Die Banner von Tenebros 1: Zinder und Zwietracht

Erschienen: Oktober 2018

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Lisa Reim
Götter, Ritter und Konsorten – Ein Käfig voller Narren

Buch-Rezension von Lisa Reim Jan 2019

Die Länder Tenebros im Norden und Suhdra im Süden verbindet seit jeher eine konfliktreiche Beziehung. Früher lebten in Tenebros die Heiden, Menschen, die Naturgottheiten verehrten, ihnen Opfer brachten und sie durch Rituale zu besänftigen versuchten. Im Süden jedoch herrschte die Kirche von Zinder und Zwietracht, zwei Göttern, die Winter und Sommer verkörpern. Als sich die Kirche auch im Norden durchsetzte, wurde der Glauben an die alten Götter, die Gheister, verboten. Seitdem machen Priester und Schwurritter Jagd auf sie. Denn die Gheister werden nicht gerne ignoriert.

Zum alljährlichen Fest des Allfeuers zu Ehren der Göttin Zwietracht, erwachen ungewöhnlich viele Gheister zum Leben und terrorisieren das Land. Ein Umstand, der den brüchigen Frieden zwischen Tenebros und Suhdra gefährdet. Ian und sein Vater Malcolm, Herzog von Hundsweih, finden sich schnell zwischen den Fronten wieder, denn sie sind die einzigen, die den drohenden Krieg noch verhindern können. Währenddessen machen der Priester Lucas und die Schuwrritterin Elsa Jagd auf die Gheister.

Schönes Worldbuilding

Eine Welt, die von verschmähten Göttern heimgesucht wird, dazu ein schwelender Konflikt in einem geteilten Land – hervorragende Voraussetzungen für einen abenteuerlichen Fantasy-Roman. Tim Akers weiß mit einem fantastischen Worldbuilding zu überzeugen: Die Welt ist düster und bedrohlich, die celestrische Kirche macht nicht nur Jagd auf marodierende Gheister sondern auch auf deren Anhänger und die angespannte politische Lage zwischen dem urwüchsigen Norden und dem kultivierten Süden tut ihr Übriges. Dabei ist jedoch die geballte Vorstellungskraft des Lesers gefragt, denn eine unterstützende Karte, wie man sie häufig in Büchern mit einer aufwändig gestalteten Welt findet, sucht man hier vergebens. Das ist besonders dann frustrierend, wenn lang diskutierte Kriegstaktiken auf geografischen Gegebenheiten beruhen.

Selten waren kriegerische Auseinandersetzungen so langweilig

An dem originellen Setting sollte man sich während des gesamten Romans über festklammern, denn der Plot wird diesem in keiner Weise gerecht. Zu Beginn ist man damit beschäftigt, die ganzen Clans, Familien, Herzöge und Städte zu sortieren, um überhaupt erst die Tragweite des immerzu betonten Konfliktpotenzials herauszuarbeiten. Hat man sich soweit orientiert, muss man sich mit einer vorhersehbaren Story herumschlagen und über etliche Unstimmigkeiten hinwegsehen. Ganz zu schweigen von der mit wenig Bedacht handelnden Bevölkerung dieser Welt.

Ein ganzer Schwall irrationaler Charaktere

Auch wenn Akers seine Welt mit einer Fülle von Charakteren bevölkert hat – besonders scharfsinnig ist keiner von ihnen. Den Figuren werden abwegige Aktionen angedichtet, über welche sie sich anschließend in belanglosen Dialogen austauschen. Anscheinend ist jedes Mittel recht, um den Plot voranzutreiben, sei es der klischeehafte Vater-Sohn-Konflikt oder der unfähige Thronfolger, der urplötzlich atemberaubende Kampf-Fähigkeiten zum Besten gibt. So haarsträubend manche Passagen auch sein mögen, unfreiwillig komisch sind sie allemal.

Insgesamt ist die Geschichte sehr dialoglastig. Umso erstaunlicher ist es, dass der Autor bei den Kampfszenen – und davon gibt es eine Menge – plötzlich eine merkwürdige Distanz zu den Figuren an den Tag legt. Hier fehlt im Grunde nur noch das Beamtendeutsch, um die Szenen noch trockener rüberzubringen. Kopfkino stellt sich da kaum ein und auch das Schicksal der Figuren lässt einen ziemlich kalt.

Fazit:

Tolles Setting, leider mit einem auf allen Ebenen wenig überzeugenden Plot: Unstimmige Handlungen ausgeführt von noch unstimmigeren Charakteren. Dennoch ist Tim Akers Roman gerade deswegen recht unterhaltsam. Auch wenn das vermutlich nicht in der Absicht des Autors lag.

Die Banner von Tenebros 1: Zinder und Zwietracht

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