Das gefälschte Siegel: Die Neraval-Sage 1

Erschienen: Februar 2019

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Lisa Reim
Wenn einer eine Reise tut – und kaum etwas erlebt

Buch-Rezension von Lisa Reim Jun 2019

Tief unter der Hauptstadt Neravals bewacht eine Elitetruppe eine unscheinbare Schriftrolle. Doch was nach einem alten, nutzlosen Pergament aussieht, hat es buchstäblich gewaltig in sich; in sie wurde einst der Erzdämon La-Esh-Amon-Ri von der Zauberin Illiane gebannt. Nur ein Siegel hält das leibhaftige Böse davon ab, die Welt von Neuem zu unterjochen. Umso erstaunter ist der begabte und dem Alkohol verfallene Fälscher Kevron, als Prinz Tymur höchstselbst ihn engagiert, um die Echtheit des Siegels zu überprüfen. Denn der Prinz hat einen gefährlichen Verdacht, der sich bestätigt: es handelt sich nicht um das Original-Siegel. Ist der Dämon seinem Gefängnis entkommen? Allein Illiane kann diese Frage beantworten, doch sie lebt weit entfernt in dem sagenumwobenen Reich der Alfeyn. Prinz Tymur macht sich zusammen mit Kevron, der jungen Magierin Enidin und dem Krieger Lorcan auf die Reise zu dem geheimnisvollen Volk – die Schriftrolle mit dem gefälschten Siegel mit im Gepäck.

Achtung! Dieses Papier könnte Spuren eines Dämons enthalten

Maja Ilisch legt mit diesem Werk ihr High-Fantasy-Debüt vor und lässt ihre Helden gleich gegen den beeindruckendsten Gegner, den dieses Genres zu bieten hat, antreten: einen Erzdämon. Auch wenn dieser sich im ersten Band noch dezent zurückhält, ist die Gefahr, die von ihm ausgeht, immer zu spüren. Ein angenehmer Grusel, der gerade zu Beginn der Geschichte seinen Reiz nicht verfehlt. Denn die Frage, ob sich der Dämon noch in seiner (beschädigten!) Schriftrolle befindet oder ob er sich schon still und heimlich davongemacht hat, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, bietet eine Menge Gefahrenpotential – nicht zuletzt, da sich das Pergament in den Händen eines nur schwer einschätzbaren, manischen Prinzen befindet.

Gerade das erste Drittel des Buches kann in Sachen Spannung am meisten punkten. Der Anfang mit Kevron und Tymur ist vielversprechend und wird noch um die Einführung der von sich selbst überzeugten Enidin und dem ruhigen Lorcan bereichert. Die vier unterschiedlichen Helden versprechen eine interessante Figurenkonstellation – doch dann beginnt eine Reise mit dem Charme eines lakonischen Waldspaziergangs.

Ein Charakterzug muss reichen

Was anfangs nach einer spannenden Heldenreise mit zur Figurenentwicklung prädestinierten Charakteren klingt, entwickelt sich plötzlich zur leichten Fantasy-Kost. Besonders schade ist dies bei den Figuren selbst, die am Ende des Buches charakterlich auf demselben Stand sind wie am Anfang: Ein verstockter Krieger, eine naive Magierin, ein ängstlicher Säufer und ein enervierend gut gelaunter Prinz. Mehr Adjektive braucht es nicht, um die vier Hauptpersonen zu beschreiben.

Dementsprechend hölzern gestaltet sich der Plot. Interessant bahnt sich da noch – man höre und staune – das Liebesdreieck an, das die Möglichkeit geboten hätte, die Figuren einmal aus ihren altbekannten Verhaltensmustern hervorzulocken. Doch sogar dieser Handlungsstrang versandet mehr und mehr. Auch sonst werden unsere vier menschlichen Schablonen nicht besonders gefordert. Die „Probleme“, vor die sie gestellt werden, sind vorhersehbar, genauso wie deren Lösungen. Der Cliffhanger am Schluss ist zwar gemein, aber überraschend kommt auch diese Wendung nicht.

Fazit:

Altbackenes High-Fantasy-Abenteuer mit blassen Figuren. Insgesamt ein unspektakulärer Reihenauftakt, der mit seiner für High-Fantasy-Fans schlichten Handlung eher für Genre-Neulinge zu empfehlen ist.

Das gefälschte Siegel: Die Neraval-Sage 1

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