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Carsten Kuhr
Eine etwas andere Urban-Fantasy aus deutschen Landen

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Feb 2019

Paris im Winter. Auch an der Seine schneit es und ist kalt. Dennoch, Paris, die Stadt der Liebe und des Savoir Vivre lebt natürlich auch dann, wenn die Natur eine Zwangspause einlegt. Die Vergnügungsetablissements sind ebenso geöffnet, wie die Theater und Opernhäuser.

An einer dieser renommierten Ballettbühnen arbeitet Avery und verkauft den Kunstliebhabern, die Schwanensee sehen möchten, ihre Eintrittskarten. Bei den Angestellten ist der junge Mann als sehr pünktlich, zuverlässig und mitfühlend bekannt und beliebt. Dass sich hinter seinem unscheinbaren Äußeren ein Sapye verbirgt, dass er, seit seine Lebensuhr 1940 aufhörte zu ticken nicht mehr altert und er als Icendye zudem das Feuer beherrscht, ahnt hier niemand. Die drei Arten der Sapye haben den Menschen einst die Zivilisation, das Wissen und das Gewissen gebracht. Doch dies ist lange her und vergessen. Wie dies so ist, wollen die Kinder auf eigenen Beinen stehen, machen Fehler und lehnen sich gegen die, die nur ihr Bestes wollen, auf. Seitdem sind die Sapye untergetaucht.

Dann aber kommt ihm Giulia, die 22-jährige Prima Ballerina des Theaters auf die Spur. Als Mensch sollte es ihr, dank des vor Jahrtausenden gewobenen magischen Schleiers nicht möglich sein, seine Kräfte wahrzunehmen, allein, sie erkennt, dass er nervös mit dem Feuer spielt und spricht ihn darauf an.

Gemeinsam suchen sie zunächst das Rätsel, warum das Menschenkind Giulia überhaupt die Wesen und ihre Magie erkennen kann, auf die Spur zu kommen. In geheimen Katakomben unter den Kirchen der Stadt gehen sie in uralten Bibliotheken auf die Suche nur um feststellen zu müssen, dass sie das Rätsel nicht lösen können.

Dann wird eine weitere Tänzerin des Balletts grausam ermordet. Die Art der Tötung - sie verbrennt mittels magischem Feuer von Innen - weist darauf hin, dass ein Sapye hinter dem Anschlag steckt - obwohl dies gar nicht möglich ist.

Gemeinsam machen die so Ungleichen sich auf, das Rätsel zu lösen und den Mörder zu suchen ...

Ein renommierter Illustrator legt seinen ersten Roman vor

Alexander Kopainski ist dem Bücherfreund wahrlich kein Unbekannter. Seine Titelbilder zieren Bücher aller Couleur, und so ist es wenig verwunderlich, dass die äußere Gestaltung seines Erstlingswerks aus dem Allerlei, mit dem uns die Verlage zum Kauf reizen wollen, hervorsticht.

Geschickt hat er die Motive des Romans aufgenommen, zeigt uns die Besonderheiten der drei Arten der Sapye, nebst einer plastisch wirkenden Taschenuhr. Das ist ganz große Kunst, die sich im Vorsatz und den Innenillustrationen fortsetzt.

Die ersten gut einhundert Seiten legt er ein eher mäßiges Tempo vor. Er stellt uns seine beiden Hauptfiguren vor, unternimmt erste Ausflüge in die Vergangenheit, und führt seine übernatürlichen Elemente ein. Hier muss der Leser ein wenig Geduld mitbringen, sich einlassen auf das Bild von Paris im Winter und in die Atmosphäre der Stadt, aber er oder sie muss auch in die Geheimnisse der Wesen hineinschnuppern.

Geschickt zieht der Autor uns in der Folgezeit dann in das Rätsel um die Suche nach dem Täter des grausamen Mordes hinein. Über die mannigfaltigen, gut ausgearbeiteten Figuren, das liebevoll gezeichnete Setting von Paris und Moskau (beide im Schnee) und die vielen letztlich falschen Fährten die er legt, packt er den Rezipienten, ohne dass er hier auf große Gewaltdarstellung zurückgreifen müsste. Statt dessen stellt er die Gefühle seiner Figuren ins Zentrum, bricht immer wieder eine Lanze für die Liebe. Ein paar kleinere Brüche stören hier kaum. Das Finale, das so Einiges für den Leser bereit hält - mehr wird hier nicht verraten - passt sich hier wunderbar stimmig ein.

Fazit:

So ist dies ein faszinierender Roman abseits der ausgetretenen Pfade, der mit starken Charakteren, jeder Menge Atmosphäre und Wendungen besticht und auf Leser(innen), die auf große Gefühle Wert legen, bestens eingeht.

Uhrwerk der Unsterblichen

Uhrwerk der Unsterblichen

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