Poul Anderson

Poul William Anderson wurde am 25. November 1926 in Bristol, Pennsylvania als Sohn skandinavischer Einwanderer geboren und wuchs in Minnesota und Texas auf. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebte er kurze Zeit in Dänemark. Bereits während seines Physik-Studiums an der University of Minnesota begann er zu schreiben. Er war Mitglied der „Minneapolis Fantasy Society“ und mit anderen SF-Autoren wie Clifford D. Simak und Gordon R. Dickson befreundet. 1947 verkaufte er seine erste Kurzgeschichte und finanzierte so fortan seine letzten Semester. Nachdem er sein Studiums mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, wurde er aufgrund drohender Arbeitslosigkeit freier Schriftsteller. 1952 erschien sein erster Roman „Vault of the Ages“. Später wurde er Präsident der „Association of Science Fiction and Fantasy Writers of America“.

1953 heiratete er Karen Kruse und zog mit ihr in die Nähe von San Francisco, wo sie auch bis zu seinem Tod lebten. Poul Andersons Tochter Astrid ist mit dem ebenfalls erfolgreichen SF-Autor Greg Bear verheiratet.

Poul Anderson gehört zu den ersten Autoren, die sowohl Science Fiction als auch Fantasy schrieben, ohne diese Genre zu vermischen. Während die SF-Bücher dem Technischen zuzuordnen sind, beschäftigen sich die Fantasy-Romane mit Motiven aus den Sagenkreisen Skandiaviens. Außerdem schrieb er Krimis, historische Romane, Kinderbücher und Sachbücher. Insgesamt schrieb er über hundert Romane.

Er veröffentlichte einige seiner Kurzgeschichten unter den Pseudonymen A. A. Craig, Michael Karageorge und Winston P. Sanders.

Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen vor allem für seine Kurzgeschichten, so 1978 den Gandalf Grand Master, 2000 den John W. Campbell Memorial Award, siebenmal den Hugo Award, dreimal den Nebula Award und viermal den Prometheus Award.

Poul Anderson starb am 31. Juli 2001 in Orinda, Kalifornien an den Folgen einer Prostatakrebserkrankung.

Phantastisches von Poul Anderson:

  • Tomorrow’s Children-Reihe
    • (1947) Tomorrow’s Children (mit F. N. Waldrop)
    • (1947) Chain of Logic
  • Operation Otherworld-Reihe
  • King of Ys-Reihe (mit Karen Anderson)
    • (1986) Roma Mater
    • (1987) Gallicenae
    • (1987) Dahut
    • (1988) The Dog and the Wolf
  • Der Sternen Zyklus
  • Technic Civilization
    • (2008) The Van Rijn Method
    • (2009) David Falkayn: Star Trader
  • Als Herausgeber
    • (1977) A World Named Cleopatra
    • (1985) Mercenaries of Tomorrow (mit Martin H. Greenberg und Charles G. Waugh)
    • (1985) Terrorists of Tomorrow (mit Martin H. Greenberg und Charles G. Waugh)
    • (1986) Time Wars (mit Martin H. Greenberg und Charles G. Waugh)
    • (1988) Space Wars (mit Martin H. Greenberg und Charles G. Waugh)
    • (1991) The Night Fantastic (mit Karen Anderson)
    • (1992) Murasaki (mit Martin H. Greenberg und Robert Silverberg)
  • Historische Romane
    • (1960) The Golden Slave
    • (1960) Rogue Sword
  • Sachbücher
    • (1968) Is There Life on Other Worlds?
    • (1980) Method of Holding the Three Ones
  • Über Poul Anderson
    • (1978) Against Time’s Arrow: The High Crusade of Poul Anderson (von Sandra Miesel)
    • (1982) Poul Anderson – Myth-Maker and Wonder-Weaver: An Interim Bibliography (1947-1985) (von Gordon Benson)
    • (1989) Poul Anderson (von Phil Stephensen-Payne)