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Moritz Kollmer
Hexerei und dunkle Geheimnisse in der beschaulichen Kleinstadt

Buch-Rezension von Moritz Kollmer Jun 2020

In der Kleinstadt Sanctuary kommt es bei einer High-School Party zu einem tragischen Unglück: Daniel Whitman, der allseits beliebte und von seinen Mitschülerinnen verehrte Held der Schule kommt auf mysteriöse Weise zu Tode. Schnell liegt der Verdacht auf Harper Fenn, da sie erstens die Exfreundin von Daniel und zweitens die Tochter der lokalen Hexe Sarah Fenn ist. Mit der Ermittlung in diesem Fall wird die junge Polizistin Maggie Knight beauftragt, die am Anfang ihrer Laufbahn bereits nach Sanctuary versetzt wurde und dadurch über Erfahrung und Kontakte in der Stadt verfügt. Im Laufe der Ermittlungen, als Maggie sich mit den familiären und sozialen Umfeldern des Toten und der mutmaßlichen Täterin auseinandersetzt, tritt ihr ein Todesfall wieder ins Gedächtnis, den sie in ihrer früheren Zeit bearbeitete und der nun eine Rolle spielen könnte…

Packendes Drama um einen mysteriösen Todesfall

Sanctuary ist nach der Dark Gifts-Trilogie ein weiteres Werk von V.V. James, welches sich mit mysteriösen Ereignissen in einem urbanen Setting auseinandersetzt, bei denen Magie und Mystik eine wesentliche Rolle spielen.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, die entweder aus der Sicht von Sarah Fenn, Maggie Knight oder Abigail Whitman geschildert werden und Einblicke in die innere Gedankenwelt der zentralen Figuren, ihr Verhältnis zu anderen Personen sowie zu früheren Ereignissen liefern. Der Sprachstil ist einfach und direkt gehalten, sodass der Leser nah am Geschehen bleibt und stets aus nächster Nähe erfährt, was die verschiedenen Personen antreibt.

Auch die Mitschülerinnen von Harper spielen eine Rolle, da sie bei der Party anwesend waren und jeweils unterschiedliche Sichtweisen dazu haben, was genau am besagten Abend geschah und was zuvor alles zwischen Daniel, Harper und ihrem Umfeld passierte.

Die Erzählweise der Autorin und die direkte Wiedergabe der Perspektive der Akteure führt dazu, dass das Buch sich eher wie ein Mystery-Drama als ein Krimi liest und sehr Formaten wie Desperate Housewives ähnelt. Dies zeigt sich etwa daran, dass Detective Knight an manchen Stellen dazu neigt, Mitgefühl für fast jede Sichtweise zu entwickeln und sich am Ende plötzlich in einen anderen Charakter ohne große Begründung verliebt, während ihr Ziel, den Fall zu lösen, nur noch von sekundärer Bedeutung ist.

Man wird als Leser im Laufe der Handlung mit verschiedenen moralischen Problemen und Situationen konfrontiert. Niemand scheint so erhaben über den Dingen zu stehen, wie es zunächst scheint.

Magie auf der einen, Lügen und Intrigen auf der anderen Seite

Der Aspekt der Mystik und Hexerei wird von V.V. James anschaulich, interessant und vor allem auch realitätsnah dargestellt. Sanctuary handelt von einer Welt, in der Hexen und Magie eigentlich so normal wie der Besuch beim Doktor sind und Hexen ihre Gabe für die Unterstützung anderer Personen nutzen – etwa bei Karrierewünschen oder der Wiederbelebung brüchiger Liebesbeziehungen. Selbst eine staatliche Instanz mit dem Namen Moot gibt es, die sich für die Belange von Hexen einsetzt und in rechtlichen Dingen Klarheit schafft. Interessant sind auch die Einblicke in Sarah Fenns Hexenladen, wenn sie Zauberei praktiziert, Tränke braut und dadurch versucht, sich selbst und ihre Tochter zu schützen und vor drohendem Unheil zu bewahren.

Fazit:

Ein Zitat auf dem Buchrücken fasst die Erzählung recht gut ein: „In Sanctuary trifft Arthur Millers Hexenjagd auf Desperate Housewives“.

Sanctuary ist ein packendes Leseerlebnis, das den Leser in die Welt einer Kleinstadt voller Intrigen und dunkler Geheimnisse zieht und dabei einen komplexen Konflikt darstellt, bei dem - bis zur leider nicht ganz befriedigenden Auflösung - nicht klar ist, was Wahrheit und was Lüge ist.

Leser, die urbane Fantasy-Settings und Hexerei in modernem Gewand mögen und sich nicht an einer teils etwas stark emotionalen Erzählweise stören, können hier zugreifen.

Sanctuary

Sanctuary

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Letzte Kommentare:
07.01.2021 11:08:12
geronimox

Ein Roman mit einer ärgerlichen Storyline. Ich habe in meinem Leben schon einige hundert Krimis gelesen & gesehen und meine deshalb schon grob beurteilen zu können, wie polizeiliche Ermittlungsarbeit in der Regel abzulaufen hat.

In diesem Fantasy-Krimi ist die Detective Inspector so unfähig, die für die Tataufklärung grundsätzlichen Fragen zu klären, dass mir als Leser diese Unterlassungen schon fast wehtun.

Die Kernfragen zu Mord oder Unfalltod des College-Alphamännchens Dan Whitman, die ich schon auf den ersten zehn Seiten des Romans erwartet hätte, werden erst im letzten Drittel des Romans gestellt.

Warum das alles? Eigentlich nur um die Story künstlich zu verlängern. Dieser Fantasy-Krimi ist halt solange nicht vorbei bis die Detective Inspector die beiden Kernfragen endlich angesprochen und geklärt hat. Und das zieht sich in diesem Roman halt hin.

Mein Fazit: Ein Lehrstück über Bigotterie und gesellschaftliche Intoleranz in einer amerikanischen Alternativwelt-Kleinstadt. In der Sache interessant, in der Ausführung für mich mangelhaft.

5/10

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