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Carsten Kuhr
Die drei Halbfeen kämpfen gegen den Nekromanten

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Feb 2014

Einst, vor langer, langer Zeit wurden die Welten voneinander getrennt. Die Anderwelt schloss ihre Pforten nach einem entbehrungsreichen und überaus verlustreichen Krieg gegen die Unterwelt, zurück blieb die Welt der Menschen, die fürderhin weitgehend ohne grosse Magie oder magische Wesen auskommen musste. Doch nun werden die Geistsiegel, die die Pforten zwischen den Welten geschlossen halten nach und nach entdeckt. Es entbrennt ein Wettlauf darum, wer diese für sich reklamieren kann und damit die Macht erhält, frei zwischen den Reichen zu reisen.

Bis auf zwei Siegel gelang es den drei Schwestern des Mondes und ihren Gefährten die Siegel in ihren Besitz zu bringen und ihrer Verbündeten Asteria, der Königin der Elfen zur sicheren Verwahrung anzuvertrauen. Zwei der Siegel aber gingen an Schattenschwinge, dem Herren der Dämonen. Nun sind Dämonenfürst Telazhar in der Lage mit Hilfe der Siegel aus den unterirdischen Reichen wieder in die Anderwelt zurückzukehren und den alten, längst entschiedenen Kampf der Hexer gegen die Elfen von neuem zu entfachen. Während sich hier in der Anderwelt ein neuer Krieg andeutet, kämpfen unsere Ex-Agentinnen des Anderwelt Nachrichten Dienst, die zwischenzeitlich wieder angeworben wurden auf der Erde gegen den Nekromanten Gulakah die Schergen Schattenschwinges. Verfluchte Häuser, in denen die Geister die neuen Besitzer malträtieren sind noch ihre geringste Sorge – denn die übernatürlichen Wesen Seattles verlieren nach und nach ihre Kräfte ...

Ein neuer Ansatz verspricht frischen Wind die die etwas angestaubte Handlung zu bringen

Ein Dutzend ist voll, und auch im zwölften Roman der Reihe bleibt sich die Autorin treu. Wie üblich wechselt sie in jeden Band ihre Erzählerin, übernimmt eine andere der drei Schwestern die Hauptrolle.

Dieses Mal ist es die Vampirin Menolly, aus deren Sicht das Geschehen beleuchtet wird. Neben einigen sehr deutlichen erotischen Szenen suchen unsere drei Schwestern nach einem in Seattle verschollenen Freund, und versuchen dem Geheimnis um den Verlust der magischen Kräfte auf die Spur zu kommen.

Dabei gehen die soap-ähnlichen Kapitel gegenüber dne letzten Bänden wieder deutlich zurück, auch wenn das weitere Schicksal bekannter Personen natürlich nach wie vor im Auge behalten wird.

Besonders Interessant wird es immer dann, wenn die Anderwelt ins Zentrum rückt. In den bisherigen Romanen haben wir wenig über die Welt der Feen, Elfen und Hexer erfahren. Nun hebt sich der Schleier ein klein wenig, scheint sich der Fokus in Richtung Anderwelt zu verschieben. Das täte der Handlung und den Personen gut. Hier bietet sich der Autorin ein neues, noch weitgehend weißes Feld, das sie mit Leben erfüllen kann. Mythen, Legenden und eine Historie gilt es anzulegen, neue Figuren können in die Handlung eingreifen, ein neuer Abschnitt kann beginnen.

Auch wenn vorliegender Roman hier nur einen dezenten Anfang wagt bietet das Potential das in den nächsten Roman genutzt werden sollte, um dem letztlich Gewohnten einmal wieder etwas Frisches hinzuzufügen.

Vampirnacht

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