Leseprobe

Magie von Trudi Canavan

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The Magician´s Apprentice, deutsche Ausgabe erstmals 2009 , 720 Seiten. ISBN 3-7645-3037-5. Übersetzung ins Deutsche von Michaela Link.

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In Kürze:

Tessia wächst als die Tochter eines Dorfheilers in Kyralia auf, und nichts wünscht sie sich mehr, als selbst Heilerin zu werden – sehr zum Ärger ihrer Mutter, die Tessia lieber verheiratet sehen möchte. Doch dann nimmt das Leben der jungen Frau eine dramatische Wendung! Als sie in der Burg ihres Lehnsherrn, des Magiers Lord Dakon, einen Verletzten versorgt, muss Tessia sich der brutalen Annäherungsversuche eines sachakanischen Zauberers erwehren – und gebraucht dabei instinktiv Magie.Plötzlich blickt sie einer völlig neuen Zukunft als Lord Dakons Novizin entgegen. Bei aller Begeisterung und allem Stolz über ihre unerwartete Bestimmung erkennt Tessia aber schon bald, dass mit ihren magischen Gaben auch große Gefahr einhergeht. Denn am Horizont zieht ein verheerender Krieg zwischen Kyralia und Sachaka auf – und Tessia muss schneller ihre Magie zu beherrschen lernen als je eine Novizin vor ihr …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Vorgeschichte der Gilde der schwarzen Magier“ 80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Das Königreich Kyralis prosperiert, seitdem man die Dominanz der Fremdherrscher aus Sachaka abgeschüttelt und die Sklaverei abgeschafft hat. Selbst in den abgelegenen Provinzen leben die Menschen unter der weisen Herrschaft der Magier gut. Neben dem Schutz sorgen die Magier mittels ihres Zehnten auch dafür, dass die Straßen instand gehalten, Häuser gebaut und Heiler beschäftigt werden.

Tessias Vater ist solch ein Heiler. Im Dienst Lord Dakons sorgt er in der abgelegenen Grenzprovinz dafür, dass Knochenbrüche gerichtet, Geschwüre entfernt und Infekte bekämpft werden. Seine Tochter geht ihm dabei versiert zur Hand, obwohl die allmächtige Heilergilde, aber auch die von Vorurteilen geplagten Bauern nie eine Frau als Heiler akzeptieren würden.

Eines Tages wird der Heiler ins Anwesen Lord Dakons gerufen. Ein sachakianischer Adeliger, ein Magier, ist dort zu Gast und hat seinen Sklaven schwer gezüchtigt. Nur dem großen Wissen und der Erfahrung von Ressias Vater ist es zu verdanken, dass der missbrauchte Junge überlebt. Als Tessia am nächsten Tag nach dem Rekonvaleszenten schaut, passt sie der fremde Magier ab und bedrängt sie. In höchster Not offenbart sie dabei ihre magische Kraft. Als Naturtalent ist Lord Dakon verpflichtet, sie in den magischen Künsten auszubilden. Zusammen mit seinem anderen Lehrling Jayan nimmt sie interessiert und talentiert den Unterricht auf, steht aber ihrem Vater, so er sie braucht, als kompetente Hilfe weiter zur Verfügung.

Als Lord Dakon zu seiner jährlichen Reise in die Hauptstadt aufbricht, begleiten ihn seine beiden Lehrlinge. Für Tessia eröffnet sich eine neue, eine andere Welt. Hier, fernab ihrer ländlichen Herkunft, bestaunt sie die Reichhaltigkeit des Angebots, die kulturellen Errungenschaften und nicht zuletzt die Erkenntnisse, die angehenden Heilern vermittelt werden. Doch dann, kaum hat sie erste Kontakte geknüpft, erreicht sie eine Schreckensmeldung. Ihr Heimatort wurde von marodierenden Sachakanern überfallen, die Bewohner – auch ihre Eltern – gnadenlos niedergemetzelt.

Was als Scharmützel begann, das weitet sich nur zu bald in einen von beiden Seiten verbissen geführten Bürgerkrieg aus. Die Sachakaner suchen ihre alte, zwischenzeitlich wohlhabende Provinz wieder zurückzuerobern, die Kyralianer stemmen sich mit aller Kraft gegen die Invasion. Dabei ruht die Last des Krieges im Wesentlichen auf den Magiern. Während die Invasoren gnadenlos ganze Ortschaften und Stadt niedermetzeln, um von den Getöteten Kraft aufzunehmen, ersinnen die heimischen Magier und ihre Lehrlinge neue Arten zusammenzuarbeiten. Der brutalen Kraft und Überlegenheit der marodierenden Invasionstruppen setzen sie somit Ideen und Einigkeit entgegen. Dennoch fordert der Kampf Opfer – mit Unterstützung Jayans hilft Tessia als magisch begabte Heilerin, wo sie nur helfen kann, selbst als die Magier nach ersten Erfolgen die Fackel des Kampfes in das Sachakanische Reich zurücktragen . …

Das besondere Rezept der Trudi Canavan – Fantasy nicht nur für Frauen

Was ist es nur, das Trudi Canavans Romane überall auf der Welt zu Bestsellern macht? Weder stilistisch noch von den inhaltlichen Ideen her unterscheidet sich das Gebotene sonderlich von den üblichen Plots, dennoch greifen Leser und Leserinnen in schöner Regelmäßigkeit nach den Werken aus Down Under. Neben der unbestritten sehr stimmungsvollen Äußeren Gestaltung der Titel sind es sicherlich die Personen, die insbesondere die weibliche Leserklientele ansprechen.

In aller Regel macht uns die Autorin mit einer jungen Frau bekannt. Diese wird vom Schicksal gebeutelt, setzt sich jedoch allen Widrigkeiten zum Trotz aufgrund ihres Mutes und ihrer Fähigkeiten durch. Vorliegend ist dies nicht anders. Sowohl die den Roman beherrschende Tessia als auch die erst im zweiten Teil zunächst eher sporadisch auftretende Stara, durch deren Augen wir Sachaka kennenlernen, entsprechend dem Schema. Beide sind intelligente junge Frauen, die aufgrund ihrer jeweiligen Talente ihren Platz in der Welt suchen, ja ihn selbstbewusst einfordern, dabei aber an Grenzen stoßen. Vorurteile gilt es zu überkommen, verkarstete Strukturen aufzubrechen, bevor sie ihr jeweiliges Ziel – unter großen Mühen versteht sich – erreichen.

Auf eine ganz eigene Weise nutzt Canavan dabei geschickt das Schema das den üblichen Fantasy-Questen und den Heldenepen zugrunde liegt. Auch hier ziehen junge Menschen – in diesem Fall eher schwertschwingende Recken – aus, allen Vorhersagen und Erwartungen zum Trotz gegen das Böse zu marschieren und letztlich zu obsiegen.

Was diese – und mit ihnen die Leser – durch den mehr oder minder gekonnten Einsatz von Schlagwaffen oder Bannsprüchen erreichen, nämlich letztlich über ihre Gegner zu triumphieren, das transferiert Canavan auf den Kampf ihrer Protagonistinnen gegen ihre vorgegebene geschlechtsspezifische Rolle, gegen die diese mutigen und intelligenten Frauen sich auflehnen. Auch sie stehen einer Übermacht gegenüber, nämlich der Gewohnheit, auch sie müssen unter Einsatz ihres ganzen Willens kämpfen, um sich durchzusetzen. Dass dies aber nicht unbedingt ein leichterer Kampf ist, dass es oftmals viel mehr braucht, um überkommene Vorstellungen aufzuweichen, lässt ihren Triumph letztlich nur um so größer und erhebender erscheinen.

Die Leser-Innen können sich dabei gut in ihre Erzähler hineinversetzen, fühlen mit ihnen mit, leiden mit ihnen und triumphieren mit diesen. Dass das romantische Element eher dezent eingesetzt wird, spricht nur für die Werke, statt dessen bemüht sich die Autorin, ihre Welt mit einer überzeugenden Pseudo-Geschichte auszustatten.

Der Schwerpunkt der Romane – und hierzu gehört vorliegende Vorgeschichte der Trilogie um die „Gilde der schwarzen Magier“ definitiv dazu – liegt bei den vielschichtig gezeichneten Personen, deren Schicksale den Leser anrühren, deren Handlungen ihn oder besser sie an die Seiten bannen. Dabei ist dies ausdrücklich keine typische Frauenlektüre, auch die so genannten Herren der Schöpfung werden hier spannend und kurzweilig unterhalten.

Ihre Meinung zu »Trudi Canavan: Magie«

Schüfi zu »Trudi Canavan: Magie« 01.01.2010
ich kann mich ja irren, aber ich glaube frau canavan hat sich ein bisschen in ihrer eigenen Zeit vertan. Während in der geschichte von Sonea die verwandlung das Sachakanische Ödland, und die Bildung der Magiergilde mehrere hundert Jahre auseinander liegen, passieren diese Dinge in diesem Buch innerhalb von zwanzig Jahren.


Trotzdem fand ich das Buch super und freue mich riesig auf die Fortsetzung der Geschichte von Sonea.
Herwig zu »Trudi Canavan: Magie« 30.11.2009
Gemischte Gefühle

Als Mann und "treuer" Canavan Leser bin ich etwas missmutig. Die Story, mag sie Soneas ähneln, ist bis zu den kriegerischen Absichten der Kyralier ok-gut. Danach flacht sie ab und wird zum Ende hin hektisch sprunghaft.
Warum wird Stara überhaupt aufs Papier gebracht? Das bringt der Geschichte nichts, auch wenn da für die Zukunft ggf noch etwas daraus werden kann.
Sinnvoller wäre es gewesen den zweiten Teil des Krieges als Nebenschauplatz zu beschreiben und sich dafür die Heilergilde zu widmen, die eigentlich einzig logische Weiterführung der Handlung nachdem zuvor soviel Zeit dafür aufgebracht wurde (inkl Jayan).
Dies fehlt komplett, dafür gibt es ein unbefriedigendes Ende samt sinnlosen Epilog. Schade drum, denn bis zur Halbzeit (erstes Treffen der Armeen) wars ein (typisch?) gutes Canavan Buch.
Silberfee28 zu »Trudi Canavan: Magie« 10.10.2009
Zum Inhalt:
Tessia, die Tochter des Heilers von Mandryn, entdeckt zufällig bei einer Begegnung mit dem feindlichen Magier aus Sachaka , ihre magischen Kräfte. Lord Dakon, der Magier von Madryn, beginnt daraufhin Tessia als Meisterschülerin zu unterrichten. Tessia, lernt das erste Mal in ihrem Leben das dieses Leben an sich nicht nur Sonnenseiten sondern auch Schattenseiten hat, besonders als sie ihrem Meister im Kampf gegen das Nachbarland zur Seite stehen muss…..

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe die drei Bände zu dem dieses Buch die Vorgeschichte bilden sehr ansprechend und von der Autorin sehr gut umgesetzt.
Natürlich stellt man auch dementsprechend gewisse „Anforderungen“ an dieses Buch dessen war ich mir bewusst. Ich muss daher auch sagen, das ich als Leser von den ersten 100 Seiten doch ein wenig enttäuscht war. Man hatte als Leser das Gefühl hier wird die Geschichte von Sonea nacherzählt.
Auch die Handlungsmuster und Personenkonstellationen verlaufen ähnlich, so dass einem die Parallelen zum ersten Buch „Die Rebellin“ einfach unweigerlich ins Auge springen müssen, ja sich geradezu aufdrängen.
Ich habe das das Buch einfach losgelöst vom eigentlich Titel und der eigentlichen Intention der Autorin betrachtet und muss sagen unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, finde ich das Buch gut und auch empfehlenswert zu lesen. Ich komme zu diesem Schluss weil es sich- meiner Meinung- um gut geschriebene „Realitäts-Fantasy“ handelt die zu keinem Moment ins Unglaubwürdige abdriftet.
Dennoch habe ich einige kleine Kritikpunkte die ich noch anfügen möchte.
Gegen Mitte des Buches gewinnt zwar die Story an Fahrt, es wird wesentlich interessanter wenn auch immer noch genügend langatmige Passagen zu finden sind, was aber ganz deutlich auf Kosten der Übersichtlichkeit der einzelnen Charaktere geht. Plötzlich gibt es jede Menge Lords, Meisterschüler, Bündnisse und Gegner die wiederum auch Gruppierungen bilden. Gerade die Lords kann man kaum noch auseinander halten zumal einige wirklich sehr ähnliche Namen haben. Da wären vielleicht wenige aber dafür solidere und tiefgründigere Charaktere für die eigentliche Story bestimmt hilfreicher gewesen. Der andere Kritikpunkt bezieht sich darauf, das der Hauptcharakter plötzlich zum Nebencharakter wird und sich das Buch zunehmend mit Kampfszenen und Kriegsschauplätzen „geschmückt“ wird.
Mehr sollte vom eigentlichen Buch nicht verraten werden, um den Leser die Möglichkeit zu geben sich selber ein Bild zu machen.
Fazit:
Wer die ersten drei Bände gelesen hat, muss dieses Buch nicht zwingend lesen sondern kommt auch so ganz gut ohne das Wissen aud der Vorgeschichte durch die Trilogie. Wer jedoch mit der Trilogie erst beginnt, sollte sich die Zeit nehmen und mit diesem Buch beginnen. Es ist sicherlich nicht das Buch was alle Leser erwartet haben und es ist auch nicht annähernd so gut wie die Trilogie selber, aber durchaus lesbar. Ich sehe das Buch mit gemischten Gefühlen auf der einen Seite ist es nett geschrieben aber auf der anderen Seite hat sich das Preis-Leistungsverhältnis im Gegensatz zur Trilogie deutlich verschlechtert.
Anna zu »Trudi Canavan: Magie« 27.09.2009
Hallo,
meine Mutter hat mir vor ca. drei Wochen Die Rebellin empfolen, ich habe auch sofort angefangen es zu lesen ca. eine Woche später habe ich mir auch direkt Die Novizin gekauft!
Da ich jetzt die ersten beiden durch habe kaufe ich mit Mittwoch sofort Die Meisterin und hoffe das es genauso spannend ist wie die ersten beiden!
Dazu werde ich mir auch Magie direkt holen da es ja scheinbar auch in Kyralia spielt!
Ihr habt mich jetzt richtig neugierig auf Magie gemacht!
Könnte mir jemand vielleicht sagen ob die andere Trelogie genauso gut is wie Die Gilde der schwarzen Magier????

Liebe Grüße Anna
Tommaso zu »Trudi Canavan: Magie« 07.09.2009
Ein tolles Buch das die Vorgeschichte zu "Die Gilde der schwarzen Magier"-Trilogie spannend und unterhaltsam erzählt.Schön ist auch das einige Dinge gut erklärt wurden die in der Trilogie vorkamen(man siehe nur Kevin93 und das Thema Höhere Magie was ja im buch auch näher erklärt wurde).Ich hoffe das es von Trudi Canavan noch mehr solcher Bücher geben wird? Bis jetzt habe ich die beiden Trilogien und "Magie" von ihr gelesen und bin traurig das es keine anderen mehr gibt.
Kevin93 zu »Trudi Canavan: Magie« 23.08.2009
Also ich war von anfang an begeistert von diesem Buch. Ich habe vorher auch schon alle Teile von der Gilde der Schwarzen Magier mit Begeisterung gelesen.
Trudi Canavan schreibt einfach fesselnde Bücher die man so leicht nicht aus der Hand legen kann, jedenfalls geht es mir so.
Vor allem der Aspekt das es damals normal was ´´Höhere Magie´´ zu benutzen fand ich faszinierend da dies ja in den anderen Teilen strengstens verboten ist.
Also alles in Allem ein 100% MUSS für Alle fans von Trudi Canavan.

Hoffe es kommen Nachfolgerteile von Magie

Weiter so Trudi
Laura zu »Trudi Canavan: Magie« 27.07.2009
Also ich kann dem , was Katrin sagt, definitiv nicht zustimmen. ich habe das Buch sogar auf Englisch gelesen, was nicht sehr einfach für mich ist (bin gerademal 17) und fand es trotzdem total toll.

Ich kam zwar schleichend vorran, habe trotzdem fast jeden Tag gelesen, weil es so spannend war. Nur den Schluss hätte ich mir noch etwas detailierter vorgestellt..vor allem was die Frauen um Stara betrifft.
Andreas zu »Trudi Canavan: Magie« 25.07.2009
Gut aber nicht ihr Bestes

Das Buch ist sehr spannend und ich habe gerne bis spät in die Nacht darin gelesen. Es ist sehr interessant die Vergangenheit (Aus Sicht der ersten Trilogie) zu erleben.
Die Handlung wirkt etwas schlauchartig was wohl dadurch begründet ist das die entscheidenden Ereignisse bereits in der ersten Trilogie festgelehgt wurden.
Die Charaktere sind den Alten ähnlich unterscheiden sich jedoch auch von ihnen. Sie bleiben im Vergleich zu den Alten jedoch flach. Es erscheint häufig so als wären sie geschaffen worden um die Geschichte erzählen zu können und nicht als wären sie Menschen die auf die Geschichte reagieren. Erfreuliche Ausnahmen gibt es bei einigen Nebenfiguren. An erster Stelle Lord Daxon und Lord Nervelan auch König Errik wirkt echt.
Besonders gelungen finde ich Takadeo und seinen Sklaven.
Als Fazit lässt sich sagen das es ein Lesenswertes Buch ist für alle die schon die schwarze Magier Trilogie gemocht haben, auch wenn es nicht ganz dieses NIveau erreicht.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf das nächste Buch um mehr über die Geschichte der Magiergilde zu erfahren.
Katrin zu »Trudi Canavan: Magie« 05.06.2009
Ich sehe schon, ich weiche mit meiner Meinung von der hiesigen Lesermehrheit total ab, aber...
ich fand "Magie" von der Story her flach und für den Preis als Hardcover viel zu teuer. Ein absoluter Fehlkauf für das Geld, welchen ich auch schleunigst wieder losgeworden bin.
Meine Meinung in einem Satz zusammengefasst: Nein danke, nie wieder so ein Buch von Frau C.!

Gründe für mein Urteil:
Die erste Protagonistin Tessia ähnelt viel zu sehr Sonea. Dadurch ist sie absolut nicht origenell und ich hatte das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben. Da haperte es wohl an neuen Ideen wie mir scheint, obwohl der Beginn mit der Operation furios war. Auf der Schiene hätte es weiter ablaufen sollen, anstatt alles mit Macht in einen Krieg pressen zu wollen.

Die Charaktere sind stattdessen nur sinnlos auf Achse und dadurch ist keine Ruhe in dem Buch zu finden. Die Kämpfe sind auch absolut nicht gelungen (ich würde mir wohl allein aufgrund der Lektüre einiger Bücher über Kriegsgeschichte originellere Kampfszenarien vorstellen können als die liebe Frau C.) und die Story der Sachakanerin Stara ist viel zu klischeehaft. Schwarz-weiß-Schema sage ich nur. Alles ist entweder Gut oder Böse und die Frauen werden unterdrückt. Wo wurde da wohl ausgeliehen?
Vor allem aber ist der größte Minuspunkt, dass der Hauptcharakter Tessia (vom Anfang, bevor das Buch sich splittet) zur Zuschauerin degradiert wird und außer einem Bisschen Heilen hier und da einfach nichts mehr macht. Sie ist und bleibt eine "dumme" (nach Magiermaßstab) Novizin, die im Krieg witzlos ist. Stara hingegen fiel die ganze Magie quasi in den Schoß wie es sich liest. Und dann kommt noch obendrauf eine lauwarme Aufwärmung von Soneas Konfliktgeschichte (Regin) für Tessia. Noch eine Plot-Wiederholung mehr.
Da ging es dann auch absolut gar nicht mehr bei mir, denn die liebe Heilerstochter ist im Gegensatz dazu das halbe Buch lang von ihren Gefühlen (was die unrealistische Verarbeitung des Todes ihrer Eltern angeht) der reinste Kühlschrank. Und dann verliebt sie sich ganz ganz plötzlich. Wer's glaubt.
Das Ende des Buches kommt auch noch viel zu kurz daher (der Epilog - in der Story Jahre danach). Wie es danach mit einigen Charakteren weiter ging (Tessias Lehrer) wird mal eben in einem Nebenabsatz in indirekter Rede erklärt. Das ist nicht gerade der beste Erzählstil wie ich finde.

Ich musste mich echt durch das Ding durchkämpfen und habe beschlossen, nichts mehr von der Autorin zu kaufen. Die nächsten Abhandlungen werde ich höchstens noch leihen, da Frau C. in meinen Augen einfach nur nachlässt. An diesem Buch wurde soviel verschenkt, dass kaum noch etwas originelles übrig blieb. Sogar das Füllen der Landkarte von Kyralia mit Leben wurde irgendwie verdorben, da die Dörfer in ihrer Beschreibung einfach nur austauschbar waren.
firespeeder zu »Trudi Canavan: Magie« 01.06.2009
Wie die anderen schon sagten: Das Buch ist genau wie die anderen Bücher von der Gilde der Schwarzen Magier fesselnd.Ich habe als bis 2 Uhr Nachts gelesen weil ich einfach nicht aufhören konnte. Ein großes Lob an Trudi von mir.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.
Also von daher: TRUDI GIB GAS :D!

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