Priester von Trudi Canavan
Buchvorstellung und Rezension
- Fantasy
- Science-Fiction
- Horror
- Mystery
In Kürze:
Die junge Auraya ist auserwählt, eine Priesterin der Weißen zu werden. Doch diese Ehre bedeutet auch, dass sie ihre Heimat für immer hinter sich lassen muss. Dabei könnte Auraya die Hilfe ihrer alten Freunde nun dringend gebrauchen. Denn geheimnisvolle, schwarz gekleidete Zauberer sind ausgeschwärmt – und verfolgen anscheinend nur ein Ziel: die totale Auslöschung des Weißen Ordens …
Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein neues Fantasy-Epos beginnt!“
Fantasy-Rezension von Verena Wolf
Trudi Canavan hat mit ihrer ersten Trilogie „;Die Gilde der Schwarzen Magier“; einen internationalen Bestseller gelandet und sich in den Fantasy-Fanhimmel katapultiert. Lang ersehnt erscheint jetzt der erste dicke Teil ihrer neuen Serie „;Das Zeitalter der Fünf“; auf Deutsch. Anders als auf Englisch heißt er nicht umständlich „;Die Pristerin der Weißen“; sondern einfach: „;Priester.“; Schon jetzt ist sicher, das wird ein Erfolg! Wieder wählt Canavan eine weibliche Heldin. Und das ist gut so. Die junge Auraya wird von den fünf Weißen als Priesterin erwählt und wird damit eine eine der fünf Unsterblichen, die direkte Vertreter der fünf Götter auf Erden sind. Aber die Ehre bedeutet auch viel Verantwortung und das Eintauchen in eine neue Welt voller Intrigen, fremder Völker, neuer Freunde und Feinde.
Canavan zieht in „;Priester” alle Fantasy-Register. Es gibt magiebegabte Priester, böse Zauberer, seltsame Vogel- und Fischwesenvölker und sehr niedliche sprechende Tierchen. Auch gibt es einen Außenseiter, der es schwer hat, weil er zu schlau und introvertiert ist, eine geheime, verbotene Liebe und eine junge, aber starke Heldin Auraya, die erwählt wurde, Großes zu vollbringen. Manchmal bleibt das in diesem ersten Teil noch etwas erklärend und bedient sich bekannter Fantasy-Elemente wie zum Beispiel Pentagramm-tragende, schwarzgekleidete Priester oder ein Schachspiel als Sinnbild für das große Ränkespiel. Man könnte Canavan deswegen vorwerfen, dass sie auf recht ausgetretenen Fantasy-Pfaden wandelt, aber einen wahren Fantasyfan wird das nicht weiter stören, denn diese magische Welt der Weißen ist in sich logisch und äußerst liebevoll ausgestaltet. Und Fans von Canavan werden das neue Buch lieben, denn die Australierin ist sich und ihrem Stil treu geblieben. Michaela Link, die bereits “;Die Gilde der Schwarzen Magier„; ins Deutsche übertrug, hat den Erzählstil perfekt übersetzt.
Dataillierte Parallelgeschichten
Auraya ist zwar die erklärte Hauptfigur, aber nur in einem Erzählstrang. Aber Erzählstränge gibt es viele. Canavan springt oft zwischen den verschiedenen Handlungen, das kann am Anfang verwirren. Zum einen gibt es die Traumweber, eine Art naturverbundene magische Heiler, die jedoch als Heiden keinen guten Stand haben. Unglücklicherweise verliebt sich Auraya ausgerechnet in einen dieser Traumweber und muss sich zwischen Pflicht und Gefühl entscheiden. Der Konflikt zwischen Traumwebern und Weißen-Gläubigen wird sich noch zuspitzen, soviel sei verraten. Dann gibt es noch die Geschichte von Drilli und Tryss, die als Geflügelte ihren Weg finden müssen, die finsteren Pentadrianer und viele Fast-Alliierte, Freunde, Bürgerliche, Berater …Aber keine Angst, man blickt nach einer Weile in diesem Potporri von verschiedenen Wesen, Geschichten und Episoden durch und außerdem gibt es ein Namens- und Orteregister! Und wenn es noch komplexer wird lässt Canavan sowieso schnell jemand ein paar erklärende Worte denken, damit man auch sicher versteht, was geschieht. Also Sicherheitsseile gibt es genug.
Die interessantesten Charaktere sind in “;das Zeitalter der Fünf„; nicht unbedingt die besonders Edlen und Schönen, auch wenn es auf den 827 Seiten von “;Prister„; einige davon gibt. Absolutes Highlight ist “;Unfug„;, das kleine telepathische eichhörnchenähnliche Haustier von Auraya, das nicht nur sie sondern auch den Leser schnell erobert. Auch Mirar, ein herrlich politisch inkorrekten Ur-Traumweber, der in Leiards Geist lebt ist zu empfehlen, genauso wie Emerahl, eine uralte Hexe, die sich auch schon mal als Prostituierte verdingt, wenn sie pleite ist.
Strahlende Heldin
Was aber wirklich schön ist und Spaß macht, ist das Gefühl “;Alles wird schon irgendwie gut werden„;. Auraya wird – das wird ausführlich beschrieben- ins kalte Wasser geworfen und muss schwimmen lernen, aber das tut sie bravorös. Immer wenn es trotzdem wirklich eng wird, bekommt sie von den Göttern eine neue Gabe, die sie und ihre Verbündeten weiterbringt und sie kann helfen wie eine edlere Version von Superwoman! Das ist zwar sehr märchenhaft, aber man gönnt es ihr und sich selbst als Leser. Vor allem weil man ahnt, das wird nicht ewig so weitergehen können, Unheil droht! Mit “;Priester„; bekommt man einen Einstiegsschmöker, der einen in eine Canavan typische, wenn auch diesmal religiöse fantastische Welt entührt. Leider ist er trotz der vielen Seiten schon zu Ende als man düster versteht, welcher Gefahr sich Auraya stellen muss. Im zweiten Teil “;Magier"; wird man erst mehr erfahren.
Ihre Meinung zu »Trudi Canavan: Priester«
| blackmundo zu »Trudi Canavan: Priester« | 08.12.2009 |
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| Faby zu »Trudi Canavan: Priester« | 05.10.2009 |
| Ticva zu »Trudi Canavan: Priester« | 16.09.2009 |
| Tommaso zu »Trudi Canavan: Priester« | 07.09.2009 |
| Tommaso zu »Trudi Canavan: Priester« | 07.09.2009 |
| Mirar zu »Trudi Canavan: Priester« | 26.05.2009 |
| Kalahari zu »Trudi Canavan: Priester« | 03.03.2009 |
| carriehoney zu »Trudi Canavan: Priester« | 11.01.2009 |
| Majaranda zu »Trudi Canavan: Priester« | 03.08.2008 |
| Madeline zu »Trudi Canavan: Priester« | 16.07.2008 |
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