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André C. Schmechta
Das letzte Kapitel in der Geschichte der Menschheit?

Buch-Rezension von André C. Schmechta Mai 2020

Die Erde hat ein Problem. Die Sonne droht zu erlöschen. Ein Leben auf diesem Planeten wäre nicht mehr möglich. Und die Zeit drängt, das Ende der Zivilisation ist offenbar nur noch wenige Monate entfernt.

Verzweifelt versuchen Wissenschaftler den Prozess aufzuhalten oder umzukehren - bisher ohne Erfolg. Doch Emily - ein künstlich erschaffenes Bewusstsein, das bisher Trauma-Patienten psychologisch betreut hat - soll helfen. Mit einem Team aus Wissenschaftlern um Emilys „Erschaffer“ Nathan Wyman werden neue Lösungswege gesucht. Währenddessen bereitet sich die Bevölkerung auf das unvermeidbare Ende vor.

Ein menschliches Computerprogramm

Emily ist keineswegs nur ein steriles, emotionsloses, technologisiertes und hoch intelligentes Digitalwesen. Sie konnte sich stetig weiterentwickeln und sollte dabei möglichst viele menschliche Lebensumstände kennenlernen und nachempfinden. Auch wenn sie an die zahlreichen Server auf einem amerikanischen Universitätscampus gekoppelt ist, wird das gesamte Gelände per Simulation für sie in Echtzeit abgebildet. Über einen Interfacechip, den Personen tragen, kann man mit Emily real interagieren.

Mit ihrer gehörigen Portion Selbstironie ist Emily überaus wortgewandt, ist dem Leser dadurch sofort sympathisch. Ihre sehr lockere Art führt schnell dazu, dass man vergisst, dass es sich um ein künstliches Bewusstsein handelt. Doch natürlich ist sich Emily selbst dessen bewusst und wird durch ihr Umfeld auch immer wieder daran erinnert.

Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt

Und Emily kann so viel mehr: Sie kann in das Unterbewusstsein von Menschen eindringen, Erinnerungen manipulieren, Körperfunktionen übernehmen. Das führt natürlich in zahlreichen Situationen zur absoluten Überlegenheit und gibt ihr damit beinahe Superheldenstatus. Natürlich ist eine derart weit entwickelte Technologie mehr als wertvoll und schon bald muss Emily feststellen, dass es Regierungsbereiche mit besonderen Interessen gibt, aber auch unerwartete Gegenspieler. Denn natürlich ist Emily nicht allmächtig oder gar frei. Dann überschlagen sich die Ereignisse und der Wettlauf gegen die Zeit wird dramatischer.

Erzählt wird die Geschichte stets aus der Perspektive von Emily. So gibt es nur einen geradlinigen Handlungsstrang. In kürzester Zeit haben die Regierungen dieser Welt immense Fortschritte gemacht und Emilys Fähigkeiten übersteigen das menschlich Vorstellbare bei Weitem. Diese technisch mögliche Realität konstruiert Wheaton passend für die Dramaturgie, aber dennoch nachvollziehbar ohne sich dabei allzu sehr in erklärenden Details zu verlieren. Bei dem Tempo, das Wheaton vorlegt, bleibt aber auch kaum Zeit - und Lust - das Mögliche zu hinterfragen. Vielmehr möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Die nächste Stufe der Evolution

Ethik und Moral sind dabei zentrale Aspekte, die Wheaton in seinem Roman aufgreift. Wie weit können und sollen mögliche Eingriffe in die Evolution der Menschheit - auch vor dem Hintergrund einer drohenden Auslöschung - erfolgen. Welche Grundsätze und Werte werden angelegt. Wie werden absehbare Konsequenzen abgewogen, um Entscheidungen zu treffen.

Gelegentlich sind mir dabei Emilys Bewunderung über die Entwicklung der Menschheit, ihr Verfechten der individuellen Persönlichkeitsrechte und ihre Selbstzweifel etwas zu aufgedrückt.

Dass sich zudem eine handfeste Romanze entwickelt, ist eigentlich früh absehbar, fügt sich aber in den emotionalen Entwicklungsprozess von Emily passend ein. Auf ihrem Weg, die Erde vor dem Untergang zu bewahren, erkundet sie das Mensch-Sein und entdeckt dabei auch immer mehr sich selbst.

Fazit:

„Emily Eternal“ ist ein jederzeit spannend konstruierter Sci-Fi-Thriller, der mit hohem Tempo und zahlreichen Wendungen an die Seiten fesselt, dabei am Ende ein wenig zu sehr überdreht. Um nachhaltig wirken zu können, fehlt Substanz und Tiefe und eben auch Zeit, die Wheaton dem Leser aber schlicht nicht gönnt.

Emily Eternal

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