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Carsten Kuhr
Die Rebellen vom Mond kämpfen um ihre Unabhängigkeit

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Aug 2014

Wir schreiben das Jahr 2075. Die Erde hat den Mond kolonialisiert, versorgt die Ansiedlungen mit Getreidelieferungen und sorgt über die Verschiffung Straffälliger dafür, dass die Gefängnisse auf der Erde leerer werden und Lunas Bevölkerung wächst.

Manuel Garcia O´Kelly arbeitet als Systemtechniker am Supercomputer Mycroft genannt Mike auf Luna. Eher zufällig kommt er in Kontakt mit Rebellen, die für eine Unabhängigkeit Lunas von der Erde kämpfen. Während Mike die logistischen Planungen der Revolution übernimmt, rutscht Manuel eher unfreiwillig in die Rolle des politischen Sprachrohrs der Rebellen.

Als die Erde die Unabhängigkeitsbestrebungen Lunas verlacht und mit Sanktionen droht, die eine Hungersnot auf dem Mond auslösen würden ist Schluss mit lustig. Von Mike minutiös berechnet werden Felsen auf Ziele nahe den Ballungszentren der Erde geschossen, ein Krieg droht ...

Ein früher Jugendroman des Kultautors in erstmals ungekürzter Neuübersetzung

Robert A. Heinlein gilt als einer der großen Autoren seiner Zunft. Mit seinen Werken prägte er Generationen von Lesern, sorgte aber immer wieder auch für kontroverse Diskussionen. Gerade seine oftmals verquere Ansicht von Politik, Gemeinwesen und sexueller Befreiung sorgte für einige erhobene Augenbrauen.

Neben ausgezeichneten Jugendbuchromanen – hier bereitet Heyne gerade eine ungekürzte Neuausgabe von Have Spacsuit, will Travel vor - hat er mit Starship Troopers einen der ersten, stark kritisierten Military SF Romane des Genres vorgelegt aber auch mit Stranger in a Strange Land einen gefeierten Roman geschrieben, dessen Bekanntheit weit übers Genre hinaus reicht.

Vorliegend zeigt der Autor seine ganz eigenen Stärken und Schwächen. Da werden unliebsame Lebewesen schon einmal ohne Raumanzug aus der Luftschleuse befördert, oder kurzerhand die Erde bombardiert, Steuern oder ein Sozialstaat vehement abgelehnt, aber auch durchaus packend fabuliert. Gleichzeitig geht es ihm aber auch um Freiheit und Selbstbestimmung und nicht zuletzt darum, seine Leser packend zu unterhalten.

In der sorgsam ergänzten Übersetzung von Jürgen Langowski erleben wir so einen Klassiker der sich auch heute noch durchaus spannend liest, der inhaltlich interessante Gedanken präsentiert, aber auch die typischen Heinlein´schen Schwächen offenbart.

Mondspuren

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