Der Atlas der besonderen Kinder (Die besonderen Kinder 4)

Erschienen: März 2019

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Carsten Kuhr
Lightning seldom strikes four times in a row

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Apr 2019

Da schien doch alles in trockenen Tüchern. Die besonderen Kinder waren gerettet, ihre Zeitschleifen miteinander verbunden, die Ymbrynen Gouvernanten befreit, die meisten Hollowgasts besiegt und Jacob Portman der gefeierte Held. Nun, nicht ganz und überall gefeiert, entschloss der Heranwachsende, doch nach Hause zurückzukehren und sein normales Leben wieder aufzunehmen.

Wir treffen ihn im Kreise seiner Familie an. Seine Eltern und die beiden Onkel machen zusammen mit dem als verschroben geltenden Teenager einen Ausflug - nein, nicht ins Grüne, sondern in die Irrenanstalt soll es gehen.

Geschickt, dass Miss Peregrine und Jacobs Freunde die Abschiebung in die Klapsmühle verhindern, und die Fahrt abrupt stoppen. Jacob soll ihnen, die aus einer lang vergessenen Zeit stammen, die Moderne zeigen und sie unterweisen, wie man heutzutage so lebt.

Dass sie dabei auch das Haus von Jacobs verstorbenen Großvater, einem legendären Hollowgast-Jäger, besuchen, erweist sich als Beginn eines neuen Abenteuers.

Unter dem Anwesen finden sie ein geheimes, gut gesichertes Zimmer. Immer deutlicher wird, dass sein Opa Jacob als seinen Nachfolger bei der Jagd auf die, die Besonderen heimsuchenden, Hollowgasts vorgesehen hatte. Zusammen mit seinen Freunden sucht und findet Jacob einen Freund und Kollegen seines Opas und macht sich auf, den Weg, der ihm vorgegeben wurde, zu erkunden.

Leider kleine Glanzleistung

Was war das doch für ein toller Lesegenuss, die Trilogie um die besonderen Kinder, die dem Leser eine so noch nicht gesehene Kombination aus phantastischen, historischen Fotografien und einer damit verbundenen Handlung offerierte. Die Synthese aus den Fotos, die als Vorlage für die besonderen Kinder dienten und der Handlung, bot, über drei Bände und einem ergänzenden Storyband hinweg, bestes Lesefutter.

Allerdings erweist sich die Fortsetzung, einer in sich sauber abgeschlossenen Handlung, so manches Mal nicht eben als schriftstellerischen Glanzleistung. So auch vorliegend.

Die in diesem Roman enthaltenen historischen Aufnahmen haben lange nicht die Klasse und Aussage, von der Stimmung wollen wir einmal schweigen, der Fotos in den vorhergehenden Bänden, und die Handlung liest sich die ersten gut 100 Seiten mehr als zäh.

Da suhlt sich Jacob in Selbstmitleid. Da passiert, obwohl die besonderen Kinder und ihre gefiederte Begleiterin erstmals seit sehr, sehr langer Zeit eine Zeitschleife sicher und unbedroht verlassen können, wenig.

Zu wenig, denn das Erstaunen der Besonderen ob der modernen Zeit hält sich doch arg in Grenzen.

Wo bleibt das besondere Flair, das die talentierten Kinder so ausgezeichnet hat, wo ihre liebenswerte Hilflosigkeit, ihre Haltlosigkeit und ihr Mut, der sie uns so ans Herz hat wachsen lassen?

Statt sie wie bisher als Menschen zu schildern, die man beschützen muss, und die diesen Schutz auch wert sind, erinnern ihre Gaben in vorliegendem Plot eher an Superkräfte, die zum Wohl der Gruppe, letztlich der Allgemeinheit, eingesetzt werden.

Moment, das kommt ihnen bekannt vor?

Ja, mir auch… aus den Unmengen an entsprechenden Superhelden-Geschichten, die auf der Leinwand wie im Buchbereich in den letzten Monaten über uns hereingebrochen sind.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch - Superheldenplots haben ihre Anhänger und ihre Berechtigung, allein die Besonderen waren immer von ihren Fähigkeiten gegeißelte Charaktere, nicht strahlende Helden.

Und genau in diese Richtung entwickelt Riggs seine Figuren langsam aber sicher. Entsprechend nimmt die klare Positionierung der Figuren in heldenhafte Protagonisten und böse Antagonisten zu, so dass die bekannte und damit wenig faszinierende schwarz-weiß Zeichnung nicht zu übersehen ist.

Das soll nicht heißen, dass der Roman nicht seine Stärken hätte. Der Mittelteil, in dem Jacob und seine Freunde quer durch die USA unterwegs sind, um der rätselhaften Spur nachzugehen, ist durchaus spannend und kurzweilig aufgezogen. Allein, es fehlt das Besondere, das zu Herzen gehende der Trilogie.

Fazit:

So bleibt ein ambivalenter Eindruck. Einem schwachen Beginn folgt ein unterhaltsamer Mittelteil, dem wiederum ein nicht ganz überzeugendes Finale folgt. Das besondere Flair der ersten Bände aber sucht man vergebens.

Der Atlas der besonderen Kinder (Die besonderen Kinder 4)

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