Lycana von Ulrike Schweikert

Buchvorstellungund Rezension

Lycana von Ulrike Schweikert

Originalausgabe erschienen 2008, 480 Seiten.ISBN 3-570-30479-5.

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In Kürze:

Ende des 19. Jahrhunderts ist die Macht der letzten Vampir-Clans in Europa am Schwinden. Um das Überleben ihrer Gattung zu sichern, beschließen die Altehrwürdigen, ihre Nachkommen fortan gemeinsam auszubilden. Beim irischen Clan der Lycana sollen die jungen Vampire die Magie des Gestaltwandelns erlernen. Doch bei ihrer Ankunft an der wilden Küste Irlands geraten die Erben der Nacht in eine jahrhundertealte blutige Fehde – den Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Der Vampirnachwuchs auf der Insel“60

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Ein Jahr ist es her, dass die Erben der Nacht, der dünne Nachwuchs der letzten, mächtigen Vampirsippen in Rom ihre erste gemeinsame Zeit des Lernens und des Kennenlernens bewältigt haben. Trotz aller Ressentiments, trotz Animositäten und Vorurteilen haben die jungen Nosferatu gelernt zusammenzuarbeiten und ihre jeweiligen Stärken zum gemeinsamen Wohl einzubringen. Mehr noch, zwischen vier der Erben wurden zaghaft zunächst – aber immerhin – Bande der Freundschaft und des gegenseitigen Vertrauens geknüpft.

Das zweite Studienjahr, so will es das Los, werden die Erben auf der grünen Insel verbringen. Irland, das steht für grüne Hügel, wild tobendes Meer, alte Burgen und einen immer währenden Freiheitskampf gegen die englischen Unterdrücker. Irland steht aber auch für die Fähigkeit der Geschöpfe der Nacht, sich zu transformieren. Sei es, dass die Vampire eine nebelhafte Form annehmen, oder sich in Tiere – vornehmlich wegen der charakterlichen Ähnlichkeit Wölfe, aber auch Fledermäuse und Vögel – verwandeln, eine solche Gabe kann im Kampf ums eigene Überleben nicht hoch genug gewertet werden.

Kaum in Irland angekommen, lernen unsere jungen Bluttrinker aber auch, dass Vampire nicht die einzigen Wiedergänger sind, die sich auf Erden tummeln. Seit Jahrzehnten befriedet der Pakt, ein von Druiden, Vampiren und Werwölfen geschlossenes Bündnis den schwelenden Konflikt zwischen Werwölfen und Vampiren. Als ein Liebespaar, ein Werwesen und eine Vampirin grausam angegriffen werden, entflammt der Konflikt erneut. Oberflächlich geht es um die Seele Irlands – den cloch adhair, den magischen Kraftstein Irlands, dessen Herausgabe aus der Obhut der Werwölfe ansteht. Doch Kriegstreiber auf beiden Seiten sorgen dafür, dass die explosive Lage eskaliert. Alisa, die Hamburger Vampirin aus dem Clan der Vamila, Luciano, ein Nosferas aus Rom, Franz Leopold de Draca aus Wien und Ivy, die bezaubernde Vampirin aus Irland vom Clan der Lycaner, die immer von einem weißen, geheimnisvollen Wolf begleitet wird, sehen sich aber nicht nur einem Krieg der Rassen gegenüber, auch ein geheimnisvoller Intrigant trachtet danach, die Erben und ihre Mission zu vernichten …

Malerische Kulisse für Gefühle

Ulrike Schweikerts historische Romane erfreuen sich bei den Lesern größten Zuspruchs. Mit einem Gespür für geschichtliche Ereignisse entführt sie ihre Leser dort in eine lebendige Vergangenheit. Ihre phantastischen Stoffe hatten mich dagegen nicht ganz so überzeugt. Zu oberflächlich blieb die Charakterdarstellung meist, zu schablonenhaft die Handlung. Um so überraschter war ich, als ich im ersten Band der „;Erben der Nacht“ plötzlich und unerwartet auf eine stringente Handlung voller Tempo in einer faszinierenden Kulisse traf. Insofern machte ich mich mit einigen Erwartungen an die Lektüre des vorliegenden Werkes.

Die raue, beeindruckende Kulisse der irischen Insel, dazu alte Burgen und Konflikte, ein paar historische Gestalten (Bram Stoker und Oscar Wilde sind hier zu nennen), dazu emotionale Verwicklungen, eine tragische Liebesgeschichte gar, das sollte eigentlich für eine spannende Lektüre sorgen.

Und die Autorin hat ihre Hausaufgaben gemacht. Reisen nach Irland sorgen dafür, dass sie ihrem Leser immer wieder geschichtliche Ereignisse näher bringt und Landschaftsbeschreibungen, Traditionen und Denkweisen der Bewohner in ihre Handlung einfließen lässt. Dies geht aber leider zu Lasten der Flüssigkeit der Lektüre. So historisch verbürgt die Geschichten auch sind, die vielen Szenenwechsel stören das Tempo der Erzählung. Immer wenn ich dachte, dass es nun voranginge mit dem Plot, dass die durchaus actionreiche Handlung voranpreschen würde, nahm sie bildlich gesprochen den Fuß vom Gas.

Unser Protagonisten-Quartett, die Ausbildung der Vampire und deren Gruppenentwicklung treten über weite Strecken deutlich in den Hintergrund. Statt dessen berichtet uns Schweikert in eingeschobenen Passagen von Verschwörern und Partisanen, von Verrat und Intrigen, die vordergründig nichts mit dem Vampirnachwuchs zu tun haben. Erst in der Nachschau wird deutlich, warum sie die jeweilige Person vorstellt, wie sich die beschriebenen Ereignisse in ihren Plot einfügen.

Wenn sich die Autorin ihrem nennen wir es einmal Handlungsquartett zuwendet, dann wirken die Figuren lebendig, dann entwickeln sich diese, fühlen und leben. Die Nebengestalten aber bleiben im Vergleich dazu blass, ja eindimensional. Dazu kommt, dass dem Leser eine wahre Odyssee quer durch Irland bevorsteht. Zog der Auftaktband viel seines Flairs aus der Beschreibung Roms, so bleibt schlicht kein Raum, um die vielen Schauplätze in Irland wirklich vorzustellen, zumal eine noch so beeindruckende, aber ständig sich wiederholende Naturkulisse nie die Ausstrahlung erreicht, die die Caesarischen Bauten der Italienischen Hauptstadt ausstrahlten.

Anzumerken ist auch, dass den emotionalen Verwicklungen weit mehr Platz eingeräumt wird, als im ersten Band. Wer ist mit wem befreundet, wer entwickelt Gefühle für wen – Stephenie Meyer lässt ansatzweise grüßen. Noch immer ist es eine Geschichte über die Überwindung von Vorurteilen, über Vertrauen und Freundschaft. Doch das Augenmerk wendet sich deutlicher als im Auftaktband einem jugendlicheren Publikum zu.

Letztendlich werden zwar die Ereignisse zu einem vorhersehbaren Abschluss gebracht, bleibt der Leser aber auch mit genügend offenen Fragen zurück, um so auf den nächsten Teil gespannt zu machen. Leider nicht ganz das Niveau des ersten Romans, aber insbesondere Leser-innen werden sich in der malerischen Kulisse und den aufkommenden Gefühlswirrungen wohl fühlen.

Ihre Meinung zu »Ulrike Schweikert: Lycana«

Alisa de Vamalia zu »Ulrike Schweikert: Lycana«26.02.2012
also ich liebe diese bücher! vorallem der 4. teil... lycana schwächelt meiner meinung nach ein bisschen, wegen der geschichte zwischen ivy und leo. *grummel* naja im 4. band ändert sich das ja totaaal *strahl*
wer findet bei twillight ist zu viel schmalz und bei harry potter zu wenig, sollte UNBEDINGT die erben der nacht lesen! es ist eine gelungene mischung aus spannung, vampiren, romantik und historie!
ich kann sie nur weiterempfehlen, denn sie sind einfach nur großartig (und meine absoluten lieblingsbücher... xDD)!
---> für vampirfanatiker und spannungsliebhaber
(so wie mich!)
cookie zu »Ulrike Schweikert: Lycana«10.06.2010
Ich fände es besser wenn sich der Franz Leopold in die Alisa verlieben würde, ich habe das zweite Buch zwar noch nicht ganz fertig gelesen, aber so wie mir das scheint, ist die Sache klar!

Vielleicht könnte man mich ein bisschen aufklären, verliebt sich der Dracas noch in Alisa, oder ist er schon in Ivy verliebt?

Mir ist es eigentlich egal und ich werde die Bücher noch lesen und sie gerne weiterempfehlen
Alisa de Vamalia zu »Ulrike Schweikert: Lycana«14.01.2010
Also ich kann dazu nur sagen, dass ich das buch verschlungen habe und es keinesfalls unter niveau fand. Ich habe auch Pyras, den dritten Band gelesen, und muss dazu sagen, dass auch dieser nicht an qualität verliert!!
ich kann nur jedem raten die bücher zu lesen, da sie nicht nur ein billiger abklatsch von anderen büchern sind, wie es inzwischen viel zu häufig vorkommt...
Jetzt freue ich mich auf den viertel Teil und hoffe auf ein weiteres tolles Buch :D

lg ^^
Malcom de Vyrad zu »Ulrike Schweikert: Lycana«27.02.2009
Ich habe jez beide Bücher gelesen und finde diese sehr interessant, weil ich schon von kind an ein Vampir-Fan bin. Die ganze Geschichte rund um die Erben und die ganzen verschwörungen anderer Vampire, die Erben zu vernichten, finde ich hervorragend, besonders in Band 2 finde ich ziemlich gut, da man erfähr was mit dem Bibliothekar Leandro des Clanes der Nosferas passiert ist. Was ich auch gut finde ist, dass die Vamalia und die Lycana respektvoll mit ihren Servienten umgehen und sie als normale Vampire betrachten und nicht als reine Sklaven.
Hoffe das noch mehr Bücher rauskommen, so 5 Stück wenns möglich ist, pro Clan ein Buch.
Ivy-Máire de Lycana zu »Ulrike Schweikert: Lycana«22.01.2009
Ich habe beide Bücher selbst gelesen, genauso aufmerksam wie ich Herr Kuhrs Bewertung las und trotz mehrfachem (aber immer spannenden) Durchschmökern des zweiten Buches, kann ich nichts von dem entdecken, was Sie beschreiben!

Ich weiß, dass man nicht nur vieles in ein Buch hineininterpretieren, sondern es auch aus einem gewissen...nun ja, Blickwinkel mit Beachtung besonderer Dinke betrachten kann.

Doch erschien mir das Buch auch unter Beachtung ihrer Kritik spannend und keinesfalls unter Niveau des ersten. Sachen die mir besonders gefielen, war zum Beispiel die im ersten Band nur angedeutete unrechte Tat von Franz-Leopold de Dracas.
Denn das zeigt uns, im Gegensatz zu den Büchern von Stephenie Meyer, dass auch Vampire (mögen sie noch so hübsch sein) Fehler haben.
muffinfreak zu »Ulrike Schweikert: Lycana«16.12.2008
Ich bin bereits dabei diese buch zu lesen... nätürlich las ich mir erst mal die Zusammenfassung durch. Dennoch wundert es mich sehr, einige Sachen von Hr. Kur zu glauben. Ich selber bin ein sehr fleißger Leser und möchte hierzu noch was fragen. Wie kann das sein, dass sie dieses Buch mit dem Kommentar:
"Doch das Augenmerk wendet sich deutlicher als im Auftaktband einem jugendlicheren Publikum zu." Sie Hr. Kur düfen nicht vergessen, wie viele der älteren Erwachsen heutzutage es bevorzugen, in solchen Bücher lieber zu stöbern als in Romane wie z.B. :"Schokolade zum Frühstück, die weiße Masai.. ct"!
Sicherlich glaub ich kaum dem Recht zu geben was sie mit der Aussage damit meinen. Schließlich ist mir bekannt, dass etliche ältere Menschen und zwar auch schon einige in Altersheimen solche Bücher bevorzugen. Was auch anderes rum bei Jugendlichen es immer mehr in die andere Richtung geht. Sprich: Jugendliche Interesse von Bücher gehen immer mehr in die Richtung von langweiligeren Romanen wie z.B. schon oben genannte.

Soll nicht böse gemeint sein aber ich kann es nicht ganz verstehen.

mfg Muffinfreak
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