Das gleißende Band

Erschienen: Oktober 2018

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Lisa Reim
Auf Gedeih und Verderb mit dem Feind verbunden

Buch-Rezension von Lisa Reim Nov 2019

Als die Schwerttochter Leovel ein kleines Mädchen im Schnee findet und es vor dem sicheren Tod bewahrt, ahnt sie nicht, dass sie damit ihr eigenes Leben von Grund auf verändert hat. Denn das Mädchen ist Kronprinzessin Kuranys von Esbirkol, dem Land, mit dem Leovels Heimat Drubant im Krieg liegt. Dumm nur, dass Leovel von Kuranys Leibwächtern erwischt wird, als sie das Kind gerade aus dem Schnee zieht. Leovel wird gefangengenommen und zum reisenden Hofstaat ihres Erzfeindes gebracht, wo sie erfährt, dass sie durch ihre selbstlose Tat das gleißende Band heraufbeschworen hat. Sie und Kuranys sind von nun an auf Leben und Tod miteinander verbunden, sollte eine von ihnen sterben, stirbt auch die andere. Zudem können sie sich nur auf kurze Distanz voneinander entfernen. Leovel muss gezwungenermaßen bei ihren Feinden leben, und zwar so lange, bis sie herausgefunden hat, wer die Kronprinzessin entführte und sie im Schnee aussetzte. Denn nur so kann das gleißende Band gelöst werden und Leovel endlich wieder nach Hause zurückkehren.

Eine Mischung aus Krimi und Fantasy-Abenteuer

Neben der wendungsreichen Handlung, lebt das Buch von seiner Konstellation: Leovel ist eine starke Frau und muss eine Aufgabe übernehmen, die sie im Grunde nicht interessiert. Außerdem muss sie sich mit Menschen abgeben, die sie verachtet. Gefangen in Esbirkol wird Leovel gezwungen, ihre eigenen Werte hintenanzustellen und sich in ihr Schicksal zu fügen. Dadurch gestaltet sich ihre Suche nach dem Verräter nicht nur zu einer Detektivgeschichte, sondern auch zu einer Charakterstudie: Wie soll man sich verhalten, wenn man unter seinen eigenen Feinden leben und deren Thronfolger beschützen muss? Eine tolle Idee für eine packende Geschichte, auch wenn sich die Handlung selbst an ihrer toughen Protagonistin öfter mal die Zähne ausbeißt. Manchmal könnte es schneller vorangehen, wenn Leovel nicht so starrköpfig wäre. Dies ist wohl auch ein Grund, warum die Geschichte so dialoglastig ist, will Leovel doch immer alles ausdiskutieren.

Wie sich eine solch eigenständige Person wie Leovel in eine Liebesgeschichte verstricken kann, ist dann sogar ein noch größeres Rätsel als das Mysterium um Kuranys Entführung. Auch wenn Leovel in der Beziehung wenig überraschend die Hosen anhat, kommt die Liebelei nur wenig überzeugend daher. Das hätte die Story nicht nötig gehabt.

Liebe Protagonistin, lass es doch mal gut sein

Im Grunde ist Leovel die Art Heldin, die man sich in der Fantasy wünscht: Sie ist nicht nur stark, weil sie kämpfen kann, sie weiß auch, was sie will, und vor allem, was sie nicht will. Ihre Meinung haut sie ihren Mitmenschen entsprechend gerne um die Ohren, kein Wunder, wenn sie sich als Schwerttochter in der männerdominierten Soldatenwelt behaupten muss. Leovel ist kaum das, was man einen Sonnenschein nennen würde. Stattdessen trieft ihr Zynismus von jeder Buchseite, genauso wie ihre ätzende Laune. Natürlich befindet sie sich in der miesesten Lage, in der sich ein Mensch ihrer Welt befinden kann, ihre Stimmung ist deshalb zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Aber möchte man über ihre Abneigung allem und jedem gegenüber wirklich 450 Seiten lang lesen? Bis zum Schluss wird geschimpft, misstraut und beleidigt. Nicht nur behindert sie mit ihrem Verhalten ihre eigenen Ermittlungen, sie strapaziert gehörig die Lesernerven. Es empfiehlt sich, ein paar Sätze zu überspringen, sobald sich wieder einer von ihren Anfällen ankündigt. Was ungefähr alle zwei Seiten der Fall ist.

Fazit:

Toller Genremix, der Plot ist gut durchdacht und spannend. Wenn da nicht die griesgrämige Heldin wäre … Hier braucht man beim Lesen Nerven aus Stahl oder mehrere Lesepausen. Denn zum Glück sind wir nicht durch ein gleißendes Band an dieses Buch gebunden und werden nicht gezwungen, es in einem Zuge durchzulesen.

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