Ursula K. Le Guin

Ursula Kroeber Le Guin wurde am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien als Tochter der Schriftstellerin Theodora Kroeber und des Professors für Anthropologie Alfred Louis Kroeber geboren. Sie war die jüngste von vier Kindern.

Sie studierte ab 1947 am Radcliffe College französische und italienische Geschichte mit Schwerpunkt Renaissance und erhielt 1952 an der Columbia University den Magistergrad. 1953 heiratete sie den Professor für Geschichte Charles A. Le Guin, den sie während eines Aufbaustudiums in Frankreich kennengelernt hatte. Nachdem sie zwei Töchter und einen Sohn bekam, gab sie den Gedanken an eine Dissertation auf. Sie unterrichtete mehrere Jahre nebenher an amerikanischen Universitäten. In den 1970er Jahren nahm sie diese Tätigkeit erneut auf.

Ihre Schriftstellerkarriere begann sie 1951 mit dem Schreiben von Gedichten. Für ihre Romane fand sie keinen Verlag, so daß sie sich der Science Fiction zuwandte. Anfang der 1960er Jahre wurden ihre ersten Kurzgeschichten veröffentlicht. 1966 erschien dann ihr ersten Roman. Ihr Durchbruch gelang ihr 1969 mit dem Roman „Winterplanet“, für den sie als erste Frau gleichzeitig die beiden wichtigsten Preise der phantastischen Literatur erhielt: den Hugo und den Nebula Award. Das Kunststück konnte sie 1974 mit „The Dispossessed“ wiederholen. Neben weiteren Auszeichnungen mit Hugo und Nebula erhielt sie unter anderem auch jeweils mehrfach den World Fantasy Award, den James Tiptree Jr. Award, den Endeavour Award und den Asimov’s Readers' Poll Award. Außerdem war sie dreimal für den Pulitzer-Preis nominiert. 1979 wurde sie zum „Grandmaster of Fantasy“ ernannt.

Ursula K. Le Guin ist sowohl im Science Fiction- als auch im Fantasy-Bereich tätig. In letzterem wurde sie vor allem durch ihre Erdsee-Reihe bekannt, die in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurde und heute in einem Atemzug mit Tolkiens „Herr der Ringe“ genannt wird.

Viele ihrer Bücher handeln zwar auf fernen Planeten, behandeln jedoch elementare Fragestellungen, die universell bedeutsam sind. So ist „The Word for World is Forest“ als Synonym für den Vernichtungskrieg gegen die Indianer in Amerika zu sehen. „The Dispossessed“ schildert den Gegensatz zwischen einem kapitalistischen Planeten sowie einem kargen Planeten, auf dem eine klassenlose Gesellschaft lebt.

Neben Romanen und Erzählungen schrieb sie auch Kinderbücher und Essays und ist auch als Übersetzerin in Erscheinung getreten.

Ursula K. Le Guin lebt heute mit ihrem Mann und vielen Katzen in Portland, Oregon.

Eva Berschneider

mehr über Ursula K. Le Guin:

Phantastisches von Ursula K. Le Guin:

  • Chronicles of the Western Shore
  • (1971) Die Geißel des Himmels Rezension
    The Lathe of Heaven
  • (1978) The Eye of the Heron
  • (1980) Das Wunschtal
    The Beginning Place
  • (1985) Always Coming Home
  • (1991) Die Regenfrau
    Searoad: Chronicles of Klatsand
  • (1992) A Ride on the Red Mare’s Back
  • (1993) Blue Moon over Thurman Street
  • (1995) Four Ways to Forgiveness
  • (2003) Changing Planes
  • (2008) Lavinia Rezension
  • andere Bücher
    • (1976) Very Far away from Anywhere Else
    • (1976) A Very Long Way from Anywhere Else
    • (1979) Malafrena
      Malafrena
  • Kinderbücher
    • Catwings-Reihe
      • (1988) Catwings
      • (1989) Catwings Return
      • (1994) Wonderful Alexander and the Catwings
      • (1999) Jane on her Own
      • (1996) Tales of the Catwings
      • (2000) More Tales of the Catwings
    • Adventures in Kroy
      • (1982) The Adventures of Cobbler’s Rune
      • (1983) Solomon Leviathan’s Nine-Hundred and Thirty-First Trip Around the World
    • (1979) Leese Webster
    • (1988) A Visit from Dr. Katz
    • (1989) Fire and Stone
    • (1992) Fish Soup
    • (1992) A Ride on the Red Mare’s Back
    • (2002) Tom Mouse
  • Gedichte
    • (1981) Hard Words: And Other Poems
    • (1983) In the Red Zone
    • (1987) Wild Oats and Fireweed: New Poems
    • (1994) Going Out With Peacocks: And Other Poems
    • (1999) Sixty Odd: New Poems
    • (2006) Incredible Good Fortune: New Poems
  • Sachbücher
    • (1973) From Elfland to Poughkeepsie
    • (1975) Dreams Must Explain Themselves
    • (1979) The Language of the Night: Essays on Fantasy and Science Fiction
    • (1984) Steering the Craft: Exercises and Discussions on Story Writing for the Lone Navigator or the Mutinous Crew
    • (1989) Dancing at the Edge of the World: Thoughts on Words, Women, Places
    • (1989) The Way of the Water’s Going: Images of the Northern California Coastal Range
    • (2004) The Wave in the Mind: Talks and Essays on the Writer, the Reader, and the Imagination
    • (2009) Cheek by Jowl
    • (2009) Lao Tzu: Tao Te Ching