Wolfgang Jeschke

Kaum ein anderer hat soviel dafür getan, Science Fiction in Deutschland hoffähig zu machen wie Wolfgang Jeschke. Bekannt wurde er vor allem als Herausgeber von über 100 Anthologien.

Wolfgang Jeschke wurde 1936 in Tetschen, Tschechien geboren und wuchs in Asperg bei Ludwigsburg auf. Nach seinem Schulabschluß mit der Mittleren Reife absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmaschinenbauer. 1959 machte er das Abitur nach und studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Universität München. Nebenbei machte er ein Praktikum in der C.H. Beck’schen Verlagsbuchhandlung. Im gleichen Jahr erschien seine erste Science-Fiction-Erzählung „Die Anderen“.

1969 war er Redaktionsassistent, dann Redakteur an Kindlers Literaturlexikon. Als freischaffender Mitarbeiter gab er die Reihe Science Fiction für Kenner im Lichtenberg Verlag heraus. Von 1971-1979 war er verantwortlicher Redakteur der biographischen Enzyklopädie „Die Großen der Weltgeschichte“. Von 1973 bis 2002 war er Herausgeber der SF-Reihen des Heyne Verlages. Sein erster Roman „Der letzte Tag der Schöpfung“ erschien 1981.

Wolfgang Jeschke erhielt zahlreiche Auszeichnungen sowohl für seine schriftstellerische Leistungen als auch für seine Verdienste um die Science Fiction. Er lebte zuletzt in München, wo er am 10. Juni 2015 im Alter von 78 Jahren verstarb.

Phantastisches von Wolfgang Jeschke:

  • Sachbücher
    • (1980) Lexikon der Science Fiction Literatur (mit Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Ronald M. Hahn)
    • (2003) Marsfieber (mit Rainer Eisfeld)