Der Machdi von Wolfgang Hohlbein

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2011, 450 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Die beiden Unsterblichen Andrej und Abu Dun hat es nach Konstantinopel verschlagen. Dort treibt ein rätselhafter Prophet sein Unwesen, der von seinen Anhängern als der Machdi bezeichnet wird. Es heißt, er könne jeden in seinen Bann ziehen und es sei unmöglich, ihn zu töten. Ist der Unbekannte etwa selbst ein Unsterblicher? In höchster Not bittet Sultan Süleyman Andrej und Abu Dun um Hilfe. Sie sollen den Machdi aufspüren und ihm das Handwerk legen. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn der fremde Prophet wird von fanatischen Kämpfern beschützt, die für ihn ohne Zögern ihr Leben geben. Als Andrej und Abu Dun merken, über welch außergewöhnliche Fähigkeiten sie verfügen, ist es schon fast zu spät …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Band 13 und kein Ende in Sicht“80

Fantasy-Rezension von Thorsten Schreck

Die beiden Unsterblichen Andrej Delãny und Abu Dun verfolgen die Spur von Sultan Süleyman bis in seine Heimat Konstantinopel. Dort begegnen den beiden, die schon manches bizarre Abenteuer erlebt haben, selbst für sie unglaubliche Dinge. Sie entdecken die Droge Kat und erfahren zum ersten Mal etwas über den Propheten Machdi, der ein erbitterter Feind des Sultans ist. Nachdem sie einen Auftrag des Sultans annehmen, soll ihnen seine Tochter helfen, den Machdi zu finden. Diese hat sich bereits bei den Machdiji, den Anhängern des Machdi, eingeschlichen und genießt anscheinend ein gewisses Vertrauen. Zum Schein werden die Drei eingekerkert und mit einer spektakulären Flucht nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Auf ihrem Weg zum Machdi gelangt das Trio zusammen mit Hauptmann Sharif in die Moschee Hagia Sophia, bereist mit dem spanischen Schiff Elisa den Nil und bekommt es mit besagter Droge Kat zu tun, die die Machdiji aufputscht. Sie geraten immer wieder in Hinterhalte und auch ihre Verbündeten sind nicht alle die, die sie zu sein vorgeben.

Während ihrer Reise müssen die beiden Freunde erkennen, dass auch Unsterbliche nicht gegen alle Gefahren gefeit sind und dass es Dinge gibt, die ihnen großen Schaden zufügen können. Dreihundert Jahre lang suchen der Hexenmeister und der Pirat, wie sich Andrej und Abu Dun gegenseitig nennen, schon das Geheimnis der Unsterblichkeit. Leider merkt man am plötzlichen Ende des Buches, dass sie ihr Ziel noch nicht erreicht haben.

Die Chronik der Unsterblichen

Die Chronik der Unsterblichen hat Wolfgang Hohlbein 1998 begonnen.
Angefangen hat sie im 15. Jahrhundert in Transsylvanien mit der Inquisition. In den nächsten drei Jahrhunderten ging es über Bayern, Wien, Malta, die Libysche Wüste, das ewige Eis, Spanien, London, noch einmal Wien bis nach Konstantinopel. Andrej und sein Freund Abu Dun bekamen es währenddessen mit der Inquisition, Piraten, Wiedergängern, Zigeunern, dem Rätsel der Unsterblichkeit, Sklavenhändlern, Göttern, einem Phantom, dem Feuer von London und dem Angriff der Türken auf Wien zu tun.

Endlich wieder eine gute Fortsetzung

Dieses Buch ist meiner Meinung nach bisher das Beste der ganzen Chronik. Man erkennt ziemlich schnell, dass es ein typisches Hohlbein-Buch ist. Wie schon in den vorhergehenden Bänden, wird die Landschaft sehr toll beschrieben. Die Handlung ist einerseits spannend, teilweise aber auch verwirrend. Gerade diese Mischung aus Spannung und nicht absehbaren Enthüllungen ist sehr interessant. Scheinbar unwichtige Handlungen aus dem vorhergehenden Band werden hier aufgegriffen und ergeben im Nachhinein einen tieferen Sinn. Das Buch wirkt dadurch kurzweilig und macht neugierig auf den 14. Band. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, die „Chronik der Unsterblichen“ in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Sonst verliert man bei den Personen doch den Überblick. Was mich an diesem Buch verwundert hat, war der Name „Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah“. Der Name ist wirklich der gleiche, wie in den Karl May Büchern mit Kara Ben Nemsi. Ich frage mich jetzt nur, was uns Wolfgang Hohlbein damit sagen will.

In der Reihe gab es gute und weniger gute Bände. Aber alle Bände der Reihe haben mehr oder weniger den gleichen Aufbau. Bestimmte Textelemente wiederholen sich immer wieder, wie schon in Besprechungen zu vorhergehenden Büchern angemerkt wurde.
Im Gegensatz zu anderen zur Zeit modernen Vampirromanen geht es in der „Chronik“ nicht um irgendwelche Liebeleien, sondern hauptsächlich um die Kampfhandlungen, ebenso wird der historische Kontext in den Vordergrund gestellt.

Allerdings sollte Wolfgang Hohlbein doch mal so langsam zu einem Ende der Reihe kommen. Eigentlich sollte es ja nur 10 Bände geben. Inzwischen sind wir bei Band 13 und einen 14. Teil wird es auf jeden Fall auch noch geben. Vielleicht hätte man es einfach bei den zehn Bänden belassen sollen. So wurde die Reihe unnötig in die Länge gezogen und leider sind nicht alle Bücher der Reihe sind so spannend und interessant wie dieses.

(Thorsten Schreck, Dezember 2011)

Ihre Meinung zu »Wolfgang Hohlbein: Der Machdi«

benfi zu »Wolfgang Hohlbein: Der Machdi«28.07.2014
Über 720 Seiten lang ist der 13. Roman der Reihe 'Chronik der Unsterblichen'. Einerseits war ich darüber erfreut, so eine Menge Lesestoff um Andrej und Abu Dun vor mir zu haben, andererseits wurden die Befürchtungen bestätigt, dass hier weniger durchaus hätte mehr sein können! Die Handlung dreht sich über einen langen Zeitraum ziemlich im Kreise, welcher sich mit leeren Diskussionen und wiederholten Angriffen der Diener des Machdi auf die Truppen des Sultans abwechselt. Wären da nicht die groben Kommentare und wirren Taten des Abu Dun, würde man fast vor Langeweile über dem Wälzer einschlafen! Andrejs Gespräche mit wilden Murida sowie dem Hauptmann Sharif bilden innerhalb dessen sogar noch eigene Kreise; im Grunde wird die ganze Zeit das Für und Wieder des Machdi abgewägt - bis der nächste Angriff seiner Diener folgt. Ich weiß nicht, was sich der Autor Wolfgang Hohlbein dabei gedacht hat ... oder war es ein Ghostwriter, der diesen Roman verfasste? Dieses hartnäckige Gerücht begründet auf der hohen Veröffentlichungsanzahl von Hohlbein habe ich nie für Voll genommen, doch langsam kommen mir Zweifel! Unterm Strich hätte man sich locker 200-300 Seiten sparen können. Der Plot des Ganzen lässt meiner Meinung nach die gesamte Handlung sehr überzogen und ziemlich unrealistisch wirken und das Ende ist im Grunde nicht mal eines; ich konnte nur den Kopf schütteln. Mit der Hoffnung auf Besserung habe ich das Buch ins Regal gestellt - schade, dass Hohlbein seine 'Chronik der Unsterblichen' so oberflächig verkommen lässt...
60°
benfi zu »Wolfgang Hohlbein: Der Machdi«28.07.2014
Über 720 Seiten lang ist der 13. Roman der Reihe 'Chronik der Unsterblichen'. Einerseits war ich darüber erfreut, so eine Menge Lesestoff um Andrej und Abu Dun vor mir zu haben, andererseits wurden die Befürchtungen bestätigt, dass hier weniger durchaus hätte mehr sein können! Die Handlung dreht sich über einen langen Zeitraum ziemlich im Kreise, welcher sich mit leeren Diskussionen und wiederholten Angriffen der Diener des Machdi auf die Truppen des Sultans abwechselt. Wären da nicht die groben Kommentare und wirren Taten des Abu Dun, würde man fast vor Langeweile über dem Wälzer einschlafen! Andrejs Gespräche mit wilden Murida sowie dem Hauptmann Sharif bilden innerhalb dessen sogar noch eigene Kreise; im Grunde wird die ganze Zeit das Für und Wieder des Machdi abgewägt - bis der nächste Angriff seiner Diener folgt. Ich weiß nicht, was sich der Autor Wolfgang Hohlbein dabei gedacht hat ... oder war es ein Ghostwriter, der diesen Roman verfasste? Dieses hartnäckige Gerücht begründet auf der hohen Veröffentlichungsanzahl von Hohlbein habe ich nie für Voll genommen, doch langsam kommen mir Zweifel! Unterm Strich hätte man sich locker 200-300 Seiten sparen können. Der Plot des Ganzen lässt meiner Meinung nach die gesamte Handlung sehr überzogen und ziemlich unrealistisch wirken und das Ende ist im Grunde nicht mal eines; ich konnte nur den Kopf schütteln. Mit der Hoffnung auf Besserung habe ich das Buch ins Regal gestellt - schade, dass Hohlbein seine 'Chronik der Unsterblichen' so oberflächig verkommen lässt...
60°
Tobali zu »Wolfgang Hohlbein: Der Machdi«28.05.2012
Es ist so ziemlich der schlechteste Teil der Chronik... und dabei war schon der vorangegangene miserabel. Ich LIEBE den Grundgedanken der CdU, aber wo Herr Hohlbein mit seinen Gedanken ist, wenn er seine Texte verfasst und die Charakterentwicklung angeht - das möchte ich lieber nicht wissen. Einfach nur furchtbar, diese Logikfehler, immer und immer die gleichen Phrasen, sich in einem einzelnen Dialog ständig wiederholende Gedankengänge. FURCHTBAR, ich weiß nicht, wie oft ich Hohlbein (und leider auch Andrej, der da ja nichts dafür kann) im Laufe der Handlung verflucht und mein Buch angeblafft habe..

-> Keine Kaufempfehlung von mir
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