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Carsten Kuhr
Ein neuer Ansatz sorgt für frischen Wind im High-Fantasy Bereich

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jul 2014

Einst waren sie der Garant für Frieden und Gerechtigkeit. Im Auftrag des Königs sorgten sie dafür, dass die oft despotische Herrschaft der Herzöge nicht überhand nahm, dass ein Jeder, gleich ob Bauer oder Fürst nach dem Gesetz handelte oder zur Rechenschaft gezogen wurde. In ihre legendären, gepanzerten Mäntel gekleidet reisten sie durchs Reich, sprachen Recht, wurden bewundert und gefürchtet.

Doch dies ist lange schon Geschichte. Hilflos mussten alle 144 Greatcoats vor 5 Jahren mit ansehen, wie das Heer der Herzöge ihren König köpfte, und dessen Haupt auf einem Spieß zur Schau stellte. Jetzt, nach ihrer kampflosen Kapitulation sind die Freiwild für einen Jeden, der noch eine Rechnung mit ihnen offen hat. Verfemt, verleumdet und gejagt fristen sie ein Dasein auf der Flucht, verlieren ihre Hoffnung und mit dieser ihre Integrität und Ehre.

Falcio war einst der Anführer der Greatcoats, ein Mann, der sich zusammen mit zwei seiner Kameraden bemüht, den letzten Befehl des sterbenden Königs auszuführen. Dabei müssen sie sich, als sie einmal mehr hereingelegt werden, bei ausgerechnet der Prinzessin als Karawanenwächter verdingen, die von den Herzögen dazu ausersehen ist, ihrem König als neue Monarchin in Diensten der Fürsten nachzufolgen. Mit dieser zusammen kommen sie an den Hof eines der Herzöge – und dies zu einer Zeit, während der in dessen Stadt des Nachts keine Gesetze gelten. Alte Rechnungen werden dabei ebenso beglichen wie neue Zwistigkeiten, wobei zumeist ein blutbefleckter Leichnam im Morgengrauen zurückbleibt.

Als Falcio hilflos mit ansehen muss, wie die unschuldige Familie eines früheren Unterstützers seines Königs bei lebendigem Leib verbrannt wird, kann er nicht länger tatenlos bleiben. Es gilt die einzige Überlebende des Massakers, die 13-jährige Tochter vor ihren Häschern zu schützen, auch wenn ihn dies sein Leben kostet. Dumm nur, dass der Herzog ein großes Kopfgeld auf das Kind und seinen Beschützer ausgesetzt hat ...

Abseits der ausgetretenen Pfade überrascht der Autor mit packenden Duelle, finsteren Intrigen und gefährlichen Geheimnissen

Was uns Sebastien de Castell da in seinem Debütroman vorlegt, ist nicht von schlechten Eltern.

Vergessen wir einmal, was wir von einem der üblichen High-Fantasy Romane erwarten, es gibt weder entwicklungsfähige, unschuldige jungen Helden noch stützt sich die Waffentechnologie nur auf Schwerter.

Statt dessen begegnet uns ein Mann in den besten Jahren, ein Querkopf, Berserker und gleichzeitig ein intelligentes Köpfchen der verbittert und geschlagen nach einem Sinn im letzten Befehl seines Königs, ja in seinem Dasein sucht. Bedroht wird er von Rapieren und Pistolen, so dass ein ganz klein wenig Musketier-Feeling aufkommt. Als Ich-Erzähler berichtet er uns von seinem Leidensweg – und das ist es, auch wenn dieser gespickt ist mit gefahrvollen Scharmützeln, Intrigen, Verrat und ein wenig Zauberei. Immer wieder muss er kämpfen, offenbart dabei in kurzen Rückschauen die Historie der Greatcoats, deren Aufbau er zusammen mit dem König geplant und vorangetrieben hat.

Das ist von der Anlage her ein wenig anders, intelligent und interessant, zumal das Setting die rauchgeschwängerte Luft der Realität atmet und weckt beim Rezipienten das Interesse, wie es wohl weitergehen wird – Fortsetzung folgt.

Blutrecht - Greatcoats (1)

Blutrecht - Greatcoats (1)

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