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Carsten Kuhr
Die Macht der Musik – oder wie die Musik mit Steinen drin die Scheibenwelt erobert

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jul 2006

Kennen Sie TOD? Nein, ich meine nicht, das Ableben nach einem hoffentlich erfüllten Dasein, ich meine den Mann, na ja besser das Wesen, das auf einem Knochenpferd und mit der Sense in der Hand ausreitet, wenn ihre Zeit gekommen ist? In seinem Anwesen sammelt er die Sanduhren, die anzeigen, wieviel Zeit einem noch verbleibt, stets ist er pünktlich und unbestechlich seinen Pflichten nachgekommen.

Doch selbst TOD ist vor Unbill nicht gefeit.

Als seine Adoptivtochter Ysabell und sein einstiger Lehrling Mort bei einem Kutschenunfall sterben ist das Maß überschritten – TOD bekommt eine Midlife-, vielleicht treffenderweise eher eine Mid-Death Krise und hat nur noch einen Wunsch – er will Vergessen.

Ein Bettelmönch weist ihm den Weg zum garantierten Vergessen – Alkohol, das Wasser des Flusses von Ankh-Morpok oder die klatischianische Fremdenlegion verheißen die lästigen Erinnerungen loszuwerden.

Währenddessen muss sich aber natürlich Jemand um TODs Job kümmern – die Wahl fällt nicht schwer, Bewerber gibt es wenig und so findet sich TODs Enkelin Susanne plötzlich und unverhofft in einer neuen Karrierestation wieder.

Dass sie den Job hasst, dass sie so manches Mal den Sinn ihres Tuns hinterfragt erweist sich nicht eben als förderlich für die Abarbeitung der anstehenden Aufträge.

Sie lernt einen jungen Druiden kennen, dessen Zeit eigentlich abgelaufen ist. Doch kurz zuvor hat sich unser Mensch mit einem Troll und einem Zwerg zusammengetan, um Musik zu machen. Sie gründen die „Band mit Steinen dring und trotz solch gewichtiger Schwierigkeiten wie der Tatsache, dass sie der Gilde der Musiker Ankh-Morporks ihre jeweils 75$ Mitgliedsbeitrag schuldig bleiben erobert ihre Musik die Stadt – und verhindert das Ableben des Stars.

Die Band findet ausgerechnet in der Unsichtbaren Universität in den jung gebliebenen Zauberern ihre fantastischsten Anhänger – sehr zum Unbillen der Autoritäten die den Krach zu unterdrücken trachten.

Erst als TOD, der sein Pferd gegen einen fahrbaren, chrom-knochenblitzenden fahrbaren Untersatz austauscht wieder zum Dienst erscheint, beruhigen sich die Wogen.

Anspruch und Aussage mischen sich mit herzerfrischendem Humor in einer bestechenden Neuübersetzung

Wer kennt sie nicht, die Kultbücher aus der Schreibstube Terry Pratchetts? Selbst Leser, die nie ein Fantasy-Buch angefasst haben bekommen ein gar merkwürdiges Glitzern ins Auge, wenn der Name Scheibenwelt fällt. Die Texte unterhalten nicht nur zwerchfelltrainierend und spannend, sondern bieten dem Rezipienten immer auch Anknüpfungspunkte zum mit- und nachdenken an.

Vorliegend nimmt Pratchett die Rockmusik und deren Fans aufs Korn. Groupies, alternde Bewunderer, die ihrer eigenen Jugend nachjagen und diese in der Huldigung für ihre Musik zu finden glauben stehen hier im Mittelpunkt.

Das ist einmal mehr messerscharf treffend, wundervoll beobachtet und lustig aufbereitet, so dass ich selbst mich sehr oft in den Figuren wiederfinden konnte.

Daneben geht es um die Midlife-crises die gerade Herren des etwas gesetzteren Alters – hüstel, auch da finde ich mich gut porträtiert wieder – heimsucht.
Man jagt der verflossenen Jugend, dem Gefühl unbeschwert und ohne zeitlichen Druck leben zu können nach, will den Gedanken an die Endlichkeit des Seins ausklammern.

Insoweit wird dem Leser hier einmal mehr ein Spiegel vorgehalten, in dem er mühelos sich selbst, seine Freunde und Bekannte erkennen kann, der ihm aufzeigt, wie oftmals lächerlich man sich verhält wenn man verzweifelt versucht der verflossenen Jugend nachzujagen. Das Ganze präsentiert sich in einer bestechenden Neuübertragung, in der insbesondere der Wortwitz und die Anspielungen des Autors kongenial ins Deutsche übertragen wurden.

Terry hat hier wieder einmal äußerst treffend parliert, und uns eine Geschichte erzählt die ebenso unterhaltsam wie tiefgründig ist.

Rollende Steine

Rollende Steine

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Letzte Kommentare:
03.06.2008 17:52:52
Hasserin

also wenn ich ehrlich bin. das buch finde ich nicht gut! es hat keine richtige handlung und schon nach 2 seiten ist man gelangweilt.
vielleicht ist es besser wenn man es auf englisch liest - im deutschen gehen sämlichte auch nur ansatzweise lustige stellen durch übersetzungsfehler total unter!