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Carsten Kuhr
Historische Fantasy aus deutschen Landen

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mär 2019

Sie war acht Jahre alt, trug in ihrem Nacken bereist das dort eintätowierte Wappen von Wasiland, das sie als designierte Königin und Erbin der Krone auswies, als ihr Leben sich abrupt änderte.

Verrat hallt es von den Zinnen der Burg. Einer der Vasallen ihres Vaters, ein Adeliger von untadeligem Ruf und Herkunft hat das Unmögliche, das Undenkbare gewagt – er hat mit Unterstützung des Wolfsclans aus den unwirtlichem Hochgebirge Verrat an seinem Lehenseid geübt, hat die Burg seines Königs überfallen und diesen gemeuchelt. In seinem dunkelrotem Blut liegt er nun im Hof der Vorburg, der Monarch, der sein Reich mit fester, aber gerechter Hand regiert hat.

Amanda wird gefangen genommen und auf der Feste des Wolfsclans festgesetzt. In letzter Sekunde kann ihr Lehrer und Mentor, ein Mönch hinter dessen unscheinbarem Äußeren sich weit mehr verbirgt, als gedacht, ihr ins Exil und Gefangenschaft folgen. Der Usurpator bezahlt in hartem Gold für ihre Unterbringung in der von Eis und Schnee abgeschotteten Festung.

Hier findet sie sich, inmitten einer wilden Horde gnadenloser Kämpfer, wieder. Und sie lernt von ihrem Mönch die Kunst des waffenlosen Kampfs. Später trotzt sie dem Burgherren ihre Ausbildung zusammen mit den jungen Kämpfern der Burg ab. Inmitten von brutalen Männern lernt sie den Umgang mit Schwert und Bogen, muss sich gewaltsamen Anfeindungen ebenso erwehren, wie der Folter und den Nachstellungen derer, die es nicht gut mit ihr meinen. In einigen der Wölfe findet sie getreue Gefährten und Unterstützer, Andere wollen sie herausfordern und brechen. Innerlich reift sie in dieser Zeit zu einer willensstarken Persönlichkeit, die nur eines im Sinn hat – die Flucht und die Rückeroberung des Throns.

Nach dem Tod ihres Mentors flieht sie und macht sich auf, ihren Plan zur Rache am Verräter und zur Rückeroberung der Herrschaft umzusetzen. Dies ist ihre Geschichte…

Eine starke Frauenpersönlichkeit in einer archaischen Kultur

Angela Rose Burkart legt in und mit ihrem Romanerstling einen High-Fantasy Roman vor, der sich oberflächlich betrachtet am gewohnten Bild orientiert.

Im Zentrum des Geschehens steht ein junger, entwicklungsfähiger Protagonist, dem Unrecht widerfährt. Der verständliche und nachvollziehbare Wunsch nach Rache an dem oder denjenigen, die dafür verantwortlich sind, der Versuch, sich auf den Platz, der verloren wurde zurückzukämpfen sorgen für die Dramatik. Die Orte der Handlung – hier, das unwirtliche, kalte Hochgebirge mit der Zwinge, dort das grüne, fruchtbare Tal mit seinen Burgen – bleiben eher unauffällig, und entsprechen dem Gewohnten.

Die Besonderheiten des Werks liegen zum Einen darin, dass die Autorin sehr früh im Leben der zentralen Figur, nämlich schon mit acht Jahren ihre Handlung beginnt, zum Anderen, dass sie ein Mädchen als Heldin installiert!

Diese muss sich in einer gewaltbetonten Umwelt durchsetzen, muss ein ums andere Mal zeigen, dass sie mindestens so gut, wenn nicht besser ist, als ihre männlichen Konkurrenten. Sehr schön und überzeugend hat die Autorin diese Entwicklung herausgearbeitet. Der Schock ob des Tods des Vaters, die innere Vereinsamung, die sie anschließend noch recht kindlich überfällt, das Aufkommen des Rachegedankens und darauf folgend die konsequente Durchziehen der Ausbildung an der Waffe bringt sie uns als Figur näher.

Dabei erleben wir mit, wie aus dem Kind eine junge Frau wird. Die Dramatik und das Tempo nimmt in der Folgezeit weiter zu, die Abenteuer, Auseinandersetzungen und dramatische Begegnungen reichern den Plot an. Letztlich ist es die Geschichte des Erwachsenwerdens eines Kindes, das zunehmend, zunächst für sich selbst, dann für Andere und schließlich für das Reich Verantwortung übernimmt.

Stilistisch unauffällig mit viel Gefühl für die Stimmungen der Figuren liest sich der Text flüssig und gut auf einen Rutsch durch. Das Buch selbst ist sorgfältig redigiert, der Druck tadellos. Das Titelbild passt wunderbar zum Inhalt, lediglich das etwas breite Format in Verbindung mit den doch ansehnlichem Umfang erschwert im wahrsten Sinne des Wortes das Lesen; - sprich, das Buch liegt recht schwer in der Hand.

Fazit:

Mit ihrem Romanerstling legt die Autorin ein packend zu lesendes Buch vor, das uns eine Kombination aus historischem Roman in einer fiktiven Welt und eine faszinierenden Biographie einer jungen Frau, die sich in einer archaischen Kultur durchsetzt, kredenzt.

Amanda von Waisland 1: Die Zwinge

Amanda von Waisland 1: Die Zwinge

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