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Campus-Leben, dunkle Magie und eine Heldin mit Kult-Potenzial:

Urban Fantasy trifft Gothic Noir in Leigh Bardugos neuem Fantasy-Bestseller.

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren…

Als auf dem Campus von Yale mehrere Studentinnen brutal ermordet werden, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.

Das neunte Haus

Das neunte Haus

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Letzte Kommentare:
14.02.2020 00:11:40
Julie's Bookhismus

Nachdem der Einstieg in die Story wirklich schwer war, ging es ab der Hälfte ungefähr los, spannend zu werden. Der Schreibstil ist sehr gut, da nicht dieser aufgetakelte Ton angeschlagen wird, wie man es sonst aus Fantasy-Büchern kennt. Die Umgangssprache hat mir sehr gut gefallen und sie machte es leichter sich mit Galaxy zu identifizieren, denn keiner sagt: „Ich musste spucken/brechen“ (außer Offiziere), nein, wir sagen: „Ich musste kotzen!“.
Galaxy Stern ist die faszinierende Prota, die ich bisher kennenlernen durfte! Sie ist rotzfrech, wild und eigensinnig. Hat riesen Temperament und lässt sich nichts sagen. Diese Mischung macht das ganze so unfassbar unterhaltsam. Sie beweist Stärke und vor allem, dass auch „Außenseiter“ viel erreichen können. Ich denke, sie ist ein tolles Beispiel dafür, dass man ein Neues Leben beginnen kann, aber man immer noch man selbst sein sollte. Die Maske fällt irgendwann! Meist, wenn man es am wenigsten erwartet.
Die anderen Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Darlington, der Gentleman, in den man sich einfach verlieben muss. Pammie, die Schüchterne, die man erst später lieben lernt, weil sie so distanziert scheint. Turner, der Gute, der aber trotzdem irgendwie ein Bad Boy ist.
Tatsächlich hat ich das Buch wirklich gut unterhalten und wurde zum Ende auch richtig spannend und ich habe eisern mitgefiebert. Nie hätte ich dieses Ende erwartet. Mit dem Anfang dieser neuen Reihe ist der Autorin eine großartige Geschichte gelungen, die Lust auf VIEL MEHR macht. Da ist noch Luft nach oben! Allerdings würde ich es keinem 12-jährigen Kind in die Hand drücken.
Ein mehr als gelungenes Dark-Fantasy-Buch mit Krimi und ein wenig Thrill, das ich wirklich empfehlen kann.

31.01.2020 08:08:45
K.-G. Beck-Ewerhardy

Eignezitat aus amazon.de:

Alexandra Stern, kurz Alex – und eigentlich Galaxy Stern, aber diesen Namen hasst sie – ist in Yale angekommen, wo sie im Hauptfach Kunst studieren wird. Und dass, obwohl sie gar keinen Schulabschluss hat und die letzten paar Jahre ihres Lebens auf der Straße, als Couch-Surferin, Drogenhändlerin und Gelegenheitsprostituierte verbracht hatte. Doch als sie nach einer tödlichen Auseinandersetzung als einzige Überlebende im Krankenhaus wach wurde, saß dort ein Dekan an ihrem Bett und machte ihr ein ungewöhnliches Angebot. Sie sollte einen Studienplatz – und eine Unterkunft – an der renommierten Universität bekommen und dort zu einer der Studentenhäuser gehören, dem Haus Lethe.

Die alten Studentenverbindungen oder –bruderschaften – allen voran Skulls und Bones -, die zusammengenommen einen großen Teil der Machtstruktur der USA geformt haben, bedienen sich anscheinend in ihren Ritualen aller möglicher Formen von Magie, um etwa Vorhersagen zu wirtschaftlichen Entwicklungen zu machen und dafür sind zum Teile überaus bizarre Verwendungen von menschlichen Körpern notwendig. Damit diese nicht ausufern und die Yale-„Zivilisten“ gegen die Universität aufbringen wurde das Haus Lethe gegründet. Seine Aufgabe ist es, die Rituale in bestimmten Grenzen zu halten und auch dafür zu sorgen, dass sogenannte „Graue“ – auf der Erde verbliebene Geister von Verstorbenen – nicht in die Ritualkreise eindringen, da dies zum Teil katastrophale Folgen haben kann. Außerdem sollen sie die Geheimhaltung sicherstellen und möglichst viel Wissen um die Häuser und ihre Rituale sammeln. Um die Geister zu sehen, müssen die Lethe-Mitglieder einen bestimmten, leberzerstörenden Trank einnehmen. Und da kommt Alex ins Spiel, denn sie ist in der Lage Geister auch ohne Hilfsmittel zu sehen, was einer der Gründe ihres bisherigen Lebenswegs gewesen ist.

Zusammen mit ihrem Mentor Darlington besucht Alex einige sehr verstörende Rituale und lernt so die praktischen Aspekte ihrer Arbeit, wie auch nebenher Universitätsgeschichte, magische Theorie und viele andere Dinge. Ach ja, und sie muss auch noch das normale Studienpensum bewältigen, auf das sie ebenfalls bisher in keinster Weise vorbereitet worden ist.

Dann verschwindet Darlington eines Tages bei einem Einsatz und Alex findet sich in der Rolle der Hauptpraktikantin des Hauses Lethe wieder – gerade zu einem Zeitpunkt, als die Magie in verschieenderlei Hinsicht beginnt über das Universitätsgelände hinauszugreifen und die Bevölkerung der Stadt zu bedrohen. Eine Verantwortung, die weit über das hinaus geht, was Alex bis zu diesem Zeitpunkt gekannt hat.

Obwohl die Exposition dieses Romans beinahe über 100 Seiten geht, sind die dabei beschriebenen Dinge so interessant – und so interessant beschrieben – dass das nicht wirklich störend ist. Neben den Fragen von Magie und „Realität“, Macht und Geld, Schichtendenken und Bildungsarroganz spielen hier auch viele andere aktuelle Themen mit hinein, was „Das neunte Haus“ weit über die üblichen Magieschulenromane hinaushebt – und auf eine Fortsetzung hoffen lässt.