Das Erwachen des Feuers (Draconis Memoria 1)

Erschienen: Oktober 2018

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Petra Meyeroltmanns
Spannender Auftakt einer vielversprechenden Trilogie

Buch-Rezension von Petra Meyeroltmanns Jan 2019

Eine Welt, in der Drachenblut dazu dient, Menschen besondere Fähigkeiten zu verleihen – man kann sich vorstellen, was das mit der Drachenpopulation macht. Und tatsächlich musste man Zuchten anlegen, die dort gezüchteten Drachen sind allerdings mit den wilden nicht zu vergleichen, schwächlich und wenig lebenstauglich sind sie, geben aber immerhin, wenn auch in kleinerer Menge, den begehrten „Saft“. Natürlich werden auch immer noch freie Drachen gejagt und gefangen, wie der Schwarze, der sich im Prolog einen kleinen Aufschub erkämpft, viele Menschen tötet und mehrere Kinder zu Blutgesegneten macht. Denn nicht alle Menschen reagieren positiv auf Drachenblut, den meisten bekommt es gar nicht, wirkt sogar tödlich.

Interessante Welt mit Steampunkanleihen

Anthony Ryan hat eine interessante Welt erdacht, mit einige Steampunkanleihen, die sehr gut ins Bild passen. Die beiden Karten, jeweils eine im vorderen und hinteren Buchdeckel, geben einen ersten Überblick. Zwei große Mächte, das Eisenboot-Handelssyndikat und das corvantinische Kaiserreich, sind untereinander verfeindet und immer wieder gibt es Krieg. Im Hinterland leben die Verderbten, die mit den Drachen verbunden scheinen und körperlich verunstaltet sind. Freie sind als Drachenjäger und Söldner unterwegs, auf den Inseln lebt ein eigener Menschenschlag und selbstverständlich gibt es auch Kriminelle, wie z. B. Piraten.

Auch bei den Drachen existieren verschiedene Arten, blaue, grüne, schwarze und rote, deren Blut jeweils verschiedene Auswirkungen hat, und es wird von einem legendären weißen Drachen gemunkelt. Jetzt aber scheint es konkrete Angaben zu geben, wo man ihn, dessen Blut ganz besondere Fähigkeiten verleihen soll, finden kann.

Drei verschiedene Perspektiven, drei ganz unterschiedliche Protagonisten

Erzählt wird aus drei verschiedenen Perspektiven. Lizanne Letheridge ist nicht nur eine Blutgesegnete sondern auch Aktionärin und Geheimagentin der Abteilung Außerordentliche Maßnahmen. Auch Clay Torcreek ist blutgesegnet, aber unregistriert, aus einer guten Familie stammend, schlägt er sich nun als Straßenkämpfer und Dieb durchs Leben. Hilemore ist zwar nicht blutgesegnet, aber zweiter Offizier auf einem Eisenbootprotektoratsschiff. Die „Gute Gelegenheit“ (alle Schiffe haben solch sprechende Namen) ist ein sogenannter Blutbrenner, d. h., es ist ein Blutgesegneter an Bord, der dem Dampfschiff mit Hilfe des Blutes von roten Drachen „Feuer machen“, es beschleunigen kann. Alle drei haben einen großen Anteil an den Geschehnissen dieses Romans und bekommen es auf verschiedenartige Weise mit Drachen und menschlichen Feinden zu tun. Viele der Charaktere, die man nach und nach immer besser kennen und verstehen lernt, sind tiefgehend gezeichnet und allesamt für Überraschungen gut. Die Vielzahl der auftauchenden Personen wird manchen Leser vielleicht erschlagen, Hilfe findet sich dann im Personenregister im Anhang.

Komplexe Geschichte, anschaulich erzählt

Die Geschichte ist komplex und erfordert aufmerksames Lesen, Anthony Ryan erzählt aber auch anschaulich und spricht das Kopfkino an. Es dauert ein bisschen, bis man sich in seiner Welt heimisch fühlt, erst im Laufe der Geschichte werden viele, wenn auch nicht alle, Zusammenhänge klar. Da der Roman der erste einer Trilogie ist, wird das in den folgenden Romanen sicher weiter ausgebaut werden. Das Ende von „Das Erwachen des Feuers“ macht jedenfalls schon sehr neugierig auf den Folgeband.

Fazit:

Anthony Ryan ist ein spannender Roman gelungen mit einer faszinierenden Welt, einer komplexen Geschichte, interessanten Charakteren und einem Ende, das den Leser gespannt macht auf den nächsten Band der Trilogie. Für Fantasy-Fans uneingeschränkt empfehlenswert!

Das Erwachen des Feuers (Draconis Memoria 1)

Das Erwachen des Feuers (Draconis Memoria 1)

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Letzte Kommentare:
09.01.2019 07:47:15
benfi

Mit dem Roman 'Das Erwachen des Feuers' hat der Autor Anthony Ryan überraschend schnell nach seiner fulminanten High-Fantasy Trilogie der 'Rabenschatten' ein neues Projekt auf den Markt gebracht. Mit diesem ersten Roman aus der dreiteiligen Reihe mit dem Titel 'Dragonis Memoria' überrascht er des weiteren mit einer komplett neuen Welt. In dieser dreht es sich auf allen Kontinenten nur um eines: das Blut von Drachen. Somit wird der Leser ein weiteres Mal in eine phantastische Welt gesteckt, die jedoch kein simpler Abklatsch seiner 'Rabenschatten'-Trilogie, sondern komplett eigenständig ist. Eine an das 18. Jahrhundert erinnernde Hierarchie erwartet den Leser, welche zwar komplexe Verknüpfungen durch jede Menge geschichtliche Ereignisse aufwartet, jedoch sehr plausibel dem schmöker-freudigen Käufer näher gebracht werden. Die Ländereien wie Mandinorien oder Arradsia erinnern ein wenig an das vorletzte Jahrhundert unserer realen Welt, haben jedoch jeder seine charakteristischen Eigenschaften, wobei Arradsia wie ein unerforschtes Afrika anmutet. Den stark phantastischen Einschlag bieten natürlich die Drachen in dieser Welt, welche zwar gefürchtet, aber auch ihres sehr wertvollen Blutes wegen gejagt werden. Und die Eigenschaften, welche mit dem Lebenssaft erreicht werden, sind noch phantastischer. Hier geht es in Richtung Superhelden-Liga. Der große Clou ist allerdings, dass Ryan hier sehr viele Genre vermischt. In diesen ersten Teil hat er eine starke Prise Steam-Punk beigefügt und der Handlungsfaden um Corrick Hilemore ist ein wirklich maritimes Vergnügen. Beim Lesen von 'Das Erwachen des Feuers' findet man sich außerdem stellenweise in einem Agenten-Thriller wieder und die Reise ins Innere des Kontinents Arradsia von dem Protagonisten Claydon Torcreek erinnert stark an einen Abenteuer-Roman á la Indiana Jones. Also von Langeweile jeglicher Art kann bei diesem bunten Spektrum absolut keine Rede sein! Es ist eigentlich schon fast zuviel des Guten, besonders die Schlacht um Kerberhafen zieht sich über viele Seiten des über 700 Seiten starken Werkes. Punktabzüge gab es von mir noch, da der Prolog (wohl unbeabsichtigt) im Laufe des Romans etwas suggeriert, was jedoch nicht sein kann. Es kam mir immer der Verdacht auf, dass Clay das verschollene Kind sei, was mit seiner Mutter in den Trog mit Drachenblut sprang - unmöglich, da er kurz daraufhin als junger Mann die Szenerie betritt. Die ist allerdings ein klitzekleiner Kritikpunkt, dazu eher persönlich. Einigen Lesern mögen etliche Stellen auch etwas zu hart herüberkommen - Ryan geizt nun nicht mit dem Opfern von Charakteren und Statisten. Teilweise aber auch sehr einfühlsam; ich musste bei dem Ableben einer feinen, um Spoileralarm zu verhindern, nicht näher benannten Figur, die Tränendrüsen konzentriert zähmen, um nicht loszuflennen. 'Das Erwachen des Feuers' ist ein sehr gelungener Auftakt, der den bisherigen Werken des Autors in nichts nachsteht! Gespannt darf man dem zweiten Teil der 'Dragonis Memoria' entgegenfiebern...
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