbaren und mächtigen Schwarzen Magier mit ihrer traditionsreichen Gilde. Ein nahezu klassischer Nährboden für eine Fantasy-Trilogie, die jetzt aus Australien zu uns kommt.

Die Gilde der Schwarzen Magier ist zwar überaus mächtig, hält sich aber im Allgemeinen aus dem politischen und gesellschaftlichen der Küstenstadt Imardin heraus. Sie leben abgeschottet in ihrer Feste über der Stadt, forschen, lehren und überwachen den Gebrauch von Magie. Denn diese darf nur von ausgebildeten und quasi zugelassenen Magiern für bestimmte Zwecke eingesetzt werden. Und nicht jeder kann Magier werden, es muss eine angeborene Begabung vorhanden sein. So praktiziert die Gilde denn auch keine dunkle Magie, das Attribut „;Schwarz“; bezieht sich lediglich auf die Farbe ihrer Zunftkleidung. Gefährliche schwarze Magie, so erfährt der Leser später, wird jedoch im Norden von dunklen Elementen betrieben.

Da sich die Gilde aus ihrer jahrhundertealten Tradition heraus identifiziert, wird ihre Gemeinschaft nach innen und außen von Standesdünkel und Konkurrenzdenken geprägt. Ähnlich wie bei wie deutschen Handwerkszünften, deren Selbstverständnis sich im Mittelalter entwickelt hat, geht ohne Zauberer-Zulassung der Gilde gar nichts. Wer als Magier arbeiten, forschen oder lehren will, muss von der Gilde ausgebildet, geprüft und zugelassen sein. Alles andere bedeutet freie Magie, die vehement bekämpft wird.

Allerdings geht es bei der Kontrolle freier Magie nicht nur um Machterhalt, sondern auch um die öffentliche Sicherheit. Ein marodierender Magier ohne Gesellenbrief der Gilde kann schließlich eine Menge Schaden anrichten, unabhängig davon, ob er selbständig oder im Auftrag anderer zaubert.

Soweit das Eigeninteresse der Schwarzen Magier, aus allen anderen Belangen der Stadt halten sie sich heraus. Nur in einem Punkt haben sie einen Vertrag mit dem König von Kyralia: Sie „;säubern“; die Hauptstadt Imardin alljährlich von den oben genannten Dieben, Tagelöhnern und Straßenkindern. Zu diesem Zweck werden die Angehörigen der Unterschicht zusammengetrieben und von einer Truppe Magier aus der Stadt gejagt. Die Geschichte von Sonea, der Rebellin, beginnt, als solch eine Säuberung unmittelbar bevorsteht.

Sonea, der verfolgten Unterschicht angehörend, gerät in einen Hinterhalt und wird mit vielen anderen Menschen von Soldaten auf einem Platz eingekesselt. Dort tauchen dann auch die Magier auf, um das angebliche Gesindel unter Androhung magischer Gewalt zu vertreiben. Die aufgebrachte Menge setzt sich zur Wehr, schleudert Steine, Farbbeutel und Juckpulver-Geschosse auf die Zauberer. Doch diese schützen sich mit einer magischen Wand vor den Angriffen.

Als Sonea jedoch mit der Kraft der Verzweiflung aus der Gruppe ihrer Freunde heraus einen Stein auf die Magier schmettert, prallt dieser nicht am magischen Schutzschild ab, sondern durchdringt ihn, trifft einen Magier und lässt ihn bewusstlos zurück. Nach einer allgemeinen Schrecksekunde fassen sich die ungläubigen Magier und setzen zur Verfolgung des höchstgefährlichen Individuums an. Dabei treffen sie einen Jungen mit Zauberstrahlen, und als dieser tot neben Sonea zu Boden sinkt, weiß sie genau, dass sie den Magiern niemals in die Hände fallen darf.

Natürlich ist dem Leser von vornherein klar, dass die widerborstige und intelligente Sonea den Häschern der Gilde früher oder später in die Falle geht. Der erste Teil des Buches, in dem Sonea die Schwarzmagier mithilfe ihrer Freunde und der Diebeszunft mächtig an der Nase herumführt, ist deshalb aber nicht weniger unterhaltsam. Während das Mädchen also täglich ihren Unterschlupf wechselt und sich vom Oberdieb in den Kanälen und Katakomben der Stadt verstecken lässt, geben die anfangs leicht überforderten und immer noch geschockten Magier ihr Bestes, die Steinewerferin mit den übermenschlichen Kräften im Labyrinth der Altstadt zu finden.

Sonea steht also ziemlich unter Druck, und immer, wenn sich ihre Emotionen entladen, zeigen sich ihre neuen Kräfte. Da sie jedoch keine Ausbildung besitzt, kann sie diese magischen Manifestationen nicht kontrollieren, was letztlich dazu führt, dass die Magier sie orten und festsetzen. Kaum ist die direkte Gefahr beseitigt, die Sonea für sich und ihre Umwelt darstellte, beginnt die Gilde zu streiten: Was tun mit dem Mädchen: Kaltstellen oder ausbilden? Und wer wird ihr Mentor? Bis diese Fragen durch den Gilden-Rat unter Vorsitz des Hohen Lords geklärt werden können, muss Sonea mit ihrer neuen Situation klarkommen, versuchen ihre Freunde sie zu befreien, und spinnt ein karrieristischer Magier ein Intrigennetz, um Sonea auf seine Seite zu ziehen.

In seinen besten Momenten ist „;Die Rebellin“; die Entwicklungsgeschichte eines jungen Mädchens, das sich zwischen seiner trostlosen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft entscheiden muss. Soneas neu entdeckte Kräfte sind ihr bei der Entscheidungsfindung eher hinderlich, alte Freunde und neue Feinde machen die Sache nicht leichter. Soziale Bindungen und Konflikte, Loyalität sowie die Erkenntnis, dass ihr Leben an einem klaren Wendepunkt angekommen ist, stehen also beim ersten Teil der Sonea-Trilogie deutlich im Vordergrund. Nicht zum Nachteil der Geschichte. Was dabei jedoch ein wenig zu kurz kommt, ist eine vielschichtiger angelegte Zeichnung der Charaktere: Die Guten sind nur gut, die Bösen nur böse. Als einziger sticht der Hohe Lord heraus, der offensichtlich mehr Seiten hat, als er freiwillig preisgibt.

Rollenspieler könnten sich vielleicht eine tiefere inhaltliche Durchdringung der kyralischen Welt und ihrer Besonderheiten wünschen. Was den Leser auf alle Fälle in Teil zwei erwartet, ist die Ausbildung der angehenden Magierin. Angedeutet wird auch, dass dunkle Magie sowie innere und äußere Feinde der Gilde eine wichtige Rolle spielen werden.

Fazit: Wer viel Fantasy liest, dem bietet „;Die Gilde der Schwarzen Magier: Die Rebellin“; kurzweilige Unterhaltung. Ohne große Überraschungen, aber mit einem gewissen Potenzial. Wer nur hin und wieder zu Fantasy-Romanen greift, kommt schon eher auf seine Kosten.

Ihre Meinung zu »Trudi Canavan: Die Rebellin«

Setareh zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 12.03.2010
Ich muss sagen, ich begann das Buch mit eher gemischten Gefühlen.
Der Anfang des ersten Teiles war dann weit besser, als ich es erwartet hatte, obwohl er sich meiner Meinung nach doch ein wenig in die Länge zog.
Doch je weiter ich las, desto spannender wurde es, und irgendwann konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen :D
Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, und es gefällt mir, dass sie die Handlungen aufeinander aufbaut, sodass so ziemlich alles einen Sinn macht.
Trudi Canavan hat die Charaktere so unterschiedlich gestaltet, dass man sie einfach lieben oder hassen muss, und daher fiebert man immer mit, will immer wissen, was ihnen als Nächstes zustößt.

Nun ja, letzten Endes fand ich die Bücher so toll, dass ich sie mittlerweile nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch gelesen habe ;D
Daher bekommt "Die Gilde der Schwarzen Magier" auch von mir die verdiente volle Punktzahl!(:
Johanna zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 09.03.2010
Ich finde das diese Bücher einfach unglaublich sind!
Ich konnte mich so gut in Sonea hineinversetzen, dass ich auch fast alle ihre Handlungen vorausgesehen und verstanden habe, aber es wurde trotzdem nie langeweilig.
Nur das Ende des dritten Teils ist soooo traurig.
Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen=)
Villeicht hätte die Autorin es etwas fröhlicher gestallten lassen können...
Lolli zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 15.02.2010
Ich liebe diese drei Bücher mehr als jede andere Fantasy-Geschichte. Das zweite Buch finde ich am Besten, vor allem wegen den Kämpfen mit Regin und wegen Dorrien.
Ich finde, dass die Bücher super geschrieben und die Charaktere gut verteilt sind. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man gar nicht mehr aufhören. Das ist das Beste daran.

Viele Grüße an alle anderen "Die Rebellin"-Fans!
Akkarin zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 19.01.2010
Die Rebellin ist das erste Buch der Triologie und man muss sich erst einmal reinlesen da es in einer komplett anderen Welt spielt. Die Geschichte des ersten Buches finde ich perönlich auch erst ab dem Schluss gut, das ist aber mein Geschmack. Die beiden Nachvolger Die Novizin und Die Meisterin finde ich super gut. Die Vorgeschichte Magie die 2009 rauskam habe ich auch gelesen, sie gut aber man muss sie nicht lesen um des Buches willen, sondern nur wenn man unbedingt noch mehr von den Büchern will. Ich liebe diese Bücher und freu mich schon super auf das nächste Buch die Hüterin!!
Iris53 zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 11.12.2009
Meistens ist es ja so, daß bei einem Mehrteiler der 1. Roman der Beste ist. Das wäre allerdings enttäuschend, denn es würde bedeuten, dass die Nachfolger nur noch langweilig sind. Ich fand den Einstieg sehr, sehr zäh, die Handlung schob sich nur langsam voran und die Protagonisten waren wenig überzeugend. Erst zum Ende des Buches kam es etwas in Schwung. Bisher begeistert es mich wirklich nicht und ich hoffe nur, dass die beiden anderen Teile mehr Spannung bieten. (Ausnahmsweise habe ich mir mal die komplette Trilogie gekauft und werde sie nun auch lesen.)
Tommaso zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 07.09.2009
Obwohl ich was Fantasy romane angeht nur Trudi Canavan kenne muß ich sagen das ich mit ihr einen sehr guten Anfang gemacht habe.
"Die Rebellin","Die Novizin" und "Die Meisterin" sind wahrhaftig die besten Bücher die ich je gelesen habe. Diese Trilogie hat mich über Stunden gefesselt und so manches mal mußte ich über manche lustige Situation lauthals lachen.Etwas das mir beim lesen sehr gefällt und das ich auch sehr schätze ist die Erzählweise der geschichte die es dem Leser erlaubt sich alles sehr bildlich und klar vorzustellen.Meine Lieblingscharakter waren auf jeden Fall Sonea,Lord Rothen und zum Schluß auch Akkarin(am Anfang nicht ;-) )

Eigentlich sollte es ja ein Kommentar zu EINEM Buch werden aber ich nur wenig zu bemängeln und die anderen Bücher wurden nur noch besser somit mache ich nur einen Kommentar für die ganze Trilogie.
Lara zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 14.08.2009
Spannendes Buch voller Magie, eines meiner Lieblings-Fatasybücher. Die Geschichte von Sonea hat mich gefesselt, den Schreibstil von Trudi Cannavan fand ich flüssig und gut zu lesen. Zwar war der Anfang des Buches ein klein wenig zäh, aber später wurde es richtig gut. Freue mich schon darauf weitere Bücher von ihr zu lesen!
florimaus,12 zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 07.06.2009
ich liebe dieses buch ich durch meine eltere schwester draufgekommen sie hattte die bücher in ihrem regal schon ziemlich verstaupt ich hatte mal wieder nix zu lesen und da hatt vivi sie mir gezeigt und nach den ersten 20 seitn war ich schon verliebt was bei mir nicht sehr schnell passiert dadurch dass ich ziemlich wählerisch bin aber die Triologie "Die Gilde der schwarzen Magie" ist sooo geil ey ich kann net aufhören zu schwärmen denn es is so toll es ist eines meiner ALLER ALLER BESTEn LIEBLINGSBÜCHER schade das is ne Triologie is ICH vermiss es jetzt schon mal sehn ob die andern bücher von ihr auch so gut sind liebe grüßchen von mir eurer florimaus

PS.ich kann net verstehn wie die bücher enstauben können die sind doch so toll
Cerridwen zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 21.05.2009
Also wie ich feststelle, polarisiert der Roman "Die Rebellin" die Leser ziemlich.... :-))

Wer sich von dem Grundthema angezogen fühlt - eine Jugendliche gerät in einen Strudel von Ereignissen und muss sich weiterentwickeln - dem kann ich als Überbrückung, bis Trudi Canavan Neues von sich hören lässt, von Monika Felten die Runenreihe empfehlen!
Und zwar wärmstens....

VlG

Cerridwen
4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sandra87 zu »Trudi Canavan: Die Rebellin« 08.03.2009
Also ich bin eigentlich nie de große Leserin gewesen.Doch als ich die Bücher der Schwarzen Magier las,ha es mch sehr leicht zum lesen animiert.Das Buch "Die Rebellin" fängt langsam an ne is wie die anderen Bücher dieser Trilogie lecht zu lesen.Man kann sich gut in Hauptcharakter "sonea" gut hereinversetzen.
das Buch ist einfach Klasse!

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