Walter M. Miller

Walter M. Miller jr. wurde am 23. Januar 1923 in New Smyrna Beach, Florida geboren. Nach einem Ingenieurstudium war er im 2. Weltkrieg Pilot der US-amerikanischen Luftwaffe und als solcher an den Kämpfen um die Benediktinerabtei am Monte Cassino beteiligt. Durch diese als traumatisch empfundenen Erlebnisse konvertierte er, nachdem er den zerstörten Gebäudekomplex besuchte, 1947 zum Katholizismus. Nach dem zweiten Weltkrieg studierte er nochmals an der University of Texas.

Walter Millers schriftstellerisches Wirken war auf ein Jahrzehnt beschränkt. Nach einem Autounfall begann er mit dem Schreiben und veröffentlichte Anfang der 1950er Jahre seine ersten Erzählungen. „;The First Canticle“; (1955), „;And the Light is Risen“; (1956) und „;The Last Canticle“; (1957) entwickelte er weiter zu seinem erfolgreichsten und bekanntesten Werk, dem 1959 erschienenen Roman „;A Canticle for Leibowitz“;, der sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Religion auseinander setzt und der zu den besten apokalyptischen Romanen zählt. 1961 erhielt er dafür den Hugo Award ausgezeichnet. Auch für seine Erzählung „;The Darfsteller“; (1955) erhielt er diesen begehrten Preis.

Dies war gleichzeitig schon der Abschluß von Millers schriftstellerischem Wirken. Er litt unter Depressionen und zog sich vom öffentlichen Leben und von seiner Familie zurück. Um so überraschender schloß Miller in den 90er Jahren einen neuen Vertrag mit Bantam für eine Fortsetzung seines Erfolgsromans „;A Canticle for Leibowitz“; ab. Walter M. Miller erschoss sich nach dem Tod seiner Frau am 11. Januar 1996 während seiner Arbeit an dieser Fortsetzung. Der unvollendete Roman wurde von Terry Bisson überarbeitet und im Jahre 1997 als „;Saint Leibowitz and the Wild Horse Woman“; herausgegeben.

Phantastische Literatur von Walter M. Miller jr.: