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Carsten Kuhr
Gewohntes Strickmuster – und doch funktioniert es erstaunlich gut

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Aug 2014

Was ist das schlimmste Schicksal, das man erleiden kann? Der Verlust der Arbeitsplatzes, der Stellung, die man sich in der Gesellschaft erarbeitet hat? Oder vielleicht doch der Tod eines nahen Angehörigen,der Liebe des Lebens oder gar eines Kindes? Oder ist es der Verlust des Seins, wenn man nicht mehr weiss, wo man herkommt, wem man angehört, wem man vertrauen kann, ja wer man ist?

Kapitän Will Lawrence und sein Drache Temeraire haben in den letzten Jahren schon viele schwierige, bedrohliche ja lebensgefährliche Situationen überstehen müssen. Man hat sie verleumdet, angeklagt, verraten und beinnahe hingerichtet. Doch dieses Mal droht ihnen weit Schlimmeres!

Nach einem Schiffbruch werden die Beide voneinander getrennt! Will Lawrence verschlägt es nach Japan, wo er am Strand ohne jegliche Erinnerung an die letzten acht Jahre seines Lebens aufwacht. Er ist den Intrigen der herrschenden Familien hilflos ausgeliefert. Ohne das Wissen um seine besondere Beziehung zu dem Drachen setzt er sein Leben, wie er es vor dem Begegnung mit Temeraire geführt hat, nahtlos fort. Nicht länger ist er ein Feuerreiter seiner Majestät, er sieht sich als Kapitän zur See und benimmt sich auch so!

Währenddessen muss Temeraire sich mit dem Gedanken abfinden, dass sein Freund und Gefährte nicht mehr ist. Zwar setzt er Himmel und Hölle in Bewegung, um nach Laurence zu suchen, ist er doch der festen Überzeugung, dass sein Freund lebt, doch die Pflicht ruft – es gilt Moskau vor den anrückenden Truppen Napoleons zu verteidigen.

Und hier, vor der flammenden Kulisse einer in Feuer stehenden Metropole treffen die Beiden wieder aufeinander – doch Laurence erinnert sich nicht an seinen Drachen ....

Versiert, routiniert doch immer wieder auch überraschend

Es ist schon erstaunlich, was uns die Autorin Naomi Novik Band für Band präsentiert. Immer wieder erzählt sie eigentlich dieselbe Geschichte nach dem gleichen Strickmuster. Unsere beiden äußerlich so ungleichen Freunde werden in eine – noch – unbekannte Weltgegend entsandt, müssen dort Abenteuer, politische Zerwürfnisse und Anfeindungen überstehen und die ihnen bis dato fremde Kultur kennenlernen. Dabei überwinden sie gemeinsam Grenzen und Gefahren, wobei der dienstverpflichtete Drache immer einmal wieder nachdenklich über Eigenverantwortung oder Freiheit nachdenken darf.

Insoweit ist eigentlich alles altbekannt – alles?

Nein, eben alles ist nicht bekannt. In ihrer gewohnt intensiven und sicheren Recherche hat die Autorin sich vorliegend mit dem alten Japan beschäftigt, und lässt unheimlich viel Wissen, oftmals nur Kleinigkeiten, aber eben diese tragen zur geharnischten Authentizität des Buches bei, in das Buch einfließen. Und so nimmt vor unseren Augen einmal mehr eine unbekannte Kultur Gestalt an, blicken wir fasziniert durch die Augen unserer Erzähler und verfolgen ihre Abenteuer mit. Dass dabei Nebendarsteller immer wichtiger werden ist bei der Anzahl der Romane unabwendbar und zu begrüssen, erweitern diese doch die Möglichkeiten enorm. Der Aufgriff von Napoleons Angriff auf Moskau soll den großen Handlungsbogen voranbringen und dient als Aufhänger für das emotional sehr intensiv und aufwühlend beschriebene Wiedersehen der Beiden.

Das Buch liest sich angenehm und flüssig, ist spannend und vermittelt das überzeugende Bild einer fremden Kultur – da ist der Bestsellerstatus vorhersehbar.

Drachenfeind

Drachenfeind

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