Die Macht der Alten

Erschienen: Januar 2015

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Carsten Kuhr
Die Saga neigt sich dem Ende zu – doch das heisst beileibe nicht, dass es langweilig würde

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mai 2014

Havald war geweissagt worden, im Kampf gegen den Nekromantenkaiser, der sich selbst zum Gott aufschwingen will, auf dem eigenen Schwert zu sterben. Doch immer mehr beginnt der scheinbar unsterbliche Kämpe an der Prophezeiung zu zweifeln. Das nicht etwa aus Angst vor dem Tod, ein generationslang währendes Leben ist nicht unbedingt eine Gnade, sondern auch, weil einzelne Aspekte einfach nicht passen wollen. Seitdem er das Wissen und die Erinnerungen von tausenden Menschen und Elfen in sich aufgenommen hat, verfügt er über weit mehr Informationen, als es gut für ihn ist.

Zusammen mit seinen Freunden macht er sich noch vor dem letzten großen Aufeinanderprallen auf, die Ressourcen des Nekromantenkaisers zu beschneiden und dessen Pläne zu durchkreuzen.

Dass sie Drachen und dunkle Magier erwarten, damit haben sie gerechnet, doch dann müssen sie einmal mehr erkennen, dass ihr Gegner noch einige wirklich fiese Pläne in Petto hat – einmal mehr gilt es, diese im letzten Augenblick zu durchkreuzen, ansonsten ist die Rettung der Welt nicht möglich – und wiederum sind die Kosten an Leben und Glück markant ...

Auf dem Gebiet der Abenteuer-Fantasy braucht Schwartz auch einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen

Die Saga um Havald und das Reich Askir neigt sich, nach "nur" 14 Büchern dem Ende zu. Noch ein Band, dann ist die Reihe abgeschlossen.

Ich erinnere mich noch gut, als Carsten Polzin, der Herausgeber der Piper Fantasy, mir vor gut zehn Jahren den ersten Band um Havald in die Hand drückte und lakonisch meinte, das könnte etwas für mich sein. Ich las den Roman, und war, trotz vieler bekannter Versatzstücke die mich im Plot erwarteten, begeistert.
Schwartz spielte damals wie heute sehr geschickt mit der Erwartungshaltung seiner Leser, drehte Figuren, wandelnde scheinbar altbekannte Handlungsschemata geringfügig aber unerwartet ab und bannte seine Leser an die Seiten. Dabei baute er nach und nach aus einer aus Fantasy-Rollenspiele bekannten Situation seine ganz eigene Welt.

Als der Autor mir damals erzählte, dass er seine Reihe auf nicht weniger als zwölf Romane ausgelegt hatte, runzelte ich zweifelnd die Stirn. Eine solch langjährig laufende Serie schien mir angesichts der kurzen Aufmerksamkeit, die Fantasy-Bücher in aller Regel haben, etwas, nun nennen wir es, ambitioniert.

Nun, für Juli ist der Abschlussband des Zyklus´ angekündigt, und die Vision des Verfassers und seines Herausgebers haben sich erfüllt.
Mehr noch, das Ergebnis kann sich insgesamt wie auch im vorliegenden Band sehen, respektive lesen lassen.

Nachdem die Figuren wie die Handlungsstränge in den vorangegangenen Bänden bereits weitgehend eingeführt und in Stellung gebracht wurden, geht es jetzt rasant voran.

Nach einer kurzen Rückkehr nach Askir ziehen unsere Helden erneut ins Abenteuer – und auf sie wartet, wie wir Leser uns dies wünschen, jede Menge gefährlicher Verwicklungen und Kämpfe.

Wie immer hat sich der Autor darum bemüht, moderne Ausdrücke und Redewendungen zu vermeiden, hat zu Beginn sogar einige auf altertümlich getrimmte Dialoge eingestreut, dies aber über die Dauer des Romans wieder eingestellt.

Die Figuren selbst sind bekannt, so dass uns hier von ihrer Zeichnung und Entwicklung her wenig wirklich Neues erwartet. Fast Alles ordnet sich Vorbereitung des grossen Finales unter. Viele bekannte Figuren dürfen noch einmal auftreten, wohl auch, weil im dramatischen Ende der Serie dann wenig Platz für diese Referenzen verbleiben.

Dies führt aber nicht etwa dazu, dass sich die Lektüre zieht, immer hat es Schwartz geschafft, diese Auftritte stimmig in seine Handlung einzubauen, so manches Mal gar als dramatisches Aufhängsel zu nutzen.

So werden Freunde und Fans der Serie den Band wiederum verschlingen, beweist Schwartz einmal mehr, dass er, was die Abenteuer-Fantasy aus Deutschen Landen anbelangt, unangefochten Spitze ist.

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