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Carsten Kuhr
Eine archaische, im Feuerfluss gefangene Inselwelt, Dämonen und Magier

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jan 2019

Vor mehr als 300 Jahren wurde die Eine Welt, wie wir sie kennen, zerstört. Nur mehr Inseln im Leerraum blieben zurück, verbunden durch Feuerflüsse, eine Jede mit einer eigenen Flora und Fauna.

Vorausgegangen war eine Invasion durch Dämonen, die die meisten Menschen hinschlachteten, den Rest in ihre Heimat entführten und für Generationen als Sklaven missbrauchten. Doch der Aufenthalt in der fremden Dimension weckte Kräfte in einigen der Überlebenden, Kräfte, die im zweiten Dämonenkrieg zur Vernichtung der Dämonengötter und zur erfolgreichen Flucht der Menschen führte.

Seitdem ist die Barriere zwischen den Dimensionen geschlossen, magisch begabte Dämonenjäger jagen die wenigen, schwachen Dämonen, die durch kleine Spalten in die Schwebenden Reiche kommen.

Dann ändert sich der Status Quo. Nicht nur, dass die Menschenreiche, die einander bislang durch Handelsbeziehungen eng verbunden waren zum Krieg gegeneinander rüsten, es gibt Hinweise darauf, dass der aggressive Fünferbund bei seiner Kriegstreiberei von Außen gelenkt wird. Ein Dämon ist zurückgekehrt, der, unterstützt durch einen alten, lang vergessenen Kult, den in den Schwebenden Reichen eingekerkerten Gott befreien will. Ein Vorhaben, das verhindert werden muss, droht doch die Vernichtung jeglichen menschlichen Lebens und die Knechtung der Dämonen gleichermaßen.

So finden sich ungewöhnliche Allianzen – der auf die Welt der Dämonen entführte Dämonenjäger Ryk und die Halbdämonin Kela verbünden sich mit Asmaran, dem Anführer der freien Dämonen gegen den Fluchbringer. Der Königssohn Inos schließt sich den Rebellen im Kampf gegen die kultistische Usurpatorin und den Fluchbringer an. Eine Gestaltwandlerin, die als gelernte Assassinin die Fähigkeit zum Meucheln verinnerlicht hat, setzt sich auf die Fährte der Verräterin.

Zunächst getrennt, später gemeinsam mit den verbündeten Dämonen stemmen sie sich gegen das drohende Unheil, allein …

Michael Hamannt bringt seine Saga um die Dämonenkriege in dem zweiten Teil seiner Duologie zu einem befriedigenden Abschluss.

Erneut wartet jede Menge Text auf den Leser, der in vier, fünf unterschiedlichen Handlungssträngen das Geschehen verfolgt.

Dabei baut der Autor geschickt immer neue Rätsel und Fährnisse auf, löst Fragen befriedigend auf und dreht Figuren. Insbesondere die Wandlung Asmarans vom verteufelten Dämon hin zu einer Figur, deren Handlung plausibel erklärt und dessen Motivation in sich logisch aufbereitet wird hat mich überrascht und interessiert. Im Zuge dieser Neuausrichtung müssen auch unsere Hauptfiguren ihre jeweilige Haltung überdenken, Ressentiments hinterfragen und sich neu positionieren. Gerade dieser Aspekt, der natürlich über einen gewissen Zeitraum abläuft und in jede Menge mitreißender Action verpackt ist, sorgt für viel Spannung.

Überhaupt lesen sich auch die vorliegend fast 700 klein gesetzte Seiten wiederum überraschend flott und flüssig auf einen Rutsch durch.

Ein wenig in den Hintergrund tritt zunächst Catara, die Assissine, deren Volk unter einem dämonischen Fluch leidet, und die ihre Gestalt wandeln kann. Die Ambivalenz mit der sie ihrer Gabe, die sie zwingt Undenkbares, Widernatürliches zu tun um ihr Ziel zu erreichen, begegnet und die sie im ersten Teil als Figur so interessant machte, fehlte lange Zeit fast völlig, trat sie als Handelnde doch mehr in den Hintergrund. Spät rückt sie dann wieder ins Zentrum der Auseinandersetzung.

Ebenfalls lange ungenutzt blieb das faszinierende Setting. Die unschwer als zukünftige Version unserer Erde erkennbare Bühne der in Brocken auseinander gebrochenen Welt bleibt außen vor. Statt dessen zieht sich der Autor in der ersten Hälfte des Buches ganz auf ein Höhensystem sowie die Welt der Dämonen als Handlungsorte zurück. Später dann rücken die Festung der Magier und das Stollensystem, in dem der schlafende Gott auf seine Erweckung wartet ins Zentrum.

Fazit:

Wie schon im ersten Teil hätte eine Kürzung dem Plot gut getan. Gerade das Mittelteil birgt ein paar Wendungen zu viel, hier hätte eine behutsame Straffung die Lektüre stringenter gemacht.

Alles in Allem aber erhebt hier ein junger Autor seine Stimme, der faszinierend und packend zu fabulieren weiss, der geschickt bekannte Schemata mit eigenen Ideen kreuzt und seine Handlung rund und befriedigend abschließt.

Die Dämonenkriege 2 - Dunkelkönig

Die Dämonenkriege 2 - Dunkelkönig

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Letzte Kommentare:
21.03.2019 15:27:20
PMelittaM

Ryk und Kela haben Asmaran wieder in die Gegenwelt verbannt, konnten aber nicht verhindern, selbst ebenfalls dort zu landen. Nach und nach müssen sie einsehen, dass sie falsche Vorstellungen von dieser Welt hatten. Als in der Gegenwelt ein Krieg ausbricht, wird ein Bündnis nötig. Und da ist auch immer noch Zaragoth, der in der Welt der Menschen nach dem Grab Inos sucht - und dieses auf keinen Fall finden sollte.

Endlich ist der zweite Band der Dilogie erschienen und ich habe endlich erfahren, wie die Geschichte endet. Bevor ich allerdings die letzten Seiten erreicht hatte, konnte ich die bereits bekannten Protagonisten auf abenteuerlichen und spannenden Wegen begleiten. Ryk, der Dämonenjäger, Kela, die Halbdämonin und Catara, die als Keesa eine ganz besondere Fähigkeit hat, hat man bereits im ersten Band kennen und schätzen gelernt. Dass ein weiterer Charakter wieder dabei ist, wird viele Leser erfreuen, dazu gesellt sich Veitt, dessen Fähigkeiten sich durch einen Zufall verändert haben und der Dämon Asmaran, der auch die eine oder andere Überraschung auf Lager hat. Auf der Antagonistenseite sind wieder Königin Madea und der Dämon Zaragoth dabei. Alle sind unverwechselbare Charaktere, die dem Autor gut gelungen sind und das Geschehen bereichern. Aber auch andere Charaktere, die mehr oder weniger große Rollen spielen, gefallen mir gut, z. B. Nersei, ein weiterer Halbdämon, dessen Abstammung eine Überraschung ist.

Viel Zeit ist vergangen, seit dem ich den ersten Band gelesen habe, doch ich kam recht schnell wieder in das Geschehen. Michael Hamannt macht es dem Leser leicht und erinnert an wesentliche Ereignisse. Dieses Mal erhält der Leser einen guten Einblick in die Welt der Dämonen, die Gegenwelt, die durch eine Barriere von der Menschenwelt, den Schwebenden Reichen, getrennt ist. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, und zwar nicht nur die der Prota- bzw. Antagonisten, und aus beiden Welten, so hat der Leser einen umfassenden Einblick in das Geschehen und weiß oft mehr als die Charaktere. Der Autor hat seinen anschaulichen, bildhaften und atmosphärischen Erzählstil nicht verlernt und schafft es immer wieder, mein Kopfkino in Bewegung zu halten, sogar bei Kampfgeschehen (es ist nicht leicht, mich hier zu packen). Dazu ist die Geschichte sehr spannend, man kann nie sicher sein, dass alle überleben und manche überraschende Wendung sorgt für Erstaunen.

Wer die Wege der Charaktere, zumindest in den Schwebenden Reichen, nachvollziehen will, kann dies über die Karte tun, die in den inneren Buchdeckeln abgebildet ist, und sollte jemand mit den Charakteren durcheinanderkommen oder noch einmal nachlesen wollen, wer wer ist, kann er das im angehängten Personenregister tun, hier gibt es auch eine Erklärung zu den verschiedenen Dämonenrassen.

Der zweite Teil der Dilogie steht dem ersten in nichts nach, packt einen schnell und bietet ein Ende, mit dem ich sehr zufrieden bin. Gerne vergebe ich wieder volle Punktzahl und empfehle die Dilogie allen Fantasyfans. Man darf auf Michael Hamannts nächstes Werk gespannt sein.