Vampirmelodie

  • dtv
  • Erschienen: Januar 2014
  • 2
Vampirmelodie
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Carsten Kuhr
63°1001

Phantastik-Couch Rezension vonMai 2014

Versöhnliches Finale nach 14 Jahren

Sookie Stackhouse erträumt sich eigentlich nur eines – ein ganz normales, friedliches Leben mit einem guten, ehrlichen Mann an ihrer Seite und ein wenig Glück. Doch was das Schicksal für unsere telepathisch begabte Kellnerin aus Bon Temps statt dessen bereit hält, ist so ziemlich das genaue Gegenteil. Ihr Vampir-Ehemann Eric, Sheriff von Louisiana lässt sich von ihr scheiden um als Prinzgemahl nach Oklahoma zu ziehen, und dann wird ihre frühere Freundin ermordet im Müllconatiner hinter dem Merlotte´s gefunden. Dass sie mit einem Schal Sookies erdrosselt wurde verschafft unserer Kellnerin einen intimen Eindruck des lokalen Knasts und der langsam mahlenden Mühlen der Justiz. Dass bei ihrer Anhörung der Gerichtssaal vor lauter Freunden fast aus den Nähten platzt beweist ihr aber auch, dass sie nicht allein ist. Und ihre Freunde, allen voran ihren Patenonkel braucht sie in der Folge auch dringend, suchen doch unterschiedliches Parteien sie möglichst schmerzhaft vom Leben in den Tod zu befördern. Doch da haben sie einmal mehr die Rechnung ohne Sookie und ihren Fanclub gemacht, zumal nach dem emotionalen Fiasko mit Eric neues Glück am Horizont aufzieht ....

Es ist geschafft. Vierzehn Jahre lang begleiteten mich die Romane um Sookie Stackhouse (die ersten drei Bücher erschienen bei Feder & Schwert, ab Band 4 wurde die Reihe bei dtv publiziert), die Verfilmung tat ein Übriges, um den Hype weiter anzuheizen. Auch wenn die TV-Serie seit der dritten Staffel nicht mehr viel mit den Büchern gemein hat, erschienen bei der Lektüre fast zwangsläufig die aus dem TV bekannten Personen vor meinen Augen. Und vorliegend, im Abschlussband der Reihe, hat Charlaine Harris noch einem fast jeder wichtigen Figur der Serie ihren Auftritt gegönnt.

Inhaltlich wird die Reihe befriedigend, wenn auch nicht triumphal abgeschlossen. Wie wir dies aus den letzten Büchern gewohnt sind, nimmt die Autorin sich mit ihrem Plot Zeit. Es geht gemächlich in die letzte Runde, bevor es im Finale dann wieder voller Tempo, Action und Gewalt zur Sache geht.

Allerdings hat Charlaine Harris gut daran getan, die Reihe zu einem befriedigenden Abschluss zu führen. Die Faszination um Sookie und ihre Vampire, Elfen und Werwesen hat zuletzt doch deutlich an Drive verloren, die Handlungsabläufe wiederholten sich zusehends. Auch vorliegend gerät unsere Protagonistin ein paarmal zu oft in lebensbedrohliche Situationen, als dass der Leser ihr und der Autorin dies abnehmen würde.

Vieles von den Entwicklungen, die in diesem Buch beschrieben werden, waren absehbar, so dass wirkliche Überraschungen, mit einigen wenigen Ausnahmen, Mangelware blieben. Dennoch bietet der Band ein letztlich befriedigenden Finale an, das versöhnt, das die losen Fäden verknüpft und Sookie das gibt, was sie und ihre Leser sich für sie am meisten wünschen – Frieden und Liebe.

Vampirmelodie

Charlaine Harris, dtv

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