Ministry of Souls - Das Schattentor

Erschienen: September 2020

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London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das "Ministerium für endgültige Angelegenheiten" dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Jack hat seine Probezeit dort fast vollendet, als er zu seinem ersten Außeneinsatz muss. Doch als er von seinem eigenen Schatten angegriffen wird, tut er etwas höchst Verbotenes: Er befördert eine Lebende ― die arabische Prinzessin Naima ― in die Zwischenwelt. Und bevor er sie zurückholen kann, schließt sich das Tor!

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Letzte Kommentare:
24.12.2020 14:02:14
PMelittaM

London 1850: John Smith ist ein Soulman, also dafür zuständig, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu geleiten. Als er einen Auftrag im Buckinghampalast erhält, findet er mehrere Tote vor, augenscheinlich ermordet – und ein unheimliches Wesen.

Ich bin ein großer Fan des Autors, der für mich ein großes Erzähltalent mit viel Phantasie ist – wie man aber an meiner Bewertung bereits erkennen kann, hat er mich mit diesem Band nicht komplett überzeugen können.

Wie gewohnt hat Akram El-Bahay ein interessantes Charakterensemble entworfen, das aber vor allem in den Nebenrollen brilliert. Beide Protagonisten bleiben relativ blass, auch wenn die Geschichte aus beider Perspektiven erzählt wird. John hat dabei den Hauptanteil, er sticht dennoch wenig heraus, und in Erinnerung werden andere Charaktere bleiben, die ich gleich noch erwähnen werde. Neben ihm ist die Perspektive der einzige Überlebende des oben erwähnten Anschlags eingewoben, Prinzessin Naima. Aber auch sie ist bisher eher farblos, auch wenn sie gegen Ende zeigen kann, was in ihr steckt.

Die wahren Helden sind, wie bereits erwähnt, die Nebencharaktere. Wobei ich Oz fast schon zu den Protagonisten zählen möchte, auch wenn er keine eigenen Kapitel erhält. Zu Beginn ist er Archivar im Ministry of Souls, später ist er tot, aber immer noch sehr aktiv – mehr erzähle ich hier nicht, lasst euch überraschen. Er bringt eine Menge Humor ins Spiel und ist mir schnell ans Herz gewachsen. Sehr interessant ist Terry (der offenbar eine Hommage an einen meiner anderen Lieblingsautoren ist), er ist der Chef des Archivs und schon länger tot, doch anscheinend ist es okay, dass er nicht in die Zwischenwelt gebracht wurde (ein Rätsel, das sich vielleicht noch auflöst?). Ein weiteres Highlight ist Agatha, die am Anfang nur dazu zu dienen scheint, in die Geschichte einzuführen, dann aber doch noch mehr als das wird – lasst euch auch hier überraschen. Sie ist eine alte Dame mit vielen Katzen, die sich weigert in die Zwischenwelt zu gehen und John dadurch das Leben schwer macht – und der zweite Charakter, der Humor ins Spiel bringt.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist das London des Jahres 1950, etwas fiktiv angehaucht, aber gut zu erkennen und durchaus atmosphärisch integriert. Außerdem besucht der Leser zusammen mit John die Zwischenwelt. Der Hintergrund ist, wie meist bei Akram El-Bahay, orientalisch angehaucht, so kommt auch der Gegenspieler aus diesem Kulturkreis, wie auch die Prinzessin. Leider habe ich hier öfter das Gefühl von schon Bekanntem (auch an den Tintenjäger aus der Bücherstadt-Trilogie fühlte ich mich sehr erinnert – ich hätte lieber mehr „Neues“ gelesen). Auch ist mir der Antagonist noch zu abstrakt. Insgesamt ist mir die Geschichte „zu gewöhnlich“, d. h., leider viel weniger phantastisch als ich es von Akram El-Bahay gewohnt bin.

Am Ende gibt es einen Cliffhanger, denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende, der zweite Teil bereits angekündigt. Ob ich ihn lesen werde, weiß ich derzeit noch nicht, wirklich neugierig bin ich, ehrlich gesagt, nicht. Denn, mein größtes Problem ist, dass mich der Roman stellenweise nicht gepackt habe, habe ich andere Romane des Autors meist flott durchgelesen, weil ich sie kaum aus der Hand legen konnte, habe ich mich hier manchmal tatsächlich gelangweilt. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an den Roman, erfüllt wurden sie jedoch nur zum Teil.

Leider konnte mich der Roman nicht komplett überzeugen, schade, denn Akram El-Bahay ist einer meiner Lieblingsautoren und hat mich hier erstmals enttäuscht. IWer den Autor bisher mochte, sollte sich aber nicht abschrecken lassen. 62°

17.12.2020 19:38:52
JuliesBookhismus

Irgendetwas hat gefehlt
Ich weiß nicht so recht, wie ich dieses Buch beschreiben will. Vielleicht ist es noch nicht so spannend gewesen, weil es der erste Band der Reihe ist und der Autor sich noch was aufheben will. Ich weiß es nicht.
Wir lernen Jack kennen, der ein Soulman in Ausbildung ist und plötzlich ein vollwertiger wird, weil man was vertuschen will. Allerdings fühlt Jack sich nicht wohl dabei und geht dem nach. Dann kommt da noch ein Schatten, eine Katze, eine Prinzessin und ein Geist hinzu und das Chaos ist perfekt.
Das Ende von Band eins ist mir schlichtergreifend zu offen, denn ich finde Band 1 damit irgendwie nicht abgeschlossen. Mir fehlt da einfach was! Trotzdem ist es eine gute Geschichte, mit fiesem Cliffhanger, denn jetzt will ich wissen, wie es weitergeht Ob ich das allerdings jemals erfahre, wird sich zeigen, bisher hab ich nicht so die Motivation dazu.
ABER das Potential ist definitiv da und ich hoffe wirklich sehr, dass der Autor es noch ausschöpft, aber das ist meine persönliche Meinung und ich denke, da wird ein Plan dahinterstecken.

30.10.2020 09:17:30
Nor Bert

"Ministry of Souls - Das Schattentor" des deutsch-agyptischen Autors Akram El-Bahay ist ein im viktorianischen England spielender Urban-Fantasy-Roman und der erste Band einer zu erwartenden neuen Serie, der im Lübbe-Verlag erschienen ist.

Im London des Jahres 1850 sorgen die sogenannten Soulmen, Beamte des im Verborgenen arbeitenden Ministeriums für endgültige Angelegenheiten, dafür, dass die Seelen der Verstorbenen durch Portale in die Zwischenwelt gelangen, indem sie sie in Phiolen auffangen und so auf die andere Seite bringen. Hierzu müssen sie sich Zugang zu den Orten verschaffen, an denen sich die Geister aufhalten. Dies ist nicht immer einfach, da nur eine kleine Gruppe Auserwählter überhaupt von der Existenz des Ministry of Souls und dessen Funktion weiß. Jack ist ein junger, angehender Mitarbeiter und hofft, sich im Außendienst zu bewähren, damit er endlich zum vollwertigen Soulman befördert wird. Sein erster offizieller Auftrag führt ihn zum Buckingham Palast, auf dessen Gelände eine Gesandtschaft des arabischen Emirats Ra's al-Chaima, einschließlich der Herrscherfamilie ermordet wurde, und dank einer Abmachung mit der Metropolitain Police dürfen die Soulmen manchmal noch vor den Polizeibeamten an den Tatort. Auf der Suche nach den Seelen der Verstorbenen entdeckt Jack, dass die Tochter des Emirs, Prinzessin Naima, das Massaker überlebt hat. Als er der jungen Frau helfen will, wird er von einem unheimlichen Wesen angegriffen, das sein eigener Schatten zu sein scheint. Im Eifer des Gefechts und um die Prinzessin zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt, wo sie als Lebende eigentlich nicht sein darf. Noch bevor Jack seinen Fehler wiedergutmachen kann, schließt sich jedoch die Tür. Bei dem Versuch Naima zu retten, stößt Jack wieder auf das geheimnisvolle Schattenwesen.

Akram El-Bahay hat mit "Das Schattentor" eine durchaus faszinierende Welt erschaffen, deren Reiz nicht nur im historischen Schauplatz, sondern vor allem in der Beschäftigung mit dem Thema Sterben liegt. Als voraussichtlichen Serienauftakt werden die Hauptfiguren und wesentlichen Handlungselemente wie die Zwischenwelt eingeführt. Dieser Übergang nach dem Tod, welcher von manchen Menschen gesehen und sogar betreten werden kann, hilft in der Romanwelt den Seelen, ihren Weg im Jenseits zu finden. Während Jack sich durch einen scharfen Verstand auszeichnet, auch wenn er eingangs etwas tollpatschig und naiv erscheint, ist Prinzessin Naima eine erfrischend mutige und starke Frauenfigur. Leider erfährt man nur wenig über Jacks Hintergrundgeschichte, und dem Handlungsstrang um Naima hätte der Autor gerne etwas mehr Raum gönnen können, so dass letztlich beiden Charakteren ein wenig Tiefgang fehlt. Eine weitere interessante und vielversprechende Figur ist die Katze Oz, in deren Körper die Seele eines Verstorbenen steckt und die ein wenig die Rolle des Comic Relief übernimmt.

Das viktorianische London ist eine stimmungsvolle Kulisse, die vom Autor anscheinend gut recherchiert wurde und effektvoll eingesetzt wird. Es wäre durchaus interessant das Ministry of Souls und die Soulmen durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart zu verfolgen.

Das Tempo der Geschichte ist hoch; insbesondere zum Ende setzt der Roman dann noch einmal richtig auf Action. El-Bahays Stil ist trotz seiner Neigung, immer wieder lange, verschachtelte Sätzte einzubauen, flüssig lesbar. Eingestreut in die Handlung finden sich Anspielungen auf Harry Potter (Gleis 9 3/4) und frühere Werke des Autors, der klar eine Inspiration in orientalischen Märchen hat. Es ist nicht immer ganz einfach als Leser den Überblick über die Handlungsfäden zu behalten, zumal nicht alles im letzten Kapitel schlüssig aufgeklärt wird, sondern wahrscheinlich den Folgebänden vorbehalten bleibt.

Insgesamt ist der Roman ein gelungener, höchst unterhaltsamer Serienauftakt, wobei noch ein wenig Luft nach oben bleibt. Mein Dank geht an NetGalley und den Lübbe-Verlag, dass ich das Buch gegen diese Rezension lesen durfte.

Sci-Fi & Mystery
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