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Brigitte Ahlers
Der gruselige Para-Krimi-Mix um Amelia Gray geht weiter.

Buch-Rezension von Brigitte Ahlers Sep 2015

In Totenstimmen wird klar, dass Amelia Grays Liebe zu Detektiv John Devlin erst Erfüllung finden kann, wenn dieser mit der Vergangenheit abgeschlossen hat. Seine tote Frau Mariama bringt Amelia das Fürchten bei. Seine kleine, ebenfalls verstorbene Tochter Shani bittet Amelia um Hilfe, was deren Leben aber vollkommen umkrempeln würde. Vor allem, da ihr Vater, der ebenfalls die Gabe besaß, Geister sehen zu können, sie dringend davor gewarnt hat, der Geisterwelt zu zeigen, dass sie diese wahrnehmen kann. Amelia versucht wirklich vieles, um diesem Alptraum aus dem Weg zu gehen. Aber sie kann sich nicht so gut verstellen, als das die Geister es nicht bemerkten.

Und ziemlich schnell erscheint ihr alsbald schon der Geist eines Ex-Kollegen von John Devlin, Robert Fremont, der ermordet wurde. Er erwischt sie abends in ihrem Garten und bittet Amalia um Mithilfe bei der Aufklärung seines Mordes, da er selbst keine Erinnerung daran hat.

Ihr bleibt nichts anderes übrig, als dieser Bitte zu folgen, da er ihr damit droht, ihr ansonsten Lebensenergie zu entziehen. Das können die Geister gut. Denn das erhält sie "am Leben". Und so zieht sich auch dieses Buch...

Bei ihrer mühsamen Recherche zu dem Fall kommt Amelia Gray nur langsam vorran. Der Leser bekommt ab und zu ein Apetitthäppchen und eine Art Cliffhanger zugeworfen und dann dauert es wieder fast 100 Seiten bis zum nächsten Highlight. Die Totenstimmen haben mich nicht erreicht. Es mag vielen Lesern anders ergehen, aber mich hat dieses Buch jetzt nicht vom Hocker gerissen, mich nicht "gepackt".

Es war mir zu langatmig, zu wenig Thrill, zu wenig Action! Es dauerte, bis ich mit dem Buch einigermaßen warm wurde. Viele sich wiederholende Redensarten störten mich zusätzlich. Vielleicht erschließen sich die Verhältnisse der Akteure zueinander auch besser, wenn man die beiden ersten Bände Totenhauch und Totenlichter von Amanda Stevens gelesen hat. Daher möchte ich dazu raten, diese zuerst zu lesen, was ich jetzt nachholen werde.

Es ist kein schlecht geschriebenes Buch. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Und nur, weil es mich nicht gepackt hat, kann das bei einem anderen durchaus anders sein.

Totenstimmen

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Letzte Kommentare:
08.01.2020 14:27:54
Blackfairy71

Amelia ist nach ihrer Zeit in Asher Falls zurück in Charleston. Und hat gleich nach ihrer Rückkehr eine Begegnung mit einem Totengeist, den sie schon kennt. Der Cop Robert Fremont bittet sie um Hilfe. Er will herausfinden, wer ihn damals ermordet hat, aber als Geist stößt er auf gewisse Grenzen.
Und auch ihr erstes Wiedersehen mit John Devlin, vor dem sie mehr oder weniger nach Asher Falls geflohen war, fällt nicht so schön aus. Sie erkennt, dass sich an ihren Gefühlen nichts geändert hat, aber seine Geister sind immer noch da und lassen ihn nicht in Ruhe. Seine Frau Mariama scheint noch aus dem Grab Ansprüche auf ihn zu erheben und versucht alles, um Amelia zu vergraulen. Devlins Tochter Shani dagegen sucht den Kontakt zu Amelia und bittet sie um Hilfe. Sie möchte endlich gehen, kann es aber nicht, da ihr Vater sie nicht loslässt.
Während ihrer Suche nach Hinweisen auf den Mörder von Robert Fremont stößt sie auf weitere Spuren zum Unfalltod von Devlins Familie. Oder war das Ganze vielleicht gar kein Unfall? Und wie ist Mariamas Cousin Darius Goodwine, ein mysteriöser Hoodoo-Priester, in die Sache verwickelt? Hatte er ein Interesse daran, Fremont aus dem Weg zu räumen? Irgendwann kommen ihr sogar Zweifel an Devlin, aber sie kann einfach nicht glauben, dass der Mann, den sie liebt etwas damit zu tun hat.
Beruflich kehrt sie zurück zum Friedhof Oak Grove, auf dem sie im ersten Buch "Totenhauch" ihre Arbeit unterbrechen musste, da dort ein Serienmörder sein Unwesen trieb. Nun ist es an der Zeit mit der Restaurierung des alten Friedhofes fortzufahren.

Wie schon die beiden Vorgänger hat mir auch "Totenstimmen" sehr gut gefallen. Zum einen ist es natürlich das Thema (alte Friedhöfe, Geister), das mich sehr interessiert. Aber mir gefällt auch der Schreibstil von Amanda Stevens, sie schreibt sehr flüssig und anschaulich. Ich hatte immer das Gefühl, ich wäre direkt neben Amelia und würde alles miterleben. Besonders die Beschreibungen der alten Friedhöfe und der Stadt Charleston mit ihren Herrenhäusern und Gärten fand ich wieder faszinierend. Besonders die Szene am Ende auf dem "Friedhof" war super geschrieben.
Und ich mag Amelia einfach. Allein schon dafür, dass sie den guten Angus gerettet und mit nach Charleston genommen hat. ;-) Und ihre Arbeit als Friedhofsrestauratorin finde ich faszinierend. Auch Devlin war mir vom ersten Buch an sympathisch.