Der vierte Mond

Erschienen: Februar 2021

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André C. Schmechta
Kein Epos, aber ein spannender Sci-Fi-Thriller

Buch-Rezension von André C. Schmechta Mär 2021

2104. Bei einer Mission auf dem Jupitermond Kallisto kommt es zu schwerwiegenden Problemen: ein Orbiter stürzt ab, weitere Crewmitglieder erkranken an hohem Fieber. Nur Sam bleibt zunächst unversehrt und hält Kontakt mit der Erde. Doch ob es eine Bergungsmission geben wird ist nicht sicher...

Nachrichten über das Scheitern der Mission schaden dem Image von Space Rock, dem Unternehmen, das die Mission auf Kallisto leitet. Schnelles Handeln ist eigentlich gefragt. Doch entfachen sich schnell Ränkespielchen um die Macht im Konzern. Geschäftsführer Romain Clavier muss fürchten, dass sich beteiligte Familienmitglieder gegen ihn stellen. Und auch die Europäische Weltraumorganisation und die Europäische Sicherheitsbehörde, die ebenfalls an der Mission beteiligt sind, sitzen ihm im Nacken.

Weltraumabenteuer? Erstmal Fehlanzeige.

Nach einem spannenden kurzen Auftakt braucht die Geschichte einen Moment bis sie in Fahrt kommt. Und nach einigen Seiten wird auch klar, dass es hier nicht um ein klassisches Weltraumabenteuer geht, wie der Werbetext auf dem Buchumschlag vermuten ließ. Raumschiffe, Raumstationen, Astronauten, fremde Planeten, modernste Technologien - eigentlich nur Randerscheinungen. Bis wir sprichwörtlich die Erde wieder verlassen, dauert es noch.

Viele neue Personen betreten erstmal nach und nach das Feld. Richtig warm werde ich anfangs noch mit keiner. Kurze Kapitel aber treiben die Geschichte temporeich voran und mit der Zeit werden die Figuren vertrauter. Verstrickt in kriminelle Machenschaften, nur wirtschaftliche Interessen im Sinn, unglücklich Gestrandete in einer ihnen wenig zugewandten Welt - noch will sich kein richtiger Sympathieträger herauskristallisieren.

Dabei wird vor allem das Profil der Spaceworker feiner gezeichnet und hier insbesondere Mitarbeiter vorangegangener Jupitermissionen, die bei Space Rocks nur noch wenig Beachtung finden. Sie schlagen sich mit seelischen wie körperlichen Verletzungen einigermaßen durchs Leben. Drogen - vor allem das sogenannte „Chalk“ - gehören zum Alltag, sei es als Konsument oder als Kleinkrimineller. Als drei Menschen auf der Erde sterben geraten auch diese Spaceworker ins Visier der Ermittlungen - von offiziellen und inoffiziellen Stellen.

Kathleen Weise findet einen guten Rhythmus in ihrer Dramaturgie. In kurzen Kapiteln werden Schauplätze gewechselt, das Personengeflecht verdichtet und es kristallisieren sich die zentralen Hauptfiguren heraus, deren weitere Entwicklung man fortan mit Neugierde verfolgt. Weise verliert sich nicht in technologischen oder wissenschaftlichen Erklärungen, um jedes fiktive Detail nachvollziehbar und plausibel zu gestalten, sondern konzentriert sich vorrangig auf eine packende Handlung und eine dichte Atmosphäre.

Und dann sind wir endlich mittendrin in einem spannenden Wettlauf um die Zeit. Denn während für die einen der Erhalt der Macht und die Kontrolle über diese und zukünftige Weltraum-Missionen auf dem Spiel steht, geht es für andere um Hoffnung, Sehnsucht, Perspektive oder ums nackte Überleben.

Auch die Entwicklungen auf Kallisto nehmen wieder deutlich mehr Raum in der Erzählung ein. Denn irgendetwas scheint hier draußen zu sein. Etwas von dessen Bedeutung noch niemand was ahnt, auch nicht Sam, der noch immer auf seine Rettung wartet...

Fazit:

Nein, „Der vierte Mond“ ist für mich nicht das „Science-Fiction-Epos der neuen Generation“, das der Buchumschlag anpreist. Dazu fehlt mir Detailtiefe und am Ende auch ein Plot, der noch mehr nachklingt. Aber Kathleen Weise hat einen stimmigen Sci-Fi-Thriller geschrieben, dessen Spannungskurve zunächst nur behutsam, aber dann immer schneller ansteigt und der auch dank eines Zeitsprunges in der Geschichte kompakter daherkommt, als die fast 450 Seiten vermuten lassen.

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